Wie erst jetzt bekannt wurde, erlag Helmut Werner bereits am letzten Freitag im Alter von 67 Jahren in einem Berliner Krankenhaus einer schweren Krankheit. Werner hatte in den 70er und 80er Jahren, zuletzt als Vorstandsvorsitzender, den Continental-Konzern geprägt und war 1987 in den Vorstand von Daimler-Benz gewechselt.
https://staging.reifenpresse.de/wp-content/uploads/2013/07/26168_4185.jpg170150Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2017/10/Reifenpresse-Logo.svgChristian Marx2004-02-10 00:00:002023-05-17 09:03:30Helmut Werner ist tot
Der Streit um die Schließung des Continental-Werks in Mexiko im Dezember 2001 geht in die nächste Runde. Am 4. Februar habe der mexikanische Arbeitsgerichtshof ein 260-seitiges Urteil veröffentlicht, mit dem nun eine öffentliche Schlichtungsstelle aufgerufen wird, die Auseinandersetzung zwischen den Arbeitern und der mexikanischen Conti-Tochter Hulera Euzkadi als „existenten“ oder „nicht existenten“ Streik zu qualifizieren, schreibt die Menschenrechtsorganisation FIAN International in einer Presseerklärung.
Beide Fälle, so FIAN weiter, würden den Reifenhersteller binden; dieser müsse die Arbeiter entweder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren lassen (existent) oder aber die Löhne seit der Werksschließung auszahlen (nicht existent). Dies sei, so Conti-Konzernsprecher Dr. Heimo Prokop gegenüber der NEUEN REIFENZEITUNG, eine „Interpretation, die wir nicht teilen“.
Die neuerliche Entscheidung einer juristischen Instanz in Mexiko sage „überhaupt nichts über die Rechtmäßigkeit der Schließung aus“, so Dr. Prokop weiter. Für Continental sei „das letzte Wort gesprochen“ – das damals als unrentabel geschlossene Werk bleibe auch geschlossen, unabhängig davon, ob der Rechtsstreit zwischen dem Reifenhersteller und den Gewerkschaftern vor Ort in eine weitere Runde gehe.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2017/10/Reifenpresse-Logo.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2017/10/Reifenpresse-Logo.svgChristian Marx2004-02-10 00:00:002023-05-17 09:03:31Für Conti ist das letzte Wort gesprochen
Die zur Continental AG gehörende Reifenhandelskette Vergölst hat nach Informationen der Passauer Neuen Presse bereits die drei Filialen Vilshofen, Osterhofen und Füssen des insolventen Passauer Unternehmens Reifen Schwarz übernommen. Weitere – so heißt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitung – würden analysiert. Vergölst-Vertriebschef Frank Jung hat gegenüber dem Blatt offiziell bestätigt, „Interesse an etlichen Filialen“ zu haben, ohne jedoch nähere Zahlen zu nennen.
Dem Bericht zufolge arbeiten aber auch noch „weitere Reifenfirmen im Hintergrund“, wobei konkrete Kaufangebote allerdings erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen die Firma Reifen Schwarz in geschätzten eineinhalb bis drei Monaten erwartet werden. Den Eingang des Insolvenzantrages soll Theres Schwarz unterdessen bestätigt haben. Dass die Familie Schwarz bei einer wie auch immer gearteten Lösung in verantwortlicher Position eine Rolle spielen könnte, wird laut der lokalen Tageszeitung aus Kreisen der Reifenindustrie inoffiziell als „nur mehr schwerlich vorstellbar“ eingeschätzt.
Der Online-Dienst „Autoservicepraxis“ beruft sich auf seinen französischen Partnerdienst „Autoactu“ und veröffentlicht Zahlen über den globalen Reifenmarkt. Demnach erwirtschaftete die weltweite Reifenindustrie im vergangenen Jahr mit einer Milliarde produzierter Einheiten rund 60 Mrd. Euro.
