Einträge von Detlef Vogt

Analysten mahnen zur Vorsicht mit Nokian-Aktien

Die Aktien des finnischen Reifenherstellers Nokian sind in den letzten drei Monaten um zwölf Prozent gestiegen und damit knapp über dem Durchschnitt der Automobil- bzw. Zuliefererbranche (+11%). Traditionell ist obendrein das zweite Geschäftshalbjahr bei Nokian das profitablere wegen der starken Präsenz bei Winterreifen.

Eigentlich gute Nachrichten sind auch das geplante Jointventure in Russland und das Potenzial, das dem neuartigen Luftdruck-Kontrollsystem RoadSnoop innewohnt. Dennoch mahnen die Analysten von Morgan Stanley zur Vorsicht und haben ihre Empfehlung für Nokian-Aktien von „equalweight“ auf „underweight“ herabgestuft. Drei Gründe werden dafür genannt: 1.

Da in einigen Märkten die Läger mit Winterreifen noch recht gut gefüllt sind, könnte dieses Geschäft hinter den Erwartungen zurückbleiben. 2. Die hohen Investitionskosten und die Dauer, bis sich das Russland-Jointventure positiv auswirkt.

3. Das hohe Niveau der Investitionen in den Einzelhandel (Aufbau der Handelskette Vianor) muss sich erst noch rechnen..

Auch kleinere Reifenhersteller blicken auf den chinesischen Markt

Nicht nur die großen internationalen Reifenhersteller interessieren sich für den chinesischen Reifenmarkt, auch kleinere wollen dabei sein, wenn sich der Markt tatsächlich wie prognostiziert äußerst positiv entwickelt, weil der Grad der Motorisierung dramatisch wächst und sich China anlässlich der Sommerolympiade in Peking im Jahre 2008 ein modernes Antlitz geben will. Der indische Reifenhersteller Apollo Tyres ist bereit, 20 Millionen US-$ für ein bestehendes Reifenwerk zu zahlen und die 30 Mio. Dollar Schulden des betreffenden chinesischen Reifenherstellers zu übernehmen.

90 Prozent des Produktionsvolumens sollen in China verbleiben, der Rest ist für den Export bestimmt. Den Namen des chinesischen Herstellers nennt Apollo nicht..

Bridgestone geht gut vorbereitet ins Hockenheim-Rennen

„Top Secrets“ aus der Formel 1 Kaum ein Autofahrer widmet den Reifen an seinem Fahrzeug die Aufmerksamkeit, die sie in Wirklichkeit verdienen. Dabei stellen sie – mit nur postkartengroßer Aufstandsfläche – den einzigen Kontakt zum Untergrund dar und gehören somit zu den überlebenswichtigen Teilen am Auto. Ganz anders in der Formel 1. Alle Teams und allen […]

Bridgestone rüstet den neuen Ferrari Enzo aus

Nach dem Vornamen seines Firmengründers hat Ferrari den neuesten Sportwagen und F50-Nachfolger, der jetzt vor der Presse präsentiert wurde, „Enzo“ genannt. Die Reifen für den Supersportwagen, der mehr als 350 km/h Höchstgeschwindigkeit mitbringt und von dem 349 Exemplare hergestellt werden sollen, fertigt Bridgestone an. Die maßgeschneiderten Potenza RE050 Scuderia, so der Name der Höchstleistungsreifen, messen an der Vorderachse 245/35 ZR 19 (89Y) und an der Hinterachse 345/35 ZR 19 (110Y).

Conti sponsert Hannover 96

Die Reifendivisionen der Continental AG treten in den Sponsorenpool von Hannover 96 ein und unterstützen den Aufsteiger in die 1. Bundesliga. Der Vertrag, der heute in der AWD-Arena unterschrieben wurde, umfasst sowohl Bandenwerbung und Kartenkontingente als auch Anzeigen- und Promotionaktivitäten.

Heinz-Jürgen Schmidt, Leiter Marketing und Vertrieb Europa bei Continental, ist überzeugt: „Hannover 96 präsentiert ab dieser Saison Durchsetzungsvermögen und Erstklassigkeit in ganz Deutschland. Diese beiden Eigenschaften, verknüpft mit der engen Verbundenheit zum Standort Hannover, passen zum Unternehmen Continental und seinen Produkten. Das Engagement bei Hannover 96 ist Teil der Werbe- und Marketingaktivitäten des deutschen Reifengeschäfts.

“ – Fußball-Sponsoring ist nicht neu bei Continental: Von 1995 bis 1999 war der Konzern in der UEFA Champions League engagiert. Im Markt Frankreich unterstützt Continental den Erstligisten Olympic Lyon.

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Goodyear-Quartalsergebnis

Das Geschäftsergebnis des zweiten Quartals von The Goodyear Tire & Rubber Company liegt vor: Der weltweite Umsatz ging zwar auf 3,48 Mrd. US-$ zurück (nach 3,58 Mrd. im 2.

