Continental bald nicht mehr in der Champions League
Mit Abschluss des laufenden Wettbewerbs im Mai wird Continental das Sponsoring und die damit verbundenen Werbeaktivitäten in der Champions League nach jetzt fünf Jahren beenden.
Mit Abschluss des laufenden Wettbewerbs im Mai wird Continental das Sponsoring und die damit verbundenen Werbeaktivitäten in der Champions League nach jetzt fünf Jahren beenden.
Im Interview mit der eher links gerichteten Tageszeitung „Liberation“ äußerte sich Edouard Michelin zur so bezeichneten „Michelin-Affäre“. Der Konzern hatte am 8. September eine Steigerung seines Halbjahresgewinns um 20 Prozent gemeldet und zugleich die Absicht verkündet, sich binnen drei Jahren von 7.
500 Menschen in europäischen Werken trennen zu wollen. Die ungewöhnlich harte öffentliche Reaktion, insbesondere von französischen Politikern, führt E. Michelin auf nicht ausreichend geführte öffentliche Auseinandersetzung zurück.
Jedenfalls müsse es möglich sein, rechtzeitig die richtigen unternehmerischen Maßnahmen zu treffen, um die um 15 bis 20 Prozent schlechtere Produktivität, verglichen mit den Hauptkonkurrenten Bridgestone und Goodyear, schnellstens zu verbessern. Dies könne nur mit Beschleunigung des Wachstums dank einer neuen Vertriebspolitik und durch Personalabbau geschehen. Edouard Michelin erinnerte daran, der Konzern habe in den letzten zwanzig Jahren zweimal vor dem Aus gestanden, sei gezwungen gewesen, sich in Frankreich von 25.
000 Menschen trennen zu müssen und habe angesichts dieser Zahl dennoch lediglich 186 Kündigungen ausgesprochen. Angesprochen auf die „Lex Michelin“ (hierbei handelt es sich um eine auf den „Fall Michelin“ abzielende Gesetzesänderung, welche die Beantragung staatlicher Hilfen im Rahmen von Sozialplänen regeln soll) wies Edouard Michelin darauf hin, der Konzern habe zwar einen Zuschuss zu Sozialplänen vom französischen Staat in der Größenordnung von vier bis fünf Milliarden Francs erhalten in der Vergangenheit, gleichzeitig seien aber auch 45 Milliarden Francs an Sozialbeiträgen, Steuern und Abgaben an den französischen Staat gezahlt worden. Auch heute noch investiere der Konzern 30 Prozent seiner Gesamtinvestitionen im Heimatland, halte 30 Prozent der Produktionskapazitäten in Frankreich, obwohl aus dem Heimatmarkt nur 15 Prozent des Gesamtabsatzes erwirtschaftet würden.
Er wolle das Unternehmen zwar hier und dort entstauben, aber die Kultur, Persönlichkeit und Gewohnheiten bewahren. Als Chef eines „Familienunternehmens“ (Kommanditgesellschaft auf Aktien) sehe er sich in einer „dauernden Aufgabe“ und als solcher könne er es sich nicht leisten, nicht auf lange Sicht zu planen, weil er eben genau wisse, auch nach fünf oder zehn Jahren dafür gerade stehen zu müssen. Angesprochen auf weltweite Fusionsbewegungen, meinte Edouard Michelin, sein Unternehmen sei in der Lage „aktiv mitzuwirken.
Unser Blick geht in Richtung Asien. Michelin hat ein Talent für Wachstum.“
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Um den Unternehmensbereich Fietsbanden (Fahrradreifen) in einen profitablen Bereich zurückzuführen, will Vredestein die Produktion von Doetinchem/Niederlande in Billiglohnländer verlagern. Etwa zwei Jahre werden dafür veranschlagt, und rund 125 Arbeitsplätze gehen so in unserem Nachbarland verloren – die meisten davon voraussichtlich im Jahre 2001. Marketing und Verkauf der Fahrradreifen soll allerdings weiterhin von den Niederlanden aus erfolgen.
Reifenhersteller BFGoodrich hatte kürzlich die Vereinigten Arabischen Emirate – genauer gesagt Dubai – dazu auserkoren, den neuesten 4×4-Reifen der eigenen Produktpalette vorzustellen. Dabei handelt es sich um den "All Terrain T/A" für den gemischten Einsatz Straße/Off-Road. Er ist eine Neu-/Weiterentwicklung seines Vorgängers "Radial All Terrain T/A", der durch das neue Modell in allen Dimensionen vollständig ersetzt wird.
