Elektronische Sicherheitssysteme weiter auf dem Vormarsch

In einem Gespräch mit dem US-Magazin Automotive Industries verheißt Jeff Klei, Vizepräsident Verkauf und Marketing bei Continental Teves, elektronischen Sicherheitssystemen weiterhin ein großes Wachstumspotenzial. ABS – in Europa inzwischen fast Standard – kann in Nordamerika noch zulegen, vor allem aber die „Electronic Stability Control“-Systeme (ESC), die bei Continental Teves ESP (Electronic Stability Program) heißen und für die der Hersteller gerne synonym gesehen werden möchte, erreichen immer mehr Fahrzeugklassen. In Anlehnung an Weiterentwicklungen (ESP II von Continental Teves) werden sich auch andere nahe liegende Systeme etablieren, Klei nennt als Beispiel RSC (Roll Stability Control).

Gerät Goodyear in die Mühlen des Chapter 11?

In Akron, Ohio, herrscht nach dem Scheitern der Verhandlungen weiter Unsicherheit über den Fortgang des Tarifstreits zwischen Goodyear Tire & Rubber Co. und der amerikanischen Stahlarbeitergewerkschaft United Steelworkers of America (USWA). Unterdessen fiel die Goodyear-Aktie, die an der New York Stock Exchange gehandelt wird, um sechs Prozent sowie um weitere 3,8 Prozent im Nachbörsenhandel, da mit dem Abbruch der Gespräche die Wahrscheinlichkeit eines Streiks oder einer Aussperrung der Mitarbeiter aus den 14 betroffenen Fabriken immer größer wird.

Ohtsu-Übernahme durch Sumitomo jetzt offiziell

Der japanischen Sumitomo Rubber Industries Ltd. (SRI) gehört seit heute auch offiziell die Ohtsu Tire & Rubber Co. Ltd.

, die Reifen für die Falken Tire Corp. herstellt. SRI hielt bereits seit längerem 51 Prozent an Ohtsu und wird die restlichen 70 Millionen US-Dollar Eigenkapital des Reifenherstellers jetzt übernehmen.

Dunlop Japan gehört ebenfalls bereits seit längerem vollständig zur Sumitomo Rubber Industries. Wie amerikanische Medien melden, sei man bei Falken Tire glücklich über die Übernahme, die bereits Ende des vergangenen Jahres angekündigt wurde, denn Falken Tire werde bezüglich Verkauf, Marketing und Vertrieb der eigenen Marke autonom bleiben. Sumitomo wolle sich in Asien auf die Marke Dunlop konzentrieren, in Nordamerika auf die Marke Falken.

US-Bundesstaat Alaska will Neureifen mit 2,50 US-Dollar besteuern

Der US-Bundesstaat Alaska wird zum kommenden Sommer eine Steuer auf Neureifen erheben. Sollte Gouverneur Frank Murkowski das Gesetz unterzeichnen, wovon allgemein ausgegangen wird, werden ab dem 1. Juli 2004 Steuern in Höhe von 2,50 US-Dollar auf neue Reifen für Fahrzeuge fällig, „die auch auf Autobahnen genutzt werden können“.

Darüber hinaus werden Reifen mit Spikes, die jeweils mehr als 1,1 Gramm wiegen, um 5 US-Dollar teurer. Die Reifenhändler sollen die Steuern von ihren Kunden erheben und – abzüglich fünf Prozent für den eigenen Verwaltungsaufwand – an den Bundesstaat überweisen. Die beiden Häuser des Parlaments haben dem Gesetz bereits zugestimmt.

Historischer Michelin-Sieg im Motorradsport

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Beim Moto GP im niederländischen Assen hat am vergangenen Wochenende der Spanier Sete Gibernau auf einer Honda gewonnen – der 300. Sieg für Reifenlieferant Michelin, seit die Franzosen sich 1973 mit Jack Findlay erstmalig auf das oberste Treppchen im Motorrad-Grand Prix stellen konnten. Das Michelin diese Klasse beherrscht, wird auch daran deutlich, dass die ersten neun Fahrer in Assen auf Michelin-Reifen unterwegs waren und die Franzosen in dieser Saison jede Pole Position für sich verzeichnen konnten und alle Podiumsplätze an Biker vergeben wurden, die das blaue Michelin-Käppchen trugen.

