Einträge von Andrea Löck

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Kein Land in Sicht – deutsches Reifenersatzgeschäft in tiefem Fahrwasser

Schon nach den ersten vier Monaten des laufenden Jahres war es um das Reifenersatzgeschäft in Deutschland nicht besonders gut bestellt. Auch der Mai hat keine Wende bezüglich dieses Negativtrends mit sich gebracht, wie eine erste Tendenzauswertung des Betriebsvergleichs offenbart, den der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk e.V.

(BRV) für den Zeitraum von Januar bis einschließlich Mai erhoben hat. Demnach war der Stückabsatz bei Pkw-Sommerreifen gegenüber den entsprechenden fünf Vorjahresmonaten um 20 Prozent rückläufig, und bezüglich des Umsatzes mit Pkw-Sommerreifen soll bis dato ein Minus von 15 Prozent aufgelaufen sein. Im Plus – 0,7 Prozent bei den Stückzahlen, 3,4 Prozent beim Umsatz – dagegen das Geschäft des Handels mit Pkw-Winterreifen.

Was sich da zunächst positiv anhört, bedarf allerdings der Relativierung: Zwar wurden laut dem sogenannten Sell-out-Panel des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (WdK) im vergangenen Jahr rund zehn Prozent aller 2011 insgesamt abgesetzten Winterreifen von Januar bis Mai an die Frau oder den Mann gebracht, aber bezogen auf Sommerreifen waren es gut 60 Prozent. Oder anders formuliert: Eigentlich sind es gerade die Monate April (Anteil am Gesamtjahresabsatz 2011: gut 24 Prozent) und Mai (knapp 16 Prozent), in denen das Geschäft mit Sommerreifen so richtig “brummen” sollte. Und präsentierten sich die Stückzahlen an Pkw-Sommerreifen nach dem April schon knapp zehn Prozent im Minus, lässt der vom BRV auf Basis des Betriebsvergleiches genannte Rückgang um 20 Prozent nach nunmehr fünf Monaten erahnen, dass der Mai im Handel wohl doch eher enttäuschend verlief.

Ein Blick auf das Lkw-Segment erhellt das Bild auch nicht wirklich: Hier werden die Rückgänge im deutschen Ersatzmarkt nach einer ersten Tendenzauswertung des Betriebsvergleichs mit 22,6 Prozent (Stückzahlen) bzw. 9,5 Prozent (Umsatz) beziffert. christian.

Zwei neue Maxxis-Sommerreifen für Mittelklassefahrzeuge

Maxxis hat zwei neu entwickelte Sommerreifenprofile vorgestellt. Beim für Mittelklassefahrzeuge gedachten “MA-510” haben die Entwickler demnach Schwerpunkte auf den ökologischen sowie den wirtschaftlichen Bereich gelegt. Insofern werden dem neuen Reifen ein geringer Rollwiderstand und ein leises Abrollgeräusch attestiert.

Zudem soll er sich aber auch durch sicheres Nassbremsen auszeichnet, weshalb der in 63 verschiedenen Größen erhältliche “MA-150” insgesamt als ausgewogener und dabei außerdem noch langlebiger Reifen beschrieben wird. Die zweite Neuheit im Maxxis-Programm trägt den Namen “Pro R1” und ist gleichfalls für Mittelklassefahrzeuge gedacht – allerdings eher für Autos am oberen Ende dieser Gattung. “Die neuartige Nanosilica-Mischung reduziert den Rollwiderstand und damit den Verbrauch.

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Großer Reifenrückruf in den USA

Die TBC Corporation ruft in den USA fast 73.000 Reifen der Typen “Big Foot” bzw. “Big O S/T” sowie “Mirada Cross Tour SLX” zurück.

Betroffen sind allerdings jeweils nur die beiden Dimensionen 235/70 R16 und 265/70 R17. Durch einen Fehler in der Produktion könne es im Bereich der Seitenwand zur Rissbildung bis hin zu einem plötzlichen Druckverlust führen, ist der Rückrufdatenbank US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) in diesem Zusammenhang zu entnehmen. cm

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Tschechischer Teilehändler wird von Trost übernommen

Zum 30. Juli dieses Jahres wird Trost Auto Service Technik SE im Rahmen eines sogenannten Asset Deals das Handelsgeschäft sowie die Hauptniederlassung des Teilehändlers Auto Donth (Karlsbad/Tschechien) übernehmen und damit sein bestehendes tschechisches Filialnetz weiter ausbauen. Die Übernahme wird als Teil der Trost-Expansionsstrategie in Tschechien beschrieben: Kundenausrichtung sowie Sortiment des seit 1991 im AD-Verbund (Autodistribution) vernetzten Kfz-Teilehändlers Auto Donth ergänze das Portfolio des Unternehmens optimal.

