Einträge von Arno Borchers

Sankt Petersburg: Bridgestone- neben Nissan-Werk?

Zwar hat sich Bridgestone selbst noch immer nicht offiziell zu den Medienberichten geäußert, wonach der Reifenhersteller den Bau eines neuen Reifenwerkes in Russland plant, doch laut russlandonline.ru soll die Sankt Petersburger Stadtverwaltung bereits ein zehn Hektar großes Grundstück in der Industriezone Kamenka für das Unternehmen reserviert haben. In unmittelbarer Nähe habe Nissan schon mit dem Bau eines Autowerkes begonnen, heißt es.

Wie der Newsdienst weiter berichtet, seien Experten vom Interesse großer Reifenhersteller wie Bridgestone oder auch Michelin und Nokian an dem russischen Markt nicht weiter überrascht. „Sie stellen sich auf den wachsenden Automarkt ein und folgen den ausländischen Autoherstellern nach Russland. In dieser Hinsicht ist der Bau einer Bridgestone-Fabrik in der Nähe des zukünftigen Nissan-Betriebs eher kein Zufall“, wird Maxim Iwanow, Analyst der Zentrinvest Group, in der Meldung zitiert.

Iwanow geht demzufolge davon aus, dass Bridgestone dem Beispiel von Michelin und Nokian folgen und mit einer Jahresproduktion von rund einer Million Reifen beginnen werde. Die dafür nötigen Investitionen schätzt er auf rund 30 Millionen Dollar. Laut Jelena Sachnowa, Analystin der zur Deutsche-Bank-Gruppe gehörenden Gesellschaft Deutsche UFG, ist der Anteil ausländischer Reifenproduzenten in Russland im Zeitraum von 2004 bis 2006 von rund sechs auf etwa 19 Prozent gestiegen.

Rüstet die Formel 1 reifenseitig 2007 zurück?

Wenn sich Michelin zum Ende des Jahres aus der Formel-1-Serie verabschiedet, erwartet Honda-Teamchef Nick Fry keine Probleme durch den dadurch notwendigen Wechsel zu Bridgestone-Reifen für die Saison 2006 – das berichtet jedenfalls F1Total. „Wir hatten ja bis vor kurzem noch Bridgestone-Reifen, kennen daher die notwendigen Änderungen bei einem Wechsel von Bridgestone zu Michelin. Ich denke, dass uns der Wechsel zurück aus diesem Grund leichtfallen wird“, werden Aussagen Frys wiedergegeben.

Darüber hinaus rechnet der Honda-Teamchef anscheinend auch damit, dass die Japaner nicht die gleichen Reifen wie in diesem Jahr zur Verfügung stellen, sondern neue, zurückentwickelte Konstruktionen und Mischungen anbieten werden. Dies würden sich laut dem Bericht des Newsdienstes jedenfalls die derzeitigen Michelin-Rennställe wünschen, damit die bestehenden Bridgestone-Teams so wenig Erfahrungsvorsprung wie möglich beibehalten können. „Die Reifen, die momentan von Bridgestone und Michelin verwendet werden sind in der Herstellung sehr schwierig und teuer.

Daher denke ich, dass Bridgestone eine wesentlich simplere Konstruktion einführen wird. Sie müssen ja die gesamte Szene beliefern. Insofern kommt auf alle die gleiche Umstellung zu“, nennt Fry einen weiteren Grund dafür, warum ein solches Zurückrüsten Sinn machen könnte.

Goodyear/USW-Verhandlungen verunsichern Analysten

In Analystenkreisen zeigt man sich verunsichert darüber wie es mit der Entwicklung der Goodyear-Aktie weitergehen wird. Grund dafür sind die immer noch andauernden Tarifverhandlungen zwischen dem Reifenhersteller und der Gewerkschaft USW (United Steel Workers) in den USA. Als nicht gerade ermutigend beschreiben die Finanzexperten so zum Beispiel die Reaktionen der Gewerkschaft auf die jüngsten Goodyear-Vorschläge.

Laser helfen bei der Reinigung von Reifenformen

Laut echo-online.de hat sich die Dieburger Enotech AG auf das Gebiet der Industriereinigung und -kühlung spezialisiert. Bei der Reinigung von Industrieanlagen greift man demnach auf ungewöhnliche Methoden zurück.

So komme dabei unter anderem Trockeneis zum Einsatz. Sogar europaweit exklusiv biete das Unternehmen die Reinigung per Laser an. Und diese Technik komme – wie weiter berichtet wird – vor allem in der Reifenindustrie zur Anwendung, um nach jeweils etwa 2.

