Einträge von Detlef Vogt

Reifenmesse Essen (update)

95 Prozent der geplanten Ausstellungsfläche der Fachmesse Reifen vom 28. bis 31. Mai in Essen sind fest gebucht.

Erfahrungsgemäß gehen bis kurz vor Messebeginn noch ca. 50 weitere Standreservierungen ein, so dass etwa 400 Aussteller aus 40 Ländern zu erwarten sind. Zum bereits das 22.

Kfz-Bestand wächst weiter

Trotz aller Sorgen um Neuzulassungen: Die Kfz-Dichte in Deutschland wächst kontinuierlich. Zum 1.1.

ist der Pkw-Bestand laut KBA gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 44.383.323 Einheiten gewachsen.

Seit 1978 hat sich der Bestand damit verdoppelt. Hubraumstarke Modelle haben diesen Zuwachs bewirkt. Bei Krafträdern hat sich der Bestand sogar innerhalb nur eines einzigen Jahrzehnts verdoppelt und liegt jetzt bei 3.

557.360 Einheiten..

ADAC-Tests Sommerreifen

Der ADAC hat 21 Reifenmodelle der Größe 175/65 R 14T und 19 in 195/60 R 15H seinen jährlichen Sommerreifentests unterzogen. In der Kleinwagengröße erhielten Bridgestone B 330 EVO, Firestone F 590 FS, Hankook K 701, Pirelli P 3000 Energy und Uniroyal rallye 680 das begehrte Prädikat “besonders empfehlenswert”, in der Breitreifenkategorie Bridgestone ER 70, Continentals PremiumContact, Pirelli P 6 sowie Uniroyal rallye 540. Einige Fabrikate wurden als “bedingt empfehlenswert” eingestuft, durchgefallen ist keines.

Titan wieder tief in den roten Zahlen

Der Hersteller von Landwirtschafts- und Baumaschinen-Reifen und -Räder Titan Int. (Illinois/USA) hat im letzten Jahr erheblich an Umsatz eingebüßt (von 543,1 Mio. US-$ auf 457,5 Mio.

), was allerdings zum Teil auf den Verkauf von Unternehmensteilen zurückgeführt werden kann. Nach einem mageren Gewinn in 2000 ist Titan mit 34,8 Mio. US-$ wieder tief in die Verlustzone geraten.

Altreifen zu Strom

Im südafrikanischen Kapstadt haben das US-Unternehmen Solid West Technologies und die Kwikpower Int. (Bahamas) ein Jointventure gegründet, bei dem knapp 100 Mio. Euro investiert werden sollen.

Neben Klärschlamm und sonstigem Müll sollen Altreifen zur Produktion “grüner Elektrizität” beitragen. Die anfallende Asche soll zu leichtgewichtigen Ziegeln geformt werden..

Nokian Tyres baut in Russland mit Amtel Winterreifen

Der finnische Reifenhersteller Nokian Tyres baut ab Herbst 2002 gemeinsam mit Amtel Holdings in Russland Winterreifen für Personenkraftwagen. Die unter dem Markennamen „Nordman“ hergestellten Reifen sollen ausschließlich in Russland verkauft werden. Ziel ist es, noch in diesem Jahr 200.

000 dieser Reifen herzustellen und danach die Vereinbarung auch auf Sommerreifen auszudehnen. Das Nokian-Management sieht dieses so bezeichnete „contract manufacturing“ als ersten und wichtigen Schritt, sich selbst in dem für die Finnen strategisch wichtigen Zukunftsmarkt Russland als Reifenhersteller profilieren zu können..

Uneinigkeit bei der Bewertung von Automobilaktien

Volkswagen legte einen guten Jahresabschluss vor und trotzdem wurde zeitgleich die Aktie von Merrill Lynch nur als „neutral“ eingestuft. Die HypoVereinsbank sieht DaimlerChrysler-Aktien jetzt als „Kauf.“ Erst kürzlich hatte es für den Verlauf des Jahres 2002 eine verklausulierte „Gewinnwarnung“ gegeben.

Auf der gestrigen Bilanzpressekonferenz erlebten Teilnehmer zwar einen wie gewohnt dynamisch auftretenden Daimler-Chef, doch kann nichts darüber hinweg täuschen, dass die hoch fliegenden Pläne (so die vor drei Jahren als „Hochzeit im Himmel“ bezeichnete Übernahme von Chrysler) bis dato grandios gescheitert sind. Der Verfechter von Shareholder Value hat seine Aktionäre bis jetzt maßlos enttäuscht. Analysten von UBS Warburg empfehlen somit lieber Aktien von General Motors als „Kauf“ und raten sowohl von Ford- als auch von DCX-Aktien ab.

Sie meinen, GM sei von der nun erreichten Kostenstruktur her in der Lage, sich die zur Ankurbelung der Verkäufe in USA für notwendig erachteten hohen „Incentives“ tatsächlich leisten zu können, während die ebenfalls dazu gezwungenen Konkurrenten Ford und Chrysler sich genau das nicht leisten könnten. Erst kürzlich habe DCX-Chef Schrempp in Verkennung des Wettbewerbsvorteils von GM Incentives als „verrückt“ bezeichnet..