Das Lieferspektrum ist im Zuge dessen sogar noch um einige Größen erweitert worden, was die Bedeutung der "All Terrain"-Baureihe, die – in regelmäßiger Abständen immer wieder überarbeitet – seit nunmehr über 20 Jahren ihre Käufer findet, für BFGoodrich unterstreichen dürfte. "Der ‚All Terrain T/A‘ gehört neben dem ‚Mud Terrain T/A‘ und dem ‚Long Trail T/A‘ mit zu den gefragtesten Modellen in unserem 4×4-Angebot", erklärte denn auch Matthias Utzinger, Produktleiter Off-Road bei Kleber. Der neue "T/A" ist dabei der Generalist in der Produktpalette und konzipiert für den Mischeinsatz, d.
h. für den leichten Geländeeinsatz ebenso wie für die Straße und für den Fahrer mit sportlichen Ambitionen, ohne dabei den Aspekt einer gewerblichen Nutzung außer Acht zu lassen. Rund 100.
000 Neuzulassungen von Off-Roadern werden für 1999 in diesem unserem Lande prognostiziert, wobei nach den Marktdaten des Reifenherstellers im Jahr 2000 dann sogar ein Bestand von gut 750.000 Fahrzeugen und ein Absatz von rund 700.000 4×4-Pneus im Ersatzgeschäft erreicht werden dürfte.
Insofern ist der überarbeitete bzw. neue "All Terrain T/A" möglicherweise ein geeignetes Mittel, sich ein größeres Stück vom Kuchen abzuschneiden..
Gegenüber 185 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 1998 meldet Goodyear für das dritte Quartal 1999 einen Nettogewinn von 97,2 Millionen US-Dollar. Der Umsatz betrug im dritten Quartal 1999 3,3 Milliarden US-Dollar, das sind 100 Millionen US-Dollar mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der erst kürzlich akquirierte Dunlop-Teil steuerte 200 Millionen US-Dollar Umsatz weltweit bei.
Der Umsatz im ersten Halbjahr 1999 stieg um 3,8 Prozent auf 6.488 Millionen Euro und der Operating Profit legte von 511 auf 611 Millionen Euro, das sind 9,4 Prozent vom Umsatz, zu. Damit schneidet Michelin besser ab als die beiden größten Konkurrenten Goodyear und Bridgestone.
Michelin profitiert u.a. von gefallenen Rohstoffpreisen, hat aber auch höhere Warenbestände als im ersten Halbjahr 1998.
Trotz eines wirtschaftlich ausgezeichneten Umfeldes stieg die Nettoverschuldung um eine Milliarde Euro auf 3,8 Milliarden Euro an. Es wird vermutet, dass Michelin für die Weiterentwicklung des Pax-Systems sowie für neue C3M-Werke ungewöhnlich viel Geld benötigt. Michelin erwartet in den kommenden Jahren einen sich verschärfenden Preiskampf.
Der Konzern hat angekündigt, sich binnen drei Jahren von 7.500 Menschen trennen zu wollen, das sind immerhin zehn Prozent der europäischen Belegschaft..
Das Management hat die Erwartungen hinsichtlich Umsatz und Ertrag nach oben hin korrigiert. Alle Geschäftsfelder konnten aufgrund wachsender Umsätze die Margen verbessern. Der Gesamtumsatz war noch vor einigen Wochen vom Continental-Management bei etwa 8,5 Milliarden Euro zum Jahresende prognostiziert worden.
Nunmehr zeichnen sich aber etwa neun Milliarden Euro ab. Nach Ablauf der ersten sechs Monate wurde ein Umsatz von 4.449 Millionen Euro erreicht.
Die vor zehn Jahren gegründete Einkaufskooperation – VRG steht für Vereinigte Reifenfachhändler GmbH & Co. KG – hat nach stürmischen Anfangsphasen viel Gewicht im Markt entwickelt. Das ist auch natürlich ein Verdienst des VRG-Geschäftsführers Heymann, unter dessen Leitung die Kooperation von 1994 bis heute auf 200 Gesellschafter mit 267 Betrieben und einem „Außenumsatz“ von etwa 450 Millionen Mark anwuchs.
Keine Frage aber auch, bei allen Verdiensten des VRG-Geschäftsführers, er arbeitet sehr zielgerichtet, legt Geschwindigkeiten vor, die nicht jeder Gesellschafter mitgehen kann, und er polarisiert. Nachdem interne Rangeleien im Vorjahr einen Höhepunkt erreichten, ist es mit der Wahl eines neuen Beirats unter dem Beiratsvorsitzenden Hans-Josef Klessinger offenbar ruhiger geworden. Unübersehbare und vermutlich unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten gibt es aber nach wie vor mit den nicht wiedergewählten Beiräten und mit dem Noch-Beirat Straub.
