Goodyear-Jahrestagung

Die Goodyear-Jahreskonferenz 1998 hätte sein können wie ansonsten auch, im schon traditionellen Rahmen. So war es auch! Und doch war es ein bißchen anders. Wie wunderbar hätte es zum Motto „Auf dem Weg zur # 1“ werden können, wenn die Sache – so schien es ja lange Zeit – in trockenen Tüchern gewesen wäre: Die Übernahme des Reifenherstellers Dunlop.

Entschuldigung, die Rede ist natürlich von einem Joint-venture mit Sumitomo Rubber Industries (SRI), einer Gesellschaft unter dem Dach der großen Sumitomo-Gruppe, die Reifen der Marke Dunlop produziert und damit weltweit etwas mehr als vier Milliarden US-Dollar umsetzt und auf Platz fünf der Rangliste der größten Rleifenhersteller angesiedelt ist. 3 (Goodyear) + 5 = 1! So haben wir doch stets gerechnet. Das wäre sie dann gewesen: die Spitze.

Ursprünglich sollte das, was es offiziell weder gibt noch gab, zwei Tage vor der Jahrestagung auf internationalen Pressekonferenzen u.a. in Frankfurt und London bekannt gemacht werden.

Doch dann ein Rückschlag, die Sache wurde in allerletzter Minute noch einmal verschoben; meint die amerikanische Seite. Die Sache ist aufgehoben, das hoffen etliche Belegschaftsmitglieder der Dunlop-Seite. Dennoch: Vielleicht tut sich ja noch was.

Wenn nicht noch vor Weihnachten, dann doch vielleicht in den frühen Januartagen des neuen Jahres. Unabhängig davon hat sich die Deutsche Goodyear auf ihrer Jahreskonferenz in Köln recht angriffslustig gezeigt. Wie die Manager das Unternehmen voranbringen wollen zeigt unser Bericht in der Dezember-Ausgabe.

Werk in Traiskirchen MMP-Standort

Das Semperit-Werk in Traiskirchen sei fester Bestandteil der Strategie bei der Einführung eines neuen Produktionsverfahrens. Dies bekräftigte Mitte Dezember in einer Aufsichtsratssitzung der Semperit Reifen Ges.m.

b.H. in Traiskirchen Dr.

Hans-Joachim Nikolin, Vorsitzender des Semperit-Aufsichtsrats und Mitglied des Vorstands der Continental AG. Danach wird das hannoversche Unternehmen zunächst drei europäische Großregionen aus jeweils einem MMP-Werk versorgen. Das Werk Traiskirchen soll die Versorgung der süd- und osteuropäischen Märkte übernehmen.

Eine Entscheidung für einen zweiten MMP-Standort für Westeuropa steht kurz bevor. Für die Region Nordeuropa wird noch nach einem geeigneten Standort gesucht. Die Planung für das Jahr 2000 sieht für die Standard-Fertigung 1,5 Millionen Personenwagen-Reifen vor; für die MMP-Linien sind eine Million Stück geplant.

Die Gesamtzahl wird also wie ursprünglich geplant bei 2,5 Millionen Stück bleiben. Allerdings ist die Fertigungstiefe bei MMP-Reifen geringer als bei Reifen der Standard-Produktion. Das wird zu einer Reduzierung der Mitarbeiterzahl führen, die auch durch die höhere Produktionsplanung von 825.

000 Nutzfahrzeugreifen im Jahr 2000 nicht ausgeglichen werden kann. Das MMP-Verfahren gliedert die Herstellung eines Reifens in Module, wodurch eine kostengünstigere Fertigung kleinerer Stückzahlen und darüber hinaus eine schnellere Reaktion auf die Bedürfnisse des Marktes möglich sein soll. MMP ist also primär als schnelle Reaktion auf Entwicklungen in Ersatzmärkten zugeschnitten und dürfte nur in Ausnahmefällen für die Erstausrüstung in Frage kommen.

Pirelli verkauft „Terrestrial Optical Networking Systems“

Pirelli hat das „Terresstrial Optical Networking Systems“ an Cisco verkauft und bekommt dafür Cisco-Aktien im Wert von 2,15 Milliarden US-Dollar. Cisco will außerdem für weitere 100 Millionen US-Dollar einen zehnprozentigen Anteil an Pirellis „Submarine Optical Transmission Systems“ erwerben. Mit dem noch relativ jungen Photronic-Geschäft hatte Pirelli einen Umsatz von 395 Millionen Euro erzielt.

