Einträge von Andrea Löck

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Entdecken Reifenhersteller die Motor Show wieder neu für sich?

Es mag zwar das eine oder andere Jahr länger her sein, doch liegt es auch noch nicht so weit in der Vergangenheit, dass Reifenhersteller wie Dunlop, Michelin/BFGoodrich oder Kumho und Pirelli zu den Stammgästen als Aussteller auf der Essen Motor Show zählten, sich die Industrieunternehmen nach und nach aber immer rarer machten. Selbst wenn in der jüngeren Vergangenheit vor allem Continental (samt Uniroyal) und Hankook beständig Präsenz bei der Tuningmesse zeigten bzw. zeigen – 2011 war darüber hinaus Vredestein vor Ort mit dabei, dieses Jahr laut der offiziellen Ausstellerliste aber nicht – und eine Marke wie Syron Tyres, die das dahinter stehende Unternehmen Keskin Tuning unter anderem bei Rosava fertigen lässt, der Veranstaltung seit Langem die Treue hält, so muss mit Blick auf Reifenhersteller doch ein gewisser “Aderlass” in Sachen deren Ausstellerbeteiligung konstatiert werden.

Nach den Worten von Dr. Martin Uhlendorf, Direktor Messen & Ausstellungen bei der Messe Essen GmbH, scheint sich nun jedoch so etwas wie eine Trendumkehr abzuzeichnen. “Die Zahl der Reifenhersteller ist in meiner Amtszeit seit 2010 konstant”, freut sich der Projektleiter der Essen Motor Show.

Mehr noch: Mit Herstellern wie Dunlop, Michelin, Kumho und Pirelli befinde man sich für die Messe 2013 “in guten Gesprächen”, ergänzt er. Auch Falken, Marangoni, Yokohama etc. würden intensiv eine Präsenz bei der Motor Show 2013 prüfen, und Toyo soll eine Beteiligung im nächsten Jahr bereits zugesagt bzw.

signalisiert haben. Unabhängig davon, dass Wilhelm Höppner – Technischer Direktor Toyo Tires Europe – dies gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG so nicht bestätigen kann und davon spricht, man werde sicherlich erst einmal die diesjährige Essen Motor Show abwarten und habe ohnehin die Budgetplanungen für 2013 noch gar nicht abgeschlossen, lohnt ein Besuch der Messe aus Sicht des speziell am Thema Reifen und Räder Interessierten auch in diesem Jahr wieder. Denn einerseits sind die Hersteller von Leichtmetallrädern gewohnt stark in Essen vertreten, nicht zu vergessen viele im Räder-/Reifengeschäft aktive Handelsunternehmen.

christian.marx@reifenpresse.de

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Sumitomo Rubber Industries wächst leicht – Europa bricht ein

Sumitomo Rubber Industries (SRI) konnte ihre Umsätze in den vergangenen drei Quartalen um 6,9 Prozent auf 500 Milliarden Yen (4,96 Milliarden Euro) steigern. Gleichzeitig – so berichtet der zweigrößte japanische Reifenhersteller nun – stiegen die Gewinne aber deutlich an. So erreichte SRI im Berichtszeitraum einen operativen Gewinn von 43,7 Milliarden Yen (434 Millionen Euro), der damit um 48,8 Prozent anstieg und was einer Umsatzrendite von 8,7 Prozent entspricht.

Gleichzeitig lag der Nettogewinn bei 23 Milliarden Yen (228 Millionen Euro). Das Reifengeschäft der Japaner, das für immerhin 81 Prozent der Gesamtumsätze steht, entwickelte sich dabei leicht unterdurchschnittlich, auch wenn es mit 88 Prozent immer noch überdurchschnittlich zum operativen Gewinn beiträgt. Die Umsätze mit Reifen stiegen in den ersten drei Quartalen um 6,6 Prozent auf 406 Milliarden Yen (4,03 Milliarden Euro), während der operative Gewinn um 40,4 Prozent auf 38 Milliarden Yen (381 Millionen Euro) stieg und somit für eine Marge von 8,9 Prozent steht.