Die größten Märkte seien Nordamerika und Westeuropa mit zwei Drittel aller Verkäufe. In den vergangenen fünfzehn Jahren habe der Markt ein Wachstum von durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr ausgewiesen. 51 Prozent aller verkauften Reifen werden auf Pkw, leichten und mittleren Nutzfahrzeugen, 33 Prozent auf schweren Lkw, jeweils sechs Prozent auf Baufahrzeugen und Zweirädern, drei Prozent auf landwirtschaftlichem Gerät und zwei Prozent auf Flugzeugen montiert.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2017/10/Reifenpresse-Logo.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2017/10/Reifenpresse-Logo.svgChristian Marx2004-02-04 00:00:002023-05-17 09:03:39Zahlen für die Reifenindustrie weltweit
Die Hinweise scheinen sich zu verdichten, dass Continental als Standort für das vorgesehene Reifenwerk Brasilien wählen wird. Das Land habe „sehr gute Chancen“ den Zuschlag zu erhalten, werden „gut informierte Branchenkreise“ vom Online-Dienst VWD zitiert. Conti wolle dazu keine Stellung beziehen, heißt es weiter, obwohl es „intensive Kontakte“ zwischen Vertretern des Hannoveraner Unternehmens und dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio Lula auf einer Veranstaltung in Genf gegeben haben soll.
Ende des vergangenen Jahres hatte Continental angekündigt, ein neues Werk für den NAFTA-Raum mit einer Kapazität von sieben bis acht Millionen Pkw-Reifen zu bauen. Eine Entscheidung darüber soll unmittelbar bevorstehen. Den zitierten Branchenkreisen zufolge habe zwar auch ein Werk im Baltikum gute Chancen, von dort könnte auch der osteuropäische Markt bedient werden.
Nachdem das Sanierungskonzept gescheitert ist, beginnt die Schuldverteilung. Dass die Großgläubiger Bridgestone, Continental, Dunlop und Michelin jeder für sich zwischen vier bis sechs Millionen Euro nahezu völlig abschreiben können, wird jedenfalls von der Schwarz-Belegschaft kaum noch zur Kenntnis genommen. Diese meint, „einem Gigantenkampf zum Opfer gefallen“ zu sein und dass die Großgläubiger an einer Umsetzung des Sanierungskonzeptes von Anfang an kein Interesse gehabt hätten, vielmehr sei deren Ziel nur gewesen „zu verhindern, dass Bridgestone die Macht bekommt.
“ So ist es heute in der Passauer Neue Presse nachzulesen, die gestern noch berichtet hatte, das Sanierungsteam habe noch „zwei heiße Eisen im Feuer, die ganz positiv ausschauen.“ Einstweilen hat gleich schon von mehreren Seiten bereits ein Run auf Verpächter von Filialen der fallierten Reifenhandelsgruppe eingesetzt..
Nachdem die Würfel anders als von ihr erwartet gefallen sind, lässt Theres Schwarz Enttäuschung und auch Wut freien Lauf. So diktierte sie Redakteuren der Passauer Neue Presse in den Notizblock: „Die (drei Gläubigerfirmen Continental, Dunlop und Michelin) haben uns an der Nase herumgeführt. Wir wurden zum Spielball der Konzerne“ und sie selbst sei über Wochen hinweg „mit einer Hinhaltetaktik getäuscht worden.
“ Und der frühere Siemens-Manager und als Berater engagierte Kurt Sallek (76) zeigt sich ebenso frustriert, er fühle sich „verscheißert.“ Sallek teilt auch mit, die Familie Schwarz habe Ende November den Insolvenzantrag zurückgenommen, nachdem die drei Großgläubiger „Unterstützung avisiert hatten.“ Die Absage der drei Großgläubiger ist für ihn somit „logisch nicht nachvollziehbar.
“ Letztlich holt Theres Schwarz zu einem Rundschlag aus mit der Behauptung, die drei Reifenhersteller hätten die Arbeitsplätze zerstören wollen. Hier hätte sie allerdings erkennen müssen, dass es ihre ureigenste Angelegenheit ist, für die Belegschaft zu sorgen, die teils seit Jahrzehnten für ihr Unternehmen tätig ist.Wer den Boden der Sachlichkeit nicht verlassen möchte, erinnert sich daran, dass die Familie Schwarz mit der Firma Bridgestone eine bindende Vereinbarung getroffen hatte, die auch bereits Zustimmung der Insolvenzverwalterin gefunden hatte.
Danach hätten knapp 300 Belegschaftsmitglieder nahtlos übernommen werden können. Die abrupte Meinungsänderung hat Frau Schwarz dann damit begründet, die Firma Bridgestone wolle sich das Lebenswerk der Familie unter die Nägel reißen ohne etwas dafür zu bezahlen. Das aber sei unannehmbar.
Um Rettung von Arbeitsplätzen ging es da nicht. Es zeigt sich nun, dass die Absage an Bridgestone ein schwerer taktischer Fehler war. Die Rücknahme des Insolvenzantrages war höchst riskant; das hätte auch und besonders die Schwarz-Geschäftsführung wissen müssen.
