Einträge von Andrea Löck

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Mit TIA will Siemens die Reifenproduktion noch besser „ins Rollen“ bringen

Es gibt wohl kaum jemanden, der die deutsche Siemens AG nicht kennt. Doch die Zahl derjenigen, die sie sofort auch mit der Produktion von Reifen in Verbindung bringen, dürfte vergleichsweise überschaubar ausfallen. Dabei hat die Reifenindustrie “Tradition bei Siemens”, wie Peter Haan, Leiter Business Development OEM in Sachen Batterie- und Reifenproduktion bei der Industry-Automation-Division des Konzerns, im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG den Stellenwert der Branche für das Unternehmen umschreibt.

Seit über 30 Jahren unterstütze man die Reifenindustrie, ihre Produktion “ins Rollen” zu bringen, und könne sich dabei nicht zuletzt dank TIA – das Akronym steht für Totally Integrated Automation – von allen anderen Automatisierungsanbietern am Markt abheben. Allerdings hinterlassen die Systeme des Anbieters genauso wie diejenigen seiner Wettbewerber, mit denen in so mancher Reifenfabrik die zur Produktion der schwarzen Rundlinge eingesetzten Maschinen bzw. Anlagen gesteuert und überwacht werden, aufgrund ihrer Unterbringung in meist eher unscheinbaren grauen Kästen bzw.

Schaltschränken oder -tafeln wohl in den wenigsten Fällen einen bleibenden Eindruck etwa bei der Besichtigung eines Reifenwerkes. Zu viel Anderes gibt es bei solchen Gelegenheiten zu sehen angefangen von den Mischern über die Reifenaufbaumaschinen bis hin letztlich zu den Vulkanisationspressen. Gleichwohl würde wohl in keinem modernen Reifenwerk ohne entsprechende, im Hintergrund unauffällig arbeitende Steuerungs- und Regelungselektronik bzw.

Automatisierungs- und Antriebstechnik wirklich etwas rund laufen. christian.marx@reifenpresse.

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Dank vertikaler Integration der Produktionsdaten in ein sogenanntes “Manufacturing Execution System” (MES) soll sich die Anlagenproduktivität deutlich erhöhen lassen. “Dadurch können Unternehmen in Echtzeit unternehmensweit auf sämtliche Produktionsparameter der Reifen zugreifen. So lassen sich Fertigungsabläufe synchronisieren, Geschäftsentscheidungen evaluieren und Innovationen im Reifenbau schnell umsetzen – Unternehmen können ihre Prozesse optimieren und so verborgenes Potenzial nutzen, um ihre Produktivität zu steigern”, verspricht Siemens

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Neue Reifenpreisvergleichsportale: Transparenz/Stabilität oder Druck?

Dieser Tage starten zwei neue Onlinereifenpreisvergleichsportale unterschiedlicher Ausrichtung. Das eine soll Reifenvermarkter dabei unterstützen, sich einerseits zu möglichst günstigen Konditionen mit Ware zu versorgen sowie andererseits im Abverkauf einen möglichst hohen, aber dennoch marktgerechten Preis zu erzielen. Das zweite Angebot ist hingegen eher als Kundenzuführungsinstrument für den im B2C-Onlinereifenhanel konzipiert: Nach dem Vorbild der für diverse andere Branchen (Versicherungen, Energieversorger etc.

) im Netz etablieren Preisvergleichsportale soll hier der an einem Onlinekauf interessierte potenzielle Reifenkunde zu den entsprechenden Anbietern geleitet werden. Selbst wenn der eine dabei vorrangig durch die Brille des Reifenvermarkters blickt und der andere durch die eines Endverbrauchers, so sind sie sich jedoch darin einig, dass ihr Angebot in Sachen Preise zu mehr Transparenz führen werde. Auch von einem Plus an Stabilität ist das die Rede.

Oder wird von dem Ganzen letztendlich nicht vielleicht doch eher nur ein Mehr an Druck auf die Reifenpreise ausgehen? christian.marx@reifenpresse.de

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“Reifenbrowser” vergleicht Preise von B2B-Reifenplattformen

Ähnlich wie die “Reifenstudie” will die 3DM Reifenfilter UG (Heidelberg) den Handel dabei unterstützen, eine Schneise in den (Preis-)Dschungel zu schlagen, den die verschiedenen B2B-Reifenplattformen bilden. Das Mittel, das zu diesem Zweck von dem Unternehmen angeboten wird, heißt “Reifenbrowser” und wurde demnach speziell für die Bedürfnisse des Fachhandels entwickelt. “In der Vergangenheit haben wir gemerkt, dass ein Vergleich der B2B-Reifenplattformen/-marktplätze eine recht aufwendige Angelegenheit war.