Wie es dazu weiter heißt, gingen auch bei Sumitomo Rubber Industries die Absätze weltweit zurück. Im dritten Quartal etwa brachen die Absätze in Europa um immerhin 27 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ein, schreibt die Deutsche Bank dazu in einem Analystenbericht. ab

 Weitere Details dazu erhalten Sie hier in unserem Geschäftsberichte-Archiv.

Was Pizza mit Tuning zu tun hat

Bei der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH ist man der Ansicht, dass nichts besser zusammenpasst als “Männer, Pizza und coole Autos”. Deswegen hat das auf Tiefkühlpizzen spezialisierte Unternehmen auf seiner Facebook-Präsenz www.facebook.

com/BigPizza eine Aktion gestartet, bei der die daran teilnehmenden “Fans” einerseits darüber entscheiden können, wie ein BMW 320 Coupé durch das Team des Dortmunder Tuners JP Performance umgebaut wird, sowie andererseits eines der Community-Mitglieder das zum Top-Tuning-Car veredelte Auto im Anschluss geschenkt bekommt. Noch bis zum 18. November kann mitbestimmt werden, wie das Auto aussehen soll.

Danach haben “Fans” der “BigPizza”-Site per Facebook-App vom 19. November bis zum 7. Dezember Zeit zu begründen, warum er oder sie den technisch und optisch getunten Wagen gewinnen will – der neue Besitzer des Fahrzeugs wird letztendlich dann per Losentscheid ermittelt.

Wettbewerbsfähigkeit: ETRMA hofft auf „Cars 2020“

Der europäische Herstellerverband ETRMA begrüßt den Aktionsplan “Cars 2020” für eine starke, wettbewerbsfähige europäische Automobilindustrie, den die Europäische Kommission jetzt veröffentlicht hat. Der Aktionsplan sieht die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der hiesigen Branche vor und macht einige Vorschläge für politische Initiativen, die – so die ETRMA – “jetzt dringend umgesetzt werden müssen”, so ETRMA-Generalsekretärin Fazilet Cinaralp. Nachdem der Reifenmarkt 2011 noch hoffnungsfroh gestimmt habe, so die ETRMA weiter, zeigten aktuelle Zahlen, dass der Markt in Europa 2012 wohl um zehn Prozent schrumpfen werden und der Branche 2013 eventuell noch größere Einschnitte bevorstehen.

Man begrüße folglich den Vorschlag der Kommission, bei künftigen Gesetzesinitiativen, die den Reifenmarkt betreffen, Fragen nach den Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Reifenhersteller zu stellen. Auch sollte die Europäische Union zukünftig jedes Freihandelsabkommen sorgfältig auf seine Auswirkungen auf die hiesige Automobil- und Reifenindustrie hin überprüfen. ab.

500-Millionen-Euro-Anleihe von Lanxess platziert

Lanxess hat im europäischen Kapitalmarkt eine lang laufende Euroanleihe unter dem bestehenden sogenannten “Debt Issuance Programm” platziert. Die Anleihe sei von den Investoren sehr gut aufgenommen worden, teilt der Spezialchemiekonzern mit und beziffert deren Volumen mit 500 Millionen Euro bei einer Laufzeit von zehn Jahren. Sie ist demnach mit einem jährlichen Zinskupon von leicht über 2,6 Prozent ausgestattet und wird ab dem 21.

November 2012 an der Luxemburger Börse mit einer Stückelung zu je 1.000 Euro gelistet. “Wir nutzen die gute Aufnahmebereitschaft der Fremdkapitalmärkte, insbesondere für Investmentgrade-Industrieanleihen, um anstehende Fälligkeiten der nächsten Jahre bereits heute zu adressieren und damit das niedrige Zinsniveau für einen langen Zeitraum zu sichern”, erklärt Lanxess-Finanzvorstand Bernhard Düttmann.

