Jointventure von Mannesmann Sachs mit koreanischem Stoßdämpfer- und Gasfedern-Hersteller

Kasco ist ein Kfz-Teile-Hersteller mit Sitz im Großraum Pusan und einem Umsatz von über 250 Millionen US-Dollar. Die „Sachs Korea Suspension Company Ltd.“ übernimmt die Stoßdämpfer- und Gasfederaktivitäten von Kasco und wird die koreanischen Automobilhersteller beliefern.

Das jährliche Produktionsvolumen beläuft sich mittelfristig auf rund sieben Millionen Dämpfer. Das Unternehmen, an dem Sachs 70 Prozent hält, beschäftigt rund 400 Mitarbeiter. Außerdem wird die Sachs-Tochter Stabilus eine Tochtergesellschaft in Korea gründen.

Die „Stabilus Korea“ wird mittelfristig etwa fünf Millionen Gasfedern für den ostasiatischen Markt herstellen. Bereits heute ist Sachs in dieser Großregion mit zwei produzierenden und einem Handelsunternehmen in China sowie zwei Vertriebsgesellschaften in Singapur und Malaysia aktiv. Weltweit beschäftigt die Sachs-Gruppe über 21.

Lear Corporation und Beru AG schließen Allianz zur Entwicklung von Reifendruck-Kontrollsystemen

Die Beru AG entwickelt und vertreibt seit fünf Jahren sensorbasierte Reifendruck-Kontrollsysteme für den europäischen Oberklassemarkt. Die Systeme werden derzeit als Zusatzausstattung für die BMW 3er, 5er und 7er Reihe sowie für den Geländewagen X5, für zahlreiche Modelle von DaimlerChrysler sowie für die Audi-Modelle A6, A8 und allroad quattro geliefert. Der Allianz kommt insofern eine hohe Bedeutung zu, als die jüngste amerikanische Gesetzgebung im so genannten TREAD (Transportation Recall Enhancement Accountability and Documentation) Act fordert, dass ab Ende 2003 alle in den USA neuzugelassenen Fahrzeuge mit Reifendruck-Prüfsystemen ausgestattet sein müssen.

Für beide Unternehmen bieten sich hier hohe Wachstumschancen. Allein in den USA werden jährlich zwischen 16 und 17 Millionen Personenkraftwagen und Light Trucks zugelassen. Beru weitet derzeit die Forschung und Entwicklung und die Produktionskapazitäten am neuen Elektronikstandort Bretten stark aus.

Das Unternehmen plant mit Reifendruck-Kontrollsystemen bis 2003/04 zusätzliche Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe zu erlösen. D. William Pumphrey, President der Lear Electronics und Electrical Division, betont, die Allianz mache aus technologischer Sicht großen Sinn, da sowohl der elektronische Türschließmechanismus (RKE) als auch die intelligente Reifendruck-Kontrolle mit Hochfrequenzsignalen arbeiten.

Der Vorstandsvorsitzende der Beru AG, Ulrich Ruetz, erklärt: „Die strategische Partnerschaft ist für beide Unternehmen sehr vorteilhaft. Für Beru bedeutet sie einen breiten Zugang zum US-Markt für Reifendruck- Kontrollsysteme, den wir nützen wollen, um die Marktdurchdringung in den USA zu beschleunigen.“.

Einfluss von Reifentests auf den Absatz im Fachhandel

Sie erscheinen in der Regel zweimal jährlich in Frühjahr und Herbst. Millionen Menschen nehmen sie zumindest wahr, eine nicht unbeträchtliche Anzahl von ihnen studiert sie sogar sehr genau. Die Rede ist von den obligatorisch zur Umrüstsaison erscheinenden Reifentests der großen, an den Endverbraucher adressierten Automobilzeitschriften.

Ihr Urteil hat nicht nur meinungsbildende Funktion bei den Konsumenten, sondern beeinflusst auch ihr Nachfrageverhalten in nicht unerheblichem Umfang. Das wissen natürlich auch die Reifenhersteller, die in ihren Anzeigen mit positiven Testergebnissen reichlich werben. Kein Wunder, gilt doch das Testurteil „Besonders empfehlenswert“ gewissermaßen als Prädikat bzw Gütesiegel, dem am Verkaufstresen des Reifenfachhandelsgeschäftes ein hohes Überzeugungsmoment zugesprochen wird.

Fallen die Testergebnisse hingegen in allen wichtigen Zeitschriften durch die Bank negativ aus, so wirkt sich dies zumeist in Form eines massiven Absatzeinbruchs aus. Der Reifenhandel benutzt positive Testergebnisse im Alltagsgeschäft vielfach als zusätzliches Verkaufsargument. Einen kleinen Haken hat die Sache jedoch: So ist der exakte Einfluss von Reifentests auf den Absatz im Fachhandel – etwa im Sinne von genauen Prozentangaben darüber, wie viele Kunden ihre Reifen entweder ausschließlich bzw.

nicht zuletzt u.a. auch aufgrund eines Testergebnisses gekauft haben – nur schwer quantifizierbar, wie sich im Verlaufe der Recherche schnell herausgestellt hat.

Allerdings lassen sich einige qualitative Charakteristika herausarbeiten, über die man sich zumindest einigermaßen aussagekräftigen Zahlen annähern kann: 1. Reifentest ist nicht gleich Reifentest. Sie unterscheiden sich in Relevanz und Reichweite.

