Einträge von Arno Borchers

Überangebot an Kfz-Werkstattsystemen konstatiert

In Zukunft steht der Kfz-Aftermarket vor einem einschneidenden Konzentrationsprozess der Werkstattsysteme und einer empfindlichen Netzstraffung – davon geht zumindest Wolk & Partner Car Consult aus. Denn in Anbetracht einer langfristig zu erwartenden Marktschrumpfung hält die Bergisch Gladbacher Unternehmensberatung den Pkw-Aftermarket mit seinen derzeit allein 21 Fullservicesystemen für Pkw-Mechanikwerkstätten für übersättigt. „Die Systeme kosten die Systemgeber enorme Summen, denen nur geringe Gegenleistungen gegenüberstehen.

Nur 15 bis 25 Prozent der Systempartner erbringen die notwendige Leistung“, hat die Unternehmensberatung im Rahmen einer Werkstattsystemexpertise festgestellt, für die 37 maßgebliche Systeme analysiert wurden und in die Werkstattbefragungen bzw. Fachgespräche eingeflossen sind. Insofern seien Szenarien bis 2020 mit nur noch 30 bis 40 Prozent der heutigen Systeme im Independent Aftermarket realistisch, heißt es weiter in der Untersuchung, die sich in erster Linie an Systementwickler und Systemberater von Werkstattnetzen, Industrieentscheider und Investoren richtet.

CM50 K Carlssons IAA-Highlight

Für Offroad-Fans zeigt der bekannte Mercedes-Benz-Veredler Carlsson ein komplettes Tuningpaket auf der IAA, das die modernen Formen der neuen M-Klasse dezent, aber deutlich unterstreicht. Groß, voluminös und trotzdem sportlich, kombiniert mit einem Hauch von Luxus macht der CM50 K auf Basis des ML 500 dank der gesteigerten Leistung auf 430 PS im Gelände wie im Großstadtdschungel eine gute Figur. Neu und erstmals in Frankfurt zu sehen: Das Rad Design 3/12 Ultra Light in der Dimension 10×22“ (Bereifung 285/30 ZR22 Dunlop SP Sport 9000).

Klarer Sieg für Yokohama-Team

Vorbereitet vom Inter Racing Team, trat der Yokohama Rial Porsche GT3 R zum 7. Lauf der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring an und zeigte sowohl im Training als auch im Rennen eine erstaunliche Performance. Schon im Training für das 6-Stunden-Rennen gab es eine klare Pole Position mit 17 Sekunden (!) Vorsprung in der Klasse bis 3,5 Liter Hubraum.

Danach folgte im Rennen ein lupenreiner Start-Ziel-Sieg: am Ende mit drei Runden Vorsprung in der Klasse und dem 7. Platz der Gesamtwertung. Einer der Fahrer des Teams ist Yokohamas Schweiz-Direktor Harald Jacksties.

Sibur-Fabrik hält sich in der Gewinnzone

Siburs Reifenfabrik in Yaroslavl’ östlich von Moskau, die Joint Stock-Company Yaroslavsky Tire Works, hat im ersten Halbjahr 2005 einen Nettogewinn von 13,3 Millionen Rubel (380.000 Euro) erwirtschaftet gegenüber einem Verlust von 45 Millionen Rubel (1,3 Mio. Euro) im selben Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz der Reifenfabrik ging im Berichtszeitraum allerdings um sieben Prozent auf 1,45 Milliarden Rubel zurück (41,5 Mio.). Während der ersten sechs Monate des vergangenen Jahres lag der Umsatz noch bei 1,56 Milliarden Rubel.

Der Bruttogewinn stieg im ersten Halbjahr 2005 um 37 Prozent auf 327,3 Millionen Rubel; der Vorsteuergewinn betrug 37,4 Millionen Rubel (1,1 Mio. Euro) gegenüber einem Verlust von 35 Millionen im selben Vorjahreszeitraum. Neben der Reifenfabrik in Yaroslavl’ betreibt der russische Sibur-Konzern noch drei weitere Reifenfabriken (Omsk, Ekaterinburg, Volzhski).

