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Pirelli erwartet ein gutes Jahr 2010

Pirelli hat in den ersten sechs Monaten eine operative Marge von 7,7 Prozent erzielt trotz negativer Effekte bei den Rohmaterialkosten (minus 19 Millionen Euro) sowie eines 16-prozentigen Absatzrückgangs und einer damit einhergehenden Auslastung der Produktion von lediglich 75 Prozent. Die Aussichten allerdings sind gut, denn die günstige Entwicklung bei den Rohmaterialpreisen dürfte mit etwa hundert Millionen Euro das Ergebnis weiter verbessern, die Auslastung auf etwa 90 bis 95 Prozent hochgefahren und die Früchte von Restrukturierungen geerntet werden. Darüber hinaus wird vor allem Pirelli von einer Zusatzbelastung von 75 $-Cent pro Kilogramm Reifen auf jeden aus China importierten Reifen in Brasilien profitieren, die die Regierung als Schutzzoll erlassen hat.

In Brasilien hat Pirelli einen Marktanteil von etwa 30 Prozent, chinesische Reifen allerdings auch schon von etwa zehn Prozent. Pirelli erwartet, dass 2010 ein gutes Jahr für die Industrie wird, wie anlässlich der IAA erklärt wurde..

Elf Prozent Marge für Conti-Reifen im ersten Halbjahr

Günstige Entwicklungen bei den Rohmaterialpreisen haben einen Beitrag von 45 Millionen Euro zu der ausgezeichneten elfprozentigen operativen Marge des Reifengeschäftes von Continental im ersten Halbjahr geleistet, wie im Rahmen der IAA bekannt wurde – und das trotz eines zwanzigprozentigen Absatzeinbruches. Beim direkten Wettbewerber Michelin schlugen sich die Rohmaterialpreise im gleichen Zeitraum hingegen mit 117 Millionen Euro negativ in der Halbjahresbilanz nieder. Angesichts weiter zu erwartender positiver Effekte bei Ausgangsmaterialien für die Reifenproduktion in Höhe von um die 200 Millionen Euro und eines Anziehens bei den Volumina sind die Aussichten für die nächsten Quartale des Continental-Reifengeschäftes damit günstig.

Berus Geschäft mit RDKS bricht ein

Der Beru-Konzern (Ludwigsburg) erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2009 einen Umsatz von 143,9 (230,4) Mio. Euro. Der Umsatzrückgang von 37,5 Prozent hat seine Ursache im weltweiten Absatzeinbruch in der Automobilbranche.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) betrug im Berichtszeitraum 4,5 (15,8) Mio. Euro, was einer EBIT-Marge von 3,1 (6,9) Prozent entspricht. Im Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik waren vor allem die Umsätze mit Reifendruck-Kontrollsystemen rückläufig.

Hier fielen die Erlöse um 58,5 Prozent auf 16,6 (40,0) Mio. Euro. Grund hierfür ist die schwache Nachfrage in den USA, dem Hauptmarkt für das Beru-Reifendruckkontrollsystem (RDKS) TSS.

BBS im ersten Halbjahr weiter im Tal

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Der belgische Mischkonzern Punch International (St-Martens-Latem) hat inzwischen seine Tochtergesellschaften BBS International GmbH und BBS America Inc. an die Creacorp nv, den größten Gesellschafter von Punch, veräußert. Im jetzt vorgelegten Halbjahresbericht von Punch wird BBS allerdings noch aufgeführt, weil der Räderhersteller bis zum 30.

6. zum Konzern gehörte. Punch hat im Übrigen bei der Transaktion die Namensrechte an BBS gehalten und erhält dafür von Creacorp künftig Lizenzgebühren.

Creacorp hat darüber hinaus auch Verpflichtungen von BBS übernommen, unter anderem in Höhe von fünf Millionen Euro für die von Hayes Lemmerz in Gainesville übernommene Produktionsstätte. Der Umsatz des BBS-Rädergeschäftes ging im ersten Halbjahr 2009 – verglichen mit dem Vorjahreszeitraum – um 48 Prozent auf nur noch 23,4 Millionen Euro zurück. Mit einem Umsatz in Höhe von 11,328 Millionen Euro verharrte das Unternehmen im tiefen Tal der beiden vorherigen 3-Monats-Ergebnisse: 11,427 Mio.

