Leopoldo Pirelli wurde 75 Jahre alt

Leopoldo Pirelli wurde am 27. August 75 Jahre alt. Er trat 1991 nach dem fehlgeschlagenen Versuch der Übernahme des Continental-Konzerns, der den italienischen Konzern in eine seine Existenz bedrohende Krise stürzte, als Konzernchef zurück und übertrug die Führung Marco Troncetti Provera, dessen Familie heute mit knapp 20 Prozent die stärkste Aktionärsgruppe stellt, während der Anteil des Namensgebers und seiner Familie auf etwa drei Prozent gesunken ist.

M-Klasse doch sicher

Ein Artikel der Zeitschrift Auto Bild hatte Anfang August den Eindruck erweckt, die M-Klasse von Mercedes-Benz könne im VDA-Spurwechseltest in Kippgefahr geraten. Das Unternehmen reagierte prompt und initiierte gemeinsam mit Auto Bild einen Nachtest, in dem nach Angaben des Herstellers die aktive Sicherheit der M-Klasse zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte. Grund für die Fehlinterpretation: Die VDA-Richtlinien für den Spurwechseltest seien wie auch seitens der Redaktion bestätigt wurde, nicht in allen Punkten eingehalten worden.

Reifendiagnosetechnik von Beissbarth als „Chance für den Reifenhandel“

Nicht erst seit den jüngsten Reifenrückrufen von Firestone, Continental oder Kléber weiß die (Reifen-)Fachwelt um den Einfluss der schwarzen runden Gummis auf die Fahrsicherheit von Fahrzeugen. Innere Defekte des Reifens – mechanische Verletzungen des Festigkeitsträgers durch Prallverletzungen und Schnitte oder Gewebebrüche/-risse in der Karkasse – sieht man dem Pneu von außen in aller Regel allerdings nicht an. Daher hat die Münchner Beissbarth GmbH mit dem "mtt 2100" schon zur Reifenmesse 1998 ein Prüfgerät zur Integration in Prüfstraßen vorgestellt.

Dafür und für die Weiterentwicklung in Form des stationären Reifendiagnosegerätes "mtt 2020" wurde der Autoservicegerätehersteller bereits mehrfach ausgezeichnet. Als "eher verhalten" umschreibt Erich Pittenauer, Geschäftsführer der Beissbarth GmbH, die gerade erst die Firma AutoConsult akquirierte und zur diesjährigen Automechanika eine Neuordnung ihrer Vertriebstrukturen bekannt gegeben hat, jedoch bislang die Reaktion im Reifenfachhandel. Kernstück der Diagnosetechnik ist ein von Beissbarth entwickelter Messkopf.

Er beinhaltet eine Laser-Beleuchtungseinheit und eine CCD-Kamera mit spezieller Optik. Damit wird der Reifen Segment für Segment abgetastet, wobei jeweils zwei Bildsequenzen (in unverformtem Zustand und nach Ablassen einer definierten Luftmenge) aufgenommen und mittels Shearographie/digitaler Bildanalyse aufbereitet werden und Rückschlüsse auf das "Innenleben" des Reifens zulassen. Der gesamte Vorgang dauert für einen Reifen mittlerer Größe etwa zwei Minuten.

"Durch den Einsatz des ‚mtt 2020‘ kann der Handel seine Kompetenz zeigen und sich gegenüber Wettbewerbern profilieren", so die Argumente des Geschäftsführers. Darüber hinaus wird von Pittenauer allerdings auch der Dienstleistungsgedanke angeführt. "Einfach nur Reifen verkaufen reicht heute nicht mehr, die Beratung bzw.

Betreuung der Kunden gewinnt in Zeiten immer stärkeren Wettbewerbs einen ständig steigenden Stellenwert." Pittenauer zufolge hat eine Wirtschaftlichkeitsrechnung von Beissbarth zudem ergeben, dass sich der Einsatz des "mtt 2020" je nach Rahmenbedingungen ab einem Preis von etwa sechs bis sieben Mark rechne..

