Der Continental-Konzern konnte 1998 zum fünften Mal in Folge den Gewinn des Unternehmens kräftig steigern. Für das vergangene Jahr wird bei einem Umsatz von rund 13 Milliarden DM (+ 15,8 Prozent) ein Gewinn nach Steuern erwartet, der signifikant über dem des Jahres 1997 (322 Millionen DM) liegen wird. Die starke Umsatzausweitung rührt unter anderem von der Erstkonsolidierung der Continental Teves für das vierte Quartal 1998 her.
Im Gesamtjahr 1998 hat diese Gesellschaft rund vier Milliarden DM umgesetzt; was gegenüber 1997 eine Steigerung um knapp fünf Prozent darstellt. Den Bremsen- und Chassis-Hersteller hatte Continental Ende September von ITT Industries Inc. (USA) erworben.
Neben einem starken Volumenzuwachs in allen Konzernbereichen wirkten sich nach Firmenangaben der überproportionale Verkauf hochwertiger Produkte und die massiven Anstrengungen zur Effizienzsteigerung vorteilhaft aus. Der Absatz von Pkw-Reifen nahm in Europa, einschließlich Conti International, um knapp zehn Prozent auf 55 Mio Stück zu. Bei Lkw-Radialreifen lag der Zuwachs bei 18 Prozent (2,88 Mio Einheiten).
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2001-05-28 00:00:002023-05-16 11:31:58Innovationen und Rekordjahr bei Continental
Pannenhelfer bei mehr als 14.000 Reifenpannen Lkw und Bussen auf Autobahnen und Bundesstraßen wieder auf die Beine geholfen – das waren 38 Einsätze pro Tag – so wurde diese Zahl 1999 bei weitem übertroffen. Vergölst bietet seinen Lkw-Reifen-Pannenservice seit 1987 rund um die Uhr an Werktagen sowie Sonn- und Feiertagen.
Während die Pannenhilfen bislang von den Standorten der einzelnen Servicebetriebe gestartet worden sind, werden seit ca. zwei Jahren hierfür zunehmend Servicemobile eingesetzt, die selbstständig agieren und ausschließlich für den Lkw-Reifenservice zuständig sind. Die einzelne Pannenhilfe wird somit noch schneller erledigt.
Die Servicemobile sind nicht nur Dienstleister beim Lkw-Reifen-Pannenservice. Sie bedienen die Kundenfahrzeuge einfach dort, wo die Lkw-Zugmaschine, der Auflieger oder der Anhänger gerade stehen: auf dem Kundengelände, auf dem Rastplatz, beim Be- und Entladen oder in der Lkw-Vertragswerkstatt während Reparaturarbeiten. Der mobile Lkw-Reifenservice mit jetzt 50 Servicemobilen wird weiter konsequent ausgebaut.
Ziel ist eine Abdeckung an den Verkehrsschwerpunkten sowie in allen Wirtschaftszentren. In den Seehäfen Bremen/Bremerhaven, Cuxhaven, Hamburg, Kiel, Lübeck-Travemünde, Rostock (im Aufbau) und Saßnitz/Stralsund sorgt schon seit einigen Jahren der mobile Hafenservice dafür, die auf deutschen Straßen startenden Trailer reifensicher zu machen..
Reifenhersteller Goodyear wird dem im Bau befindlichen neuesten Luftschiff („Blimp“) den Namen „Spirit of Goodyear“ geben, um auf diesem Wege die Leistungen der ca. 100.000 Mitarbeiter weltweit zu würdigen.
