Continental verstärkt Mexiko-Präsenz

Über ihre Tochtergesellschaft Continental General Tire ist der Reifenhersteller seit der Akquisition der ehemaligen Euzkadi (Grupo Carso) im Jahre 1998 bereits Marktführer in Mexiko. Jetzt hatte auch ContiTech Richtfest für ein Werk in San Luis Potosi, um technische Artikel für die Erstausrüstung im Nafta-Raum herstellen zu können. Ferner wird Continental Teves in Silao ein Werk zur Fabrikation von Raddrehzahlsensoren errichten.

Das Ende der Technic Group

Der Technic Group – einstmals größter Pkw-Runderneuerer der Welt – hat der rückläufige Runderneuerungsmarkt offenbar schwer zu schaffen gemacht, denn das Unternehmen stellte einen Vergleichsantrag. Zunächst war man noch guter Hoffnung, für den angeschlagenen Konzern einen Käufer finden zu können, der das Unternehmen im Ganzen übernimmt. Doch es kam anders: Nach Aussagen des zuständigen Sequesters seien die aufgelaufenen Verluste doch zu groß, als dass entgegen erster Annahmen jemand im Bereich runderneuerter Pkw-Reifen zu einem solchen investiven Schritt bereit sei.

Lieferantenauszeichnungen bei Volkswagen

Volkswagen hat 63 von rund 10.000 Lieferanten mit dem „Corporate Supplier Award The Leading Edge“ ausgezeichnet, darunter Continental Teves (Software für Fahrdynamikregelungen) und Pirelli (Reifen)..

Pirelli will offenbar das Immobiliengeschäft ausdehnen

Die Pirelli-Tochtergesellschaft Milano Centrale S.p.A.

(Mailand) hat ein Übernahmeangebot für die Immobiliengesellschaft Unim Unimone Immobiliare S.p.A.

(Rom) abgegeben, wobei Pirelli-Chef Marco Troncetti Provera den freundschaftlichen Charakter dieses Angebotes betonte. Und auch die Finanzierung des Deals – Unim wird mit 4,3 Milliarden DM bewertet – sei demnach gesichert: 0,49 Euro will man ab Januar je Unim-Aktie bieten..

„Blauer Engel“ für Dunlop-Reifen

Der SP Sport 200 E von Reifenhersteller Dunlop wurde in neun Größen mit dem Gütesiegel „Blauer Engel“ ausgezeichnet. Der „Blaue Engel“ wird nach sehr strengen Vergabekriterien verliehen und kommt besonders umweltfreundlichen Produkten und Verfahren zugute, die in ihren Gebrauchseigenschaften und hinsichtlich Sicherheitsaspekten herkömmlichen Produkten in nichts nachstehen. Für die Vergabe sind unabhängige Institutionen zuständig.

Mit dem Öko-Siegel für diesen Pkw-Neureifen (in H- und V-Index) werden Eigenschaften wie Geräuscharmut, niedriges Gewicht des Produktes, Kraftstoffersparnis und Schadstoffreduktion dank Rollwiderstandsoptimierung gewürdigt. Dunlops Winterreifen SP Winter Sport M2 wird derzeit gerade auf seine Umweltfreundlichkeit getestet..

United Steel Workers of America nehmen nun Bridgestone aufs Korn

Kaum ist der Kampf bei Continental General Tire beendet, hat die US-Gewerkschaft „United Steel Workers of America“ (USWA) Bridgestone/Firestone USA im Visier. Man sei mit Teilen des derzeitigen Vertrages sehr unzufrieden. Bridgestone/Firestone hat von 1994 bis 1996 unter einem lang anhaltenden Streik gelitten, sich aber nicht von der Gewerkschaft beeindrucken lassen.