2. Die Wirkung von Reifentests auf das Nachfrageverhalten ist – insbesondere im M+S-Segment – zeitlich begrenzt. 3.

Das Einkaufsverhalten des Handels wird durch Reifentests nur bedingt (soll heißen rückwirkend) beeinflusst. 4. Der Einfluss von Winterreifentests wird vom Fachhandel und Verbrauchern höher bewertet, als der von Sommerreifentests.

5. Reifentests sprechen eine ganz bestimmte Kundenklientel an; bei Winterreifen sind dies die bereits für die Sicherheitsproblematik sensibilisierten Käuferschichten. Übrigens: Einen Überblick über aktuelle Reifentests (Sommer- und Winterprofile) haben wir in unserem Infopool zusammengestellt.

Abbau weiterer 405 Stellen bei Tenneco Automotive

In den USA fielen bei Tenneco Automotive im Oktober letzten Jahres im Rahmen des geplanten Abbaus von 700 Beschäftigungsverhältnissen bis zum Ende 2001 schon 285 Arbeitsplätze dem Rotstift zu Opfer. Nun will das Unternehmen weltweit weitere 405 Stellen einsparen. Begründet wird dieser Schritte von Tenneco mit dem derzeit schwachen Aftermarketgeschäft und der zurückgefahrenen Neufahrzeugproduktion in den Vereinigten Staaten.

Lieferanten widersetzen sich Chrysler-Preisabschlagsforderung

Goodyear ist größter Reifenlieferant von Chrysler in den USA und hat sich eigenen Angaben zufolge dem Wunsch des Autoherstellers bisher widersetzt, die Verkaufspreise um fünf Prozent zu senken. Goodyear-Konkurrent Cooper liefert zwar keine Reifen, dafür aber technische Gummiartikel an Chrysler und steht ebenfalls unter Druck. Etwa jeder vierte Dollar dieser Cooper-Sparte wird mit Chrysler umgesetzt.

Generöse Behandlung durch Goodyear

Bob Keegan, seit 1. Oktober 2000 als Chief Operating Officer in den Diensten von Goodyear, wurde bekanntlich mit dem Versprechen einer Millionen Dollarzahlung nach Akron gelockt für den Fall, dass er nicht binnen drei Jahren Gibara als Chief Executive Officer ablöse. Wie sich der Insider Trading Page von Goodyear nun entnehmen lässt, bekam Keegan am 3.

Oktober vergangenen Jahres 50.000 Goodyear-Aktien zum Preis von 0,01 US-Dollar per Stück..

Ringtread-System von Ellerbrock

In Europa gab es bislang nur ein einziges Werk, in dem Ringe zur Runderneuerung von Lkw-Reifen hergestellt wurden, bei Marangoni im italienischen Frosinone. Das gesamte Verfahren einschließlich Maschinen nennt sich Ringtread-System. Mittlerweile stellt auch Ellerbrock in seinem Werk im Norden Hamburgs derartige Ringe her und vermarktet sie exklusiv im deutschsprachigen Raum, dieser Tage kommt Dänemark hinzu, weitere Länder in Zentraleuropa dürften folgen: Denn die bei Ellerbrock vorvulkane Runderneuerung geht schneller, der Raumbedarf ist geringer.

„Weltweite Akzeptanz“ malaysischer Reifen

Nach Aussagen des Verbandes malaysischer Reifenhersteller erfahren die im Lande produzierten Reifen mittlerweile eine „weltweite Akzeptanz“ – vor allem auch deshalb, weil sie höchste internationale Standards erfüllten. So würden die Pneus in mittlerweile mehr als 40 Ländern vertrieben, darunter auch Australien, die USA, Japan sowie europäische Staaten, bei denen besonders hohe Anforderungen zu erfüllen seien. Die vier größten Reifenhersteller Malaysias – DMIB Bhd, Goodyear Malaysia Bhd, Silverstone Bhd und Sime Tyres International Sdn – haben im vergangenen Jahr mehr als zwei Millionen Reifen exportiert.

Neuer Motorradreifen aus dem Hause Michelin

Mit dem neuen „Pilot Sport HPX“ (Horse Power Xtreme) will Michelin in der kommenden Zweiradsaison durchstarten. Zwar ist der Reifen, der schon im Rahmen der Intermot München vorgestellt wurde, mit dem gleichen Profil ausgestattet wie der „Pilot Sport“. Die Entwickler haben jedoch die Karkasse überarbeitet, womit den gestiegenen Anforderungen hinsichtlich Leistung und Gewicht solcher Maschinen wie der Suzuki GSX-R 1300 Hayabusa oder der Kawasaki ZX12-R Rechnung getragen werden soll.

Aggressive Expansionspläne von Pit-Stop

Die zu Kwik-Fit und damit zum Ford-Konzern gehörende Fast Fit-Kette Pit Stop soll nun auch in Deutschland richtig Gas geben. Kwik Fit-Chef Tom Farmer hat dem Vernehmen nach die Losung ausgegeben, binnen zwei Jahren 400 Filialen in Deutschland zu eröffnen. Pit-Stop verkauft hauptsächlich Schalldämpfer, Stoßdämpfer, Bremsen und sonstige Verschleißteile sowie Reifen.