Toyota hat chinesischen Markt im Visier

Toyota will binnen fünf bis zehn Jahren einen Marktanteil von zehn Prozent in China erreichen. Bereits jetzt ist der Markt durch Überproduktion, Preiskämpfe und knappe Margen gekennzeichnet..

7. VDI-Fachtagung „Reifen – Fahrwerk – Fahrbahn“

Die Kontaktfläche zwischen Reifen und Fahrbahn entspricht bekanntlich in etwa der Größe einer Postkarte. Eine Fläche, deren Winzigkeit in keinem Verhältnis zu ihrer Wichtigkeit als zentrale Schnittstelle zwischen Automobil und tragendem Untergrund steht. Wie man diese DIN A6-formatigen Berührungspunkt zugunsten der automobilen Sicherheit optimieren kann, darüber haben sich schon Generationen von Experten Gedanken gemacht.

Am 21. und 22. Oktober wurde eine neue Runde des ewig währenden Ringens um Erkenntnisfortschritte eingeläutet: Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hatte zu seiner siebten Fachtagung „Reifen – Fahrwerk – Fahrbahn“ geladen, die im Congress-Centrum Hannover stattfand.

Dabei wurde der bereits in den vergangenen Jahren eingeschlagene Weg, das Rad nicht isoliert, sondern als Verbindungsglied zwischen Fahrwerk und Fahrbahn zu betrachten, wurde auch diesmal weiter verfolgt. Die Wechselwirkung zwischen diesen drei Komponenten stand daher im Mittelpunkt des Tagungskonzeptes. Die einzelnen Vortrags- bzw.

Diskussions-„Sessions“ beinhalteten jeweils drei halbstündige Vorträge und waren thematisch in die Blöcke „Wechselwirkungen Reifen – Fahrbahn“, „Rollgeräusche“, „Messung und Modellbildung“, „Warn- und Notlaufsysteme“, „Schwingungskomfort“, „Regelsysteme“ sowie „Fahrwerkskonzepte“ unterteilt. Knapp 225 VDI-Mitglieder aus den Bereichen Forschung und Industrie waren diesmal der Einladung gefolgt. Neben zahlreichen Automobilherstellern zeigte auch die Reifenindustrie in Hannover Flagge, und dank der Vortragsdisziplin der einzelnen Referenten sowie kompetent-engagierter Nachfragen aus dem Publikum entwickelte sich die Fachtagung über weite Strecken auch tatsächlich als echtes Diskussionsforum.

Goodyear: Gibara kündigt neue Mehr-Marken-Strategie an

Die Differenzierung innerhalb der Marke Goodyear, besonders auffällig in Nordamerika, gehört bald der Vergangenheit hat. Gibara erklärte vor Analysten in New York, die Marke Goodyear gebe es in Zukunft für das Premium-Segment; das Angebot wird ergänzt durch die Marken Dunlop (Medium-Brand) und Kelly (Economy/Budget-Brand)..

Das Personalkarussell bei der Deutschen Goodyear dreht sich

Jörg Uellendahl (40) ist mit Wirkung vom 1. September 1999 zum Direktor der europäischen Handelsaktivitäten ernannt worden, sein Nachfolger wird Goran Zubanovic (37), der seit 1990 für das Unternehmen tätig ist. Seine bisherige Position als Leiter Konzernmarken wird Jochen Clahsen (33) übernehmen, der zuvor unter anderem als Marketing-Controller Franchise und als Premio-Systemberater bei Goodyear arbeitete und Ende 1997 die Position des Produktmanagers AS übernahm, die nun auf Georg Kranefeld (37) übertragen wird.

Er war zuletzt in den Bereichen Strategisches Pricing und Mehrmarkenstrategie aktiv. Darüber hinaus wird Holger Rehberg (37) in den Bereich Training wechseln und sich hier vorrangig um die technische Ausbildung kümmern. Seinen freigewordenen Posten im Segment Consumer Tires inklusive der Verantwortung für das Pricing wird Peter Wegener (34) übernehmen, der seit 1990 bei der Deutschen Goodyear arbeitet.

Mehr-Marken-Strategie bei Michelin

Michelin hat mit den drei so bezeichneten „Flag Brands“ Michelin, BF Goodrich und Kleber sowie den zwei so bezeichneten „Associated Brands“ Kormoran und Riken eine Mehr-Marken-Strategie entwickelt, die es dem Unternehmen ermöglichen soll, seine Position im deutschen Fachhandel, aber auch in anderen Distributionskanälen weiter zu stärken. Die Wurzeln des Konzeptes finden sich im Land des Marketings, den USA. Hubert Hannezo (Foto rechts), dem von vielen amerikanischen Managern des Konzerns „eine Vision für Marketing“ unterstellt wird, hatte bereits als Verantwortlicher in Greenville/SC erkannt, daß der Konzern mit der Marke Michelin allein weder in den USA noch weltweit würde reüssieren können.

