Der Eagle Ventura von Goodyear

Im „High Performance-Segment“, zu dem man gemeinhin die schwarzen Gummis ab den Geschwindigkeitsindizes H (bis 210 km/h) bzw. V (bis 240 km/h) zählt, will Goodyear seinen kürzlich vorgestellten neuen Sommerreifen Eagle positioniert wissen. Parallel zu der Einführung des neuen Modells will man gleichzeitig aber auch das Produktangebot an Reifen für die wärmeren Monate des Jahres insgesamt straffen: Besitzer von Fahrzeugen, die Pneus der H- bzw.

V-Kategorie benötigen, werden alsbald bei Sommerreifen aus dem Hause Goodyear nunmehr zwischen dem Eagle F1, dem Eagle NCT3 und eben jenem Eagle Ventura wählen können. Aquatred, GS-D+ und NCT2 werden sukzessive vom Markt verschwinden. Auffällig ist insbesondere das V-förmige Profildesign des Ventura – heutzutage fast schon Standard bei den Reifen vieler Hersteller, die im Hochleistungs-Segment mitmischen sollen.

Besonders ist bei dem Ventura allerdings, daß die Mittenprofilierung und die Schulterblöcke nicht einfach durch umlaufende Längsrillen voneinander getrennt werden, sondern vielmehr setzt Goodyear hier auf parabolförmige Verbindungsstege, von denen man sich eine bessere Übertragung der Längskräfte beim Beschleunigen oder Bremsen verspricht. Im Januar/Februar soll der speziell für das Ersatzgeschäft entwickelte Eagle Ventura bereits in 28 Dimensionen verfügbar sein und damit eine 98prozentige Marktabdeckung erreichen, zum Ende des Februar werden noch drei weitere Größen hinzukommen. Mehr zum Ventura lesen Sie in NEUE REIFENZEITUNG 2/99.

Hintergrundgespräch mit Edouard Michelin

Edouard Michelin hat sich auf den Weg gemacht, sein Unternehmen als „market-driven“ zu profilieren und zu perfektionieren. Ende September stellte sich Edouard Michelin in Paris der NEUE REIFENZEITUNG zu einem Hintergrundgespräch..

Liefersituation von Goodyear in Nordamerika unverändert schlecht

Der Hersteller hat die so genannten „fill rates“ auch im Dezember nicht verbessern können. Goodyear-Händler beklagen diesen unhaltbaren Umstand massiv und äußern sich auch öffentlich recht sarkastisch..

Goodyear schließt Werk in Argentinien

Das 1931 in Betrieb gegangene Werk der Pneumaticos Goodyear SA vor den Toren von Buenos Aires wird geschlossen, es ist eines der ältesten im Konzern. Goodyear hatte bereits 1915 in Argentinien eine seiner ersten ausländischen Verkaufsniederlassungen überhaupt gegründet..

Umsatzplus von 20 % in den ersten neun Monaten 1999 bei Nokian

Der finnische Reifenhersteller Nokian konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres seinen Umsatz um 20 Prozent auf 199 Millionen Euro steigern und einen Operating Profit von 18,4 Millionen Euro erzielen. Der Hersteller beschäftigt derzeit 1848 Mitarbeiter in der Gruppe und bleibt auf Expansionskurs. Im laufenden Jahr werden 36 Millionen Euro investiert, um das Ziel einer Produktivitätserweiterung um 50 Prozent binnen fünf Jahren erreichen zu können.

Nokian bemüht sich derzeit um die Übernahme des Reifenspezialisten ISKO. ISKO ist Finnlands größter Reifenhändler mit einem Umsatz von etwa 65 Millionen Euro und gilt als finanzstark und als sehr profitabel zugleich..

Continental an Pirelli-Reifen weiter interessiert

Auf einer Analystenkonferenz in New York hat Conti-Chef Dr. Kessel erneut Interesse an einem Jointventure oder einer Übernahme der Pirelli Tyre Holding signalisiert. Der Konzern sei aber auch an Akquisitionen im Nicht-Reifenbereich interessiert.

Nokian Tyres übernimmt ISKO

Nokian Tyres übernimmt 94 % der Aktien des größten finnischen Reifengroß- und Einzelhandelsunternehmens ISKO und verfügt damit über ein Netz von 117 Filialen mit rund 750 Mitarbeitern in „Nordic Europe“, d.h. Skandinavien, Estland und Litauen.

