In einer bewegenden Feierstunde ist Francois Michelin auch offiziell aus dem Unternehmen, das seinen Namen trägt, ausgeschieden. Zu seiner Verabschiedung stimmten alle – ob Mitarbeiter, Kunden oder Geschäftspartner – darin überein: Francois Michelin ist ein großer Humanist und Visionär. Er hat den Konzern mit Konsequenz und Beharrlichkeit an die Spitze der Reifenwelt geführt.
Wenn dieser Konzern Wettbewerbern überlegen ist, dann wegen seiner Unternehmenskultur: Die Mitarbeiter, so das Michelin-Credo, stehen im Mittelpunkt, sie sind es, die den Wert des Konzerns ausmachen. Diese Mitarbeiter sind stolz, Produkte im Markt zu haben und vermarkten zu können, zu denen sich Wettbewerber ein „Handikap einräumen“ in Form preislicher Abstände.
https://staging.reifenpresse.de/wp-content/uploads/2013/07/21355_2418.jpg112150Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2002-08-14 00:00:002023-05-16 12:21:29Francois Michelin aus „seinem“ Unternehmen ausgeschieden
In den Medien – auch in den Fachzeitschriften – war in den letzten rund fünf Jahren immer wieder von Notlaufreifen und Luftdruck-Kontrollsystemen die Rede. Initiiert hatte Michelin die Diskussion durch die Einführung eines neuen Rad-Reifen-Systems namens PAV, heute PAX, vor rund fünf Jahren. Dynamik bekam das Thema durch den Firestone-Rückfruf, weil es viele Unfälle gegeben hatte, die durch Reifen mit Notlaufeigenschaften und/oder durch Luftdruck-Kontrollsysteme, die gefährlichen Minderdruck anzeigen, vermieden worden wären.
Die Entwicklung ist noch keineswegs abgeschlossen, sie gewinnt sogar noch an Dynamik. Die Neue ReifenZeitung schildert in ihrer September-Ausgabe den aktuellen Stand rund um „Runflats“ und die dazugehörigen Kontrollsysteme.
Ein Thema ging in den letzten Monaten besonders intensiv durch die Medien: die Neufassung der Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung, kurz GVO. Diese Neufassung verändert die Wettbewerbsregeln für den Vertrieb von Autos, aber auch von Autoteilen, und den Autoservice. Allgemein wird erwartet, dass freie Werkstätten und auch der Reifenfachhandel von der neuen GVO profitieren werden.
Den (teilweise durchaus widersprüchlichen) Stimmen der Experten ist aber auch zu entnehmen, dass exakte Prognosen auf das Kfz-Geschehen – ob Autos und Teile teurer werden, ob die Konzentration im Handel forciert wird etc. – offensichtlich schwierig sind. Letzten Endes entscheidet der Markt, ob die neue GVO besser ist als die alte.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2002-08-14 00:00:002023-05-16 12:21:29GVO und der Reifenhandel
Peter Oberndorfer (46) wird ab 1. Oktober Leiter der Koordination Produkt- und Technikpresse für die Audi-Markengruppe (zu der auch Seat und Lamborghini gehören) und soll weltweit die PR-Aktivitäten für Produkte koordinieren. Der ehemalige Rennsportler Oberndorfer war zuletzt Leiter des Test- und Technik-Ressorts bei AutoBild und damit auch für das Thema Reifentests verantwortlich.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2002-08-14 00:00:002023-05-16 12:21:27Peter Oberndorfer wechselt zu Audi
Am 5. September will Goodyear die Taufe seines neuesten Luftschiffes “The Spirit of America†begehen. Erstmals in vierzig Jahren sollen aus diesem Anlass gleich vier Goodyear-Blimps, wie die Luftschiffe genannt werden, gleichzeitig nebeneinander am Himmel zu sehen sein.
Ein Drittel aller 2001 in Deutschland neu zugelassenen Import-Pkw wiesen einen Verbrauch von weniger als 6 Liter pro 100 Kilometer auf. Die im Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK) zusammengeschlossenenMarken unterstützten die im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung genannten Maßnahmen, erklärte laut kfz-betrieb online VDIK-Präsident Volker Lange anlässlich eines Gesprächs mit Verkehrsminister Kurt Bodewig. Der Flottenverbrauch der importierten Fahrzeuge sei seit 1978 um 26% auf nunmehr 7,1 Liter/100 km zurückgegangen.
Die Importeure hätten sich der freiwilligen Zusage der deutschen Automobilindustrie von 1990 (minus 25% bis 2005) sinngemäß angeschlossen. Als Maßnahmen für die Verbrauchs- und Emissionsminderung nannten Lange und Bodewig den Einsatz von Leichtlaufölen und Leichtlaufreifen. Lange: „80% der VDIK-Mitgliedsfirmen setzen bei der Erstauslieferung Leichtlaufreifen ein.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2002-08-14 00:00:002023-05-16 12:21:27Verkehrsminster und VDIK für Leichtlaufreifen
Laut einer Studie „Supplier Survival – Survival in the Modern Automotive Supply Chain“ (Überleben in der modernenautomobilen Lieferkette) von PricewaterhouseCoopers werden bei unverminderten Fusions- und Übernahmekapazitäten bis zum Jahr 2010 statt 800 lediglich noch 35 der Zulieferer der ersten Stufe (Systemanbieter) unabhängig sein. Die Zahl der Zulieferer der zweiten Stufe geht demnach nicht weniger dramatisch von gegenwärtig etwa 10.000 auf nur noch 800 zurück.