Mit ihm und Geschäftsführer Heymann haben sich „zwei Freunde fürs Leben“ gefunden. So hatte Straub auf der Jahreshauptversammlung 1997 in Dresden aus einer Erklärung eines ehemaligen VRG-Mitarbeiters vorgelesen, der – freundlich gewendet – zu entnehmen war, daß Heymann seine Beiräte nicht allzu hoch schätzte. Was immer daran richtig, halbrichtig oder falsch gewesen sein mag, es läßt sich doch wohl festhalten, daß die überwältigende Mehrheit der Gesellschafter diesen Stil abstoßend fand.
Das liegt nun zwar einige Zeit zurück, ist dennoch weiterhin aktuell, denn bis heute bieten sich die „zwei Freunde fürs Leben“ bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit einen Kampf. Daß dies alles nicht im Sinne der Gesellschaft sein kann, ist offensichtlich. Es wäre der VRG zu wünschen, daß endlich Frieden einzöge, denn diese Kooperation hat genug damit zu tun, sich mit den Gegebenheiten des Marktes zu beschäftigen.
Unserem zweimonatlichen Erscheinungsrhythmus gemäß, steht wieder ein neuer Reifenplatz auf dem Plan. Diesmal sind wir ganz in den hohen Norden zu den „Fischköppen“ gefahren. Um die Aussage ein wenig zu präzisieren: Für unsere Mai-Untersuchung haben wir die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel auserkoren.
Dabei kam es bei unserer Testberatung – wie immer – auf den dort gebotenen Service (Beratung, angebotene Dienstleistungen, Öffnungszeiten etc.) an. Zu diesem Zweck wurden insgesamt zehn Reifenfachhandelsbetriebe nach einem Zufallsprinzip ausgewählt, besucht und anschließend mittels eines vorab festgelegten Punktesystems (von ungenügend = 0 Punkte bis sehr gut = 5 Punkte) bewertet bzw.
verglichen. Allen denen, die das gute Gesamtergebnis von Frankfurt noch in Erinnerung haben und vermuten würden, daß der gemeinhin als wortkarg geltende Norden mit dem hessischen Temperament nicht mithalten könne (in Schwerin war es so), möchten wir bereits im Vorwege den Wind aus den Segeln nehmen. Der Reifenhandelsstandort Kiel gibt summa summarum ein durchaus positives Gesamtbild ab.
Der Konzentrationsprozeß in der Automobil-Zulieferindustrie hat weiter an Dynamik gewonnen. Und das gilt auch und gerade im Rädersektor. Die Automobilhersteller machen es vor, die Zulieferer machen es nach: „Fusionitis“, nennen es Kritiker.
Aber der Drang nach Größe ist nun mal unverkennbar und im Rahmen der Globalisierung der Wirtschaft vielleicht auch unvermeidlich. Und dabei ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, die Zeit der Fusionen, Joint-ventures und echten Übernahmen noch keineswegs abgeschlossen. Und wenn die Zulieferer sich nicht aus eigener Kraft zu Fusionen, Bündnissen oder welcher Form der Kooperation auch immer einfinden, werden sie in die Nischen gedrängt.
Doch kann man in der Nische auf Dauer „überleben“ oder stellt sich nicht irgendwann erneut die Frage nach einem Partner? Zur Zeit aber freut sich noch ein jeder, wie schön das Pflänzchen Automobilkonjunktur gedeiht – immerhin haben 1998 Erstausrüstung und Ersatzgeschäft geblüht. Dennoch: Der Ersatz- bzw. Umrüstmarkt, in diesem Falle der deutsche, ist wie der große OE-Markt im Umbruch.
Mit Aluminiumfelgen kann man noch (!) Geld verdienen, wenn man denn Schläue, Kreativität und/oder Erfahrung hat. Wenn allerdings die nächste automobile Krise auf die Erstausrüstung mit Aluminiumfelgen durchschlägt, wird sich die Spreu vom Weizen auch in nachgelagerten Bereichen trennen. Schon allein deshalb ist unser alljährlich vor allem von der Gilde der Anbieter von Aluminiumfelgen mit Ungeduld erwartete Felgenreport (OE-Geschäft in der März-Ausgabe, Ersatzmarkt im April-Heft) interessanter denn je.