„Enttäuschendes“ Goodyear-Ergebnis

Goodyear hat die Unternehmenszahlen für das letzte Jahr vorgelegt. Der Reifenhersteller erzielte demzufolge einen Rekordumsatz von 14,4 Milliarden US-Dollar (1999: 13,4 Milliarden), wozu Dunlop 2,3 Milliarden beitrug. Goodyear schätzt, dass Währungseinflüsse den Umsatz um rund 450 Millionen US-Dollar reduzierten.

Mit dem Nettogewinn ging es rapide bergab. Er liegt nur noch bei 40,3 Millionen US-Dollar (1999: 243,2 Millionen). Bei der Anzahl der produzierten Reifen legte man allerdings zu: Im Jahr 2000 wurden 22,8 Million Reifen mehr gefertigt, Dunlop trug hierzu 37,3 Millionen Einheiten bei.

„Enttäuschend“, kommentierte Goodyear-Chef Gibara das Zahlenwerk, aber man habe ein „solides Verbesserungsprogramm“ für 2001. Dies sieht unter anderem die weltweite Streichung von bis zu 7.200 Arbeitsplätzen vor, was alleine schon rund 150 Millionen US-Dollar an Einsparungen in diesem und jeweils 250 Millionen in den folgenden Jahren bringen soll.

Europäisches Distributionzentrum für Hankook in Rotterdam eingeweiht

Hankook hat wiederholt bekundet, durch neue Werke die Kapazität ausbauen zu wollen, wobei ein Hauptaugenmerk Europa gelte. Eine konkrete Entscheidung stehe aber noch aus, wie Jung Rak Chey, Präsident bei Hankook Tire Europe, im März in Rotterdam vor der Presse berichtete. Hankook konnte bereits in Europas Erstausrüstung einen Fuß in die Tür bringen, aktuell wird Fords neuer Transit mit Reifen bestückt, Volvo und Volkswagen sind derzeit weitere Gesprächspartner, die sich für Hankook-Erstausrüstungsreifen interessieren.

Hat man nun keine Fabrik in der Nähe der Kunden, dann muss wenigstens die Logistik so optimiert sein, als hätte man ein Werk vor Ort. Das jetzt in Rotterdam eingeweihte European Distribution Center (EDC) wird auch von Hankook selbst als „Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens“ gesehen. Die Lagerkapazität ist ausgelegt auf 300.

000 Pkw-, 20.000 LLkw- und 20.000 Lkw-Reifen.

Darüber hinaus sind stets 250.000 Autobatterien auf Lager, die zum Teil bereits gefüllt aus Korea angeliefert werden, eine Befüllungsanlage ist aber auch im neuen EDC. Hankook hat das Ziel, jährlich ca.

drei Millionen Reifen und eine Million Batterien über das EDC umsetzen zu können. Beliefert werden sollen 35 Länder von Finnland bis Portugal, von Island bis Russland..

Neue weltweit verantwortliche Marketing-Vizepräsidentin bei Goodyear

Goodyear hat Cathryn M. Fischer (39) zur Vizepräsidentin und Marketingleiterin berufen. Sie wird für die weltweiten Marketingaktivitäten und das Marken-Management verantwortlich sein und berichtet an Robert J Keegan, Präsident und Chief Operating Officer (COO) des Konzerns.

Verkaufsgerüchte um National Tyres & Autocare

Nachdem in Großbritannien Gerüchte die Runde machen, die Continental AG wolle ihre 100-prozentige britische Handelstochter National Tyres & Autocare verkaufen, hat Roger Hawkins, Geschäftsführer von Nationals Retail-Division, gegenüber unserer Schwesterzeitschrift TYRES & ACCESSORIES entsprechende Spekulationen zurückgewiesen. „Continental hat derzeit nicht die Absicht National Tyres zu verkaufen“, so Hawkins..

Stahlfelgenfabrik vor der Schließung

Accuride Corp. (Nordamerikas größter Hersteller von Felgen für Lkw und Trailer) wird im Rahmen einer Umstrukturierung die Fertigung von leichten Stahlfelgen im Werk Columbia (Tennessee) aufgeben. Die Produktion wird auf andere Werke des Unternehmens, das auch Nutzfahrzeug-Aluminiumfelgen herstellt, verlagert.

Entwicklung nach Plan bei Alloy Wheels Brock

Die unter Alloy Wheels firmierende Felgenfabrik in Bosnien entwickelt sich seit ihrer Übernahme durch die Brock-Gruppe im Frühjahr 1998 planmäßig. Nachdem die erste größere Sanierungs- und Modernisierungsphase zum Abschluss gekommen ist, können rund eine halbe Million hochwertiger Felgen produziert werden. Das TÜV-Zertifizierungsverfahren kommt in diesen Wochen zum Abschluss.

E-Commerce weiter auf dem Vormarsch

1250 00

Wohl kaum ein anderes Thema hat die Reifenbranche im vergangenen Jahr derart beschäftigt wie E-Commerce und Internet. Lange genug – im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen – hatte es ja gedauert bis die Herstellerindustrie bzw. der (Groß-) Handel die sich damit bietenden Möglichkeiten erkannt hat.

Doch wen wundert’s: Schließlich sind Unternehmen aus dem Elektronikbereich per se einfach dichter an der Materie dran, und auch Finanzdienstleistungen und Kommunikationsaufgaben lassen sich nun mal einfacher online abwickeln als man die Praxisanforderungen an die Automobilbranche und die ihr verwandten Bereiche ins „Netz der Netze“ übertragen kann. Insofern dürfte niemand wirklich über das im Branchenvergleich geringere Engagement beim E-Business in diesem Sektor erstaunt sein, von der in einer kürzlich veröffentlichten Studie der Economist Intelligence Unit (EIU) in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung KPMG Consulting die Rede ist. Mittlerweile ist aber auch in der Reifenwelt die Akzeptanz des Internets gestiegen.

Automarkt in Deutschland weiter im Vorwärtsgang

VDA-Präsident Gottschalk hat in einem Gespräch mit dem Handelsblatt auch im kommenden Jahr eine Pkw-Produktion in der Nähe von fünf Millionen Einheiten zum vierten Mal in Folge für möglich gehalten. So soll, laut Gottschalk, die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland 2001 wieder auf mehr als 3,5 Millionen Fahrzeuge klettern, nachdem in diesem Jahr voraussichtlich 3,4 Millionen Fahrzeuge angemeldet werden..

Keine Oldsmobile-Reifen mehr

Die Aufgabe der Marke Oldsmobile durch General Motors wird für die Reifenlieferanten Michelin, Goodyear und Bridgestone/Firestone Verlagerungen auf andere GM-Marken nach sich ziehen.

Explorer-Unfälle – Ford gibt Firestone schuld

Ford hat in einem abschließenden Bericht den Reifen von Firestone die alleinige Schuld an den Überschlagsunfällen mit dem Explorer zugeschrieben. Außerdem – so Ford weiter – neige der Explorer nicht zu mehr Überschlägen oder Reifendefekten als jedes andere Mittelklasse-SUV. Bridgestone/Firestone widersricht diesem Bericht und betont, dass bei der Ursachenforschung sowohl Einflüsse der Reifen als auch des Fahrzeuges selbst untersucht werden müssten.