Großer Militärauftrag für Titan

Titan Tire hat einen Auftrag im Umfang von bis zu 45 Million US-Dollar von der Armee der Vereinigten Staaten erhalten, zweiteilige (miteinander verbundene) Räder zu liefern. Dies ist der größte Militärauftrag, den Titan je erhalten hat..

Lkw-Geschäft Pirellis in Südamerika nicht zu verkaufen

Pirelli hatte im Rahmen der Ankündigung, bei der Telecom Italia einsteigen zu wollen, erklärt, das Geschäft mit Lkw-Reifen verkaufen zu wollen. Jetzt ein teilweiser Rückzieher: Das Südamerika-Geschäft mit Lkw-Reifen habe strategische Dimension und stehe nicht zum Verkauf..

Auf dem Weg zur „Global Chassis Control“

Conti Temic microeletronic präsentiert sich auf der IAA erstmalig gemeinsam mit den Bereichen ISAD, A.D.C.

, ContiTeves und der Pkw-Reifensparte. Dabei bildet die Entwicklung des intelligenten Fahrwerks, neudeutsch „Global Chassis Control“, den Mittelpunkt des Geschehens. Synergiefähigkeiten sollen demonstriert werden.

Neben den Komponenten Reifen und Bremse werden auch die Bereiche Lenkung, Achsmodule und Luftfedersystemein die Entwicklung eingebunden. Zwischen Reifen- und Bremssystemen gebe es ebenso Möglichkeiten zur Funktions- und Systemoptimierung wie zwischen Brems- und Fahrwerkssystemen..

Das Lkw-Reifengeschäft

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Dass sich das Geschäft mit Lkw-Reifen dramatisch verändert, ist unübersehbar. Und zwar auf allen Ebenen. Reifenfachhändler, die diesen Teil ihres lokalen Marktes gewissermaßen nebenbei betreuen, konstatieren einen Rückgang und sind oftmals noch nicht einmal besonders traurig darüber.

Denn die Roherträge bei Lkw-Reifen sind massiv unter Druck. Das Lkw-Geschäft ist beim lokalen Reifenhandel rückläufig, weil bei den großen Fuhrparks ein enormer Konzentrationsprozess im Gange ist. Es wird künftig Reifenhändler geben, die sich vom Lkw-Geschäft verabschieden und solche, die ein intensives Pkw- wie Lkw-Geschäft betreiben.

In den Medien wird allenthalben propagiert, dass der Güterverkehr in den nächsten Jahren dramatisch zunimmt. Davon sollen Transporte zu Wasser, mit der Bahn, vor allem aber auf der Straße profitieren. Aber das mögen dann doch wohl eher langfristige Szenarien sein, denn aktuell sind Vorhersagen, dass bei Lkw-Neuzulassungen in Europa ein Minus von zehn und im nächsten Jahr weitere zehn Prozent droht, schon recht wahrscheinlich.

Die Bestandszahlen stagnieren aber in etwa. Der Nutzfahrzeugmarkt unterliegt einem schnellen Strukturänderungsprozess. Es entstehen "Mega-Flotten", die die mittleren und viele kleinere Speditionen absorbieren.

Bei den großen Flotten dominieren die vier Lkw-Premiummarken Michelin, Continental, Bridgestone und Goodyear. Ihre Zweitmarken sind die preisgünstigeren, aber qualitativ untadeligen Alternativen. Auf der Budget-Ebene tummeln sich die Hankooks, Toyos und Marshals und müssen sich mit den Drittmarken der großen Vier um 15 Prozent des Marktes balgen.

Doch kein Streik bei Firestone?

Der in den Vereinigten Staaten stark unter Beschuss geratene Reifenhersteller Firestone hat am frühen Morgen des 4. September eine provisorische Einigung mit den „United Steelworkers“ erzielt. Damit ist ein drohender Streik in neun Produktionsstätten zunächst einmal abgewendet worden.

Fortbestand des Michelin-Werkes Trier nur einstweilen geregelt

Der Fortbestand des Trierer Werks, in dem Draht und Wulstkerne hergestellt werden, ist nach intensiven Verhandlungen nur einstweilen gesichert. Das Michelin-Management hat für das laufende Jahr 300 Arbeitsplätze garantiert..