Euro Oktober bis Dezember 2008, 12,082 Mio. Euro Januar bis März 2009..

Umsatzrückgang bei Gajah Tunggal

Angesichts einer weltweit eher schwachen Nachfrage nach Reifen während des ersten Halbjahres 2009 berichtet der indonesische Hersteller PT Gajah Tunggal einen im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Umsatz für diesen Zeitraum. Nach Unternehmensangaben ging der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2009 um 2,9 Prozent auf knapp 3,8 Billionen Rupiah (etwa 265 Millionen Euro) zurück. Die operative Marge sank demnach von 9,5 Prozent im ersten Halbjahr 2008 auf nunmehr 6,4 Prozent.

Das EBITDA wird für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres mit 37 Millionen US-Dollar (knapp 26 Millionen Euro) beziffert, für den Vorjahreszeitraum wird ein Vergleichswert von 57 Millionen US-Dollar (annähernd 40 Millionen Euro) genannt. In der Bilanz des ersten Halbjahres wird ungeachtet dessen ein Nettogewinn in Höhe von 145 Milliarden Rupiah (etwa zehn Millionen Euro) ausgewiesen..

Umsatzrückgang und Nettoverlust für SRI im ersten Halbjahr 2009

Die japanische Sumitomo Rubber Industries Ltd. (SRI) hat ihre Konzernkennzahlen für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2009 vorgelegt. In diesem Zeitraum konnte das Unternehmen demnach einen Umsatz in Höhe von knapp 230 Milliarden Yen (rund 1,7 Milliarden Euro) erzielen, was einem Rückgang um rund 19 Prozent im Vergleich zu den gut 284 Milliarden Yen (etwa 2,1 Milliarden Euro) für die Monate Januar bis Juni 2008 entspricht.

Statt eines Nettogewinns in Höhe von immerhin zwei Milliarden Yen (15 Millionen Euro) im ersten Halbjahr 2008 wird in der Bilanz für die ersten sechs Monate 2009 nunmehr ein Nettoverlust von annähernd sieben Milliarden Yen (knapp 52 Millionen Euro) ausgewiesen. Die Reifensparte steht für 81 Prozent des SRI-Gesamtumsatzes, die Divisionen “Sports” und “Industrial Products” tragen 14 respektive fünf Prozent dazu bei..

Bridgestone sackt in die roten Zahlen ab – Bericht

Bridgestone musste im ersten Halbjahr offenbar einen Nettoverlust von rund 38,3 Milliarden Yen (285,4 Millionen Euro) hinnehmen, wie Medien vor der Veröffentlichung der offiziellen Zahlen melden. Im Vergleichszeitraum hatte Bridgestone, der größte Reifenhersteller der Welt, noch einen Nettogewinn in Höhe von 37,2 Milliarden Yen gemeldet. Dennoch rechne Bridgestone für das gesamte Geschäftsjahr mit einem Nettogewinn von sechs Milliarden Yen (44,7 Millionen Euro); zuvor ging man in Tokio noch von einer schwarzen Null aus.

Der Umsatz im Berichtszeitraum sei unterdessen von 1,6 auf jetzt 1,21 Billionen Yen (9,016 Milliarden Euro) abgesackt, was einem Rückgang von knapp 25 Prozent entspräche. Im Laufe des Tages will der Hersteller seinen Halbjahresbericht veröffentlichen..

Cooper legt deutlich bessere Quartalszahlen vor

Die Bemühungen der Cooper Tire & Rubber Co., die Produktionskapazitäten und Kostenstrukturen in Nordamerika den Marktanforderungen anzupassen, tragen langsam Früchte. Im jüngsten Geschäftsquartal (April bis Juni) konnte der Hersteller einen operativen Gewinn von immerhin 41,5 Millionen Dollar (29,5 Millionen Euro) einfahren, während die Quartale zuvor regelmäßig mit hohen operativen Verlusten beendet wurden.

