Dooray-Teile an Alcoa

Nachdem das größte weltweite Unternehmen der Aluminiumbranche Alcoa Inc. (Pittsburgh/USA) bereits im Frühjahr 2001 den Kauf von Teilen des koreanischen Wettbewerbers Dooray Air Metal angekündigt hatte, wechselt jetzt ein Werk in Changwon definitiv an die Amerikaner. Der Bereich Pkw-Aluminiumfelgen, in dem Dooray Marktführer in Korea und Alcoa über die Akquisition von Reynolds in Nordamerika vor etwa zwei Jahren zu einem starken Erstausrüster geworden ist, bleibt weiterhin außen vor.

Amcast-Sorgen wachsen

Automobilzulieferer Amcast (Dayton/Ohio) musste im letzten Quartal (endend am 2.12.2001) Umsatzeinbußen in Höhe von fünf Prozent hinnehmen und ist noch tiefer als befürchtet in die Verlustzone geraten.

Amcast ist in Nordamerika unter anderem und über die Tochtergesellschaft Speedline in Europa ein bedeutsamer Erstausrüster von Aluminiumfelgen. Speedline konnte gegen den Unternehmenstrend um neun Prozent beim Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum zulegen..

Kumho Reifen vor Verkauf

Am 11. Januar soll der Verkauf von ca. 80 Prozent der Kumho-Reifenaktivitäten bekannt gegeben werden, der hoch verschuldete koreanische Kumho-Konzern erwartet Erlöse in Höhe von 1,5 Mrd.

US-$. Auf Interessentenseite stehen zwei US-Konsortien, die zum einen von der Carlyle-Gruppe (war auch favorisierter Interessent bei ContiTech) und zum anderen von Goldman Sachs angeführt werden..

Goodyear Truck Force mit Fullservice bei Ewals Lkw-Flotte

Ewals Cargo Care, führender Logistikanbieter aus dem niederländischen Tegelen mit ca. 2.000 Fahrzeugen, vertraut bei Reifenwartung und Support in Zukunft auf den Fullservice von Goodyear.

Vredestein wegen Restrukturierung in roten Zahlen: Besserung 2002

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Der holländische Vredestein-Konzern wird wegen hoher Restrukturierungskosten des Bereichs Fahrradreifen, die künftig nur noch im off-take bezogen werden, sowie unvorhergesehener Abschreibungskosten bei einer Akquisition im Bereich von Gummistiefeln, die die Erwartungen nicht erfüllen konnte, bei einem deutlichen positiven Cash-Flow einen Verlust ausweisen. Nach diesem "Großreinemachen" sowie eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen im Reifenbereich sieht Rob Oudshoorn die Aussichten für 2002 wieder positiv. In einem Interview mit der NEUE REIFENZEITUNG bestätigte Oudshoorn, dass im Verwaltungsbereich sowohl in Enschede und bei allen anderen Vertriebsgesellschaften insgesamt etwa 80 Arbeitsplätze eingespart werden.

Erstausrüstungsaufträge für Kumho

Nachdem Kumho schon im Oktober letzten Jahres einen Auftrag zur Lieferung von Reifen für den in Mexiko produzierten Beetle von Volkswagen erhalten hatte (Volumen in 2002 laut Kumho 250.000 Reifen), wird der koreanische Hersteller nach eigenen Aussagen nun auch 200.000 Reifen für den neuen VW Polo in die Erstausrüstung liefern.

Die US-Tochter Chrysler versenkte mehr als fünf Milliarden Euro

Zwischen 5,0 und 5,1 Milliarden Euro wird der Verlust bei Chrysler im vorigen Jahr gelegen haben, davon 2,9 Milliarden Euro als Sanierungsaufwand, so dass sich die Chrysler-Verluste aus dem laufenden Geschäft auf einen Betrag von weit mehr als 2 Milliarden Euro belaufen werden; das meldete der SPIEGEL in seiner letzten Ausgabe des Jahres 2001. Das für das kommende Jahr von der US-Tochter des DaimlerChrysler-Konzerns angepeilte positive Ergebnis sei damit höchst unsicher, da dem Konzern hinsichtlich weiterer Kündigungen die Hände gebunden seien und von den Zulieferern nicht noch weitere preisliche Zugeständnisse zu erwarten seien..

Deutsche Automobilindustrie favorisiert wieder den Standort Deutschland

Die Automobilhersteller Mercedes-Benz, BMW, Audi und selbstverständlich Porsche können mit den Verkaufszahlen des zu Ende gegangenen Jahres sehr zufrieden sein. Auch Volkswagen konnte weltweit noch einmal zulegen. In Deutschland kann Ford dank des Erfolgs des Focus aufatmen, während die Probleme bei Opel nach wie vor riesengroß sind.