Mobile Fitting bzw. Tire Valet auch für Pkw-Reifen

Dass Mobile Fitting eine vernünftige und auch notwendige Dienstleistung im Lkw-Reifengeschäft darstellt, hat die Neue Reifenzeitung gerade in ihrer letzten Ausgabe ausführlich dargelegt. Die Goodyear-Handelssysteme GmbH, eine Marketinggesellschaft der Goodyear, plant nun auch die Einführung von Mobile Fitting (in den USA heißt es Tire Valet) für Pkw-Reifen. Die Idee steckt noch in ihrer Anfangsphase.

Zeit sei Geld, meinen die Marketingleute in Köln und wollen mit der neuen Dienstleistung neue Kundenkreise erschließen. Mit noch im einzelnen zu entwickelnden Marketingprogrammen sollen Flottenbesitzer wie Kleinbetriebe, Freiberufler wie Endverbraucher begeistert werden. Als ganzheitliches Konzept betrieben soll Mobile Fitting auch als Profilierungsinstrument für Reifenhändler geeignet sein.

Ob sich Mobile Fitting vor der Haustür von Endverbrauchern durchführen lässt, steht noch nicht fest. Hierzulande scheitern theoretisch gute Ideen nach wie vor schon einmal am Einspruch von Behörden. Nichts geht da ohne Erlaubnis.

Schmitz Cargobull und Bridgestone/Firestone kooperieren

Die Schmitz Cargobull AG (Horstmar), einer der größten Hersteller von Sattelaufliegern in Europa, ist eine Kooperation mit der Bridgestone/Firestone Deutschland GmbH eingegangen. Von den gemeinsamen Aktivitäten, die neben der direkten Vermarktung auch Marketingmaßnahmen und Entwicklungsarbeit umfaßt, versprechen sich beide Partner Vorteile am Markt. Sichtbar wird die Zusammenarbeit sogar auf den Reifen selbst, denn ab Juli 1999 tragen die Reifen der Größe 385/65 R 22,5 neben dem Bridgestone-Logo exklusiv auch das Logo der Schmitz Cargobull.

Diese Sonderleistung ist selbstverständlich nur bei hoher Abnahmemenge möglich, so zum Beispiel beim neu und erfolgreich von Schmitz Cargobull eingeführten Laufwerk des Typs „Rotos“. Hier werden alle neuen Trailer mit Reifen von Bridgestone ausgerüstet – selbstverständlich ebenfalls mit dem entsprechenden Logo. Die Zusammenarbeit soll jedoch weit über das Tagesgeschäft hinausgehen.

Gemeinsam will man herausfinden und auch selbst mitbestimmen, wo die Entwicklung der Reifengrößen hingeht. Die Verbindung zur Technik-Abteilung von Bridgestone/Firestone Deutschland ist dabei unabdingbar, erste Gespräche fanden bereits statt. Auch im Marketing wollen sich beide Unternehmen gegenseitig unterstützen.

Für die größten Key Accounts von Schmitz wird ein gemeinsames Konzept rund um das Thema Reifen entwickelt. Auch im europäischen Ausland sollen gemeinsam neue Kunden gewonnen und mit besonderen Service-Leistungen gebunden werden..

W.d.K.-Jahresbericht 1998

Für die Kautschukhersteller und -verarbeiter Deutschlands war das vergangene Jahr ein erfolgreiches. So jedenfalls die Kernaussage des kürzlich vorgelegten Jahresberichtes 1998 des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (W.d.

K.). Abermals konnte sowohl der Umsatz als auch der mengenmäßige Absatz im Vergleich zu 1997 auf nunmehr 18,2 Milliarden DM (1997: 17,3 Milliarden DM) beziehungsweise 1,86 Millionen Tonnen (1997: 1,7 Millionen Tonnen) gesteigert werden.

Getragen wurden diese Steigerungen laut W.d.K.

vor allem auch durch die anhaltend gute Automobilkonjunktur. Als Folge ist 1998 erstmals wieder die Anzahl der Beschäftigten in der deutschen Kautschukindustrie auf nunmehr rund 61.200 (+3,6 Prozent) gestiegen.

