Die Deutsche Bank hat Goodyear-Aktien von „Market Perform“ auf „Buy“ heraufgestuft. Die Analysten glauben, dass Goodyear signifikante Fortschritte durch Kostensenkungsmaßnahmen erzielt hat und weitere Verbilligung von Rohmaterialien zu erwarten sind, so dass die Gewinne spürbar anziehen. Allerdings setzen sie auch Erwartungen darein, dass es Goodyear gelingen wird, im Februar kommenden Jahres viele Firestone-Händler in Nordamerika für sich gewinnen zu können, wenn deren Verträge mit Firestone zur Erneuerung anstehen.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2001-05-31 00:00:002023-05-16 11:59:49Kaufempfehlung jetzt auch für Goodyear-Aktien
In einem Gespräch mit Analysten der DB Group zeigten sich Sprecher des Reifenherstellers sehr zuversichtlich, im kommenden Jahr im US-Erstausrüstungsgeschäft ein Wachstum von etwa fünf Prozent erzielen zu können, obwohl allgemein mit einem Marktrückgang von bis zu acht Prozent bei den Automobilherstellern gerechnet wird. Goodyear berichtet, jetzt bereits einen Festauftrag über 1,8 Millionen Reifen von Ford erhalten zu haben zu Lasten von Firestone und es gebe Anzeichen, auch bei General Motors stärker ins Geschäft kommen zu können. Von Chrysler verlangte Preissenkungen werde es nicht geben.
Ende Januar laufen die Verträge zwischen Reifenhändlern und Firestone aus. Davon verspricht sich das Goodyear-Management viele neue Abschlüsse für das Ersatzgeschäft. Auf der anderen Seite werden im Lkw-Reifengeschäft Abschwächungen befürchtet.
Insgesamt, so die Analysten, gebe es momentan mehr Gründe an ein verbessertes Ergebnis für das kommende Jahr glauben zu können als daran zu zweifeln. Eine Empfehlung für die Aktie ist damit aber nicht verbunden gewesen..
Die Cooper Tire & Rubber warnt vor einem Kaufangebot von Cooper-Aktien von Seiten der TRC Capital Corporation. Angeblich wolle dieses Unternehmen die Cooper-Aktionäre glauben machen, sie würden bei dem angebotenen Kaufpreis ein gutes Geschäft machen. In Wahrheit läge die Offerte allerdings unter dem tatsächlichen Marktwert der Papiere.
Der Preis für Kautschuk liegt bei rund 0,54 US-Dollar pro Kilo, so niedrig wie seit annähernd 30 Jahren nicht mehr. Die Reifenhersteller, die zwei Drittel der Produktion abnehmen, kaufen nur noch zögerlich, nachdem die Nachfrage nach Autos in den großen Industrieländern zurückgeht. Thailand, Indonesien und Malaysia wollen den Preis durch ein Kartell hoch halten, konnten aber noch keinen nennenswerten Erfolg verzeichnen.
Und die Konkurrenz aus Vietnam und Kambodscha steigert die Produktion noch, sodass der Preis niedrig bleibt. Die Kautschukproduzenten setzen jetzt ihre Hoffnung auf China, das bei einem Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO verstärkt Gummi importieren wird..
Das erste Reifenwerk außerhalb Nordamerikas hatte Goodyear 1927 im britischen Wolverhampton eröffnet. Im letzten Oktober hatte der Reifenhersteller der Belegschaft mitgeteilt, welche Möglichkeiten bestünden, um die Probleme, denen sich das Werk gegenüber sieht, zu reduzieren. Goodyear räumte ein, dass Wolverhampton Produktivitäts- und Kostennachteile habe.
Den Arbeitern in Wolverhampton war eine 90-Tages-Frist gesetzt worden, um sich zu Vorschlägen zu äußern. Das Management und die Gewerkschaften haben auch verhandelt mit dem Ergebnis, dass die Gewerkschaften der Belegschaft empfahlen, der Umstellung von einem Vier- auf ein Fünf-Schicht-System zuzustimmen. Obwohl dieses Angebot auf dem Tisch lag, ließen die Arbeiter die Frist verstreichen, ohne sich zu äußern.
