Streik in türkischen Reifenwerken beendet

Der zweiwöchige Streik in vier Reifenwerken in der Türkei (2 Goodyear-Fabriken, je einmal Bridgestone/Lassa und Pirelli) ist beendet, die ca. 4.000 Streikenden sind zu ihren Arbeitsplätzen zurückgekehrt.

Gewerkschaften und die drei Reifenhersteller einigten sich auf einen neuen auf zwei Jahre terminierten Tarifvertrag: Demnach erhalten die Arbeiter, die seit September 2007 um Lohnerhöhungen verhandelt hatten, im ersten Jahr der Tariflaufzeit 14 Prozent mehr Gehalt, im Jahre 2009 soll sich die nächste Lohnerhöhung nach der Inflationsrate richten, die in 2007 bei 8,39 Prozent lag und in diesem Jahr noch höher ausfallen dürfte. Auch die Erhöhung der Sozialleistungen ist an die Inflationsrate gekoppelt..

Preiserhöhungsrunde, um die Mitarbeiter zu schützen

Bridgestone Australien hat angekündigt, aufgrund gestiegener Rohstoffkosten die Preise um bis zu fünf Prozent anheben zu wollen. Die Preiserhöhung, die zum 1. August in Kraft treten soll, betrifft nicht nur die Neureifen, sondern auch Schläuche, Runderneuerte und Services.

Mac Ohashi, Chairman und CEO des nationalen Marktführers, hat neben den angestiegenen Kosten eine weitere Argumentation für diesen Schritt: Er diene dem Schutz des Produktionsstandortes sowie den Handelsaktivitäten bzw. den davon lebenden Mitarbeitern..

Bridgestone: Aktionsplan für „Make Cars Green“-Initiative

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Die Bridgestone Corporation gab ihren Aktionsplan für die „Make Cars Green“-Initiative am 5. Juni auf dem alljährlich seit 1972 stattfindenden Weltumwelttag in Neuseeland bekannt. Die Initiative soll weltweit auf die Notwendigkeit umweltgerechten Autofahrens aufmerksam machen.

Werksverbund der Conti-Standorte Limbach und Stollberg

Wie die Lokalredaktion Chemnitz der Tageszeitung Freie Presse in Erfahrung gebracht hat, sollen die Continental-Standorte in Limbach-Oberfrohna und Stollberg zum 1. Juli einen Werksverbund bilden. „Damit wollen wir beide Standorte langfristig sichern und dieses Jahr einen Euro-Umsatz im dreistelligen Millionenbereich erwirtschaften“, wird Werksleiter Dieter Brückner von dem Blatt zitiert.

Mit diesem Schritt sollen die Arbeitsplätze der 1.250 Beschäftigten in Limbach und Stollberg sicherer werden. Während in Limbach sogenannte Dieselinjektoren (Einspritzdüsen für Dieselmotoren) bzw.

Einspritzkomponenten nach dem Common-Rail-Prinzip für Dieselmotoren hergestellt werden, laufen am Standort Stollberg – ein ehemaliges Gemeinschaftsunternehmen von Siemens VDO und Volkswagen – demnach Piezo-Pumpe-Düse-Einspritzelemente für VW-Dieselmotoren vom Band. Da sich diese Technik aber nicht durchgesetzt habe und 2009 auslaufe, wie Brückner gegenüber der Freie Presse zu Protokoll gegeben hat, hätte dem erst 2004 eröffneten Werk ohne die nun angestrebte Verbundlösung die Schließung oder zumindest der Abbau von Arbeitsplätzen gedroht, heißt es weiter in dem Bericht der Tageszeitung..

Patentrechtsverfahren gegen Sinorgchem/Kumho noch in Schwebe

Nachdem Flexsys America – ein Tochterunternehmen der Solutia Inc. und Zulieferer der Reifenindustrie – jüngst bei der International Trade Commission (ITC) erneut ein Patentrechtsverfahren gegen die Sinorgchem Co. (Shandong/China) sowie die Korea Kumho Petrochemical Co.

Ltd., Kumho Tire USA. Inc.

und Kumho Tire USA Co. Inc. angestrengt hatte, wurde jüngst die Einscheidung darüber, ob es eine Untersuchung dieser Angelegenheit geben wird, um 30 Tage verschoben.

Laut Kumho hat die ITC als Begründung dafür „außergewöhnliche Umstände“ genannt, sodass das Votum der Kommission nun frühestens für den 11. Juli erwartet wird. Flexsys wirft Sinorgchem bzw.

Kumho vor, im Zusammenhang Herstellung von Gummichemikalien unrechtmäßigerweise eine von dem US-Unternehmen patentierte Technologie zu verwenden. Wie die Gegenseite sagt, komme die Vertagung einer ITC- Entscheidung bei einer solchen Angelegenheit sehr selten vor. Bei den 651 seit 1975 von der ITC untersuchten Vorwürfen von Patentrechtsverletzungen sei es lediglich dreimal zu einer Vertagung der Entscheidung gekommen – zuletzt 1999.

