Tigar-Reifen

Wir haben bereits über den Reifenhersteller Sava berichtet und stellten mit Matador einen weiteren reifenproduzierenden Vertreter des ehemaligen Osteuropa vor. In der April-Ausgabe wird ein Hersteller präsentiert, der vor Jahren bereits einmal eine recht gute Basis in Deutschland hatte, aufgrund der Unruhen und der Auflösung des ehemaligen Jugoslawien aber ins Abseits gedrängt war: Tigar. Und wer den Bericht aufmerksam liest, der wird die Stelle finden, an der klar wird, welcher große Reifenhersteller hier bereits im Hintergrund die Fäden zieht und „dem Tiger“ die Krallen schärft! Auch im Mai werden wir unsere Serie von Berichten über Reifenhersteller aus dieser Region fortsetzen: nun kommt die rumänische Reifenbranche zum Zuge.

Firmenportrait Van den Ban

In Deutschland ist der Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter der Van den Ban Autobanden Handelmij. BV, Arie van den Ban, den meisten Marktteilnehmern in erster Linie als Reifengroßhändler vertraut. Die Wurzeln des unweit des Rotterdamer Hafens in Hellevoetsluis angesiedelten Familienunternehmens liegen jedoch im Brennstoffvertrieb.

Als Reaktion auf rückläufige Absatzzahlen in den angestammten Geschäftsfeldern im Zuge der Ölkrise schwenkte van den Ban im Jahre 1971 – nachdem er das Geschäft von seinem Vater übernommen hatte – auf den Reifenhandel um. Zunächst startete das Unternehmen als Zwei-Mann-Betrieb. Sein Gespür für Markttrends kam dem Geschäftsmann bereits damals zugute.

Er erkannte, daß zwischen den einzelnen Ländern Europas z.T. beträchtliche Preisunterschiede bestanden und war einer der ersten, die in großem Stil in das sogenannte Parallelgeschäft (Im-/Export) einstiegen.

Die slowenische Marke Sava (erst zu Conti, jetzt zu Goodyear gehörend), die Van den Ban bereits seit 1972 exklusiv für die Benelux-Staaten importiert, gibt Zeugnis von dieser frühen Periode. Die Expansion des Unternehmens vollzog sich kontinuierlich. Im Jahre 1981 zog man auf ein neues, insgesamt 40.

000 Quadratmeter umfassendes Betriebsgelände um, und parallel dazu vollzog sich der Aufbau einer eigenen Speditionsflotte. Vor 15 Jahren hatte van den Ban erneut den richtigen Riecher, als er unter dem Namen „Flamingo“ seine erste eigene Exklusivmarke auf den Markt brachte. Mittlerweile sind entfallen 56 Prozent der im vergangenen Jahr insgesamt verkauften Einheiten auf die eigenen Marken.

Die restlichen 44 Prozent resultierten aus dem Verkauf von renommierten Markenfabrikaten, die Van den Ban entweder direkt bei der Reifenindustrie oder auch bei anderen Reifenhändlern weltweit bezieht. Mehr über die niederländische Unternehmensgruppe und die Marketingaktivitäten des Private Labels „AXXIUM“ bzw. „Club AXXIUM“ erfahren Sie in unserem Firmenportrait in Heft 8/98.

Das 4 Wheels-Angebot für den Reifenfachhandel

Da kauft man vier neue Winterräder, um sicher durch Eis und Schnee zu gelangen, und die ganze Sache kostet nicht nur viel Geld, sondern obendrein auch noch Ärger. Denn: Schön im dünnen blauen Plastiksack eingetütet liegen zwei abmontierte Räder im Kofferraum und zwei weitere im Fond des Wagens. Spätestens daheim angekommen stellt sich oft genug die Frage der Lagerung der momentan ungenutzten Pneus.

Das Problem ist nicht neu und die Lösungen oder Lösungsansätze sind es auch nicht. Viele Reifenhändler haben mit der Einlagerung begonnen; oft fehlt es aber an Übersichtlichkeit, Sauberkeit, Lagermöglichkeiten, Professionalität. Damit soll nun, geht es nach der Düsseldorfer Firma 4 Wheels, Schluß sein.