Goodyear sah sich daher genötigt, 500 Menschen zu kündigen. Und das Management setzte noch eins drauf: Die Entscheidung der Belegschaft, nicht auf das Goodyear-Angebot einzugehen, lasse die Zukunft des Werkes „extrem schwierig“ erscheinen. Hier dürfte sich die Argumentation im Kreise drehen, denn der von Beobachtern vermutete Grund für die auf den ersten Blick unverständliche Haltung der Belegschaft dürfte sein, dass die Arbeiter bereits resigniert haben und ohnehin nicht mehr an eine Zukunft des Werkes glauben.
Aber Ende Januar gab es auch Positives von der Insel zu berichten, als bekannt wurde, dass anders als erwartet, doch nur 240 Arbeitsplätze zusätzlich zu den 215 Entlassungen zu Beginn des Januar dem Rotstift zum Opfer fallen. Damit liegt die Gesamtzahl von 455 unter dem Wert, von dem man nach Ablehnung des vom Management vorgeschlagenen Kostenreduktionsprogramms durch die Belegschaft allgemein ausgegangen war. Und auch ein Goodyear-Sprecher zeigte sich überzeugt, dass die nun vorgenommenen Stellenstreichungen die Schließung des britischen Werkes verhindern könnten.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2001-05-31 00:00:002023-05-16 11:58:21Reifenwerk Wolverhampton vor dem Aus?
Laut einer Studie von Deloitte & Touche nutzen die Internetpräsenzen vieler Unternehmen die Möglichkeiten, die dieses Medium bietet, noch nicht optimal. Meist überwiege noch der Einsatz als Beschaffungsquelle für die eigene Firma, Angebote für Endkunden seien eher selten. Dabei – so zumindest Deloitte & Touche – biete die volle E-Commerce-Integration jede Menge Potenzial.
Seit 34 Jahren ist Jürgen Herrmann bei den Gummiwerken Fulda beschäftigt und seit 14 Jahren Vorsitzender des Betriebsrates. Er ist gleichzeitig Konzernbetriebsratsvorsitzender der Deutschen Goodyear-Holdings und Mitglied des Weltbetriebsrates des Reifenriesen. Am 17.
Januar konnte Herrmann seinen 60. Geburtstag begehen..
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2001-05-31 00:00:002023-05-16 11:58:24Betriebsratsvorsitzender der Gummiwerke Fulda wurde 60
Am Rande der Detroit Motor-Show werden Gerüchte gehandelt, die Ablösung von DaimlerChrysler-Chef Schrempp stehe wegen wachsenden Drucks aus dem Aktionärskreis bevor. Der weitere Verfall der DaimlerChrysler-Aktie sowie neue Herabstufungen durch Analysten geben den Gerüchten neue Nahrung..
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2001-05-31 00:00:002023-05-16 11:58:26Gerüchte um Jürgen Schrempp
Der koreanische Reifenhersteller Hankook hat am 7. März im Hafen Rotterdam sein European Distribution Centre (EDC) eingeweiht. Von diesem Zehn-Millionen-Euro-Investment aus sollen alle europäischen Kunden mit Reifen auch für die Erstausrüstung (aktuell für den Ford Transit) und mit Autobatterien beliefert werden.
Mit einem EBIT von 7,6 Prozent auf einen Umsatz von 15,4 Milliarden Euro hat der Reifenriese Michelin trotz aller negativer Einflüsse von der Rohstoffseite her das erwartet gute Ergebnis abgeliefert. Die Nettoverschuldung blieb bei 4,9 Milliarden Euro. Insbesondere ist das Geschäft mit Lkw-Reifen hervorragend gelaufen.
Die Lkw-Division erwirtschaftete 27 Prozent des Konzernumsatzes mit deutlich zweistelligen EBIT-Zahlen. Für das laufende Jahr wird mit einem Ergebnis in ähnlicher Größenordnung gerechnet. Ein weiterer Rückgang der Rohölpreise könnte sich noch weiter positiv in den Ergebnissen des laufenden Jahres niederschlagen.