“Wir sind äußerst zufrieden mit den Verbesserungen, die wir in unseren Geschäftsbereichen umsetzen konnten”, kommentiert Roy V. Armes das aktuelle Ergebnis. Wie der CEO ergänzt, wolle man auch weiterhin die “globale Kostenstruktur im Auge behalten”, denn die “das makroökonomische Geschäftsumfeld wird herausfordernd bleiben”.

Das gute operative Ergebnis wird indes durch hohe Zins- und Steuerbelastungen auf ein negatives Nettoergebnis gedrückt; im zweiten Quartal machte Cooper einen Nettoverlust von 13 Millionen Dollar (9,2 Millionen Euro), was knapp einer Halbierung gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Im Berichtszeitraum ging der Umsatz des Reifenherstellers um 18,3 Prozent auf 631,7 Millionen Dollar (449,7 Millionen Euro) zurück. Dabei blieb das internationale Geschäft und somit auch das Geschäft in Europa mit einem Umsatzrückgang von 9,1 Prozent vergleichsweise stabil.

Ein Blick auf die Halbjahreszahlen zeigen, dass auch für Cooper Tire & Rubber der Trend wieder vorsichtig nach oben zeigt.

Den aktuellen und ältere Geschäftsberichte finden Sie in unserem Geschäftsberichte-Archiv..

Halbjahresergebnis von Bekaert

Durch das sich weiterhin positiv entwickelnde Asien-Geschäft konnte der belgische Konzern Bekaert, zu dessen Portfolio Stahlcord für die Fertigung von Reifen gehört und das Unternehmen Weltmarktführer ist, im ersten Halbjahr 2009 die schwache Nachfrage in den anderen Regionen der Welt wenigstens teilweise kompensieren. In Lateinamerika wurde der Umsatz aufgrund zweier Akquisitionen verdoppelt. Der konsolidierte Umsatz sank in den ersten sechs Monaten von 1,303 Milliarden im Vorjahr auf 1,2 Milliarden Euro, das EBIT von 164 Millionen auf 86 Millionen Euro.

Michelin schlägt sich trotz hoher Absatzeinbußen wacker – Zahlen

Auch der Michelin-Konzern hat an der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise schwer zu tragen. Im ersten Halbjahr fiel der Umsatz des französischen Reifenherstellers um 13,4 Prozent auf 7,134 Milliarden Euro. Das Geschäft reichte dabei immer noch aus, um einen Gewinn vor Einmalzahlungen in Höhe von 282 Millionen Euro zu erzielen, was einer Marge von vier Prozent entspricht (Vorjahreshalbjahr: 8,6 Prozent).

Unterm Strich muss Michelin allerdings einen Nettoverlust von 122 Millionen Euro verdauen. Insgesamt hat der Hersteller im ersten Halbjahr weltweit 23 Prozent weniger Reifen verkauft. Die Rückgänge, heißt es dazu in einer Presseveröffentlichung, hätten das Unternehmen auf allen Märkten und in allen Regionen belastet.

Einzige Ausnahme: China. Der Rückgang der Absätze sei dabei besonders stark in der Erstausrüstung und hier beim Lkw-Reifengeschäft ausgefallen. Die Umsätze mit Pkw- und LLkw-Reifen gingen um 9,4 Prozent auf 3,949 Milliarden Euro zurück, die mit Lkw-Reifen um 23,2 Prozent auf 2,071 Milliarden Euro.

Es ist nur das Lkw-Reifengeschäft, mit dem Michelin Verluste vor Einmalzahlungen einfährt, und zwar 163 Millionen Euro im ersten Halbjahr. Die anderen Geschäftsbereiche liefern immer noch einträgliche operative Margen bis zu 17,8 Prozent (“Specialty Business”, also hauptsächlich EM-Reifen). Darüber hinaus habe Michelin von eine positiven Preis-Mix in Höhe von 9,6 Prozent profitieren können.