Europäische Zulieferer sollen nach Ostasien expandieren

Die beiden Autohersteller Ford und General Motors setzen scheinbar ihre europäischen Zulieferer unter Druck. Amerikanischen Medienberichten zufolge werde den Unternehmen nahe gelegt, Produktionen nach China zu verlegen, um einerseits die aufkeimende Autoproduktion im Reich der Mitte zu stützen, und um andererseits zu Weltmarktpreisen produzieren zu können, die sich nun mal an chinesischen Maßstäben orientieren. Die beiden großen Autobauer würden ihren Zulieferern, die sich in China ansiedelten, zusätzliche Absatzmöglichkeiten in Nordamerika anbieten, heißt es unzweideutig.

Neues RH-Logo

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Das alte und quadratische Logo des Räderherstellers RH Alurad wird – passend zum Produkt – durch ein rundes ersetzt.

Streik droht, nachdem Gespräche mit Goodyear scheiterten

Die Gespräche zwischen Goodyear Tire & Rubber und der amerikanischen Stahlarbeitergewerkschaft United Steelworkers of America (USWA) sind am Wochenende gescheitert. Nachdem die beiden Seiten zunächst noch zuversichtlich waren, bis Freitagmittag Ergebnisse der seit Monaten andauernden Tarifverhandlungen präsentieren zu können, lehnte die Gewerkschaft das letzte Angebot von Goodyear schließlich doch ab. Nach Aussage eines USWA-Sprechers konnten Bedenken in Sachen Arbeitsplatzsicherheit, Gesundheitsversorgung für Rentner und Umschuldung des Unternehmens mit dem Goodyear-Angebot nicht zerstreut werden.

Die Gewerkschaft sei nun bereit für einen Streik in den betroffenen 14 Goodyear- und Kelly-Springfield-Fabriken; dieser allerdings muss drei Tage vorher angekündigt werden. Analysten und Investoren sind der Meinung, dass sich keine der beteiligten Seiten einen Streik leisten kann. Obwohl Goodyear und Gewerkschaft weiterhin Gesprächsbereitschaft signalisierten, ist zunächst kein weiteres Treffen der Tarifpartner vereinbart worden.

BWL-Professorin in Bandag-Aufsichtsrat berufen

Bandag Inc. hat Amy P. Hutton in den Aufsichtsrat berufen.

Die Harvard-Professorin für Betriebswirtschaft wird mit sofortiger Wirkung Lucille A. Carver ersetzen, die bereits im Mai des vergangenen Jahres in den Ruhestand ging. Auf der kommenden Hauptversammlung im Mai soll Hutton von den Aktionären in ihrem Amt bestätigt werden.

Falken verbessert Gummimischung für Winterreifen

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Für die kommende Wintersaison hat Falken einen komplett neuen, verbesserten Winterreifen entwickelt. Wie der japanische Reifenhersteller mitteilt, werde der Eurowinter HS-437 ausschließlich für die obere Mittelklasse in Größen ab 205/45R17 angeboten. Im Mittelpunkt der Entwicklung des neuen Winterreifens von Falken standen sowohl hohe Bremsverzögerung bei Schnee als auch verbesserte Laufeigenschaften bei Nässe.

Der neue Profilaufbau des HS-437 mit griffigen, zentral und asymmetrisch angeordneten Mittelblöcken sowie drei breiten Längsprofilrillen zur Wasserabführung werde beiden Anforderungen gerecht, heißt es in einer Pressemitteilung. Vor allem die Aquaplaningeigenschaften und die Bremsverzögerung bei Nässe seien signifikant verbessert worden. Tiefgreifende Verbesserungen seien den Falken-Ingenieuren bei der Gummimischung gelungen, die ab sofort auch bei allen anderen Winterreifen von Falken verwendet wird.

Durch den Einsatz von Silica und den Wechsel von pflanzlichem Öl zu Mineralöl sowie von synthetischem Kautschuk zu Naturkautschuk sei der Härteunterschied des Reifens bei unterschiedlich tiefen Temperaturen verringert worden, was zu konstanteren Fahrleistungen bei winterlichen Straßenverhältnissen führe. Der Eurowinter HS-437 wird ab Mitte des Jahres auf den Markt kommen.

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