So musste der Fachhändler beispielsweise mehrere Browser-Tabs in seinem Internetbrowser öffnen, danach bei allen Plattformen den gewünschten Reifen suchen, als Nächstes zwischen den Tabs hin- und herschalten, die Preise im Kopf behalten und dann noch ermitteln, auf welcher Plattform der Reifen am günstigsten war”, erklärt David Detjen, dem die Marketing- und Vertriebsleitung bei den Heidelbergern obliegt. Wem dieser Name bekannt vorkommt, liegt übrigens vollkommen richtig: Detjen war zuletzt Marketingleiter bei FTT ReifenSystem und bringt daher einiges an Erfahrung in Sachen Onlinereifenhandel mit. Seinen Worten zufolge können im “Reifenbrowser” – nach einer kostenlosen Testanmeldung kann Version 1.

0 unter der Adresse www.reifenfilter.de heruntergeladen werden – mehrere Logins bei verschiedenen der üblichen B2B-Marktplätze hinterlegt werden, sodass dann nur noch der jeweils gesuchte Reifen eingeben werden müsse, bevor das System das Ergebnis in Form einer sortierten Tabelle zwecks schnellerem Vergleich ausgibt.

Da der “Reifenbrowser” alle Daten automatisch zusammenführe, spare dem Händler viel Zeit, streicht Detjen als Vorteil des Ganzen heraus. “Durch die gebündelten Daten im ‚Reifenbrowser’ ist die Chance, immer den günstigsten Reifen zu finden, natürlich sehr groß, denn die B2B-Reifenplattformen/-marktplätze wechseln sich im Preiskampf um die besten und billigsten Anbieter ständig ab”, sagt er. cm

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“European Truck Challenge” auf Michelin-Reifen

Michelin rüstet eigenen Worten zufolge die vier Testfahrzeuge der diesjährigen “European Truck Challenge” (ETC) mit Reifen aus. Zum Einsatz kommen dabei demnach die Modelle “X MultiWay 3D” in 315/70 R22.5 an den Zugmaschinen und “X Multi T” in 385/55 R22.

5 bei den Aufliegern. Bei der ETC werden auf unterschiedlichen Strecken das Fahrleistungspotenzial, die variablen und fixen Kosten sowie die Bedienbarkeit der Lkw bewertet. Hierzu sind die Gespanne vom 2.

bis 6. Juli 2012 auf einer knapp 200 Kilometer langen Teststrecke in Niedersachsen im Raum Bockenem, Seesen, Northeim und Hannoversch Münden unterwegs. Als Testfahrzeuge dienen Fernverkehrssattelzugmaschinen der 450-PS-Klasse der Hersteller DAF, Mercedes-Benz, MAN und Scania sowie Auflieger von Krone.

Bei voller Auslastung werden die Trailer mit und ohne aerodynamisch wirksame Seitenverkleidung im Wechsel gezogen. Die Züge erreichen ein Gesamtgewicht von rund 40 Tonnen. cm

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Lanxess arbeitet an neuen, funktionalisierten SSBR-Kautschuktypen

Der Lanxess-Konzern hat sich bekanntlich das Thema “grüne” Mobilität auf die Fahnen geschrieben. Deswegen nutzen das Chemieunternehmen und seine Tochter Rhein Chemie die Deutsche Kautschuktagung in Nürnberg dazu, der Branche zu zeigen, wie sie zu einer nachhaltigen Mobilität beitragen können. “Von besonderem Interesse dürften in Nürnberg natürlich auch neue Lanxess-SSBR-Kautschuke sein, die unseren Kunden helfen können, spritsparende Reifen zu entwickeln”, sagt Dr.

Werner Breuers, Mitglied des Vorstandes der Lanxess AG. Wie es weiter heißt, arbeite man derzeit an neuen, funktionalisierten SSBR-Typen, die besser an den wichtigen Füllstoff Silica binden können und so unter anderem helfen, den Rollwiderstand der Reifen zu senken. Besonders interessant soll ihr Einsatz in Kombination mit Nd-BR-Kautschuken von Lanxess sein.