Mit 737.000 Tonnen lag demnach die Reifenproduktion in Deutschland 1998 um 12,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Den größten Anteil daran hatten laut den Verbandszahlen mit 58,3 Prozent die Pneus für Pkw, deren Produktion bezogen auf die Stückzahl um 9,9 Prozent auf 51,0 Millionen zunahm.

An zweiter Stelle folgen die Lkw-Reifen mit 8,2 Millionen Stück (+17,0 Prozent). Der entsprechende Umsatz mit den schwarzen runden Gummis erhöhte sich nach Informationen des Wirtschaftsverbandes um 3,1 Prozent auf etwas mehr als 10,4 Milliarden DM. Der Beitrag der Pkw-Reifen wird mit 6,6 Milliarden DM (+2,7 Prozent), derjenige der Lkw-Reifen mit 2,5 Milliarden DM (+6,7 Prozent) und bei Reifen für motorisierte Zweiräder mit 291 Millionen DM (+0,8 Prozent) angegeben.

Bei der Pkw-Erstausrüstung wurde ein Plus von 16,5 Prozent auf nunmehr 27,4 Millionen Stück vom W.d.K.

registriert, im Ersatzgeschäft war der Anstieg mit 2,5 Prozent auf über 35 Millionen Einheiten (davon 21,6 Millionen Sommerreifen und 13,6 Millionen Stück im Wintersegment) deutlich kleiner. Bei den Llkw- bzw. Lkw-Pneus war der OE-Zuwachs mit 10,1 respektive 21,9 Prozent ebenfalls zweistellig, während die Zahlen beim Ersatz mit +5,8 bzw.

+1,8 Prozent vor allem bei den schweren Lkw drastisch unter den Erstausrüstungs-Steigerungsraten lagen. Insgesamt wurden 1998 von deutschen Reifenherstellern 89,8 Millionen Pkw-Reifen (plus sechs Prozent) sowie 7,8 Millionen Llkw-Pneus (Inland +7,9 Prozent, Ausland +12,2 Prozent) und 4,1 Millionen Reifen für schwere Lastwagen (Inland +10,5 Prozent, Ausland plus acht Prozent) abgesetzt..

300 Millionen Mark Umsatz bei Pneumant

Fast wäre Pneumant von Continental übernommen worden. Doch dann erschienen die Conti-Bosse nicht zur Vertragsunterzeichnung, sondern sandten ein kurzes Fax, teilten die Absage ohne Nennung von Gründen mit. Und hätte Robert Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung Dunlop GmbH, seine Bosse in Kobe/Japan nicht überredet, so wären die Pneumant-Werke in Riesa und Fürstenwalde wie so manch anderes DDR-Unternehmen „plattgemacht“ worden.

Statt dessen wurde aber mit Dunlop-Unterstützung eine große Erfolgsgeschichte geschrieben. Das Werk in Riesa befand sich in mäßiger Verfassung; doch das konnte relativ schnell und dazu mit relativ geringem Investitionsaufwand „gedreht“ werden. Anders die Verfassung in Fürstenwalde.

Der Traum vom Bau von Lkw-Reifen war schnell ausgeträumt. Das gesamte Werk wurde auf den Kopf gestellt, weitgehend entkernt und von vorne bis hinten modernisiert. Mit Erfolg.

Die Pneumant-Reifenwerke tragen inzwischen 300 Millionen Mark zum Dunlop-Umsatz in Deutschland bei, und sie erreichen eine Umsatzrendite von sieben Prozent und mehr. Die Zahlen, läßt Pneumant-Geschäftsführer Dr. Rainer Schieben (Foto) sich entlocken, lägen zwar bereits vor, doch betrachte er es als eine Unhöflichkeit, diese jetzt bereits nach außen zu posaunen, bevor dies mit seiner Muttergesellschaft in Hanau abgesprochen sei.