RHG übernimmt Reifenhaus Holst

Die RHG Autoteile & Tuning GmbH in Hamburg wird ab dem 1. September die Reifenhaus Rainer Holst GmbH in Glinde östlich von Hamburg übernehmen. Wie das Hamburger Unternehmen unter der Geschäftsführung von Gerhard Stelling schreibt, habe erst kürzlich eine Umfirmierung stattgefunden, nachdem man sich von den Großhandelsaktivitäten der RGH Reifenhandelsgesellschaft getrennt habe.

Accuride organisiert sich neu

Die Accuride Corp. (Evansville/Indiana) hat sich neu organisiert und dabei vor allem den Verkauf neu strukturiert: Waren früher für jede der sechs angebotenen Marken unterschiedliche Verkäufer zuständig und gingen demnach bis zu sechs Repräsentanten zu den Kunden – zum Beispiel von Nutzfahrzeugrädern aus Stahl und Aluminium (da ist Accuride Marktführer) –, so vertritt ab jetzt eine Person das gesamte Produktportfolio des Konzerns, der überwiegend Nutzfahrzeugkomponenten herstellt und vermarktet..

Getunter Cayenne auf 22 Zoll

Auf der IAA 2005 feiert ein High-Performance-SUV von TechArt Automobildesign (Leonberg-Höfingen) namens „Magnum“ auf Basis des Porsche Cayenne Turbo seine Weltpremiere. Die Kotflügelverbreiterungen des Karosserieumbaus machen den SUV aus Zuffenhausen insgesamt acht Zentimeter breiter. Damit ist Platz für einteilige TechArt-Formula-Leichtmetallfelgen in der Kingsize-Dimension 10Jx22 rundum.

Hersteller im Iran setzen auf Expansion

Der Iran gehört zu den größten Wirtschaftsfaktoren der Golf-Region. Gerade die großen Vorkommen fossiler Brennstoffe wie Erdgas und insbesondere Erdöl im Land zwischen dem Persischen Golf und dem Kaspischen Meer haben dort in der Vergangenheit eine Reifenindustrie entstehen lassen, die sich zumindest an Volumen nicht vor führenden europäischen Märkten verstecken muss. Die Qualität der Produkte entspricht allerdings noch nicht den hohen Erwartungen westlicher Investoren.

Continental-Reifen fahren in Nordamerika weiter hohe Verluste ein

Analysten der Deutschen Bank zeigen sich überzeugt, dass der Conti-Konzern im Vorjahr mit seiner Pkw-Division in USA fast 200 Millionen Euro verloren hat, darunter allein bis zu 120 Millionen Euro durch die Schließung der Mayfield-Fabrik. Die Hoffnung auf eine weitere spürbare Verbesserung haben die Finanzfachleute jetzt aber aufgegeben. Im laufenden Jahr werde es wohl wieder um einen operativen Verlust in der Größenordnung von 100 Millionen Euro gehen, sodass sich die Schließung der Mayfield-Fabrik eben nicht wie erwartet positiv bemerkbar gemacht hat.

Nach Ansicht der Experten gibt es keinen Grund an eine schnelle Verbesserung glauben zu können. Mit einer Verbesserung rechnet man nun erst im Verlauf des Jahres 2007, wenn größere Mengen Reifen aus der im Bau befindlichen Fabrik in Brasilien bezogen werden können..

BMW Williams klärt Reifenschäden auf

Beim ersten Grand-Prix in der Türkei hat insbesondere das BMW-WilliamsF1-Team eine schwache Rolle gespielt. Beide Fahrer – Mark Webber und Nick Heidfeld – konnten das Rennen aufgrund von Reifenproblemen nicht beenden. Eine Untersuchung hat nun die Ursache der Ausfälle geklärt: „Es seien in der Türkei eine Reihe von Umständen zusammengekommen, die zu den Problemen geführt haben.

Im Zusammenspiel der mechanischen Abstimmung, der Karosserie-Konfiguration und der Roll- und Walkbewegung des Reifens traten Belastungen auf, die zuvor nicht erkannt wurden. In vorherigen Rennen traten solche Probleme, trotz einer ähnlichen Fahrzeugkonfiguration, nicht auf“, heißt es dazu bei F1Total.com.