Geografisch und logistisch erweitere der zusätzliche Standort Karlsbad im Westen Tschechiens dessen bereits vorhandene Struktur von zehn Verkaufshäusern und dem Zentrallager in Nyrany in idealer Weise, heißt es weiter. Durch die umgehende Anbindung an das Zentrallager und die IT-Systeme sollen Kfz-Betriebe und -Werkstätten im Vertriebsgebiet Karlsbad künftig von Trosts Logistik- und Serviceleistungen wie beispielsweise dem Zugriff auf insgesamt 2,5 Millionen verfügbare Artikel im elektronischen Teile- und Technikkatalog “Repdoc” profitieren. Arnost Donth wird sich künftig demnach auf die eigene Reparaturwerkstatt konzentrieren – fast alle der bisherigen Mitarbeiter am Standort Karlsbad werden Trost zufolge übernommen.

Die offizielle Eröffnungsfeier der Niederlassung als Trost-Haus inklusive einer “Trost Road Show” zur Präsentation aktuellster Werkstattausrüstung ist für den 27. September geplant. cm

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Finden Reifenthemen Eingang in den Studiengang Handelsmanagement?

Laut dem Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk e.V. (BRV) hat die in Brühl bei Köln beheimatete Europäische Fachhochschule (EUFH) angeregt, im Rahmen eines dualen Studiengangs “Handelsmanagement” reifenfachhandels- und Kfz-spezifische Inhalte in Vorlesungen, Seminaren und Übungen einzubauen.

Deswegen befragt der BRV seine Mitglieder nun, ob Interesse an einem solchen speziell auf die Reifenhandelsbranche zugeschnittenen Studiengang besteht, der etwa für angehende Juniorchefs oder geeignete Nachwuchskräfte, die mittelfristig Leitungs-/Führungsverantwortung übernehmen sollen, infrage käme. “Tatsache ist, dass das innovative Konzept des sechssemestrigen dualen Studiums für eine optimale Verzahnung von Theorie und Praxis sorgt und von Anfang an unternehmerisches Handeln und wissenschaftliches Denken fördert. Der Studiengang bietet damit eine optimale Ausgangsposition für eine aussichtsreiche Berufskarriere in modernen Handelsunternehmen”, meint der geschäftsführende BRV-Vorsitzende Peter Hülzer.

Noch bis zum 15. Juli haben Mitglieder der Branchenvertretung Zeit, dem Verband ihre Sicht der Dinge mitzuteilen. cm

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Größenprogramm des Cooper-Winterreifens „WM-SA2“ wächst

Cooper Tire hat das Lieferprogramm des Pkw-Winterreifenprofils “WM-SA2” um zusätzliche Größen erweitert. Neu hinzugekommen sind insgesamt neun Dimensionen zwischen 15 und 18 Zoll mit den Geschwindigkeitsindizes H und V: 185/55 R15 86H XL, 195/55 R16 87H, 225/50 R17 98H XL, 235/45 R17 94H, 215/55 R17 98V, 225/50 R17 XL 98V, 235/45 R17 97V XL, 235/55 R17 103V XL sowie 245/40 R18 97V XL. Mit der Angebotserweiterung will der Hersteller nach eigenen Worten dem steigenden Absatz an Winterreifen vor allem in Mitteleuropa Rechnung tragen.

Der “WM-SA2” biete optimale Haftung auf Schnee und Masch, heißt es weiter. Dank der sogenannten TAG-Technologie – das Akronym steht für “Tapered Alternating Groove” – mit ihren konisch alternierenden Rillen und ihren nach vorne zeigenden Schulterrillen und V-Schlitzen soll der Reifen mit einem guten Bremsverhalten aufwarten können, während die nach hinten zeigende Zentralrille für die Optimierung der Traktion zuständig sei. cm

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190 Ruheständler kommen zum Sommerfest der Michelin-Senioren

Am 6. Juli fand das alljährliche Sommerfest der Michelin-Senioren des Standortes Bad Kreuznach statt und diesmal waren rund 190 Ruheständler zu dem Treffen in Gutenberg gekommen. “Unsere Rentner haben über Jahrzehnte hinweg mit ihrer Arbeitskraft zum Erfolg unseres Werkes beigetragen.

