Einträge von Andrea Löck

Was zieht Neumann zu Opel? – Amerikanische CEOs dulden keine „Kronprinzen“

Fachliche Klasse muss nicht mehr unter Beweis stellen, wer von Weltkonzernen als „Kronprinz“ gehandelt wurde und es in seinen 40er Jahren bereits in absolute Spitzenpositionen geschafft hat. Mit der Absetzung als China-Chef des VW-Konzerns geriet Neumanns Stern ins Trudeln. Continental hatte zuvor gar mit Neumann und Hippe gleich zwei „Kronprinzen“ an Bord; mit Billigung des Großaktionärs Schaeffler übernahm der auch von der Belegschaft sehr geachtete Neumann nach dem Wennemer-Rücktritt das Ruder.

Es hätte das Ziel seiner beruflichen Träume sein können, wäre ihm nicht ein verheerender taktischer Fehler unterlaufen. Bekanntlich kann das Fell erst verteilt werden, wenn der Bär erlegt worden ist. Das durch die Lehman-Insolvenz über Nacht über die Aktienmärkte hergefallene Desaster brachte Schaeffler tatsächlich nahe an ein Insolvenzszenario.

Auf Unabhängigkeit bedachte Kräfte des Conti-Konzerns ließen nichts unversucht, „die listige Witwe“ mitsamt Sohn über die Klippen in den Abgrund zu stürzen. Mit Billigung und wohl auch auf Anregung einiger Aufsichtsräte trat Neumann so resolut, so massiv-fordernd und Ultimaten setzend gegenüber Schaeffler auf, dass dem sich gegen den Absturz stemmenden Großaktionär gar nichts anderes übrig blieb als Neumann seines Postens zu entheben. Er hatte schlicht und ergreifend übersehen, dass sich die bei Schaeffler involvierten Banken einen Untergang dieses großen Schuldners gar nicht leisten konnten.

Konsterniert musste Neumann feststellen, dass die Kreise, die ihn, sagen wir mal, „heiß“ gemacht hatten, in der Stunde der Wahrheit, sagen wir es doch so, „Pfötchen gaben“ und Neumann damit – wenn auch abgefedert mit sieben Millionen Euro – zum Abschuss freigaben, dem Vernehmen nach allen voran ein Staatsbankier der Landeshauptstadt an der Leine.

Neumann nahestehende Weggefährten meinten nun, eine Veränderung des wieder nach Wolfsburg gelotsten Managers feststellen zu können. So geht es halt, wenn die Millionen nur so fließen für im Grunde nichts als Gegenleistung.

Dem schnell auch hier wieder als „Kronprinz“ gehandelten wurden bald Fehler vorgeworfen und es fehlt auch nicht der Hinweis, dass er im Konzern als „allzu selbstbewusst“ in Erscheinung getreten sei.

Dass Neumann nach dem für seine Karriere erlittenen heftigen Rückschlag bei Volkswagen auf der Suche nach neuen Ufern war, durfte angenommen werden, dass er aber offenbar ernsthaft erwägt, die Führung von Opel zu übernehmen, überrascht. Opel erschien schon dem von der Bundesregierung eingesetzten Experten Wennemer für einen relativ überschaubaren Zeitraum als Fall für den Insolvenzrichter, sodass er der um ihre Wiederwahl kämpfenden Frau Merkel schlicht empfahl, die Finger von diesem Unterfangen zu lassen.

General Motors selbst steckte im Chapter-11-Verfahren und schien sich weitere Finanzspritzen für die Opel-Tochter nicht leisten zu können. Seither hat sich in nahezu vier Jahren nichts getan, was Zweifel an Wennemers Analyse nähren könnte. Opel hängt am Tropf der Muttergesellschaft.

Das ändert selbst der beste Spitzenmanager nicht. Dass ein Manager in Europa etwas gegen den CEO eines amerikanischen Konzerns oder auch nur ohne dessen ausdrückliche Billigung durchsetzen könnte, ist eine der lächerlichsten Vorstellungen überhaupt. Vielleicht berät sich Neumann ja noch einmal mit seinem früheren Conti-Chef.

klaus.haddenbrock@reifenpresse.de

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Continental bindet Devulkanisierung stärker in Produktion ein

Anfang des kommenden Jahres beginnt die Continental mit den Bauarbeiten zu einem neuen, vollintegrierten Recycling- und Runderneuerungswerk in Hannover-Stöcken und investiert dafür rund zehn Millionen Euro. Dank eines neuartigen Chemikalien-Mixes und der dazugehörigen Prozessführung kann in Zukunft wesentlich mehr des sogenannten Rezyklats in der Reifenproduktion genutzt werden. Was genau der deutsche Hersteller am Stammsitz vorhat und ob sich diese Pläne auch andernorts umsetzen ließen, erklärt Dr.