Die britische Dunlop Tyres hat bekannt gegeben, die Produktion von Lkw-Reifen in ihrem Birminghamer Werk einstellen zu wollen. Pkw-, Llkw-, Motorsportreifen sollen jedoch weiterhin an dem englischen Standort gefertigt werden. Dieser Entschluss, von dem rund 650 der insgesamt 1.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2001-05-28 00:00:002023-05-16 11:32:04Keine Dunlop Lkw-Reifen mehr aus Birmingham
Der Fahrzeughersteller wird im laufenden Geschäftsjahr etwa 1,35 Millionen Autos produzieren, das sind zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist Nissan binnen acht Jahren sieben Mal im Verlust gewesen. Chief Operating Officer Carlos Ghosn, der vor wenigen Jahren den Turnaround für Michelin in Nordamerika managte, hat einen Restrukturierungsplan entwickelt, der unter anderem den massiven Abbau von Stellen vorsieht.
Bis zum Jahre 2003 ist die Rede von rund 21.000 Jobs, die den Streichungen zum Opfer fallen werden. Das entspricht nicht weniger als 14 Prozent der gesamten Belegschaft.
In den USA sollen bis März 2001 etwa 1.000 Mitarbeiter gehen, in Japan will man gleich vier Werke schließen..
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2001-05-28 00:00:002023-05-16 11:33:09Vier Nissan-Werke schließen in Japan wegen Rekordverlust
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2001-05-28 00:00:002023-05-16 11:33:13Innerhalb von zehn Jahren will Kwik-Fit um3.000 Niederlassungen wachsen
Vor Wirtschaftsjournalisten in Stuttgart hatte Conti-Chef Kessel Ende Oktober weitere Fusionen nicht ausgeschlossen. Nach seiner Meinung passten Pirelli und Continental im Reifenbereich z.B.
sehr gut zusammen. Die Äusserung bezog sich allerdings lediglich auf Fragen von Wirtschaftsjournalisten auf hypothetische Gegebenheiten. Ferner machte Kessel klar, für ihn kämen nur Jointventures in Betracht, in denen Continental Mehrheitspartner sei und die industrielle Führung habe.
Es gebe aber keinerlei konkrete Projekte, erklärte Kessel und Gerüchte über eine Fusion von Continental mit Bridgestone dementierte er ebenso eindeutig. Obwohl ein Jointventure von Continental und Pirelli im Reifenbereich Sinn machen könnte, glauben auch Beobachter nicht daran. Zudem dementierten die Italiener heftig.
Während der deutsche Konzern die Teves-Akquisition noch zu verkraften hat, bereiten sich die Italiener auf einen verstärkten Einstieg ins Immobiliengeschäft vor. Außerordentlich nervös reagierten allerdings die Manager der Pirelli Reifenwerke, denen solche Gespräche im Markt wenig Freude bereiten, zumal sie mit sich selbst gut beschäftigt geblieben sind. Mit beschwörenden Worten meint Vertriebschef Röske, seinem Team „Glanz in die Augen“ treiben zu können angesichts der Strahlkraft der Reifenmarke Pirelli.
Die Marke sei stärker als „uns unsere Kunden manchmal glauben lassen wollen.“ Röske meint, Continental könne ein Ablenkungsmanöver auf die Gerüchte einer eventuellen Übernahme durch Bridgestone gestartet haben. Diese Zeitschrift hält für wahrscheinlicher, dass Conti-Chef Kessel von Gesprächen mit dem Telefonkonzern Mannesmann ablenken will, der sich ggf.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2001-05-28 00:00:002023-05-16 11:33:15Gerede um Zusammengehen von Continental und Pirelli bloße Ablenkungsmanöver?
Volkswagens neuer Lupo TDI gilt mit unter drei Litern Spritverbrauch auf 100 Kilometern als Maß der Dinge. Erreicht werden konnte die Verbrauchsreduzierung nur durch eine Kombination verschiedenster Maßnahmen, so der Verwendung von Leichtbau-Schmiederädern von Fuchs, die helfen, das Gesamtgewicht des Fahrzeuges zu senken. Reifenseitig kommt Bridgestone/Firestone mit dem "B 381 Ecopia" in der Größe 155/65 R14 75T in der Erstausrüstung zum Zuge.