Benchmark Premio

Top-Team, die größte Kooperation unabhängiger Reifenfachhändler, sieht in den Premio-Betrieben die qualitativ beste Gruppe, mit der man sich am liebsten messe; das teilte BRV-Präsident Ludwig als Gastredner auf der Premio-Jahrestagung am Wochenende in Berlin mit. Das Premio-Franchisenetz hat zurzeit 109 Partner und ist auf qualitatives Wachstum eingestellt..

Goldader für Pirelli

Das hat Pirelli für 3,6 Milliarden US-Dollar an die US-Gruppe Corning verkauft: Einen 90-prozentigen Anteil (zehn Prozent gehören Cisco) an der noch sehr jungen Firma Optical Technologies, die etwa 100 Beschäftigte und im ersten Halbjahr zwölf Millionen US-Dollar umgesetzt hat; für das Gesamtjahr werden 30 Millionen US-Dollar prognostiziert. Optimistische Beobachter waren von einem möglichen Verkaufspreis von rund einer Milliarde US-Dollar ausgegangen, doch nun fließen nach Konzernangaben dem Unternehmen nach Steuern leicht mehr als drei Milliarden US-Dollar zu. Es gilt Managementangaben zufolge als äußerst unwahrscheinlich, dass Pirelli einen Reifenkonkurrenten akquiriert.

Möglicherweise kann aber das Projekt MIRS schneller als geplant vorangetrieben werden. Pirelli will auch weiter gemeinsam mit Michelin und Goodyear bei der Durchsetzung des PAX-Systems eine wichtige Rolle spielen..

Preiserhöhung auch bei Pirelli

Pirelli wird in Deutschland zum 1. November die Preise für Pkw-, Llkw- und Offroad-Reifen um sechs Prozent erhöhen. Bereits zum 1.

Bridgestone erwirbt von Kumho Reifenfabrik in China

Bridgestone hat sich "mit deutlicher Mehrheit" an der chinesischen Tianjin Kumho Tire Co Ltd. beteiligt, die nun in Tianjin Bridgestone Tire Co. Ltd.

umbenannt werden wird. In der Fabrik werden Pkw-Radialreifen sowie kleine Lkw-Reifen hergestellt. Die Produktionskapazität liegt nach Firmenangaben bei 3,5 Millionen Stück.

Gibara erläuterte Goodyear-Strategie

Goodyear-Chef Gibara sprach diese Woche auf der Dealer-Conference in Las Vegas vor 4.500 Reifenfachleuten von der Notwendigkeit der Konsolidierung nach vorangegangener Expansion im Vorjahr. Gibara umwarb die teils unzufriedene Händlerschaft, auch im Zeitalter des Internet sei eine persönliche Beziehung wichtig.

Zulieferer hoffen auf Produktionsverbund Nissan/Renault

Das Nissan-Werk in Barcelona ist nur unzureichend ausgelastet und drängt sich förmlich für eine gemeinsame Produktion bauähnlicher Renault-Modelle auf, wie Ex-Michelin-Manager Carlos Ghosn – heute für die Integration Nissans bei Renault zuständig – anlässlich der Detroit Motor Show erklärte. Automobilzulieferer hoffen, von der neuen Konstellation zu profitieren, hatte doch Ghosn eine deutliche Reduktion ihrer Anzahl angekündigt. Beispielsweise hat Hayes Lemmerz bei Aluminiumrädern (fast) Exklusivstatus bei Nissan Europa und gewinnt aktuell sprunghaft Anteile bei Renault hinzu.

Deutsche Autos sehr erfolgreich in USA

17,4 Millionen Autos wurden im abgelaufen Jahr in den USA verkauft, das sind 9,1 Prozent mehr als 1998. Audi-Fahrzeuge legten übers Jahr um 39 % auf 65.959 Fahrzeuge zu, Porsche verbesserte sich um 21 % auf 17.

243 Wagen. Mercedes konnte mit 189.437 Fahrzeugen ein Plus von 11,3 % erreichen.