000 produzierten Reifen die Vulkanisationsformen von Rückständen zu befreien bzw. zu reinigen. Dafür wurde von der Firma Jet Lasersysteme GmbH ein Automat entwickelt.

Enotech betreibt diese Anlagen und bietet die Formenreinigung mit der Lasertechnik als Serviceleistung an, wobei die Reinigung mit dem Laser schneller und materialschonender als mit anderen Verfahren funktioniere. Zu den Kunden des Unternehmens sollen Pirelli (Breuberg), Dunlop (Hanau) sowie Nokian Tyres gehören..

MRF sieht keine Rechtfertigung für höhere Reifenpreise

Nachdem fast alle Reifenhersteller ihre Reifenpreise in den ersten sieben Monaten des Jahres angehoben und dies mit steigenden Kosten für Rohmaterialien wie unter anderem etwa Naturkautschuk begründet haben, sieht zumindest der indische Hersteller MRF dazu derzeit keinerlei Veranlassung. Denn schließlich seien die Preise für Naturkautschuk nach einem bei 2,49 US-Dollar je Kilogramm liegenden Rekordhoch mittlerweile wieder auf etwa 1,78 US-Dollar pro Kilogramm gesunken. Bis Oktober könnte der Preis sogar noch weiter fallen auf dann nur noch annähernd 1,70 Dollar pro Kilogramm.

First Stop startet erneut bundesweite Plakatwandaktion

Pünktlich zum Beginn der Umrüstzeit bietet First Stop bundesweit eine exklusive Winterreifen-Promotion im Oktober für alle First Stop-Betriebe an. Damit knüpft die Kooperation an die Plakatwandaktion des Vorjahres an. Im gesamten Bundesgebiet weisen über tausend Plakatierungen an aufmerksamkeitsstarken Plätzen Autofahrer auf diese Promotion hin.

Großhändler etabliert Retail-Geschäft in China

Für den Singapurer Großhändler und Betreiber einer Fachmarkt- (Mega Mart) sowie einer Reifenhandelskette (Tyre Mart) Stamford Tyres ist China heute nicht nur als günstige und gute Produktionsstätte für die Eigenmarken von Bedeutung. Der chinesische Reifenmarkt rückt gleichzeitig immer mehr ins Blickfeld der Stamford-Handelsaktivitäten. Gegenwärtig betreibt die Singapurer Aktiengesellschaft in China zwei Vertriebsbüros sowie seit Neuestem einen eigenen Reifenhandelsbetrieb, der – so die Hoffnung des Unternehmens – zu einer Kette ausgebaut werden kann.

Während sich die beiden Vertriebsbüros in Shanghai und Guangzhou befinden, befindet sich der erste eigene Reifenhandelsbetrieb in der letztgenannten Stadt. Bald wird in Shanghai aber die zweite Retail-Niederlassung eröffnet. Wie Patrick Wong von Stamford Tyres erläutert, werde die Eröffnung in Shanghai bereits im Oktober stattfinden; die Räumlichkeiten habe man bereits an einer Hauptstraße angemietet.

Wie es nun, entgegen früheren Verlautbarungen des Unternehmens heißt, wolle Stamford während der kommenden zwei Jahre lediglich zwei weitere eigene Retail-Outlets in China eröffnen; früher war die Rede von zehn Outlets binnen Jahresfrist. Dennoch seien die ersten Erfahrungen, die Stamford Tyres auf dem chinesischen Reifenmarkt als Einzelhandelsbetrieb macht durchaus positiv, so der Eindruck..

Europäischer Hersteller will nach Europa

Ein Unternehmen, das auf dem Westeuropäischen Markt bisher kaum in Erscheinung getreten ist, obwohl es seine Produktionsstätte in Europa hat, ist Eurotire Inc. – nicht zu verwechseln mit dem holländischen Reifengroßhändler mit ähnlichem Namen. Während die kaufmännischen Abteilungen in Chicago (Illinois/USA) niedergelassen sind, stellt Eurotire seine Reifen – dies sind ausschließlich EM-Reifen – in der ukrainischen Stadt Dnjepropetrowsk her.

Reifen Ehrhardt nicht nur als Reifenhändler erfolgreich

Die „Auto Partner Ehrhardt GmbH“ mit Sitz in Göttingen ist „Fachhändler des Jahres“. Dies entschied eine Jury der „Original Marken Partner“ (OMP), die anlässlich der automechanika bereits zum zweiten Mal ihre besten Handelspartner prämierte. „Die Sieger des Wettbewerbs leisten eine hervorragende Marktbearbeitung und unterhalten erstklassige Kundenkontakte“, betonte Wolfgang Bredlau von der Handelsgruppe ATR, die für diesen Ehrhardt-Betrieb als Franchisegeber fungiert.