Mit der Platzierung der Anleihe waren nach Unternehmensangaben Bayerische Landesbank, Commerzbank, UniCredit Bank und The Royal Bank of Scotland beauftragt. Sie werde von Standard & Poor’s mit “BBB” und von Moody’s mit “Baa2” – jeweils mit stabilem Ausblick – beurteilt, heißt es weiter. cm

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“No Limits” ist der Titel des Berner-Kalenders für 2013

Für das kommende Jahr hat Berner zum inzwischen bereits 19. Mal wieder einen Werkstattkalender aufgelegt. Genau genommen wird es wie auch schon in den zurückliegenden zehn Jahren deren sogar gleich zwei geben: einen für die weibliche Kundschaft des im Bau- und Kfz-Sektor aktiven Direktvertriebsunternehmens und einen für die Herren der Schöpfung.

Letzterer trägt diesmal den Titel “No Limits”, wird in einer Auflage von mehr als 220.000 Stück produziert und ist nicht käuflich zu erwerben, sondern geht europaweit nur an Berner Kunden. Dass der für Männer gedachte Kalender weibliche Models ziert, dürfte sich von selbst verstehen.

Nordamerika- und Deutschland-Geschäft beflügeln Brembo-Umsatz

Der italienische Bremsenspezialist Brembo kann sowohl mit Blick auf das dritte Quartal als auch in Bezug auf die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres positive Konzernzahlen vorlegen. Von Juli bis September steigerte das Unternehmen seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,5 Prozent auf 342 Millionen Euro. Für die ersten neun Monate 2012 weist die Brembo-Zwischenbilanz insgesamt ein Umsatzplus in Höhe von 10,5 Prozent auf nunmehr gut eine Milliarde Euro aus.

Dabei hat vor allem die Nachfrage aus dem nordamerikanischen und deutschen Markt den Verkaufserlösen Flügel verliehen, konnten in diesen beiden Märkten doch Umsatzsteigerungen von immerhin 30,3 respektive 21,8 Prozent erzielt werden. Vor diesem Hintergrund und trotz der nach eigenen Worten anhaltend schwierigen makroökonomischen Lage weltweit bekräftigt das Unternehmen seine Ziele für das Gesamtjahr und geht wie schon zu Jahresbeginn weiter davon aus, 2012 seine Umsätze um neun bis zehn Prozent steigern zu können bei einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Gewinnmarge. Aus den Märkten in Nordamerika, China und auch Deutschland verspricht sich Brembo nach wie vor Umsatzzuwächse, während der Rest Europas unter den Schwierigkeiten leide, die den Pkw-Markt in Mitleidenschaft ziehe.

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Tuner Brabus bietet „Car Configurator“ genanntes Webtool

Damit sich Autobegeisterte über die Brabus-Internetpräsenz ihr Wunschauto zusammenstellen können, hat der Fahrzeugveredler aus Bottrop einen sogenannten “Car Configurator” in seine Firmenwebsite integriert. Zum Start des Tools unter der Adresse www.brabus.

com/configurator gibt es diese “virtuelle Tuningmanufaktur” für die aktuelle CLS-Klasse sowie für den SLS von Mercedes-Benz. Der User soll mit deren Hilfe die Karosserie mit Brabus-Anbauteilen und -Rädern veredeln und dem Auto in weiteren Schritten seine individuelle Note verleihen können. “Dabei spielen sowohl Designelemente als auch technische Komponenten eine Rolle”, sagt das Unternehmen und verweist darauf, dass bei alldem Optionen zum Motortuning ebenso wenig fehlen wie in Sachen Innenausstattung.