Motor-Show ’99 in Essen

Am 26. November ’99 startete die 32. Auflage der „Essen-Motor-Show-International“ unter dem Motto „pole position“ in Richtung 2000.

Im Vordergrund stehen bei dieser Automobil-Messe seit jeher die sportlichen und individuellen Fahrzeugmodelle sowie die breite Palette an Fahrzeugzubehör. Insgesamt über 550 Aussteller, darunter die führenden Automobil-Hersteller, stellten in 18 Messehallen auf insgesamt 90.000 Quadratmetern ihr Angebot vor.

International genießt die „Essen-Motor-Show“ den Ruf, größte und umfassendste Leistungsschau der Automobil-Tuner zu sein. Für die Fahrzeug-Veredler ist sie die wichtigste Präsentations-Plattform, was sich auch im besonderen Engagement des VDAT (Verband Deutscher Automobil Tuner) ausdrückt. Etliche Welt-Premieren und Produkt-Neuentwicklungen wurden enthüllt.

In sieben Hallen, auf ca. 30.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, waren fast alle Modell-Neuheiten des Jahres ’99 bereits in veredelten Ausführungen zu sehen.

Dass der Tuning-Bereich bereits im Frühjahr dieses Jahres ausgebucht war, zeigt, wie sehr die Tuning-Industrie auf ihre „Hausmesse“ setzt. Sie findet in Essen „ihr“ Publikum. Über 85 Prozent der ca.

350.000 Besucher interessieren sich für Automobiltuning. 43 Prozent der Besucher wollen sich künftig ein getuntes Auto kaufen, wie eine Befragung unter den Gästen der „Essen-Motor-Show ’98“ ergab.

Reifen zählen bei Pirelli weiterhin zum Kerngeschäft

Im Rahmen einer Pressekonferenz in Milan haben Tronchetti Provera und Giovanni Ferrario erneut betont, dass Pirelli das Reifengeschäft auch zukünftig als Core-Business des Unternehmens verstehe und entgegen anders lautender Spekulationen nicht beabsichtige, sich als Systemanbieter à la Continental zu profilieren. Außerdem betonten beide, dass Pirelli seine Unabhängigkeit behalten werde und dennoch gleichzeitig Allianzen (wie z.B.

Reifenplatz Gronau/Enschede

Wir sind Mitte Oktober 1999 zunächst ganz tief in den Westen Deutschlands gefahren, genauer gesagt in das westfälische Gronau, das in unmittelbarer Nähe zur niederländischen Grenze liegt. Von dort aus haben wir dann den Sprung über die (heute „grüne) Grenze zum EU-Nachbarstaat gewagt und uns in der ebenfalls unmittelbar im Grenzbereich gelegenen niederländischen Stadt Enschede – nebenbei bemerkt auch der Hauptsitz des holländischen Reifenherstellers Vredestein – umgesehen. Hintergrund bzw.

Motivation für unser Vorgehen war dabei die folgende Überlegung: Könnte es sich für eine(n) Anwohner(in) der grenznahen Region vielleicht lohnen, seine/ihre Reifen besser im Nachbarland – sei es Deutschland oder Holland – zu kaufen? Oder haben sich etwa im Zuge des europäischen Integrationsprozesses (Stichwort: EU-Binnenmarkt) bestimmte (Preis-)Unterschiede, die vielleicht früher einmal bestanden haben mögen, mittlerweile soweit nivelliert, dass es unterm Strich eigentlich „Jacke wie Hose“ bleibt, wo mensch sich mit neuen Pneus einzudecken gedenkt? Ergebnis: Wer glaubt, einen deutlichen (Preis-)Vorteil davon zu haben, wenn er/sie nach Holland fährt, um sich neue Reifen zu besorgen, der sollte seine Erwartungen diesbezüglich nicht zu hoch schrauben. Tatsächlich hat sich bei unserem Vergleich herausgestellt, dass die Gemeinsamkeiten auf beiden Seiten der Grenze größer sind als die Unterschiede. So wurde bei der Telefonanfrage auf niederländischer Seite zwar einerseits der billigste Preis für den Energy MXT verlangt, andererseits aber auch der höchste.

