In Venezuela keine Firestone-Reifen mehr für Ford

Die Ford-Tochter in Venezuela wird nach eigenen Angaben bei der Erstausrüstung ihrer Modelle „Lazer“ und „350 truck“ keine Firestone-Reifen mehr einsetzen, sondern auf Pneus von Goodyear ausweichen. Laut Bridgestone/Firestone bedeutet dies jedoch nur einen zweiprozentigen Rückgang des Absatzvolumens in dem venezuelanischen Markt..

Neuer Chef für Pirelli Deutschland: Dr. Klaus Betka

Nach gerade nur einem Jahr als Vorsitzender der Geschäftsleitung hat Dr. Paolo Masera (59) die Pirelli-Reifenwerke schon wieder verlassen, um eine neue Führungsaufgabe für Pirelli in Brasilien zu übernehmen. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Geschäftsführer Produktion, Dr.

Klaus Betka (55), ernannt. Dr. Betka dürfte dabei als Interims-Lösung für etwa zwei, maximal drei Jahre zu sehen sein, denn er hat bereits im Vorjahr eine Vereinbarung für den vorzeitigen Ruhestand abgeschlossen.

Neue Geschäftsführung bei Pneumant

Gerd Stubenvoll (39), seit zehn Jahren bei Dunlop tätig und zuletzt in verschiedenen Aufgaben bei den osteuropäischen Verkaufsgesellschaften der Dunlop GmbH, wurde zum Geschäftsführer ernannt und ist verantwortlich für den Verkauf. Jeffrey Smith (53) hat als Produktionsdirektor in Fürstenwalde die Produktionsleitung übernommen. Vorgänger Alexander Bleider (42) verantwortet jetzt die Produktionsleitung in Luxemburg und Dr.

„Intelligenter“ Nokian-Reifen verspätet sich

Nokian will seinen so genannten „intelligenten Reifen“, der den Fahrer per Handy über Reifendruck und -temperatur informieren kann, nun doch erst 2002 auf den Markt bringen. Das System, das in Zusammenarbeit mit dem Elektronikanbieter Flextronics aus Singapur entwickelt wird, verspätet sich damit um ein volles Jahr, denn ursprünglich war der Start schon für dieses Jahr geplant..

Fusionsabsichten von Meritor und Arvin

Die Fahrzeug-Zubehörlieferanten Meritor Automotive, u.a. einer der größten Stahlradhersteller der Welt mit Werken in Brasilien und Mexiko, und Arvin Industries wollen ihre Geschäfte zusammenlegen und werden unter ArvinMeritor über einen Gesamtumsatz von etwa 7,5 Milliarden US-Dollar verfügen.

Die neue Gesellschaft sieht sich als Systemlieferant vor allem in den Bereichen Achse/Fahrwerk/Radaufhängung. Die Meritor-Gesellschafter sollen etwa 65,8 Prozent der Anteile an der neuen Gesellschaft im Rahmen eines Aktientausches erhalten..

Kein Einbruch der Verkaufszahlen des Ford Explorer in den USA

In den Vereinigten Staaten kletterte im vergangenen Monat der Absatz für den Ford Explorer, der ja im Mittelpunkt des Firestone-Reifenrückrufes stand, mit 37.510 Fahrzeugen sogar über der Marke des Vorjahresmonats (37.119).

Wieder Flugzeugreifenproduktion im Goodyear-Werk Sao Paulo

Die höhere Nachfrage nach Flugzeugreifen in Lateinamerika hat Goodyear – nach eigenen Aussagen führender Anbieter in diesem Segment – veranlasst, die Produktion in dem brasilianischen Werk Sao Paulo wieder aufzunehmen, wo bereits schon von 1943 an bis zum Stopp 1992 entsprechende Pneus gefertigt wurden. Größter Abnehmer der Reifen ist der brasilianische Flugzeughersteller Embraer, viertgrößter Produzent weltweit, der zurzeit auch ein neues Werk in Brasilien baut. 30 Prozent der Reifen aus Sao Paulo sind für den dortigen Heimatmarkt gedacht, der Rest soll nach Nordamerika, Europa, Asien, Lateinamerika und Australien exportiert werden.

Motorsport wichtiger Wirtschaftsfaktor in Großbritannien

Nach einem nun von der Motorsport Industry Association vorgelegten Bericht, an dem unter anderem mehrere Universitäten mitgearbeitet haben, hat die Motorsportindustrie in Großbritannien ein Umsatzvolumen von rund fünf Milliarden Pfund. Hinzu kämen – so heißt es im Bericht weiter – noch einmal 2,2 Milliarden, wenn der Export mitgezählt werde. Damit liege man sogar oberhalb dessen, was im Landwirtschafts- und Stahlbereich zusammengenommen erreicht werde.

Der Motorsport gibt den Verbandszahlen zufolge 40.000 Menschen Arbeit, schließlich würden drei Viertel aller Einsitzer-Rennwagen auf der Insel gefertigt, und sieben von elf Formel 1-Teams der letzten Saison hatten ihren Sitz in Großbritannien..

Insolvenzverfahren für Mayer Bergheim KG

Das 1970 gegründete Reifenhandelsunternehmen ist in Schwierigkeiten geraten. Nachdem Lieferanten versucht hatten, noch am Lager befindliche Reifen abzuholen, musste ein beauftragter Rechtsanwalt zunächst „vorläufige Schließung“ veranlassen mit dem Ziel, Zeit für einen Rettungsplan gewinnen zu können. Allerdings mit wenig Erfolg, denn am 27.

4. wurde dann offiziell das Insolvenzverfahren beantragt. Dem Vernehmen nach hat das Unternehmen im vergangenen Jahr seinen Umsatz drastisch nach oben getrieben, sodass Beobachter meinen, der Umsatz von etwa 40 Millionen Mark (1999) sei annähernd verdoppelt worden.

Dabei hat das Management aber offensichtlich den Überblick verloren. Wie sich zudem herausstellte, haftet die Eigentümerfamilie Gallus voll, nachdem die vormalige GmbH & Co. KG erst Ende Januar 2001 wieder in eine KG umgewandelt worden ist.

Andere Unternehmen der Gallus-Gruppe, die auch noch Autohäuser (u.a. Mitsubishi und Rover) betreibt, scheinen nicht betroffen zu sein.

Mit Wolfgang van Betteray hat das Insolvenzgericht einen überaus erfahrenen Verwalter eingesetzt, dem auch der besondere Bezug zum Reifenmarkt nicht fehlt. Van Betteray hatte 1982 Teile der in Vermögensverfall geratenen Hesse-Gruppe abgewickelt. Inzwischen verdichten sich Anzeichen, dass eine Wiedereröffnung der geschäftlichen Tätigkeiten geplant ist.

Das hängt aber noch vom Ergebnis der Warenbestandsaufnahmen sowie von der Bereitschaft der Lieferanten, das Unternehmen unter bestimmten Bedingungen auch in der gegenwärtigen Phase zu beliefern, ab. Der Goodyear-Konzern, Michelin und Bridgestone zählen zu den nennenswerten Lieferanten. Dem Vernehmen nach sollen Reifenhersteller Forderungen von mehr als 20 Millionen Mark geltend gemacht haben.

Online-Reifenshop von Continental

Wie am Rande der Jahreshauptversammlung der Continental AG bekannt gegeben wurde, ist der Reifenhersteller im Begriff, einen Online-Reifenshop aufzubauen, der Anfang des kommenden Jahres online gehen soll. Das Angebot soll zunächst Pkw-Reifen- und -service, später auch Kompletträder und Autozubehör umfassen..