Die verbleibenden Firmen würden dann nur noch sechs statt derzeit neun Automobilkonzerne beliefern. Zulieferer könnten entweder durch Aufrücken in der Wertschöpfungskette überleben (vom Komponentenlieferant zum strategischen Partner der Automobilhersteller) oder als Nischenanbieter..
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2002-08-14 00:00:002023-05-16 12:21:28Geht Zahl der Zulieferer dramatisch zurück?
Bridgestone hat seine weltweiten Expansionspläne für die nächsten zwei Jahre konkretisiert. Insgesamt wird der japanische Konzern 250 Mio. US-$ investieren, um vor allem mehr High-Performance-Reifen herstellen zu können und global besser aufgestellt zu sein.
Damit kann der Reifenhersteller schneller auf eine sich verändernde Reifennachfrage in einzelnen Märkten reagieren. Ca. 40 Millionen Dollar werden bis Ende 2003 in die japanischen Werke Kurume, Tosu, Hofu, Hikone, Tokyo und Nasu investiert, um täglich ca.
5.000 Einheiten hochwertiger Reifen zusätzlich produzieren zu können, Standardreifen aus diesen Fabriken sollen vermehrt in andere asiatische Staaten exportiert werden. Einige Reifentypen sollen in Japan gar nicht mehr hergestellt werden und stammen künftig aus Thailand und Indonesien: Bis Ende 2004 will Bridgestone daher etwa 80 Mio.
$ in das thailändische Werk Nong Khae investieren, um die Kapazität um 10.000 auf 28.000 Einheiten täglich auszuweiten; das indonesische Werk Karawang soll den Output um 3.
000 auf 18.000 Reifen täglich steigern, in China (Tianjin) um ebenfalls 3.000 auf 14.
000 Einheiten (Investitionssumme 8 Mio. US-$). In Europa wird vor allem das polnische Werk Poznan (Posen) von einem Investitionsvolumen in Höhe von 60 Mio.
Dollar profitieren, das die Kapazität um 5.000 auf 15.000 Einheiten täglich steigern wird – diese Kapazitätsausweitung kommt Breit- bzw.
High-Performance-Reifen zugute. Die Kapazitätsausweitungen in Lateinamerika dienen eher Standardreifen, die nach Nordamerika exportiert werden sollen: In San Jose (Costa Rica) werden 40 Mio. Dollar investiert, um die Kapazität bis Ende 2004 von 3.
000 auf 12.000 Einheiten täglich vervierfachen zu können, für Cuernavaca (Mexico) sind 8 Mio. vorgesehen, um noch in diesem Jahr die Kapazität um 1.
000 Stück auf 14.000 Reifen täglich steigern zu können..
Viele technische Lösungen aus dem Motorsport finden sich in Serienfahrzeugen wieder – das betonen auch immer wieder einige Reifenhersteller. Jetzt haben die Ingenieure der Marke mit dem Flügelschuh zum ersten Mal den umgekehrten Weg beschritten: Der Goodyear Eagle F1, ein Ultra-High-Performance-Reifen für sportliche Straßenfahrzeuge, stand Pate für den neuen exklusiven Regenreifen der V8STAR-Rennserie. Somit hält bewährte Technologie aus der Serienproduktion nun direkt Einzug in den Motorsport.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2002-08-13 00:00:002023-05-16 12:21:31Von der Straße auf die Rennstrecke
Im Automobilgeschäft bleiben die Belebungstendenzen zwar weiterhin ohne Schwung, die im letzten Monat einsetzende Konsolidierung hat sich jedoch im Juli weiter fortgesetzt. Produktion und Absatz weisen gegenüber dem Vorjahresmonat überwiegend positive Vorzeichen auf. Die Pkw-Produktion lag im Juli 2002 mit 395.
000 Einheiten um 9 Prozent über dem Fertigungsvolumen von vor einem Jahr, arbeitstäglichbereinigt waren es 4 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf fiel die Herstellung von Personenkraftwagen um 6 Prozent geringer aus als vor Jahresfrist. Im ersten Quartal 2002 hatte die Veränderungsrate noch minus 14 Prozent betragen.
Der Pkw-Export übertraf im Juli das Vorjahresvolumen um 12 Prozent. Gegenüber dem außerordentlich hohen Vormonatsergebnis kam es saisonbereinigt zwar zu einem Rückgang um 11 Prozent, tendenziell entwickelt sich die Pkw-Ausfuhr jedoch seit einigen Monaten recht stabil. Bis einschließlich Juli exportierten die deutschen Hersteller knapp 2,1 Millionen Pkw, 4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Die Neuzulassungen von Personenkraftwagen haben sich ebenfalls – allerdings auf niedrigem Niveau – stabilisiert. Mit schätzungsweise 282.000 Einheiten lagen sie im Juli um 2 Prozent über dem Absatzergebnis des Vorjahres.
Damit zeigt sich bei den Neuregistrierungen im zweiten Monat hintereinander eine leicht positive Veränderungsrate. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres blieben die Pkw-Zulassungen um 3 Prozent hinter dem entsprechenden Vorjahresergebnis zurück. Der Trend zum Diesel-Pkw hält weiter an.