Quartal 2001), beim Gewinn verzeichnete Goodyear jedoch mit 28,9 Mio. Dollar (nach 7,8 Mio.) das profitabelste Ergebnis der letzten zwei Jahre.

Die Anzahl ausgelieferter Reifen reduzierte sich um vier Prozent auf 53,3 Millionen Einheiten, was vor allem auf den Heimatmarkt Nordamerika zurückzuführen ist. Nach Angaben von Goodyear-Chef Samir G. Gibara würden die Kostenreduktionsprogramme greifen, Goodyear profitiere aber auch von geringeren Kosten bei Rohmaterialien.

Mit einem Nettoverlust von 34,3 Mio. Dollar steht Goodyear mit Blick aufs erste Halbjahr allerdings noch in den roten Zahlen.

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4×4-Reifen im Test

In der August-Ausgabe von „AutoBild alles allrad“ ist der erste große deutsche 4×4-Reifentest erschienen. Getestet wurden keine Spezialisten (zum Beispiel für den extremen Geländeeinsatz), sondern Straßenganzjahresreifen, und zwar in der Dimension 215/65 R 15 H. Diesen aufwändigen Test konnte der Conti4x4Contact von Continental gewinnen.

Mit vorBILDlich ausgezeichnet wurde auch der Goodyear Wrangler HP. Empfehlenswert schnitt der Pirelli Scorpion S/T ab. Ferner im Test, aber auf den hinteren Rängen: die beiden Michelin 4×4 Synchrone und 4×4 A/T sowie der Bridgestone Dueler H/T 689.

Michelin reist optimistisch zum Neubeginn im Badischen

Der Hockenheimring präsentiert sich in der aktuellen Formel 1-Saison erstmals im neuen Gewand. Nach dem Umbau misst der ehemals 6,823 Kilometer lange Kurs nun gerade noch knapp 4,6 Kilometer. Gehörte der Grand Prix-Kurs noch bis zum vergangenen Jahr neben Monza und Indianapolis zu den Hochgeschwindigkeitskursen der Formel 1, wird er nach seiner Verkürzung eher zu den mittelschnellen Strecken zählen.

In Zukunft ist hier eher Abtrieb als Highspeed gefragt, denn die kilometerlangen Geraden durch den Wald wurden zu Gunsten einer zuschauerfreundlicheren Streckenführung gekappt. Für Reifenhersteller Michelin – Partner der Teams BMW WilliamsF1, Jaguar, McLaren-Mercedes, Renault, Toyota und Minardi – kommt das Debüt auf dem neuen Hockenheimring dem Sprung ins kalte Wasser gleich: Testmöglichkeiten hat es hier im Vorfeld für niemanden gegeben..

Ford hält sich zum Kwik-Fit-Verkauf bedeckt

Zum Verkauf der Tochtergesellschaft Kwik-Fit mag sich Autohersteller Ford nicht konkret äußern: In der britischen Presse war über Verkaufspreise in der Größenordnung zwischen 300 und 350 Mio. Pfund spekuliert worden. Immerhin: Man wolle Kwik-Fit nur zu einem fairen Preis verkaufen, ob das nun innerhalb einer Woche, eines Monats oder gar erst im nächsten Jahr möglich sei.

ContiTech blickt nach Osteuropa

Die ContiTech-Gesellschaften ContiTech Antriebssysteme GmbH und ContiTech Luftfedersysteme GmbH haben die Ostmärkte im Fokus. Derzeit ist Polen für beide der größte Einzelmarkt in Osteuropa, aber auch die Nettoumsätze in Russland konnten von den beiden Geschäftsbereichen in der letzten Zeit deutlich verbessert werden und die weiteren Aussichten sind günstig, denn die russische Regierung erstellte im Juni 2002 ein Konzept der Entwicklung der russischen Automobilindustrie bis zum Jahr 2010. Das Ziel: Erhöhung der zugelassenen Fahrzeuge von derzeit 145 pro 1.

000 Einwohner auf rund 245 Fahrzeuge. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es über 500 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner.

Zudem will man die Konkurrenzfähigkeit der einheimischen Fahrzeuge durch verbesserte Qualität steigern. Alle russischen Autos sollen nach Euro-Standard zertifiziert werden. Ebenfalls große Hoffnungen werden von ContiTech in die Jointventures zwischen den russischen Herstellern und namhaften internationalen Größen gesetzt.

Gemeint ist unter anderem die Kooperation von General Motors mit Lada oder genauer gesagt mit dessen Hersteller „Avtowaz“ im russischen Togliatti. Eines der ersten Kinder dieser jungen Auto-Ehe ist das neueste Niva-Modell von Lada. Weitere Modelle sollen folgen und ContiTech will bei dieser neuen Produktpalette mit dabei sein, und zwar nicht nur im Ersatzmarkt, sondern möglichst auch im Erstausrüsterbereich.