Vor einigen Monaten hatte Bernd Fahrholz (55), Chef der Dresdner Bank und Vorstandsmitglied der Allianz, im Gespräch mit einem führenden Wirtschaftsmagazin räsoniert, grundsätzlich keine Probleme damit zu haben, sein Einkommen offen zu legen. Allerdings hielt Fahrholz die Zeit dafür noch nicht gekommen, die Öffentlichkeit nicht für reif genug und er machte sich auch Sorgen wegen des angeblich typisch deutschen Neides. Angesichts des auch von ihm zu verantwortenden Milliardendesasters der Bank könnte die Öffentlichkeit tatsächlich der Meinung sein, der heute offiziell freiwillig zurückgetretene Fahrholz sei sein Geld nun wirklich nicht wert gewesen.
Die deutsche Kautschukindustrie konnte im Jahr 2002 nicht vermeiden, dass die triste gesamtwirtschaftliche Entwicklung auch auf sie abfärbte. Dessen ungeachtet gelang der Branche über weitere qualitative Verbesserungen von Produkten nunmehr zum sechsten Mal in Folge eine Umsatzsteigerung. Im Jahr 2002 lag der Umsatz der deutschen Kautschukindustrie mit 9,7 Milliarden Euro um 2,4 % über dem Vorjahresergebnis.
Die Hersteller von Bereifungen trugen mit einem Umsatzplus von 4,0 % auf 5,1 Milliarden Euro wesentlich zum Gesamtergebnis bei. Den wesentlichen Beitrag zur Umsatzsteigerung leistete das Inlandsgeschäft mit knapp 4 Milliarden Euro und einer Steigerung um 4,1 %. Der Auslandsumsatz konnte um 3,4 % auf 1,1 Milliarden Euro erhöht werden.
Insgesamt stagnierte der Stückabsatz an Pkw-Reifen im Jahr 2002 bei rund 67 Millionen Einheiten. Durch erhöhte Lieferungen von Reifen an ausländische Produktionsstätten deutscher Fahrzeughersteller konnte im vergangenen Jahr ein stärkerer Rückgang der Erstausrüstungslieferungen als 2,8 % vermieden werden. Das Erstausrüstungsvolumen des Jahres 2002 an Pkw-Reifen betrug etwas mehr als27 Millionen Einheiten.
Für die Reifenlieferungen in die Erstausrüstung von leichten Lastkraftwagen und Transportern hat sich im Jahr 2002 ein deutlicher Rückgang um 14,3 % auf 1,8 Millionen Reifen ergeben. Weniger drastisch fiel der Rückgang der Erstausrüstungslieferungen für große Lkw, Busse und Anhänger aus: Mit knapp 1,4 Millionen Reifen blieben die Lieferungen um 5,9 % hinter dem Vorjahr zurück.
Vorsichtig optimistisch für 2003: WdK-Vorsitzender Paul Eberhard Krug
Darüber wurde schon länger spekuliert, jetzt ist es offiziell: Die wegen finanzieller Turbulenzen taumelnde Goodyear sucht jetzt einen Käufer für die Chemical Division, die mit 1.400 Belegschaftsmitgliedern im letzten Jahr einen Umsatz von 750 Millionen US-Dollar erwirtschaftete. Der Notverkauf wird mit dem Willen, sich aufs Kerngeschäft konzentrieren zu wollen, begründet.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2003-03-19 00:00:002023-05-16 12:33:54Goodyear sucht Käufer für Chemical Division
Unsere „Reifenplatz“-Serie geht 2003 ins mittlerweile fünfte Jahr, und seit Mai 1998 haben wir bislang insgesamt 235 Betriebe besucht und auf die Beratungsqualitäten der dort angetroffenen Verkäufer abgeklopft. Doch damit soll noch nicht Schluss sein. Deshalb haben wir schon die nächsten Zielorte für dieses Jahr fest ins Visier genommen.
Den Anfang macht die Stadt Karlsruhe, wo sowohl Reifenhersteller Michelin als auch die Pneuhage-Handelskette ihren Hauptsitz haben. Insofern hat uns diesmal vor allem interessiert, ob bei der Reifenempfehlung der einzelnen Betriebe möglicherweise so etwas wie eine „Michelinlastigkeit“ festzustellen sein würde. Außerdem wollten wir – analog zu unserem letzten Reifenplatz in Nürnberg – wissen, wie die jeweiligen Verkäufer auf einen Kunden reagieren, der Ende Januar bzw.
Anfang Februar und damit kurz vor Beginn der Rückrüstphase auf Sommerreifen zu erkennen gibt, sein Auto neu bereifen zu wollen. Noch Winterreifen oder schon Sommerreifen lautete also die Frage, bezüglich derer sich wohl auch ein „Normalkunde“ eine entsprechende Beratung seitens des Reifenfachhandels wünscht..
Für Loris Capirossi und seine 990-ccm-Ducati wurde bei Testfahrten auf der Rennstrecke von Barcelona die schnellste je bei einer Grand-Prix-Maschine gemessene Höchstgeschwindigkeit gemessen: Er fuhr 328,2 km/h schnell, auf Michelin-Reifen.