Bemerkenswert ist, dass die Automobilindustrie massiv Investitionen in Deutschland vornimmt und noch vornehmen wird. So baut Porsche in Leipzig den Cayenne, Volkswagen hat gerade im Beisein des Bundeskanzlers die Luxuskarosse Phaeton, die in der gläsernen Fabrik in Dresden hergestellt wird, vorgestellt. BMW hat sich im letzten Jahr für eine neue Fabrik in Leipzig zum Bau der neuen 3er Reihe entschieden und den Mitbewerbern in Deutschland, aber auch in Tschechien, eine Absage erteilt.

Und DaimlerChrysler plant inzwischen ein Motorenwerk in Thüringen. Damit ist eine Flucht aus Deutschland in Billiglohnländer einstweilen gestoppt und eine Voraussetzung dafür geschaffen, dass auch Zulieferer, die sich in Billiglohnländer geflüchtet hatten, dahin zurückkommen, wo die Märkte für ihre Produkte sind..

Der Abgang von Jacques Nasser. Schade oder gut so?

Er sei „fort, der große Kleine“, schreibt Georg Kacher in AUTOBILD 51/52. Kacher beschreibt den gescheiterten und gefeuerten Ford-Chef einfühlsam und befasst sich sehr persönlich mit Nasser. Dieser sei „besessen“ gewesen, charismatisch und visionär.

Mit einem großen Scheck sei er einstweilen nach Australien gereist und es bleibe zu hoffen, meint Kacher, ihn bald in der „Arena“ wieder sehen zu können, der bei Ford „für vergleichsweise kleine Fehler über die Klinge springen musste“. Als Zulieferer könnte man Nassers Wirken auch so bewerten: Jac ist weg, und das ist auch gut so..

„Essen-Motor-Show 2001“ setzt neue Akzente

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Ende 2000 konnte die „Essen-Motor-Show International“ als größte Automobilmesse des Jahres in Deutschland mit dem stärksten Besucherzuwachs in ihrer 33-jährigen Geschichte glänzen: 394.800 automobilbegeisterte Fans und damit rund 45.000 (13 Prozent) mehr als im Vorjahr, fanden den Weg ins Ruhrgebiet.

Die Messe mit ihren vier Ausstellungsbereichen „Automobile“, „Tuning“, „Oldtimer & Classic Cars“ sowie dem „Show-Center“ eroberte sich damit den Spitzenplatz als besucherstärkste Publikumsmesse in Nordrhein-Westfalen. Vom 30. November bis zum 9.

Dezember präsentierte sich nun die 34. Auflage der Motor-Show erneut als Highlight für Auto- und Motorsportfans. Viele Aussteller hatten ihre Standflächen im Vergleich zum Vorjahr vergrößert.

Audi war mit dem TT Coupe der quattro GmbH, einer hundertprozentigen Audi-Tochter, vertreten. BMW präsentierte u.a.

die neuen Luxuslimousinen der 7er-Reihe. Bei Ford wurde die vollständig überarbeitete Fiesta-Baureihe gezeigt, deren Produktionsbeginn exakt mit dem Eröffnungstag der Messe zusammenfiel. Verkaufsstart soll im Frühjahr 2002 sein.

Mit dem ML 400 CDI zeigte DaimlerChrysler eine neue Variante des Offroaders für das Modelljahr 2002 mit vierlieter-V8-Dieselmotor. Porsche komplettierte mit zwei neuen Versionen, Targa und Carrera 4S, die 911er-Baureihe. Rechtzeitig zum Einstieg in die Formel 1 präsentierte Toyota eine Roadster-Studie mit F1-Designkomponenten auf Basis des MR2.

Volkswagen stellte in Essen u.a. die neue Polo-Generation vor, 15 cm länger als die Vorgänger und seit kurzem erhältlich.

Deutschland-Premieren erlebten in Essen des Weitern der Mini Cooper S von BMW sowie der Subaru Impreza WRX STi. Tuning ist auch weiterhin sehr beliebt: Der Umsatz der deutschen Tuningindustrie hat in 2000 erstmalig die Vier-Milliarden-Euro-Grenze überschritten. Für 2001 wird mit einem weiteren Anstieg des Gesamtumsatzes der Branche zwischen einem und zwei Prozent auf insgesamt mehr als 4,1 Milliarden Euro gerechnet.