In Deutschland war es jeweils der zweitniedrigste bzw. zweithöchste. Das zeigt, dass die Preisunterschiede für ein und denselben Reifen innerhalb eines Landes größer sind, als es die Differenz zwischen Deutschland und den Niederlanden ist.

Das bedeutet aber im Endeffekt: Man muss hüben wie drüben genau gucken, wo man schließlich seine Reifen kauft, wenn man daran interessiert ist, Geld zu sparen. Standortbedingte Vorteile für Endverbraucher aus dem grenznahen Bereich entfallen damit weitgehend..

Preisverfall bei Winterreifen

Gute Nachricht für Autofahrer: Die Preise geben insbesondere bei Massendimensionen rapide nach. Es wurden bisher Preisrückgänge gegenüber der letzten Saison um bis zu 15 Prozent bekannt. Unbekannte Zweit- und Drittmarken großer Konzerne buhlen mit Tiefstpreisen um „Schnäppchenjäger“.

Jahresumfrage 2000/2001 der MMS GmbH: Reifenfachhandel hat Ziele verfehlt

2208 00

Im Reifen-Fachhandel hat sich nach dem positiven Abschneiden 1999 im vergangenen Jahr Ernüchterung breit gemacht. Dies ergab eine Umfrage der Marketing + Management-Systeme (MMS) unter 2.402 Reifenhändlern (die Rücklaufquote lag bei sieben Prozent).

Laut MMS GmbH, Bad König, sind 80 Prozent des Reifenfachhandels von ihren konjunkturellen Erwartungen enttäuscht. Bei den Kooperationen seien es sogar 85 Prozent. Wesentliche Ursache für die schlechte Stimmung unter den Reifenfachhändlern war laut MMS der Einbruch bei Pkw-Winterreifen.

Ein Ausgleich in Form neuer Geschäftsfelder sei nicht in Sicht. Mit 80 Prozent steht für den Reifenfachhandel weiterhin deutlich das Ziel, in diesem Jahr die Servicequalität zu erhöhen, an erster Stelle. Zum Jahreswechsel 1999/2000 hatten auf die Frage: „Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?“ noch 30 Prozent der Befragten angegeben, dass sie ihre Erwartungen überschritten bzw.

49 Prozent, dass sie ihre Erwartungen erreicht hatten. Diesmal sind es lediglich drei Prozent, die ihre Erwartungen überschritten bzw. 17 Prozent, die sie erreicht haben.

Besondere Probleme bereiten dem Reifenfachhandel dabei die hohen Lagerbestände an Winterreifen. Sie verstopfen für die kommende Sommerreifen-Saison die Lager bzw. bringen einen großen Zeit- und Kostenaufwand an zusätzlichem Handling.

Nach ersten Berechnungen seien beim Handel 28 Prozent der Pkw-Winterreifen (Lagerbestände aus dem Vorjahr plus neue Disposition) zum Jahreswechsel auf Lager geblieben. Das entspreche einem Volumen von rund fünf Millionen Stück abzüglich der Mengen, die in den Monaten Januar/Februar noch abgeflossen seien. Bei einem durchschnittlichen Einkaufswert des Handels von 85 DM ergebe sich ein Betrag von ca.

Reifenhersteller in den Top 500 der Financial Times

In der auf die Marktkapitalisierung bezogenen internationalen Top 500-Rangliste der Financial Times ist Bridgestone als einziger Reifenhersteller auf Platz 300 vertreten. Etwas anders sieht es in den europäischen Top 500 aus: Hier werden Michelin, Pirelli und Continental auf den Plätzen 304, 311 und 482 gelistet..

Bestnoten für Yokohama

Bei den jüngsten Vergleichstests stufte die Fachpresse die neuen Hochleistungsreifen des japanischen Herstellers Yokohama in der Spitzengruppe ein. Die Motorjournalisten von auto, motor & sport, sport auto und rallye racing attestierten – anders als die Kollegen von ADAC motorwelt noch im Frühjahr dies taten – sowohl dem „AVS Sport“ als auch dem „TW 1“ hervorragende Nässe- und Trockeneigenschaften..