Die ursprüngliche Funktion von Rädern ist zwar längst im Bewusstsein verschüttet, heute wird nach Preisen, Gewicht und Styling gefragt. Doch die Entwicklung des Rades ist noch längst nicht abgeschlossen. Der Wettstreit um Materialien und Techniken beim Bauteil Rad beschäftigt Kaufleute, Ingenieure und Designer unvermindert.
Involviert sind die Auto- und die Räderhersteller, der Handel und nicht zuletzt die Verbraucher. In unserem Felgenreport Teil 1, der wie in den Vorjahren in dieser März-Ausgabe erscheint, legen wir den Schwerpunkt auf technische Aspekte, beleuchten die „Philosophien“ der Produzentenseite, ob Auto- oder Räderhersteller.
Motorroller werden größer und stärker. Michelin hat mit Pilot Sport SC und Pilot City größere und breitere Reifen entwickelt, die diesem Trend gerecht werden. Die neuen Rollerreifen werden in den Zoll-Größen 12, 13 und 14 sowie Breiten von 140 und 150 Millimetern angeboten.
https://staging.reifenpresse.de/wp-content/uploads/2013/07/22837_2823.jpg12672Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2003-03-19 00:00:002023-05-16 12:33:54Neue Rollerreifen: Michelin Pilot Sport SC und Pilot City
Dass die Firma Montupet S.A. ein weitgehend "unbeschriebenes Blatt" ist, hat verschiedene Gründe.
Zum einen ist das Unternehmen ausschließlich auf das Erstausrüstungsgeschäft mit den Automobilherstellern fixiert, zum anderen stellt es überwiegend Teile her, die recht unspektakulär und deren Herkunft dem Verbraucher egal sind: Zylinderköpfe, Radaufhängungen bzw. Achsträger und andere Strukturteile im Bereich des Fahrwerkes, übrigens gegossen im Schwerkraftverfahren. Fast 80 Prozent des Umsatzes macht das Unternehmen mit Zentrale in Clichy in der Peripherie von Paris mit diesen Teilen, bei denen "Markenstatus" völlig nebensächlich ist.
All diesen Teilen ist gemein, dass sie aus dem Material Aluminium sind. Das Unternehmen – gegründet 1894 von Pierre Montupet – hat zahlreiche Werke, auch in Nord- und Mittelamerika, und beschäftigt insgesamt fast 4.000 Mitarbeiter, der Umsatz in der Gruppe betrug in 2002 534 Millionen Euro und soll 2003 auf 650 Millionen steigen.
Da Montupet auch im Räderbereich nur Erstausrüstungsambitionen hat und auf den Felgen lediglich das Logo der belieferten Automarke für den Betrachter sichtbar ist, spielt auch hier die Marke bzw. deren Verbraucherimage keine Rolle. Hinzu kommt, dass das Unternehmen in der Vergangenheit fast ausschließlich auf die heimischen, also die französischen Autohersteller kapriziert war.
Die seltenen Anläufe – so bei Volvo – auch außerhalb der Landesgrenzen Fuß zu fassen, versandeten allesamt. Das allerdings soll sich ändern ..
Unter dem Namen „macs 40“ hat die Gutmann Messtechnik GmbH ein speziell für die Diagnose und Kodierung von Reifendrucküberwachungssystemen konzipiertes Gerät entwickelt. Es soll die Fehlerdiagnose unterschiedlicher direkt messender und ABS-basierender Systeme beherrschen und darüber hinaus außerdem noch die bei Systemen mit einer zentralen Empfängerantenne (Schrader) notwendigen Kodierungen durchführen können. Damit will das Unternehmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit freier Werkstätten und des Reifenhandels gegenüber Markenwerkstätten beitragen.
Kürzlich haben Michelin und Hankook Tire eine engere Zusammenarbeit beschlossen. In Zuge dessen hat sich der französische Reifenhersteller mit zehn Prozent an dem koreanischen Unternehmen beteiligt. Eine entsprechende Vereinbarung wurde schon Ende Januar von Hankook-Präsident Choong Hwan Cho und Jean-Marc François, Präsident Michelin Asia-Pacific, in Seoul unterzeichnet.
In einer gemeinsamen Stellungnahme sprechen die neuen Partner davon, das dieses Agreement beiden Unternehmen gestatte, Synergien abzuschöpfen und die jeweilige Marktposition weiter auszubauen.Offenbar schon seit einigen Monaten liefen die Verhandlungen zwischen Hankook bezüglich einer Kooperation in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion und Distribution, wenngleich auch jetzt noch nicht alle Details unter Dach und Fach sein sollen – jedenfalls signalisieren beide Partner noch weiteren Diskussionsbedarf. Was allerdings schon feststeht ist, dass Michelin Hankook eine Lizenz für das PAX-System erteilen wird und die Koreaner dafür im Gegenzug Reifen für die Franzosen produzieren werden.
Über den Preis für die zehnprozentige Beteiligung ist bislang nichts Näheres bekannt geworden. Ausgehend von dem Hankook-Aktienkurs zum Zeitpunkt des Deals kann die Summe jedoch grob auf etwa 33 Millionen US-Dollar geschätzt werden.
Hankook-CEO Choong Hwan Cho und Jean-Marc Francois bei der Vertragsunterzeichnung
https://staging.reifenpresse.de/wp-content/uploads/2013/07/22823_2816.jpg118150Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2003-03-19 00:00:002023-05-16 12:33:50Michelin beteiligt sich an Hankook