Folgerichtig wurden die Markeninhalte von BF Goodrich und Uniroyal verbessert und sichtbar gemacht. Eigentlich unabgewandelt wird diese Mehr-Marken-Strategie nunmehr auch in Deutschland und in Europa, nachdem Hannezo seit zwei Jahren verantwortlich für Marketing weltweit ist und seinen Dienstsitz wieder in Frankreich hat, eingeführt, wobei die Marke Uniroyal wegen der hinreichend bekannten Markenvergaben zwischen dem Michelin- und dem Continental-Konzern in Europa durch die Marke Kleber ersetzt wird. Mit dieser Strategie lassen sich nahezu alle wichtigen Verbrauchertypen ansprechen.

Wichtig bleibt die Erkenntnis, daß diesen Verbrauchertypen nicht allein irgendwelche Markennamen angeboten werden, sondern daß mit relativ genau definierten Markeninhalten um die Gunst von Verbrauchern geworben werden kann. Die volle Ausschöpfung aller Vorteile einer Mehr-Marken-Strategie hat für Michelin zur Konsequenz, daß Partnerschaften mit dem Fachhandel neu zu definieren sind. Bisher hat der Konzern noch jeden Fachbetrieb beliefert, sofern er neben dem Verkauf von Reifen auch die damit verbundenen Serviceleistungen zu erbringen wußte.

Künftig wird das Händlernetz weitaus dünner sein. Es besteht die Absicht, sich mit den mutmaßlichen Gewinnern auf Handelsseite zu verbünden. Das ist nicht eine Frage der Betriebsgröße, jedenfalls nicht eine solche Frage allein.

Eine weitere unverzichtbare Konsequenz ist der Einsatz eines neuen Brand-Managements sowie der Einsatz sogenannter Account- oder auch Key Account-Manager. Ein wesentlicher Grund unter anderen Gründen für die Einführung der Mehr-Marken-Strategie liegt auch darin, daß sich mit der Vermarktung der vom Verbraucher am stärksten nachgefragten Reifenmarke Michelin im Vergleich mit den Wettbewerbern in aller Regel nicht die höchsten Roherträge erzielen lassen. Ein wesentliches Ziel bestehe darin, den Händlern zu ermöglichen, mit Spaß und Freude Michelin vermarkten zu können, meinte Vertriebschef Patrice Kéfalas (Foto links) im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG.

Im übrigen wolle man aber auch nicht den Fehler machen, Wettbewerbern weite Teile des Marktes die mit einer „Flag-Brand“ nun mal nicht erreicht werden können, kampflos zu überlassen. Mehr dazu in Heft 8/99 unserer Fachzeitschrift..

Schwerpunkt Ladenbau

Immer mehr bestimmt „Design“ das menschliche Bewußtsein. Konsumforscher jagen im Auftrage der Industrie dem sich immer schneller wandelnden bzw. diversifizierenden Verbraucherverhalten hinterher.

Das Zeitalter, in dem der Verkaufsraum folgenlos als Synonym für „dunkles Loch“, „muffiges Kabuff“, „abbruchreife Kaschemme“ fungieren oder gar als Lager für ausgediente Ersatzteile dienen konnte, ist ein für allemal passé. Wie sieht aber ein gelungenes Verkaufsraumdesign aus? Was muß ich als Händler beachten? Dazu wollen wir im Juli einige Anregungen geben..

Conti-Rennreifen für Lkw

Ein kleines Jubiläum kann Reifenhersteller Continental in diesem Jahr feiern. Denn seit 1989 fahren Renn-Lkw im europäischen Truck Grand Prix auf Pneus der Hannoveraner. War das Debüt vor zehn Jahren nach Aussagen von Wolfgang von Rein, seit letztem Jahr Truck Race Manager von Continental, noch mehr oder weniger improvisiert, so seinen die Serviceleistungen für die Teams aus ganz Europa inzwischen allerdings vergleichbar mit denen in der Formel 1.

Gerade die Betreuung soll nun aber noch besser werden, denn ab dieser Saison (Start war bereits am 24./25. April im französischen Dijon-Prenois) stehen nunmehr zwei Servicefahrzeuge mit insgesamt vier Mitarbeitern für einen professionellen Reifenwechsel an der Strecke zur Verfügung.

Doch das Jubiläumsjahr 1999 soll nicht nur im Zeichen des Service stehen. Auf der Seite der Pneus werden die seit 1994 eingesetzten "HS 45 SF" und "HS 45 SD", ein Runderneuerter, ab dieser Saison durch den "HSR Speed" (rechts im Bild) respektive den ebenfalls runderneuerten "HDR Contire Speed" (links im Bild) ersetzt. Neu sind beide Modelle jedoch nicht, es wurde lediglich die Bezeichnungsweise der Pneus an die der Standard-Produktpalette im Lkw-Bereich angeglichen.