Der Name setzt sich zusammen aus den Begriffen "ecology" und "utopia" und soll zugleich Programm sein: Das heißt, dass die Erfahrungen bei der Konstruktion dieses Reifens auch zukünftigen Produkten von Bridgestone/Firestone zugute kommen sollen. Gewichtsreduzierungen erreichte der Reifenhersteller durch die Verwendung von Aramid statt Stahl im Gürtel sowie leichtem Polyester in der Karkasse. Der Reifen ist dank einer ausgetüftelten Gummimischung auch besonders rollwiderstandsoptimiert, trägt aber auch dem umweltrelevanten Wunsch des Fahrzeugherstellers nach Geräuscharmut Rechnung.
Nach der Ankündigung der Belegschaftsreduzierung in Europa um 7.500 Menschen überschlägt sich die französische Presse inklusive Rundfunk und Fernsehen mit Schelte. Michelin, einer der angesehensten Konzerne Frankreichs, wird „Amerikanisierung“ vorgeworfen.
Man betrachtet es weitgehend als ungerechtfertigt und inakzeptabel, vor dem Hintergrund eines glänzenden Ergebnisses über Stellenabbau auch nur zu reden. Teile der Belegschaft haben unterdessen vor dem Konzernsitz in Clermont-Ferrand in Form von Demonstrationen ihren Unmut über den Stellenabbau geäußert. Nach Aussagen von Gewerkschaftsvertretern sollen bis zu 5.
000 Angestellte des französischen Reifenherstellers Michelin dabei auf die Straße gegangen sein. Hintergrund der Stellenkürzungen: Michelin wächst und investiert vorrangig in Nordamerika, investiert ebenfalls massiv in Asien und steht in Europa im Wettbewerb mit dem Rücken zur Wand. Nun soll mit Hilfe des „Fitnessprogramms“ binnen drei Jahren die Produktion um 20 Prozent gesteigert werden.
Betroffen davon sind etwa die Hälfte aller Standorte auf dem alten Kontinent, sodass an betroffenen Stellen mit einem Einschnitt in die Belegschaftszahlen um 20 Prozent zu rechnen ist. Das Unternehmen will dabei im wesentlichen auf Frühpensionierungen zurückgreifen. Der Kurs der Michelin-Aktie sprang nach Verkündigung des „Fitnessprogramms“ innerhalb weniger Stunden um deutlich mehr als zehn Prozent.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2001-05-28 00:00:002023-05-16 11:31:50Michelin ist in Frankreich unter Dauerbeschuss geraten
Als Reifenhersteller gerade mal 1939 geboren, geriet das polnische Unternehmen die folgenden sechs Jahre unter die „Reichsfuchtel“. Die Continental AG durfte managen. Jedenfalls bis 1945.
Seither hat Debica als Teil des Stomil-Konzerns viele Höhen und Tiefen miterlebt. Exporte gingen in 63 Länder weltweit. Wichtigstes Exportland war Großbritannien.
In der Polenkrise von 1980 bis 1989 war es schwer, den Kopf über Wasser halten zu können und anfangs der 90-er Jahre war klar, dass die Zukunft ohne einen strategischen Investor nicht zu meistern war. Stomil wurde letztlich aufgeteilt; Stomil/Olsztyn ging an Michelin, während Goodyear im Dezember 1995 zunächst 32,5 Prozent der inzwischen an der Börse gehandelten (Stomil)-Debica Aktien erwarb und diese Beteiligung bis heute im Rahmen mehrerer Kapitalerhöhungen auf derzeit 60 Prozent aufstockte. Inzwischen spielt Debica wieder eine stärkere Rolle.
Nicht allein in Polen, sondern auch in „Central Europe“, wozu neben Polen auch Ungarn, die Tschechische Republik und die Slowakei gezählt werden. Sobald alle geplanten und zugesagten Investitionen voll durchgeführt sein werden, wird die Debica-Fabrik zu den bedeutenderen europäischen Fabriken unter dem Goodyear-Dach zu zählen sein. Debica-Boss Chabowski jedenfalls ist froh, dass sein Unternehmen zu Goodyear kam.