Neuer Winterreifen Nokian WR mit Freigabe bis zu 270 km/h

Zwar neigt sich die Winterreifensaison 2001/2002 so langsam ihrem Ende entgegen, doch Reifenhersteller Nokian schaut bereits in die Zukunft. So schätzen die Finnen, dass der Absatz von Pneus für die kalte Jahreszeit – trotz der eher kurzen Kälte-/Schneeperioden der letzten beiden Jahre – weiterhin zunehmen wird. Um rund 19 Prozent sollen die Verkaufszahlen von Winterreifen bis 2006 im Vergleich zu heute steigen.

Ein Wachstum wird dabei vor allem auch im Segment der bis 240 km/h zugelassenen Reifen (V-Index) und bei Winterbereifungen für SUV-Fahrzeuge (Sport Utility Vehicles) erwartet. Nicht verwunderlich daher, dass sich Nokian ein Stück dieses größer werdenden Kuchens sichern will. „Wir sind zwar noch relativ klein“, erklärt Dieter Köppner, Geschäftsführer der Nokian Reifen GmbH mit Sitz in Nürnberg, „aber wir sehen durchaus Chancen, im deutschen Markt zu wachsen – und das eher im Winterbereich als im Sommerreifensegment.

“ Aus diesem Grund hat der finnische Reifenhersteller Nokian auf dem firmeneigenen Testgelände in Ivalo/Finnland mit dem Winterreifen „WR“ den Nachfolger des bisherigen „NRW“ vorgestellt. Laut Hersteller wurde der neue Pneu gegenüber dem Vorgängermodell in vielen Details verbessert. Das Größensortiment des „WR“ reicht von 14 bis 18 Zoll.

Mit der Größe 235/50 R 18 W XL (XL steht für Extra Load, also ohne Lastabschlag) ist darunter eine Version mit W-Index (bis 270 km/h). Damit reklamiert Nokian für sich, als weltweit erster Hersteller einen Winterreifen dieser Geschwindigkeitsklasse anbieten zu können. „Wir beweisen damit, dass wir in der Lage sind, einen solch anspruchsvollen Reifen entwickeln zu können“, so Köppner.

An den Handel soll der „WR“, den es darüber hinaus in zwölf Größen für SUV-Fahrzeuge gibt, ab Mai ausgeliefert werden. Die Preisfindung für den neuen Reifen ist noch nicht abgeschlossen, vermutlich wird der WR aber etwas teurer sein als sein Vorgänger. Denn schließlich soll der neue Reifen ja mehr Leistung bieten und dabei noch länger halten.

Motorradreifenmarkt Deutschland: Konkurrenz belebt das Geschäft

Nach vom Industrieverband Motorrad e.V. (IVM) zitierten Angaben des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) wurden in den ersten elf Monaten 2001 156.

521 Motorradneuzulassungen registriert sowie 67.755 neue Leichtkrafträder und -roller in den Verkehr gebracht. Die Werte der vorangegangenen Saison, wo insgesamt 170.

636 Motorräder und 81.990 Leichtkrafträder/-roller den Weg auf bundesdeutsche Straßen fanden, dürften also unerreicht geblieben sein. Für das Motorradreifengeschäft spielen die Neuzulassungen aber eher eine untergeordnete Rolle.

Wichtiger ist da schon der Fahrzeugbestand – und der liegt in Deutschland mittlerweile bei über fünf Millionen motorisierten Zweirädern. Nicht nur deshalb ist im Markt für Motorradreifen einiges in Bewegung. Schließlich schickte sich Herausforderer Bridgestone schon mehrmals an, an dem „traditionellen“ deutschen Marktführer Metzeler vorbeizuziehen.

Im vergangenen Jahr hat Bridgestone in Deutschland erneut an Fahrt gewonnen, mittlerweile liegen beide Kontrahenten in etwa auf gleicher Höhe. Nicht zu vergessen ist dabei jedoch, dass Metzeler mit der Marke Pirelli der Konzernmutter noch ein weiteres Eisen im Feuer hat. Und in Zukunft will man Metzeler und Pirelli noch eindeutiger voneinander abgegrenzt positionieren.

Metzeler soll hier den eher rationalen Part übernehmen, während Pirelli die Kunden auf emotionaler Ebene ansprechen soll. Bridgestone selbst zeigt sich übrigens ebenfalls davon überzeugt, in dieser Saison einiges im deutschen Markt bewegen zu können. Dabei will der Hersteller von dem Image profitieren, das man im Motorradreifenbereich aufzubauen verstanden hat.

„Wenn Bridgestone im Motorradreifenbereich etwas macht, dann muss es gut sein“, soll sich nach Aussagen von Wolfgang Terfloth, Leiter Verkauf Motorradreifen bei der Bridgestone/Firestone Deutschland GmbH, schon in vielen Motorradfahrerköpfen verankert haben. Die Produkte aus dem eigenen Hause würden gut von den Verbrauchern angenommen, vor allem im Spitzensegment der Sport- und Supersportmotorräder. Gewinner in einem solchen „Kampf“ um Marktanteile ist letztendlich der Kunde, weil sich die Großen der Motorradreifenbranche verstärkt um ihn bemühen.