Das Unternehmen bietet der Branche einen vollständigen Einlagerungs- und Reinigungsservice an. In regelmäßigen Abständen kommt der 4-Wheel-Service-Wagen zum Hof des Händlers und nimmt dort die zur Lagerung angefallenen Räder auf, um sie zu reinigen und letztlich in einem eigens dafür entwickelten Container auf dem Hof des Händlers einzulagern. Sollte der Händler bereits einen eigenen Container haben oder auch über ein ausreichendes sonstiges Raumangebot verfügen, kann auf eine Einbeziehung des Containers natürlich auch verzichtet werden.

Die angebotenen Container (12 m lang und 2,4 m breit) sind dagegen bereits mit Regalen und Lichtbändern versehen und haben Vorrichtungen, daß die Feuchtigkeit austreten kann. Sie können zwischen 90 bis 110 Sätze Räder aufnehmen. Und zwar so, daß sie auf Anhieb jederzeit zu orten und dem Kunden zu übergeben sind, wenn dieser, wann auch immer, wieder dort erscheint.

Sema-Show Las Vegas: Jobber-Lieblinge heißen Goodyear/Dunlop

Der Goodyear-Konzern tut sich momentan ohnehin schon schwer genug auf seinem Heimatmarkt Amerika und nun erhält er auch noch unerwünschte Unterstützung: Ein starker Dollar und ein weicher Euro laden zu Reifenexporten von Europa nach USA geradezu ein. Die auch hierzulande bekannten Broker und Großhändler hatten Grund mit den Abschlüssen mehr als nur zufrieden zu sein. Bei Goodyear selbst wird das Problem verdrängt oder zumindest doch relativiert.

Stellenkürzungen bei Tenneco Automotive USA

Tenneco Automotive, Hersteller von Stoßdämpfer der Marke Monroe und Walker-Abgassystemen, hat nach einem starken Einbruch des Operating Profit in vier US-Werken die Zahl der Mitarbeiter um 285 reduziert. Aber auch an anderen Standorten – das Unternehmen betreibt 70 Produktionsstätten in 21 Ländern weltweit – soll es zu weiteren Personalkürzungen kommen. Geredet wird von bis zu 700 Stellen, die davon betroffen sind.

Start der Verhandlungen im Fall Ford/Firestone

Anwälte beider Seiten haben vor einem Richtergremium in Washington über die weitere Vorgehensweise im Zusammenhang mit den inzwischen 200 anhängigen Klagen die Rückrufaktion betreffend gestritten. Innerhalb der nächsten zwei Wochen will man entscheiden, ob die Fälle als eine Art Sammelklage vor nur einem Gericht verhandelt werden sollen: Ford, Firestone und die Anwälte einiger Kläger plädieren dafür, andere meinen, dies würde das Verfahren nur unnötig in die Länge ziehen. Schon dieses Hearing hat eine Verschiebung einer anderen Anhörung mit sich gebracht, wo das „Center for Auto Safety“ (eine Organisation unter der Führung von Verbraucherschützer Ralph Nader) eine Ausweitung des Rückrufes von Bridgestone/Firestone-Reifen erreichen wollte.

Statt Architekten kamen Sparkommissare: Goodyear im Jahr 2000

Eigentlich wollte Gibara den Goodyear-Konzern bereits in diesem Jahr zum unbestrittenen Führer im weltweiten Reifenmarkt und zum besten Reifenhersteller unter Anlegung sämtlicher relevanten Maßstäbe gemacht haben. Es kam ganz anders: Nach sehr schwachem Vorjahr hat sich die Talfahrt für das Unternehmen im Jahr 2000 weiter fortgesetzt, von Erholung oder gar grundlegendem Turnaround keine Spur..

Neuer Titel für denselben Mann

Bisher war er Pressereferent und berichtete an die Leiterin des Bereichs Kommunikation, Elke Klamann. Ab 1. Januar 2001 ist Christian Fischer zum Manager Public Relations bei Goodyear Deutschland ernannt worden und berichtet auch jetzt weiterhin an Frau Klamann.

Bibendum bestes Logo der Welt

Eine von Financial Times und dem Magazin Report on Business zusammengestellte internationale Jury hat das Michelin-Männchen Bibendum zum besten Logo der Welt gewählt.

Gewinnwarnung von Vredestein

Im Gegensatz zu früheren Prognosen wird Vredestein in diesem Jahr einen weitaus geringeren Nettogewinn und einen schwächeren Cash-Flow als 1999 ausweisen. Ein Abrutschen in die Verlustzone hofft der Vredestein-Vorstand jedoch vermeiden zu können..