Verschlissene Stoßdämpfer bergen Risiken, warnt Euromaster

Anlässlich des Beginns der Sommerurlaubsreisewelle weist Euromaster Autofahrer auf die von abgenutzten Stoßdämpfern ausgehenden Risiken hin. Eine verminderte Dämpferwirkung könne zu einem instabilen Fahr- und Lenkverhalten sowie insbesondere auf nassen Fahrbahnen zu längeren Bremswegen führen, warnt die Michelin-Handelskette. “Bei jedem Fahrzeug, das 80.

000 Kilometer oder mehr auf seinem Tachostand hat, sollten unbedingt die Stoßdämpfer vor Antritt der Reise in einer Fachwerkstatt überprüft werden. Das dauert nicht lange, spart aber auf der Fahrt möglicherweise viel Ärger”, sagt Hans-Joachim Köhler, Autoservice-Experte bei Euromaster, unter Verweis darauf, dass eine Überprüfung der Stoßdämpfer Teil des kostenlosen Zehn-Punkte-Sicherheitschecks des Unternehmens sei. cm

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Bridgestone beginnt mit Bauarbeiten zur ersten Vietnam-Fabrik

Der Grundstein zur neuen Bridgestone-Reifenfabrik in Vietnam ist gelegt. In Hai Phong – rund 100 Kilometer östlich von Hanoi – will Bridgestone ab März 2014 erste radiale Pkw-Reifen bauen; die Produktionsstätte soll dann in der ersten Hälfte 2016 ihre volle Kapazität erreichen und dann täglich 24.700 Reifen herstellen, das entspricht 8,5 Millionen Reifen im Jahr; es entstehen 1.

800 Arbeitsplätze. Die Reifen, die Bridgestone in seiner ersten Fabrik in Vietnam bauen will, sollen vorwiegend auf Exportmärkten verkauft werden, darunter Europa, Nordamerika und Japan. Aktuell werden viele Reifen aus den Fabriken in Thailand (Nong Khae) und Indonesien (Karawang), wo Bridgestone ebenfalls die Kapazitäten erweitert hat, nach diesen Märkten geliefert.

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Rösler treibt Internationalisierung voran – Deutschen Markt nicht vergessen

Den Stand von Rösler Tyre Innovators auf der Reifen-Messe zu übersehen, war schwierig, hatte das Unternehmen aus Dortmund doch den vermutlich größten Reifen der Messe am Stand. Wie Paul Rösler Junior erläutert, habe man damit auf das neue Profil “SR 62D” aufmerksam machen wollen, mit dem ein 57 Zoll großer EM-Reifen runderneuert wurde; dazu werde vier Profilstreifen zu je drei Metern Länge genutzt. Dabei biete das neue Profil nicht nur ein neues Profildesign, sondern werde darüber hinaus mit einer neuen Gummimischung gefertigt, die besonders hitzeresistent sei.

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Reifen Ihle setzt wieder mehr auf EM- und Pkw-Reifenrunderneuerung

Das erste Halbjahr war für Marktteilnehmer im Nutzfahrzeugreifengeschäft kein besonders gutes, so viel kann man feststellen. Laut Jürgen Eigenbrodt sei in dieser Zeit ein Rückgang bei der Nachfrage nach neue Lkw-Reifen in Höhe von 35 Prozent zu beobachten gewesen. Runderneuerte, so der Geschäftsführer von Reifen Ihle weiter, seien indes etwas weniger hart getroffen worden; hier ging die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr ‚nur‘ um 20 Prozent zurück.

Gleichzeitig rechnet man im bayerischen Günzburg am Sitz des Runderneuerers aber mit einer deutlichen Erholung der Situation in der zweiten Jahreshälfte. Eigenbrodt wagt die Prognose: Der Neureifenmarkt wird am Ende des Jahres mit einem Minus von 15 bis 20 Prozent abschließen, während die Runderneuerung mit einem Minus von vielleicht zehn Prozent auskommen muss. “Dieser Rückgang war absehbar”, so Eigenbrodt im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG, folglich sei man auch nicht über die Maßen überrascht gewesen.