In der vom Erdbeben stark betroffenen Stadt Izmit liegen die Reifenwerke von Brisa (Bridgestone-Sabanci), Pirelli und Goodyear an einer Hauptstraße nur jeweils wenige hundert Meter voneinander entfernt. Der Zulieferer Bekaert hat ebenfalls eine größere Fabrik in Izmit. Über das Ausmaß der Zerstörungen liegen noch keine Angaben vor, weil selbst von den Verwaltungen der betroffenen Firmen, die ihren Sitz in Istanbul haben, eine Kontaktaufnahme bisher nicht möglich war.
Man rechnet aber nicht mit Totalschäden oder auch „nur“ riesigen Schäden, weil die Werke auf sehr starken Stahlbeton-Fundamenten stehen. Größte Sorge gilt allerdings den Belegschaftsmitgliedern, von denen sehr viele im Zentrum des Erdbebens, dem Ort Golzuk bei Izmit, leben..
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2001-05-28 00:00:002023-05-16 11:31:52Erdbeben in der Türkei
Dr. Hartmut Wöhler (Foto) ist seit dem 1. Juni 1999 verantwortlich für die Handelsaktivitäten des Continental-Konzerns.
Er löst damit das bisherige Führungstrio Dr. Andreas Prüfer, Rainer Binder und Andreas Scheiba ab. Prüfer und Binder haben den Konzern im gegenseitigen Einvernehmen verlassen, Andreas Scheiba ist weiterhin zuständig für Vergölst sowie für die österreichische Kette Profi.
Hans-Joachim Brandt, bis dato zuständig für die britische Handelskette NTS, ist nun zuständig für Marketing und Einkauf Europa. Zu den Handelsaktivitäten des Konzerns gehören ferner die irische ATC, Adam Touring in der Schweiz, Dekkmann/Skandinavien und Barum Handel in der Tschechischen Republik. Wöhler kam 1990 zur Continental als Controller und war zuletzt Leiter Controlling Pkw-Division Europa und als solcher mit dem gesamten Handelsbereich vertraut.
Er übernimmt die Führung der Handelsorganisation in nicht allzu leichter Zeit. Mit einem Umsatz von immerhin mehr als 1,5 Milliarden DM wurde wiederum ein Verlust in Höhe von 22 Millionen DM geschrieben. Während Vergölst im boomenden Markt in der Lage war, ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis erarbeiten zu können, fielen die Verluste nahezu vollständig bei NTS in England an.
Yokohama sieht im Tuning-Segment neben dem Motorsport einen weiteren Schwerpunkt des (Reifen-) Engagements. Besonderen Wert legten die Entwicklungsingenieure eigenen Aussagen zufolge bei dem „AVS Sport“ vor allem auf eine Optimierung des Nässeverhaltens und der Aquaplaningeigenschaften. Fortschritte in diesem Bereich haben laut Yokohama hauptsächlich die Y-förmige Profilgestaltung, die neuartige Laufflächenmischung namens „Zeruma“ sowie der verbesserte Karkassen-Aufbau gebracht.
Damit soll der laufrichtungsgebundene „AVS Sport“ ein bisher unerreichtes Maß an Sicherheit unter allen Straßenbedingungen erreichen, ohne dabei einen Vergleich mit Produkten der Wettbewerber scheuen zu müssen. Mehr Details erfahren Sie in unserer Mai-Ausgabe..
Menschen möchten sich bekanntlich von ihren Mitmenschen abheben. Viele tun dies, indem sie sich Dinge kaufen, die sich die anderen nicht leisten können. Dieses menschliche Urbedürfnis nach (käuflich zu erwerbender) „Individualität“ bzw.
Exklusivität hat nun auch der niederländische Reifenhersteller Vredestein erkannt und die Lücke geschlossen. Resultat. Vredestein präsentierte Ende Februar in Turin in Kooperation mit dem italienischen Designer Giugiaro der internationalen Fachpresse den neuen „Sportrac“ als ersten „Designer-Reifen“ der Welt.
Der Sportrac, der den Sprint+V sowie den Protrac V ersetzen und zunächst in sechs, ab Juli ’99 dann in 16 Dimensionen verfügbar sein soll, wurde innerhalb von zwei Jahren entwickelt. Vredestein beauftragte zu diesem Zweck die Designer von Giugiaro, die gestalterischen Möglichkeiten für einen sportlichen V-Reifen voll auszuschöpfen. Was dabei herausgekommen ist, das können Sie in unserer März-Ausgabe nachlesen.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2001-05-28 00:00:002023-05-16 11:31:57Sportrac: „Designer-Reifen“ made by Vredestein
Die Continental AG (Hannover) plant die Investition von etwa 150 Millionen DM in ein neues Werk bei Budapest. Die Produktion soll mit rund 200 Mitarbeitern voraussichtlich im zweiten Halbjahr 1999 beginnen..
Wegen unfairer Handelspraktiken hat China Tire Holdings Ltd., deren Aktien seit 1993 auch an der New York Stock Exchange gehandelt werden, Klage gegen Goodyear Tire & Rubber in Ohio eingereicht, die nach Goodyear-Angaben ohne Substanz sein soll. Das Hauptquartier des chinesischen Reifenherstellers befindet sich in Hongkong.