Jahreshauptversammlung der Continental AG

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Vorstand und Aktionäre zeigten sich im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Continental AG gleichermaßen unzufrieden mit der Kursentwicklung des Unternehmens an der Börse. Weniger Übereinstimmung zeigte sich hingegen, was den geplanten ContiTech-Verkauf angeht. Während die Konzernvertreter dies nach wie vor als weiteren logischen Schritt auf dem Weg zum Systemanbieter für die Automobilindustrie bewerten, kam in Laufe der Veranstaltung in Preussag-Arena auf dem EXPO-Gelände auch die Frage auf, ob man sich denn nicht lieber von der zurzeit sehr schwachen Continental Tire North America (ehemals General Tire) trennen solle.

Zumal der Konzernbereich ContiTech im vergangenen Jahr ein recht profitables Ergebnis erzielen konnte. Aber solchen Überlegungen nahmen sowohl der Vorstandsvorsitzende der Continental AG, Dr. Stephan Kessel, als auch das im Konzern für diesen Unternehmensbereich zuständige Vorstandsmitglied Manfred Wennemer den Wind aus den Segeln.

Tenor: An dem eingeschlagenen Weg hin zum „Global Chassis Control“ wird festgehalten. Und um in Nordamerika aus der Talsohle herauszukommen, hat der Konzern nach eigenen Worten „bereits ein Bündel von Maßnahmen“ eingeleitet. „Wir gehen davon aus, dass diese Maßnahmen bald Früchte tragen und sich die erfreulichen Absatzsteigerungen auch im Ergebnis niederschlagen werden.

Dennoch wird das Jahr 2001 in den USA für den Reifenbereich insgesamt ein sehr schwieriges Jahr“, so der Ausblick des Vorstandsvorsitzenden. Als umso wichtiger stuft Dr. Kessel daher auch die Ausrichtung als Systemanbieter ein.

„Bei wenig austauschbaren Automobilzulieferern sind feindliche Übernahmen sehr unwahrscheinlich“, versuchte Kessel die Ängste der Aktionäre zu zerstreuen und eine weitere Rechtfertigung für die strategische Umorientierung der Continental zu liefern. Dennoch wäre es sicherlich hilfreicher, wenn man denn den Kurs der Conti-Aktie etwas beflügeln könnte. Den Willen dazu hat die Konzernspitze einmal mehr im Rahmen der Hauptversammlung bekundet – nur der Vorsatz allein wird aber freilich nicht genügen.

Reifenfertigung bei Goodyear und Michelin erhöht

In Folge des Rückrufs von Firestone-Reifen hat Michelin die Fertigung entsprechender Reifen in den USA verdreifacht und transportiert auch Tausende von Reifen aus Europa nach Nordamerika. Ein spezieller Verbraucherservice von Michelin bearbeitet täglich ca. 8.

000 Telefonanrufe. Goodyear will sogar mehr als die Hälfte der zurückgerufenen 13 Millionen Firestone-Reifen durch Produkte aus eigenem Hause ersetzen und hat daher die Produktion entsprechender Reifen verzehnfacht. Goodyear beliefert 9.

Wettbewerber Goodyear will Firestone-Rückruf schnell nutzen

Ford und Goodyear haben Vereinbarungen zum kostenlosen Umtausch von Wilderness AT-Reifen gegen entsprechende Produkte des Firestone-Wettbewerbers getroffen. Die Goodyear-Reifen sollen in den Goodyear-eigenen Geschäften, bei freien Reifenhändlern sowie bei Ford- und Mercury-Händlern verfügbar sein. Goodyear hat im Rahmen der Umtauschaktion die Fertigung in sieben amerikanischen Fabriken deutlich erhöht.

Automotive Testing Technology gegründet

Die Robert Bosch GmbH und die Otto Nußbaum GmbH & Co. KG wollen ein Gemeinschaftsunternehmen für die Erzeugnisgebiete Fahrzeugbremsen- und Fahrzeugachsprüfung der Werkstatt-Prüftechnik gründen, meldet ASP-online unter Berufung auf Hans Nußbaum, Geschäftsführer der Otto Nußbaum GmbH & Co. KG.

Die neue Firma soll Automotive Testing Technology (att) heißen und seinen Betrieb zum 1. Juli 2001 am Standort Kehl aufnehmen, die Fertigung soll in Seehausen bei Magdeburg erfolgen. Als Geschäftsführer der Gesellschaft ist Steffen Nußbaum vorgesehen.