Sie haben hochqualitative Reifen gewickelt, die Anlagen gewartet und die Herausforderungen neuer Produkte und Technologien gemeistert. Das verdient unsere Anerkennung. Für uns ist die Verbindung zu den ehemaligen Mitarbeitern ein fester und wichtiger Teil der Unternehmenskultur”, erklärt Personalleiter Herbert Sklarzyk.

Er und der Betriebsratsvorsitzende Uwe Kumpa führten auf dem Sommerfest demnach viele Gespräche mit früheren Kollegen und Mitarbeitern, die sie noch aus deren aktiver Zeit kannten. Die Veranstaltung wurde von engagierten Michelin-Senioren organisiert: Eine achtköpfige Gruppe trifft sich regelmäßig, um Sommerfest, Weihnachtsfeier sowie Mai- und Herbstwanderungen für die Michelin-Rentner zu organisieren. “Dank der Unterstützung unseres Seniorenklubs können wir unseren Rentnern die Möglichkeit bieten, Kontakt zu halten und sich über ihr aktives Berufsleben hinaus als Teil der Michelin-Familie zu fühlen”, so Sklarzyk.

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Umgang mit Reifenlabel für „BSS.tire“ kein Problem

Für die auf Microsoft Dynamics NAV basierende Branchenlösung “BSS.tire” haben der österreichische Softwarehersteller Begusch und die Kumavision AG eine Erweiterung entwickelt, die zahlreiche neue Funktionen zum Umgang mit dem Reifenlabel bereitstellt. In der Matchcode-Suche sollen ab sofort neben Preis und anderen Informationen jetzt beispielsweise auch alle relevanten Labelkriterien – ab 1.

November müssen in der EU verkaufte Reifen, die nach dem 1. Juli produziert wurden, bekanntlich hinsichtlich Rollwiderstand, Nassbremsen und Abrollgeräusch entsprechend gekennzeichnet sein – selektiert werden können. “Die Erweiterung erfüllt nicht nur die gesetzlichen Anforderungen, sondern liefert auch einen Mehrwert für unsere Kunden.

Händler können durch die zusätzlich bereitgestellten Informationen ihre Beratungskompetenz weiter ausbauen und zusätzliche Umsätze generieren. So bieten etwa positive Labelmerkmale starke Argumente für den Verkauf höherpreisiger ‚A’-Reifen”, meint Frank Heim, Key-Account-Manager für den Reifenhandel bei Kumavision. Die Labelinformationen kann die Reifenhandelssoftware demnach automatisch in Preislisten, Angebote und Verkaufsbelege übernehmen: Als Tabelle im CSV-Format oder via “Tire-Item”-Import gelangten alle Labeldaten automatisch in “BSS.

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Van den Ban erhält 1.000. AEO-Zertifikat der Niederlande

Unternehmen, die wie Van den Ban am internationalen Handelsverkehr teilnehmen, können beim niederländischen Zoll den Status eines “Authorized Economic Operator” (AEO; Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter) beantragen und dadurch von einer zollrechtlichen Vereinfachung profitieren. Ende Juni nun hat Frans van Lenten, General Manager des Reifengroßhändler aus Hellevoetsluis, das entsprechende AEO-C-Zertifikat vom Direktor des Zolls erhalten und ist damit das 1.000.

Unternehmen in den Niederlanden, das das entsprechende Zertifikat führt. AEO-Zertifikate sind für Unternehmen erforderlich, die international aktiv sind. Aufgrund des gemeinschaftlichen Zollgesetzbuches und der zugehörigen Anwendungsvorschriften wurden verschiedene Kriterien aufgestellt, die erfüllt werden müssen.

Der Erwerb des Zertifikats ist demnach ein Qualitätsurteil darüber, wie Van den Ban sein Warenströme sowohl physisch als auch administrativ unter Kontrolle hat. Das AEO-Zertifikat biete eine Reihe von Vorteilen, wie etwa weniger Kontrollen an bestimmten Knotenpunkten in der logistischen Kette und eine niedrigere Sicherheitsleistung. Unternehmen nennen jedoch in erster Linie die kommerziellen Vorteile: Geschäftspartner sehen ein AEO-zertifiziertes Unternehmen als einen zuverlässigeren Handelspartner.