Einträge von Christian Marx

Goodyear setzt auf asiatische Beschaffungsstrategie

Laut amerikanischen Medienberichten werde Goodyear noch im laufenden Jahr mit mehreren Herstellern in China Verträge über die Zulieferung von Reifen abschließen. Der Reifenhersteller wolle künftig mehr Reifen im Rahmen von Offtake-Abkommen von Niedrigkostenherstellern beziehen, so Goodyears Chairman und CEO Robert J. Keegan.

Folglich könne Goodyear sich mehr auf die Herstellung von Reifen mit hohen Margen konzentrieren; es gehe bei diesem Schritt nicht um Marktanteile. Die Herstellung günstiger Reifen zu nordamerikanischen Kosten werde auch in Zukunft schwierig bleiben. Entscheidend an dieser „asiatischen Beschaffungsstrategie“ sei es, die Hersteller zunächst zu qualifizieren.

Klaus Burger einziger Kandidat für ASA-Präsidentschaft

Der Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobil-Service-Ausrüstungen e.V. (ASA) wählt auf seiner Mitgliederversammlung am morgigen Mittwoch in Erfurt einen neuen Präsidenten.

Einziger Kandidat ist bislang Klaus Burger, Vertriebsleiter und Mitglied der Geschäftsführung des Allgäuer Werkstattausrüsters MAHA. Klaus Burger war bei der Wahl 2004 knapp gegen den noch bis Mittwoch amtierenden ASA-Präsidenten Michael Gerdes-Röben (Bosch) unterlegen. Wie bereits berichtet, tritt Gerdes-Röben wegen neuer beruflicher Herausforderungen in Südostasien nicht für eine zweite Amtszeit an.

Laut ASA-Geschäftsstellenleiter Winfried Hummel sei derzeit nicht absehbar, ob sich bis morgen weitere Kandidaten um das Präsidentenamt bewerben werden. Selbst wenn, scheine die Wahl Klaus Burgers aber relativ sicher..

Wennemer: Charlotte wird nicht völlig geschlossen

Der Vorstandsvorsitzende der Continental AG Manfred Wennemer wendet sich gegen Meldungen, nach denen das Pkw-Reifenwerk in Charlotte (North Carolina/USA) demnächst geschlossen werden soll. Trotz Entlassungen und Streitigkeiten mit der Belegschaft seien entsprechende Meldungen „absoluter Unsinn“. Lokale Medien hatte unter Berufung auf Charlotte-Mitarbeiter berichtet, Conti werde die Produktion bereits im Juli einstellen, nachdem ursprünglich noch von September die Rede war.

Conti-HV lehnt Ermächtigung für Kapitalerhöhung ab

Die Aktionäre der Continental AG haben auf der Hauptversammlung am Freitag nicht allen Tagesordnungspunkten zugestimmt. Die geplante Ermächtigung des Vorstands, eine Kapitalerhöhung von bis zu 186,7 Millionen Euro durchzuführen, wurde überraschend nicht erteilt, so das Onlinemedium BörseGo. Die notwenige Dreiviertel-Mehrheit wurde nicht erreicht.

Der Vorstand wollte sich für den Fall einer großen Akquisition die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung einräumen lassen. Jetzt müsste bei einem großen Zukauf eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, um eine Kapitalerhöhung zu beschließen. Dies sei kein Beinbruch, aber auch nicht schön, sagte der Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer.

Michelin-Teams vergreifen sich bei den Reifen

Bridgestone hatte am Sonntag in der Eifel den klar besseren Reifen, schreibt der Onlinedienst Adrivo.com. Allerdings habe das nicht an Michelin, sondern an einer falschen Reifenwahl der Teams gelegen.

Die Reifen sind heutzutage ein entscheidender Faktor – gerade bei solchen Taktikrennen wie dem Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring. Nachdem Michelin im vergangenen Jahr klar überlegen war und die Franzosen nur ihren Nordamerika-Trip nach Indianapolis vermasselten, geht es im Reifenkampf in dieser Saison richtig heiß her, so das Medium weiter. Am Nürburgring scheinen die Japaner von Bridgestone sogar erstmals überlegen gewesen zu sein.

„Unsere Reifen waren gut“, lobte Ralf Schumacher, der aufgrund eines Motorschadens seines Toyota gar nichts erst ins Ziel kam. „An diesem Wochenende war Bridgestone sogar besser als Michelin.“ Flavio Briatore konnte sich gegen diese Aussage des Toyota-Piloten nicht wehren.

„Bridgestone hatte hier den klar besseren Reifen“, gab er zu. „Aber es werden auch wieder Strecken wie Barcelona oder Silverstone kommen, auf denen es anders aussehen wird. Dann werden wir wieder richtig gut aufgestellt sein.