In der Sache weist Kumho zudem darauf hin, dass zuvor bereits von Flexsys angestrengte Patentrechtsverfahren von der ITC bislang als nicht haltbar zurückgewiesen wurden und dem US-Unternehmen 2006 sogar explizit untersagt wurde, in der gleichen Angelegenheit noch einmal vorstellig zu werden. Insofern sieht man die neuerlichen Anschuldigungen selben Inhalts als Verletzung dieser Auflage..

Joint Venture von Bosch und Samsung in Sachen Li-Ionen-Batterien

Nicht nur der Automobilzulieferer Continental investiert in die Lithium-Ionen-Technologie, die offenbar allgemein als Grundlage für zukunftsorientierte Technologien im Automobil wie etwa Hybrid- und elektrische Antriebe gesehen wird, sondern auch Wettbewerber Bosch. Denn der hat jetzt die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zusammen mit der koreanischen Samsung SDI Co. Ltd.

bekannt gegeben. Ziel des Joint Ventures namens SB LiMotive Co. Ltd.

und Hauptsitz in Korea, das ab September 2008 an den Start gehen soll, ist die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für Anwendungen im Automobilbereich. An dem Unternehmen sind die Robert Bosch GmbH, die ihr Know-how in den Bereichen Leistungselektronik, Batteriemanagement, elektrische Maschinen, Getriebe oder Gleichspannungswandler einbringen will, und die Samsung SDI Co. Ltd.

, die an viele Hersteller von Notebooks, Mobiltelefonen und Elektrowerkzeugen bereits Lithium-Ionen-Batterien liefert und im zurückliegenden Jahr rund 376 Millionen Batteriezellen gefertigt haben soll, jeweils mit 50 Prozent beteiligt. Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat sind paritätisch mit Mitgliedern beider Partner besetzt. Die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens steht noch unter dem Vorbehalt der kartellbehördlichen Zustimmung.

Reifenmesse: Die Keskins sind sehr rege

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Man sei nicht nur auf der REIFEN, sondern beim GTi-Treffen zeitgleich am Wörthersee sogar mit drei Ausstellungsständen vertreten, sagt General Manager Abdurrahman Keskin. Einer dieser Stände gilt der Aluminiumrädermarke MAM, einer der Hochleistungsreifenmarke Syron und der dritte Keskin Tuning. Auf dem Messestand in Essen jedenfalls waren alle drei Unternehmensbereiche beieinander.

Goodyear, Dunlop, Fulda: Ein Messestand – drei Markenwelten

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Jede Marke habe und behalte ihre eigene Markenwelt, sagt Fuldas Marketingleiterin Kerstin Völck auf dem Teil des Messestandes, der dem Auftritt der Marke Fulda vorbehalten ist. Die Identität der drei Marken droht nicht zu verwischen, dieses Ziel wurde mit dem neuen Standkonzept allemal erreicht. Im Parterre des großen Messestandes teilt sich das Unternehmen das Areal mit den beiden Schwestermarken Goodyear und Dunlop, im Gastronomie- und Besprechungsbereich in der oberen Etage des Messestandes allerdings verwischen sich die Grenzen, kommt Goodyears PR-Verantwortlicher Carsten Bitzhenner zum Pressegespräch der Dunlop-Verantwortlichen Hildegard von Lonski hinzu.

Allen Dreien – von Lonski, Völck wie Bitzhenner – ist gemein, dass auf solch einer Fachmesse natürlich keine neuen Produkte als Highlights zu erwarten sind. Gewissermaßen ist der erste gemeinsame Auftritt der drei Marken in dieser Form das Messehighlight.

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Chinesen wollen Reifenfabrik in Indien errichten

Ein von ihm namentlich nicht genannter chinesischer Reifenhersteller wolle in Westbengalen (Indien) ein Reifenwerk errichten und dazu mit einer Firma aus Dubai ein Joint Venture eingehen, zitieren mehrere indische Medien den chinesischen Genaralkonsul von Kalkutta Mao Siwei. Mao Siwei hat diese Ankündigung im Rahmen einer Sitzung der indischen Handelskammer gemacht..

Dreimal Uniwheels auf der Reifenmesse

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Welche Bedeutung die Reifenmesse für seine Firmengruppe hat, wird auch daran deutliich, dass Ralf Schmid (Präsident des Verwaltungsrates der United Wheels Group, kurz Uniwheels) auf allen drei, klar voneinander getrennten Messeständen mit den Verantwortlichen die neue Situation besprach und auch der Presse Hintergrundinformationen mit auf den Weg gab. Mit der Übernahme der ATS-Gruppe und der aktuellen Integration in die Uniwheels-Gruppe ist das Unternehmen jedenfalls in eine neue Größenordnung katapultiert worden. Manches – wie das Erstausrüstungsgeschäft – ist jetzt einfach eine „ganz andere Nummer“, manches ist auch schlicht „komplizierter geworden“, erklärt der Marketingdirektor der Gruppe Harald Jacksties.

So die Positionierung der nicht mehr drei (Rial, Alutec, Anzio – jeweils in Fußgönheim), sondern jetzt fünf Marken (hinzugekommen sind in Bad Dürkheim ATS und Exclusive Line) zueinander. So viele Marken hat ansonsten kein Räderanbieter im Portfolio, alle wollen und müssen gepflegt werden, soll ihr Fortbestand gesichert sein.

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