Wechsel in der Goodyear-Konzernzentrale

Karl-Friedrich Schmidt (59), bisher Fulda-Manager mit europaweiter Verantwortung für den Bereich Manufacturing Efficiency and Information Systems, übernahm zum 1. Oktober die Position Director Global Manufacturing Efficiency bei der Muttergesellschaft Goodyear. Er berichtet in dieser neuen Funktion direkt an die Weltzentrale Goodyears in Akron/Ohio, wo er auch tätig sein wird.

"Mein Hauptziel ist die Steigerung der Effizienz und Wirtschaftlichkeit aller Goodyear-Produktionsstätten weltweit", sagte Schmidt. Seine Konzernkarriere begann K.-F.

Schmidt bereits 1983 bei den Gummiwerken Fulda. Zunächst war er als Manager Industrial Engineering tätig; wechselte aber 1986 als Prokurist in den Bereich Personal- und Sozialwesen. Vier Jahre später übernahm er die Aufgaben des Managers Organization Effectiveness Europa für die nicht direkt produktbezogenen Konzernbereiche.

Die Winterreifen-Saison hat begonnen

Herbstzeit ist Umrüstzeit, die Winterreifensaison steht ins Haus. Wir erinnern uns: Im vergangenen Jahr hat ein früher Wintereinbruch für einen regelrechten Nachfrageboom in den Fachhandelsbetrieben gesorgt. Ergebnis: Untern Strich 14,8 Millionen verkaufte Winterreifen – so viel wie noch nie und eine Steigerung um fast neun Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis (13,6 Millionen).

Dieses Ergebnis schreibt einen gesamteuropäischen Trend fort, der bereits vor einigen Jahren seinen Anfang nahm. So ist der Winterreifenmarkt in Europa nach einer Studie des Reifenherstellers Michelin in den letzten fünf Jahren um rund 70 Prozent angewachsen. Im vergangenen Jahr trugen hiernach in Mitteleuropa bereits 16 Prozent aller Ersatzmarktreifen das M+S-Symbol, im Jahre 2005 könnte der Anteil laut Michelin bereits die 20 Prozent-Marke überschritten haben.

Die mitteleuropäischen Länder (insbesondere Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich) sind gegenwärtig mit rund 85 prozentigem Absatzanteil in diesem Segment vertreten, von dem allein jeder zweite Reifen in Deutschland verkauft wird. Innerhalb der Winterreifenpalette verzeichnen insbesondere die Fabrikate mit Speedindex „T“ signifikante Zuwachsraten auf Kosten des „Q-Segmentes. Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.

V. (BRV) zeigt sich angesichts dieser positiven Bilanz denn auch entsprechend optimistisch und prognostiziert für diese Saison flugs nochmals eine halbe Million verkaufter Einheiten mehr in Deutschland. Ergo: Der Trend geht auch weiterhin ungebrochen in Richtung Winterbereifung.

Ford will größter Reifenvermarkter der USA werden

Die Ford Customer Service Division (FCSD) hat in Nordamerika gerade eine starke Anzeigenkampagne gestartet und ein aus 2.400 von derzeit 5.000 Ford- und Lincoln-Mercury-Händlern bestehendes Netz als „Amerikas neuestes Reifengeschäft“ der breiten Öffentlichkeit vorgestellt (America’s Newest Tire Store).

Botschaft: Mit einem einzigen Stop läßt sich schon bei Ford alles regeln, der Weg zum Reifenhändler wird überflüssig. Allerdings sollen nur Erstausrüstungslieferanten im Ford-Ersatzgeschäft Berücksichtigung finden können. Damit Bewegung in die Sache kommt, läuft derzeit eine aufwendige und teure Fernsehkampagne, die später durch Radiowerbung sowie Direct Mail ergänzt, teils auch ersetzt werden soll.

Es geht um mehr als leere Worte: Im Juli 1998 vermarktete die Ford-Organisation gerade mal 700 Reifen. In diesem Juli waren es bereits 97.000.

Im laufenden Jahr sollen laut Ford mehr als eine Million Reifen verkauft werden, im Jahr 2000 dann bereits drei Millionen, und selbst diese Zahl soll im Jahr 2001 nochmals auf dann sechs Millionen Stück verdoppelt werden. Das sind wahrlich große Zahlen, andererseits aber auch keine unrealistischen, denn wenn nur jeder der derzeit eingebundenen 2.400 Händler am Tag einen Satz Reifen verkaufen kann, dann ist die Drei-Millionen-Grenze schon zu überspringen.