“ Den Grund für die Überlegenheit der Japaner nannte McLaren-CEO Martin Whitmarsh. „Renault und wir hatten zu harte Reifen“, bestätigten er und Briatore gegenüber Adrivo.com.

„Wir hätten auch weichere Reifen nehmen können. Damit hätten wir Ferrari geschlagen.“.

Neuzulassungen auf Berg- und Talfahrt

Der Automobilmarkt in Deutschland gestaltet sich zur Berg- und Talfahrt. Nach dem guten Quartalsergebnis fielen die Neuzulassungen im April um 20,4 Prozent auf 284.873 Pkw zurück, schreibt das Kraftfahrt-Bundesamt.

Das sind rund 28.000 Einheiten bzw. 8,9 Prozent weniger als im April 2005.

Nach vier Monaten liegt das Wachstumsplus somit nur noch bei 1,2 Prozent. Mit rund 30 Prozent war der Rückgang in der oberen Mittelklasse besonders hoch. In den Segmenten „Minis“ und „Geländewagen“ wurden dagegen im April zweistellige Zuwachsraten erzielt.

Bis auf Volkswagen (+1,0 %) wiesen die deutschen Hersteller allesamt rückläufige Zulassungszahlen aus. Kleinere Hersteller, wie Dacia und Ssangyong profilieren sich zunehmend. Das Preisbewusstsein rücke beim Autokauf weiter in den Vordergrund.

Die anhaltend hohen Preise an den Tankstellen führen den kostenbewussten Autofahrer zu Alternativen. Flüssiggas und Hybridantrieb sind sehr gefragt..

Amtel-Aktienkurs verliert stark an Wert

Im vergangenen Jahr sind zahlreiche russische Unternehmen an die Börse gegangen, was von den heimischen Medien derzeit als kleine Erfolgsgeschichte vertreiben wird. Es gebe allerdings einige wenige Ausnahmen, wozu auch Amtel-Vredestein gehört. Der russisch-holländische Reifenhersteller hatte im vergangenen November seine Erstemission und dabei gute 200 Millionen Dollar eingenommen.

Apollo Tyres legt beeindruckende Zahlen vor

Apollo Tyres Ltd. konnte im nun abgelaufenen Geschäftsjahr (April bis März) seinen Umsatz von 26,6 auf 30 Milliarden Rupien (526,6 Mio. Euro) gesteigert, was einem Wachstum von 12,8 Prozent entspricht.

Der Nettoumsatz stieg sogar um 18 Prozent auf jetzt 26,3 Milliarden Rupien an (461,6 Mio. Euro). Gleichzeitig konnte der indische Reifenhersteller seinen operativen Gewinn um 35 Prozent von 1,65 auf 2,23 Milliarden Rupien (39,1 Mio.

Euro) steigern. Das vergangene Geschäftsjahr konnte mit einem Nettogewinn von 782 Millionen Rupien (13,7 Mio. Euro) abgeschlossen werden.

45 Prozent des Gewinns sollen als Dividende ausgeschüttet werden. Apollos Chairman und Geschäftsführer Onkar S Kanwar betonte dabei, dass diese Verbesserungen bei Umsatz und Gewinn trotz der start angestiegenen Rohstoffkosten von rund 15 Prozent hatte erzielt werden können. Apollo Tyres habe Effizienz steigernde Maßnahmen erfolgreich durchgeführt; durch Preissteigerungen hatten die höheren Kosten nicht aufgefangen werden können.

Schumacher ist endgültig zurück – Nürburgring sieht rot

Als Alonso beim Großen Preis von Europa zum zweiten Mal in die Boxengasse abbog, genügten Michael Schumacher drei Runden am Limit mit drei aufeinander folgenden Rekordzeiten, um selbst nach seinem zweiten Stopp deutlich vor Alonso wieder auf die Strecke zurückkehren zu können. Teamkollege Massa hielt Räikkönnen und Honda in Schach und belegte den dritten Rang. Das in der letzten Saison so geschmähte Ferrari/Bridgestone-Team hat sich mit dem zweiten Paukenschlag zurückgemeldet.

Runderneuerungssparte von Marangoni erhöht die Preise

Marangoni Retreading Systems (das sind Marangoni Tread und die Ellerbrock Reifenrunderneuerungs-Technologie) erhöht für alle Marken und Produktlinien im Bereich Kaltrunderneuerung in Europa mit Wirkung 3.7. die Preise um vier bis fünf Prozent.

Eine Preiserhöhungen von Produkten für die Heißerneuerung wird bereits zum 12. Juni erfolgen und sich im Rahmen von sechs bis sieben Prozent bewegen..