Umweltministerium fördert Contis Runderneuerungswerk

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Bekanntlich baut Continental am Standort Hannover-Stöcken derzeit das nach Unternehmensangaben weltweit erste vollintegrierte Recycling- und Runderneuerungswerk. Wie jetzt mitgeteilt wird, fördert das Bundesumweltministerium das Vorhaben mit 1,2 Millionen Euro, was damit folglich zwölf Prozent der veranschlagten Gesamtinvestitionssumme in Höhe von zehn Millionen Euro entspricht. Das Geld entstammt dem „Umweltinnovationsprogramm“ des Ministeriums, das für die Bezuschussung der erstmaligen, großtechnischen Anwendung innovativer Technologien (siehe www.

umweltinnovationsprogramm.de/projekte) gedacht ist. Mittel aus diesem Fördertopf sind demnach Vorhaben vorbehalten, die über den Stand der Technik hinausgehen und Demonstrationscharakter haben.

„Die neuartige Technologie von Continental erfüllt diese strengen Kriterien und ist auf weitere Standorte des Unternehmens sowie auf andere Reifenhersteller übertragbar. Bei erfolgreichem Projektverlauf wird ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen sowie zur Einsparung von Primärrohstoffen geleistet“, heißt es dazu von Konzernseite. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf die Einsparung von rund 50 Prozent Energie sowie einen um 80 Prozent geringeren Wasserbedarf bei der Herstellung eines heißrunderneuerten Lkw-Reifens im Vergleich zum entsprechenden Neuprodukt.

Auch eine Reduzierung der Abfallmengen um rund 80 Prozent wird angeführt. Und weil die Runderneuerten hinsichtlich ihrer Laufeigenschaften und ihres Rollwiderstands nahezu auf dem Niveau von Neureifen lägen, seien bei einem Sattelzug Kraftstoffeinsparungen von bis zu einem Liter pro 100 Kilometer und dank des Werkes mithin Einsparungen von im Schnitt 80.000 Tonnen Kohlendioxidemissionen pro Jahr möglich, heißt es darüber hinaus.

Überarbeitete RTA-Website geht ans Netz

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Die Retread Tire Association (RTA) hat ihrer erst vor gut einem Jahr ans Netz gegangenen Website eine umfangreiche Überarbeitung angedeihen lassen. Die neue Version ist seit Kurzem unter der bekannten Adresse www.retreadtire.

org online. Gleichwohl wird weiter an dem Onlineangebot gearbeitet bzw. die Site beständig weiterentwickelt, um damit dem Ziel, die umfangreichste Informationsplattform in Sachen Reifenrunderneuerung und -reparatur bieten zu können, noch näher zu kommen.

Runderneuerter Antriebsachsreifen DEMW 3D von Laurent

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Die Laurent Reifen GmbH (Oranienburg, ein Unternehmen der Michelin-Gruppe) bringt dieser Tage mit dem DEMW 3D einen neuen runderneuerten Reifen für Antriebsachsen auf den Markt. Das Profil setzt Laurent Reifen sowohl in der Kaltrunderneuerung als auch in der Heißrunderneuerung ein.

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Michael Schwämmlein leitet Alligator-Geschäftsfeld Sensorik

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Durch die Produktfamilie sens.it hat sich der Bereich Sensorik bei Alligator zum wichtigen Standbein entwickelt. Die Leitung dieses Geschäftsfeldes wurde jetzt mit Michael Schwämmlein besetzt.

Contitread aus South Carolina

Die DLS Retreading hat im nördlichen Lancaster County (South Carolina/USA) mit einem Investitionsvolumen von knapp zwei Millionen Euro ein Runderneuerungswerk errichtet, um dort in Lizenz ContiTreads herzustellen und – neben neuen Lkw-Reifen der Marken Continental und General – zu vermarkten. Derzeit arbeiten in der neuen Produktionsstätte zwölf Personen und lasten sie zu etwa einem Drittel aus; angestrebt werden mehr als 50 Arbeitskräfte, die dann arbeitstäglich bis zu 200 Runderneuerte fertigen sollen. dv.