Mit Abschluss des laufenden Wettbewerbs im Mai wird Continental das Sponsoring und die damit verbundenen Werbeaktivitäten in der Champions League nach jetzt fünf Jahren beenden.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2001-05-28 00:00:002023-05-16 11:32:01Continental bald nicht mehr in der Champions League
Im Interview mit der eher links gerichteten Tageszeitung „Liberation“ äußerte sich Edouard Michelin zur so bezeichneten „Michelin-Affäre“. Der Konzern hatte am 8. September eine Steigerung seines Halbjahresgewinns um 20 Prozent gemeldet und zugleich die Absicht verkündet, sich binnen drei Jahren von 7.
500 Menschen in europäischen Werken trennen zu wollen. Die ungewöhnlich harte öffentliche Reaktion, insbesondere von französischen Politikern, führt E. Michelin auf nicht ausreichend geführte öffentliche Auseinandersetzung zurück.
Jedenfalls müsse es möglich sein, rechtzeitig die richtigen unternehmerischen Maßnahmen zu treffen, um die um 15 bis 20 Prozent schlechtere Produktivität, verglichen mit den Hauptkonkurrenten Bridgestone und Goodyear, schnellstens zu verbessern. Dies könne nur mit Beschleunigung des Wachstums dank einer neuen Vertriebspolitik und durch Personalabbau geschehen. Edouard Michelin erinnerte daran, der Konzern habe in den letzten zwanzig Jahren zweimal vor dem Aus gestanden, sei gezwungen gewesen, sich in Frankreich von 25.
000 Menschen trennen zu müssen und habe angesichts dieser Zahl dennoch lediglich 186 Kündigungen ausgesprochen. Angesprochen auf die „Lex Michelin“ (hierbei handelt es sich um eine auf den „Fall Michelin“ abzielende Gesetzesänderung, welche die Beantragung staatlicher Hilfen im Rahmen von Sozialplänen regeln soll) wies Edouard Michelin darauf hin, der Konzern habe zwar einen Zuschuss zu Sozialplänen vom französischen Staat in der Größenordnung von vier bis fünf Milliarden Francs erhalten in der Vergangenheit, gleichzeitig seien aber auch 45 Milliarden Francs an Sozialbeiträgen, Steuern und Abgaben an den französischen Staat gezahlt worden. Auch heute noch investiere der Konzern 30 Prozent seiner Gesamtinvestitionen im Heimatland, halte 30 Prozent der Produktionskapazitäten in Frankreich, obwohl aus dem Heimatmarkt nur 15 Prozent des Gesamtabsatzes erwirtschaftet würden.
Er wolle das Unternehmen zwar hier und dort entstauben, aber die Kultur, Persönlichkeit und Gewohnheiten bewahren. Als Chef eines „Familienunternehmens“ (Kommanditgesellschaft auf Aktien) sehe er sich in einer „dauernden Aufgabe“ und als solcher könne er es sich nicht leisten, nicht auf lange Sicht zu planen, weil er eben genau wisse, auch nach fünf oder zehn Jahren dafür gerade stehen zu müssen. Angesprochen auf weltweite Fusionsbewegungen, meinte Edouard Michelin, sein Unternehmen sei in der Lage „aktiv mitzuwirken.
Unser Blick geht in Richtung Asien. Michelin hat ein Talent für Wachstum.“
Um den Unternehmensbereich Fietsbanden (Fahrradreifen) in einen profitablen Bereich zurückzuführen, will Vredestein die Produktion von Doetinchem/Niederlande in Billiglohnländer verlagern. Etwa zwei Jahre werden dafür veranschlagt, und rund 125 Arbeitsplätze gehen so in unserem Nachbarland verloren – die meisten davon voraussichtlich im Jahre 2001. Marketing und Verkauf der Fahrradreifen soll allerdings weiterhin von den Niederlanden aus erfolgen.
Reifenhersteller BFGoodrich hatte kürzlich die Vereinigten Arabischen Emirate – genauer gesagt Dubai – dazu auserkoren, den neuesten 4×4-Reifen der eigenen Produktpalette vorzustellen. Dabei handelt es sich um den "All Terrain T/A" für den gemischten Einsatz Straße/Off-Road. Er ist eine Neu-/Weiterentwicklung seines Vorgängers "Radial All Terrain T/A", der durch das neue Modell in allen Dimensionen vollständig ersetzt wird.
Das Lieferspektrum ist im Zuge dessen sogar noch um einige Größen erweitert worden, was die Bedeutung der "All Terrain"-Baureihe, die – in regelmäßiger Abständen immer wieder überarbeitet – seit nunmehr über 20 Jahren ihre Käufer findet, für BFGoodrich unterstreichen dürfte. "Der ‚All Terrain T/A‘ gehört neben dem ‚Mud Terrain T/A‘ und dem ‚Long Trail T/A‘ mit zu den gefragtesten Modellen in unserem 4×4-Angebot", erklärte denn auch Matthias Utzinger, Produktleiter Off-Road bei Kleber. Der neue "T/A" ist dabei der Generalist in der Produktpalette und konzipiert für den Mischeinsatz, d.
h. für den leichten Geländeeinsatz ebenso wie für die Straße und für den Fahrer mit sportlichen Ambitionen, ohne dabei den Aspekt einer gewerblichen Nutzung außer Acht zu lassen. Rund 100.
000 Neuzulassungen von Off-Roadern werden für 1999 in diesem unserem Lande prognostiziert, wobei nach den Marktdaten des Reifenherstellers im Jahr 2000 dann sogar ein Bestand von gut 750.000 Fahrzeugen und ein Absatz von rund 700.000 4×4-Pneus im Ersatzgeschäft erreicht werden dürfte.
Insofern ist der überarbeitete bzw. neue "All Terrain T/A" möglicherweise ein geeignetes Mittel, sich ein größeres Stück vom Kuchen abzuschneiden..