Neben Ansichten in verschiedenen Perspektiven des Wunschautos biete das Menü eine modellspezifische Übersicht über die verfügbaren Veredelungskomponenten. Die finale Konfiguration könne am Ende des Auswahlprozesses direkt an Brabus oder den nächstgelegenen Brabus-Händler gesandt werden, woraufhin sich dann ein Ansprechpartner mit dem Interessenten in Verbindung setze. cm

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Weitere Erhöhung der Silica-Produktionskapazitäten bei Evonik geplant

Evonik Industries will die eigenen Produktionskapazitäten für gefällte Kieselsäuren (Silica) weiter erhöhen, um seine Wachstumsstrategie in diesem Segment weiter voranzutreiben. Silica dient in Kombination mit Silanen als Verstärkerfüllstoff für den Kautschuk in Reifen und kann nach Unternehmensaussagen deren Eigenschaften in erheblichem Maße verbessern. “Wir haben uns vorgenommen, unsere Kapazitäten weltweit bis 2014 gegenüber 2010 um rund 30 Prozent auszubauen.

Davon ist jetzt bereits etwa die Hälfte realisiert”, erklärt Konzernvorstand Dr. Thomas Haeberle mit Verantwortung für das Segment Resource Efficiency. Das für die Expansion insgesamt veranschlagte Investitionsvolumen beziffert das Unternehmen, das sich selbst als Weltmarktführer bei Kieselsäuren sieht, mit einer Summe im oberen zweistelligen Millionenbereich.

Die Entwicklung der Nachfrage nach gefällten Kieselsäuren werde vor allem durch den Trend zu modernen Leichtlaufreifen bzw. das Bemühen um Kraftstoffeinsparungen und die Reduzierung von Kohlendioxidemissionen getragen – nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund des EU-Reifenlabelings sowie analogen Ansätzen in anderen Regionen wie beispielsweise etwa in Südkorea. Bei Evonik erwartet man jedenfalls ein großes Wachstumspotenzial für diese Reifentechnologie vor allem auch durch die wachsenden Automobilmärkte in Schwellenländern.

Insgesamt verfügt Evonik bei den gefällten und pyrogenen Kieselsäuren sowie Mattierungsmitteln eigenen Worten zufolge über eine weltweite Kapazität von derzeit rund 500.000 Tonnen jährlich. cm

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Goodyears Truck-Racing-Rennreifen sind mit „BA“ gelabelt

Im Motorsport gelten landläufig andere Regeln als im Straßenverkehr. Geschwindigkeitsbegrenzungen kennt man nur in der Boxengasse, ein Verbot von Bleiauswuchtgewichten gibt es nicht und das EU-Reifenlabel hat ebenfalls keinerlei Bedeutung. Dennoch hat Goodyear sich die Mühe gemacht, seine Lkw-Reifen für die “FIA European Truck Racing Championship” nach der neuen EU-Reifenkennzeichnungsverordnung zu bewerten.

Wie der Hersteller der Exklusivbereifung für die Rennserie dazu schreibt, würden die Rennreifen auf Basis des aktuellen Goodyear Regional RHS II in der Größe 315/70 R22,5 ein “B” beim Rollwiderstand und ein “A” beim Nassgriff erlangen – jeweils eine Klasse besser als der entsprechende Serienreifen. Allerdings habe man die Karkasse optimiert, um größeren Querkräften standhalten zu können und das Risiko des Überhitzens zu minimieren. Gleichzeitig nutze man auch eine spezielle Laufflächenmischung sowie ein an die Anforderungen im Rennsport angepasstes Profildesign, mit dem der Grip erhöht werden soll.

Während der Rollwiderstand eines Reifens im Truck Racing wie im Motorsport allgemein keine große Bedeutung hat, sei der Nassgriff der Reifen oftmals zentral für das Rennergebnis, finden die Rennen der European Truck Racing Championship doch oftmals auf nassen Rennkursen statt. Erstklassige Werte im Nassgriff seien demnach wichtig für die Sicherheit im Rennen, heißt es dazu vonseiten des Herstellers, der pro Rennen rund 300 Reifen liefert. ab

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