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Continental bindet Devulkanisierung stärker in Produktion ein

Anfang des kommenden Jahres beginnt die Continental mit den Bauarbeiten zu einem neuen, vollintegrierten Recycling- und Runderneuerungswerk in Hannover-Stöcken und investiert dafür rund zehn Millionen Euro. Dank eines neuartigen Chemikalien-Mixes und der dazugehörigen Prozessführung kann in Zukunft wesentlich mehr des sogenannten Rezyklats in der Reifenproduktion genutzt werden. Was genau der deutsche Hersteller am Stammsitz vorhat und ob sich diese Pläne auch andernorts umsetzen ließen, erklärt Dr.

Boris Mergell, Leiter der Material- und Prozessentwicklung bei Continental, im Interview mit der NEUE REIFENZEITUNG und betont, dass die Investition “ökologisch wie ökonomisch sinnvoll” sei. Lesen Sie, welche Pläne der deutsche Hersteller mit seinem neuen, weltweit ersten vollintegrierten Recycling- und Runderneuerungswerk hat. ab

 Das komplette Interview können Abonnenten in der November-Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG lesen.

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Wegmann Automotive bringt Farbe ins Spiel

Die Marke Hofmann Power Weight von Wegmann Automotive stellt ebenfalls auf der Essener Motor Show aus und will mit ihren farbigen Klebeauswuchtgewichten Farbe ins Spiel bringen. Die Gewichte böten “Individualität bis in Detail”, verspricht das Unternehmen aus Würzburg in einem Vorbericht. Hofmann ist erstmalig auf der Tuningmesse in Essen als Aussteller präsent und bietet unter dem Slogan “Colour up your wheels” Auswuchtgewichte direkt zum Verkauf an.

Dabei treffe man mit dem Kleberiegel vom “Typ 380” in den Farben Rot, Blau, Gelb, Orange, Weiß, Schwarz, Chrom und Anthrazit immer den richtigen Ton. Erhältlich ist das Klebegewicht in einer Einzelverpackung, die sechs Kleberiegel zu je 60 Gramm beinhaltet. “Damit befindet sich in der Schachtel genau die richtige Menge um ein Fahrzeug auszuwuchten”, heißt es dazu weiter.

“Verkratzte und verklebte Felgenoberflächen gehören dabei der Vergangenheit an. Die Gewichte sind mit dem neuen Speedliner-Klebeband ausgestattet, was sich rückstandsfrei entfernen lässt; sie schonen dadurch die Felge. Im Motorsport entwickelt, für eine dauerhafte Wuchtleistung auch unter härtesten Bedingungen”, betont der Hersteller.

Essen Motor Show erwartet mehr als 340.000 Besucher

Den Termin haben alle Automobilenthusiasten im Kalender vorgemerkt: Vom 1. bis 9. Dezember 2012 (Preview- und Pressetag: 30.

November), pünktlich zum Ende der Motorsport-Saison, geht die 45. Essen Motor Show an den Start. Sie ist längst Kult und lockt wieder die Motorsportfans ins Revier.

340.000 Gäste werden erwartet, die auf Deutschlands besucherstärkster Automobilmesse des Jahres 2012 ihrer automobilen Leidenschaft freien Lauf lassen. Im Mittelpunkt stehen die neuesten, sportlichsten, schönsten, schnellsten, ausgefallensten, verrücktesten, ebenso wie die ältesten Fahrzeugkreationen.

Garniert mit Live-Motorsport und mitreißenden Show-Acts wird die Messe wieder zum weltweit einzigartigen Motodrom. Das Angebot der Aussteller – darunter auch etliche Unternehmen aus der Räder- und Reifenbranche – und die attraktiven Sonderevents werden den Puls zahlreicher PS-Fans wieder in schwindelerregende Höhe treiben. Dabei bringt die Essen Motor Show fünf emotionale Themensektoren zusammen: Tuning, Motorsport, sportliche Serienautomobile, Classic Cars und Motorräder.

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Hankook auch 2012 wieder mit viel „Driving Emotion“ auf der Motor Show

Hankook engagiert sich auch in diesem Jahr wieder auf der Essen Motor Show, der Messe für Tuning, Motorsport, sportliche Serienautomobile und Classic Cars. Unter dem Messe-Motto “For Drivers and Dreams” finden Enthusiasten und solche, die es werden wollen, vom 1. bis zum 9.

Dezember in Essen alles rund um die Faszination Auto. “Hankook präsentiert dabei an angestammter Stelle in Halle 10, Stand 501 auf mehr als 300 m² sein aktuelles Reifen-Line-up, innovative Konzeptreifen und natürlich auch seine überaus erfolgreichen Rennreifen. Ein Highlight wird auch in 2012 wieder die Enthüllung des ‚Tune it! Safe!’-Kampagnenfahrzeugs für 2013 sein”, heißt es dazu vonseiten des Herstellers.

