Mehr Runderneuerte, weniger M+S-Reifen?

Autohaus-online Newsletter zitiert eine bundesweite Dekra-Umfrage unter 1.100 Autofahrern: Demnach beabsichtigen acht Prozent, nur noch runderneuerte Reifen aufzuziehen und auf Winterreifen verzichten zu wollen..

Elektronische Zusammenarbeit“ zwischen Fachhandel und Industrie

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Am 2. Februar 2000 einigten sich Reifenfachhandel und Reifenhersteller anlässlich einer vom Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur Handwerk e.V.

Sechs Prozent höhere Preise für Conti-Reifen

Nachdem die Continental AG zum 1.8. diesen Jahres bereits die Preise für Lkw-Reifen um durchschnittlich sieben Prozent angehoben hatte, gab der Konzern nunmehr auch die Preissteigerungen für Pkw-Sommer- und -Winterreifen sowie Transporterreifen bekannt: Linear sechs Prozent werden in diesem Bereich fällig.

Begründung: Es rolle eine Lawine von erheblichen Kosten auf das Unternehmen zu, die nur durch extreme und umgehende Maßnahmen aufzufangen seien. Dem Handel gehe es nicht anders. „Unsere Maßnahmen geben dem Handel auch die Chance, in eigener Sache die Roherträge zu verbessern“, meinte Jescow von Puttkamer gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG.

Autoservice als Chance für den Reifenfachhandel

Eines hat das vorweihnachtliche Umrüstdesaster im Reifenfachhandel allen Beteiligten nachdrücklich vor Augen geführt: Das „Prinzip Hoffnung“ hat als feste Größe in betriebswirtschaftlichen Kalkulationen nichts verloren, und wer dies immer noch nicht begriffen hat, der wird über kurz oder lang keine Zukunft in dieser Branche mehr haben. Alles Jammern hilft da nichts. Angesichts schwindender Roherträge und zahlreicher neuer Distributionskanäle für Reifen ist der Fachhandel statt dessen mehr noch als bisher gezwungen, sein Angebot an Dienstleistungen zu diversifizieren bzw.

erweitern, neue Geschäftsfelder zu erschließen, um Ertragseinbußen zu kompensieren. Ein Beispiel hierfür ist der Autoservice, bei dem die Rohertragsquoten im Schnitt zwischen 40 und 50 Prozent liegen. Viele Branchenvertreter haben dies längst erkannt und ihr Dienstleistungsspektrum entsprechend erweitert.

Es geht daher kaum noch um das „Ob“, sondern vielmehr um das „Wie“. Die Qualitäts- und Angebotsunterschiede von Betrieben, die sich im Bereich Autoservice engagieren, sind beträchtlich – reichen vom einfachen „Schrauber“, der in Fast-Fit-Manier die „klassischen“ Elemente Auspuff, Bremsen, Stoßdämpfer abdeckt bis zum Kfz-Meisterbetrieb, der das volle Werkstattprogramm, inklusive AU und TÜV-HU, anbietet. In der NEUEN REIFENZEITUNG Heft 1/2001 soll der aktuelle Stand der Dinge in Sachen Autoservice-Engagement des Reifenfachhandels anhand einiger Beispiele dargestellt werden.

Runderneuerungsmarkt in den USA bleibt in Bewegung

Nachdem sich Michelin im letzten Jahr bei einer Reihe großer Runderneuerer einkaufte und den großen Konkurrenten Bandag zu Abwehrmaßnahmen zwang, nun auch vormalige Franchisenehmer zu kaufen, hört man nun von Erfolgen von Goodyear mit dem Treadco-System. Das Runderneuerungsgeschäft von Oliver (Muttergesellschaft seit letztem Jahr Cooper) leidet unter diesem scharfen Wettbewerb..

Werbung von Michelin USA und Goodyear wird intensiviert

Michelin Nordamerika überprüft derzeit den Werbeauftritt in den USA, der dort erweitert werden soll. Dazu gehört, dass der Reifenhersteller nach 17-jähriger Zusammenarbeit mit der New Yorker Agentur DBB andere Angebote in Betracht zieht. Aber auch Goodyear will weltweit mehr in die Werbung investieren und deshalb den Etat für entsprechende Kampagnen von zurzeit geschätzten 60 Millionen US-Dollar gleich um 30 Prozent aufstocken.

Continental entwickelt neues Industriereifenkonzept

Unter dem Begriff „SFR 3000“ (SchubFederRad) hat Continental ein neues Industriereifenkonzept entwickelt und zum Patent angemeldet, bei dem die Vorteile von Luft- und Vollgummireifen vereint sein sollen.

Konkrete Zahlen zum Firestone-Rückruf in Venezuela

Rund 62.000 Reifen sollen nach Bridgestone/Firestone-Angaben der Reifenrückrufaktion in Venezuela betroffen sein, die Kosten werden mit etwa 6,4 Millionen US-Dollar beziffert. Da in diesem Land 60 Unfalltote mit den betroffenen Firestone-Reifen in Verbindung gebracht werden, loten Verbraucherorganisationen derzeit die Möglichkeiten eines Strafverfahrens gegen den Reifenhersteller und gegen Ford aus, zu dem noch weitere Zivilprozesse hinzukommen dürften.

Kerkorian stößt DaimlerChrysler-Aktien ab

Kirk Kerkorian, größter DaimlerChrysler-Aktionär, hat sich von rund der Hälfte seiner Wertpapiere des deutschamerikanischen Unternehmens getrennt. Aber auch der Verkauf der rund 16 Millionen Aktien soll nichts an seinen Plänen bezüglich der Milliardenklage gegen DaimlerChrysler ändern..

Immobiliengeschäfte Pirellis nun auch von London aus

Nachdem Pirelli kürzlich schon Teile seiner Finanzaktivitäten in die britische Hauptstadt verlegt hatte, ist London nunmehr auch zum Sitz eines neuen Unternehmens auserkoren worden, mit dem die Italiener ihr Engagement im Immobilienbereich weiter ausdehnen wollen. In diesem Geschäftszweig umfasst das Portfolio des Konzerns nach eigenen Angaben zurzeit ein Volumen von rund acht Milliarden Euro. Laut Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera sollen von England aus vor allem die Immobiliengeschäfte außerhalb Italiens vorangetrieben werden.