Unter Führung von Theres Schwarz hat die Familie va banque gespielt. Dabei kann man alles gewinnen, aber eben auch alles verlieren. Das angeblich so schlechte Angebot von Bridgestone ist von keinem anderen Wettbewerber bisher übertroffen worden.
Im Gegenteil: Das Lebenswerk der Familie Schwarz schien den Lieferanten keinen Pfifferling mehr wert zu sein. Demnach müsste das ursprüngliche Bridgestone-Angebot als fair zu bezeichnen gewesen sein, zumindest aber den gegebenen Verhältnissen angemessen. Nach der Razzia wegen vermuteter Insolvenzverschleppung waren die Aussichten auf Rettung nahe an den absoluten Nullpunkt gekommen.
Unklar ist zur Stunde immer noch, ob inzwischen ein Insolvenzantrag –wie bereits angedroht- durch Mitarbeiter gestellt worden ist. Wenigstens das hätte durch eigenes Tun vermieden werden können. Jetzt kann es auch für Theres und Thomas Schwarz nur noch um einen Neuanfang gehen.
Wo anders als im Reifengeschäft sollte dieser vonstatten gehen? Es scheint daher nicht allzu klug zu sein, die Firmen massiv zu attackieren, mit denen schon bald wieder gearbeitet werden soll. Selbst in dieser menschlich dramatisch schwierigen Phase dürfen Ursachen und Wirkungen nicht undifferenziert in einen Topf geworfen werden. Klar ist: Das Schwarz-Management hat den Karren allein vor die Wand gefahren.
Als der junge und nicht allzu erfahrene Thomas Schwarz die Geschäftsführung übernahm, war es wahrscheinlich schon für eine Sanierung zu spät. Eine Bilanz, die das Prädikat „gut“ verdient hätte, konnte das Unternehmen seit Jahren nicht vorweisen..
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2017/10/Reifenpresse-Logo.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2017/10/Reifenpresse-Logo.svgChristian Marx2004-01-29 00:00:002023-05-16 11:13:52Bittere Abrechnung von Theres Schwarz mit drei Gläubigerfirmen
Continental hat die speziell für Wohnmobile und schwere Transporter entwickelte Reifenlinie „Vanco-10“ um die Größe 195/75 R16 C 110/108 R erweitert und bietet damit nach eigenen Aussagen als einziger Hersteller Reifen dieser Dimension mit einer Tragkraft von bis zu 1.060 Kilogramm an. Diese neue Version soll vor allem für Besitzer von schweren Wohnmobilen die richtige Wahl sein, die mit Reifen geringerer Traglast Probleme mit Überladung haben könnten.
Conti zufolge kann der „Vanco-10“ in der Dimension 195/75 R16 C 110/108 R gegenüber dem Standardmodell mit einer immerhin 85 Kilogramm höheren Tragkraft aufwarten. Bei ausgewogenen Achslasten resultiere daraus theoretisch eine bis zu 340 Kilogramm höhere Zuladung. Bei Zwillingsbereifung sollen es sogar 470 Kilogramm sein.
In der Ausgabe 2/2004 hat das „manager magazin“ wie jedes Jahr ein Ranking der in Deutschland erfassten Firmen veröffentlicht. Zur Bewertung herangezogen wurde dabei das Image-Profil des jeweiligen Unternehmens. Unter den insgesamt 171 aufgelisteten Unternehmen konnte sich Reifenhersteller Michelin gegenüber dem Vorjahr vom 34.
auf den 28. Platz vorarbeiten und liegt damit noch vor Firmen wie Airbus, Microsoft, Bertelsmann oder Toyota. In der Kategorie Automobilzulieferer hat Michelin den zweiten Platz hinter Bosch erfolgreich verteidigt und bezogen auf die erreichte Punktzahl im Vergleich zum letztjährigen Ranking sogar noch zugelegt – auf den Plätzen drei und vier folgen hier Siemens/VDO bzw.
Die Continental AG engagiert sich bekanntermaßen im Bereich Fußball und ist einer der Hauptsponsoren der 2006 in Deutschland ausgetragenen Weltmeisterschaft. Ab Februar soll deshalb Timo Hildebrand, Torhüter beim Bundesligisten VfB Stuttgart, für drei Jahre als Markenbotschafter des Geschäftsbereiches Pkw-Reifen des Herstellers fungieren. Die Vertragsunterzeichnung ist für den 1.