Brasilianischer Export-Preis an Vipal

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Dem Präsidenten von Vipal Arlindo Paludo wurde eine wichtige Ehrung für die Arbeit des Unternehmens auf dem internationalen Markt überreicht, der Export-Preis 2013. Die von der ADVB, einer wichtigen Handelsvereinigung in Porto Alegre (Brasilien), vergebene Auszeichnung zeichnet die wichtigsten Exportunternehmen des Bundesstaates Rio Grande do Sul in unterschiedlichen Kategorien aus. Der Rundernerungskonzern erhielt den Preis in der Kategorie Marktdiversifikation für das beste Unternehmen in diesem Bereich im Jahre 2012.

Runderneuerung und Verwertung in einer Bridgestone-Anlage

Bridgestone Tire Japan hat das Runderneuerungswerk Osaka Bandag und eine Reifenverwertungsanlage in einer 7.100 Quadratmeter großen Fabrik zusammengefasst. Hier kommen Karkassen aus den Großstädten Osaka und Kyoto, aus den Präfekturen Hyogo und Wakayana zusammen.

Die Kapazität wird mit monatlich 3.000 Einheiten beziffert und beinhaltet auch Ecopia-Runderneuerungen. dv.

Vietnam: Danang Rubber steigt in Radialreifenfertigung ein

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Danang Rubber (DRC) ist der erste vietnamesische Hersteller, der jetzt eine eigene Fabrik zur Produktion radialer Lkw-Reifen im Land in Betrieb genommen hat. Wie es dazu heißt, habe die Fabrik eine Jahrekapazität von immerhin 600.000 Reifen und bietet 1.

000 Menschen Arbeit. Die Fabrik, die Ende Juni feierlich eingeweiht wurde, habe Danang Rubber rund 110 Millionen Euro gekostet. Das Unternehmen war ursprünglich aus einem Runderneuerungsbetrieb des US-Militärs entstanden und besteht seit den 1970er Jahren.

Reifen Ihle, Bandvulc und Continental gehen getrennte Wege

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Spätestens als vor rund einem Jahr bekannt wurde, dass die Continental AG am Standort in Hannover-Stöcken eine eigene Heißrunderneuerung aufbauen will, war allen Beobachtern im Markt klar: Die Zusammenarbeit mit unabhängigen Runderneuerern zur Herstellung von ContiRe-Reifen gehört damit bald der Vergangenheit an. Nun haben Reifen Ihle sowie der Hannoveraner Reifenhersteller das Ende ihrer entsprechenden Zusammenarbeit zum 31. Dezember dieses Jahres besiegelt.

Ähnliches trifft auch auf die Zusammenarbeit der Continental mit Bandvulc in Großbritannien zu. Was bleibt, sind Fragen zur möglichen Auslastung der neuen Continental-Runderneuerung am Konzernsitz und damit zu deren wirtschaftlicher Tragfähigkeit sowie auch Fragen zur Nachnutzung der auf eigene Rechnung eingerichteten Produktionsstraße bei Reifen Ihle in Günzburg mit ihren 18 Pressen.

 Dieser Beitrag ist in der Runderneuerungsbeilage „Retreading Special“ in der Ausgabe Juni 2013 der NEUE REIFENZEITUNG erschienen, die Abonnenten hier auch als E-Paper lesen können.

Das fortwährende Karkassenproblem: Wie Runderneuerer und Hersteller sich behelfen

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Während wir alle genügend Geschichten über die Finanzkrise gehört haben, hat sich die Knappheit von runderneuerungsfähigen Karkassen zu einer eigenen Krise in der Krise entwickelt. Natürlich gibt es Beziehungen zwischen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und dem Mangel an Karkassen; dies ist aber längst nicht alles. Wie es scheint, haben mehrere Strömungen einen starken Sturm verursacht, der die Versorgung von Runderneuerern mit Karkassen unterminiert.

Und während die Beschaffung der wichtigsten Grundlage der Runderneuerung derzeit schwierig für jeden scheint, ist sie insbesondere zu einem Problem für unabhängige Runderneuerer geworden.

 Dieser Beitrag ist in der Runderneuerungsbeilage „Retreading Special“ in der Ausgabe Juni 2013 der NEUE REIFENZEITUNG erschienen, die Abonnenten hier auch als E-Paper lesen können.

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