Diese Namensgebung hatten die Hannoveraner erst kürzlich im Zuge der Vorstellung ihrer aktuellen Baustellen-Reifen aus eignem Hause im Herbst des vergangenen Jahres eingeführt. "Das Jahr 1999 steht für uns im Zeichen der neuen HSR Speed und HDR Contire Speed", sagte Dr. Ulrich Wellen, Leiter der Lkw-Reifenentwicklung bei dem hannoverschen Reifenhersteller, anläßlich der Pressekonferenz "Zehn Jahre Continental Truck Racing" Mitte April in Frankfurt.

"Die Umstellung der Nomenklatur ist dafür das nach außen sichtbare Zeichen", ergänzte er. Abgesehen davon kündigte er drüber hinaus jedoch auch eine Weiterentwicklung der beiden aktuellen Produkte an. Schon für Ende diesen Jahres stellte er eine bezüglich der Seitenstabilität verbesserte Variante in Aussicht, mehr dazu lesen Sie im Mai bei uns.

Umsatzplus bei Continental

Die Continental AG hat die Konzernzahlen für das vergangene Jahr bekanntgegeben. Demnach stieg der Umsatz auf 13,2 Milliarden DM (+ 17,9 %) und der Gewinn auf 611 Millionen DM (+33 %). Dabei sei auch das Ergebnis der Nutzfahrzeug-Reifensparte mit einem Umsatz von knapp 1,5 Milliarden DM (+13,3 %) erstmals positiv gewesen.

Im Pkw-Bereich stieg der Umsatz um 7,3 % auf nun 4,67 Milliarden DM. Zudem legten außerdem Conti General Tire (2,4 Milliarden DM, +2,0 %) und ContiTech (3,33 Milliarden, +7,7 %) zu. Der Umsatz des Bereiches Automotive Systems wird mit 1,23 Milliarden DM beziffert.

Neue Baustellenreifen von Continental

Auf der Nutzfahrzeug-IAA im September diesen Jahres waren sie bereits zu sehen, und Anfang November wurden sie nun erstmals in Hannover der europäischen Fachpresse vorgestellt. Die Rede ist von den neuen Baustellenreifen der niedersächsischen Reifenkocher aus dem Hause Continental. Die HC-Reifenfamilie (HSC, HDC und HTC) ist für Baustellen-Zulieferverkehr, der HDO dagegen für den Baustellen- und schweren On-/Off-Road-Einsatz konzipiert worden.

Baustellenreifen machen etwa 14 Prozent des westeuropäischen Lkw-Reifen-Gesamtvolumens aus: Von den insgesamt elf Millionen Nfz-Einheiten entfallen 1,5 Millionen Reifen auf das Baustellensegment. Das ist ein mengenmäßig attraktiver Markt. Conti gibt seinen europäischen Marktanteil im Nfz-Bereich mit 17 Prozent an.

Dem stehen lediglich zwischen fünf und sechs Prozent Marktanteil im bislang arg vernachlässigten Baustellensegment gegenüber. Das soll sich ab sofort ändern, wie Dr. Thorsten Reese, Leiter Marketing und Vertrieb Nutzfahrzeugreifen bei Continental, im Gespräch mit unserer Zeitung klarstellt: „Der Verkaufsstart unserer neuen Reifen ist für Januar 1999 vorgesehen.

Im ersten Jahr wollen wir zunächst ca. 65.000 Einheiten verkaufen.

In den beiden darauffolgenden Jahren soll die Verkaufszahl dann sukzessive auf 120.000 Einheiten erhöht werden. Unser längerfristiges Ziel ist es, die Absatzmenge in etwa Contis Marktanteil im Lkw-Segment anzugleichen.

“ In diesem anspruchsvollen Segment an Boden zu gewinnen, ist zweifellos eine ehrgeizige Zielsetzung, immerhin gelten Baustellen gemeinhin als „Reifenkiller“, und die an die Pneus gestellten Anforderungen sind beträchtlich. Was die Continental-Entwickler den Newcomern dafür mit auf den Weg gegeben haben, steht in unserem November-Heft..

Korea: Gewerkschaft will Daewoo-Verkauf an Ausländer verhindern

Gewerkschaftsvertreter der Automobilhersteller von Daewoo, Ssangyong, Hyundai und Kia wollen einen Verkauf von Daewoo an Ausländer verhindern, da anderenfalls viele Arbeitsplätze verloren gingen und alle Zulieferer stark gefährdet würden.