Die vom Reifenhersteller Hankook exklusiv gesponserte und von weiteren institutionellen Partnern unterstützte, “sehr erfolgreiche Initiative” des Bundesverkehrsministeriums und des Verbands der Automobil Tuner (VDAT) geht mittlerweile in ihr achtes Jahr. Der Startschuss für die erfolgreiche Kooperation fiel vor sieben Jahren im November 2005 ebenfalls auf der Essen Motor Show. ab

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Im Reifenbereich will Conti weiter Gas geben – „Vision 2025“

Beim diesjährigen “ContiTechnikForum” stand ohne Frage der Automated Indoor Braking Analyzer (AIBA) des Unternehmens im Mittelpunkt. Nichtsdestoweniger präsentierte Nikolai Setzer, Mitglied des Konzernvorstandes und Leiter der Reifendivision, in diesem Rahmen außerdem einen Strategieausblick der Rubber Division. Seinen Ausführungen zur “Vision 2025” ist eines ganz klar zu entnehmen: Das Unternehmen will beim Thema Reifen auch in Zukunft kräftig Gas geben.

“Wir wollen weltweit als starker Premiumzulieferer gesehen werden. Wir müssen nicht immer die Ersten sein, aber zumindest auf dem Podium”, so Setzer unter Verweis auf kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung, aber auch in die Erweiterung der eigenen Produktionskapazitäten oder in neue Werke. Damit gemeint sind wohlgemerkt nicht diejenigen derzeit in Russland und in den USA im Bau befindlichen Werke oder der Standort in Hefei (China), dessen Ausstoß weiter erhöht werden soll.

Laut der von ihm präsentierten Roadmap ist bis 2025 zudem wohl mit weiteren neuen Conti-Werken zu rechnen – sowohl im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum als auch in der Region “The Americas” und selbst eines in Europa ist dabei. Ziel dessen sei ein in Bezug auf die Reifenproduktion global ausbalancierterer Fußabdruck. Gleiches wird hinsichtlich des Produktabsatzes angepeilt.

 christian.marx@reifenpresse.de

 

Nein, Conti plant auch im Zuge der “Vision 2025” keine Offshore-Reifenwerke: Doch um Spekulationen über mögliche Greenfield-Standorte nicht anzuheizen, wurde für Setzers Präsentation diese Art der Darstellung gewählt 

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Reifenlabeling: EU-Kommission bezieht Stellung zu Winterkriterien

Dass die Angaben auf dem Reifenlabel keine Rückschlüsse auf die Wintereignung der schwarzen runden Gummis erlauben, dürfte hinlänglich bekannt sein. Anlässlich der seit Kurzem obligatorischen Reifenkennzeichnung hinsichtlich Rollwiderstand/Energieeffizienz, Nassbremsen und Abrollgeräusch, deren Start inmitten der Winterreifensaison erfolgte, hat die Europäische Kommission bzw. deren Vertretung in Deutschland Stellung zu der Frage bezogen, warum das Reifenlabel keine Informationen zu der Haftung eines Reifens bei Matsch und Schnee oder zum Aquaplaning bietet.

“Das Verhalten auf Schnee und Matsch wird durch das EU-Label nicht bewertet, weil diese Information schon vorhanden ist. Sie stehen auf der Seite des Reifens. Dazu gibt es bereits internationale Vorschriften der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE)”, ist seitens der Politik zu hören.

Gemeint ist damit wohl die M+S-Kennzeichnung bzw. das Schneeflockensymbol, womit sich die Auffassung der EU-Kommission in dieser Hinsicht mit der gemeinsamen Position des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (WdK) und des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk e.V.

(BRV) deckt. Andere Kriterien wie das Verhalten bei Aquaplaning oder die Handhabung in Kurven hätten beim Reifenlabeling nicht mit aufgenommen werden können, weil es bisher keine anerkannten genormten Testmethoden gäbe, heißt es weiter. “Wie andere Energieeffizienzlabel auch ist das Reifenetikett kein Qualitätssiegel für alle Aspekte bezüglich der Leistung eines Reifens.

Es hat nicht den Anspruch, die Qualitätskontrolle spezialisierter Labors oder Informationen von den Herstellern oder Automobilklubs zu ersetzen. Ein Energieverbrauchsetikett für Waschmaschinen, das angibt, wie viel Strom eine Waschmaschine typischerweise im Jahr verbraucht, macht auch keine Angaben zu spezifischen zusätzlichen Funktionen”, wird die Beschränkung auf drei Kriterien beim Reifenlabeling darüber hinaus erklärt. cm

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Reifengroßhandel Nicoara Weise ist länger für seine Kunden da

Die Reifengroßhandel Nicoara Weise GmbH (Wiehl) hat ihre Geschäftszeiten verlängert und ist ab sofort in der Zeit zwischen 8 und 20 Uhr für ihre Kunden erreichbar. “Wir wissen, dass viele unserer Kunden nach Geschäftsschluss noch den Tag nachbearbeiten müssen. In der kunden- und telefonfreien Zeit können dann noch die Lagerbestände überarbeitet und Bestellungen aufgegeben werden”, erklärt Martin Weise, der das Unternehmen zusammen mit Anca Nicoara leitet, den erweiterten Service.