Felgenreport, Teil 1: Ersatzgeschäft weiter unter Druck

Wie in jedem Jahr, so wollen wir auch in 2001 sowohl das Erstausrüstungsgeschäft als auch den Ersatzmarkt für Leichtmetallfelgen in unserem Felgenreport unter die Lupe nehmen. Weil das Themenfeld so komplex ist, haben wir wiederum eine Zweiteilung vorgenommen. Einziger Unterschied: Die sonst übliche Reihenfolge der beiden Teile wurde geändert: So legen wir diesmal in unserer März-Ausgabe den Schwerpunkt auf das Ersatzgeschäft, in unserer April-Ausgabe dagegen auf die Erstausrüstung.

Während der Ersatzmarkt seit einigen Jahren – allerdings auf recht hohem Niveau – weitgehend stagniert, verzeichnen die Zulieferer in der Erstausrüstung sogar kräftige Zuwächse. Vor allem Marktteilnehmer aus dem Ersatzgeschäft sehen immer häufiger Negativentwicklungen, pessimistische Stimmen werden lauter: Das Wachstum einzelner Unternehmen kann nur auf Kosten der nicht wettbewerbsfähigen Marktteilnehmer gehen. Am Ende steht ein Verdrängungswettbewerb, der nicht zuletzt massiv über die Preise ausgefochten wird.

Ein Prozess, der längst begonnen hat. Davon, aber auch von den trotz allem noch vorhandenen Chancen wird in Teil 1 des aktuellen Felgenreportes die Rede sein. Des Weiteren werden aktuelle Trends und Entwicklungen der Branche aufgezeigt.

Mobiler Kwik-Fit-Service in Irland

Jetzt will Kwik-Fit Fleet auch in Irland eine Mobile Fitting-Service für Reifen anbieten. Im Visier hat man dabei hauptsächlich Geschäftswagen, wobei der Service dann entweder auf dem Hof der jeweiligen Firma oder vor der Tür am Wohnort des Fahrers möglich sein soll. In Irland hat Kwik-Fit derzeit 37 Servicestationen, eine weitere Expansion ist jedoch geplant.

Auch Bridgestone/Firestone mit höheren Preisen

Die offiziell bereits zum 1. Januar 2000 vorgenommene Preiserhöhung von Bridgestone/Firestone – drei Prozent für Pkw- und zwei Prozent für Nutzfahrzeugreifen – wird nun im deutschen Reifenersatzmarkt auch spürbar im Markt für beide Marken umgesetzt. Damit reiht sich ein weiterer Hersteller in die Riege der Reifenproduzenten ein, die in jüngster Zeit mit höheren Preisen für ihre Pneus aufwarteten.

Continental entwickelt neues Industriereifenkonzept

Unter dem Begriff „SFR 3000“ (SchubFederRad) hat Continental ein neues Industriereifenkonzept entwickelt und zum Patent angemeldet, bei dem die Vorteile von Luft- und Vollgummireifen vereint sein sollen.

Übernahme von Tires Plus durch Morgan Tire and Auto

Larry Morgan, im letzten Monat noch Key Note Speaker der MMS/BRV-Gemeinschaftsveranstaltung „Service makes the Difference“ im Rahmen der Reifenmesse Essen hat die Handelskette Tires Plus Ltd. übernommen. Die Aktion soll Ende des Monats abgeschlossen sein.

Morgan Tire and Auto Inc.(„Morgan Tire“) hat 400 Filialen in 15 Staaten der USA mit einem Umsatz von 525 Millionen US-Dollar. Tires Plus Ltd.

hat 140 Filialen in neun Staaten der USA. Es entsteht damit die zweitgrößte unabhängige Handelskette („Retail-Powerhouse“) in den USA mit 540 Filialen in 24 Staaten der USA mit einem Umsatz von 745 Millionen US-Dollar..

Umsatzsprung von 29,9 Prozent bei Nokian

Der finnische Reifenhersteller Nokian meldet für die ersten neun Monate des Jahres 2000 einen Umsatzsprung auf 258,6 Millionen Euro, das sind 29,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ohne Akquisitionen (Rengasmestarit-Kumi-Heleneius, ISKO) hätte die Umsatzsteigerung 10,5 Prozent betragen. Das Unternehmen ist zuversichtlich, den Umsatz des Jahres 2000 gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent steigern zu können, allerdings werde der Gewinn wegen erforderlicher Restrukturierungen im Handelsbereich leicht unter dem des Vorjahres von 25,7 Millionen bleiben.

Autoservice als Chance für den Reifenfachhandel

Eines hat das vorweihnachtliche Umrüstdesaster im Reifenfachhandel allen Beteiligten nachdrücklich vor Augen geführt: Das „Prinzip Hoffnung“ hat als feste Größe in betriebswirtschaftlichen Kalkulationen nichts verloren, und wer dies immer noch nicht begriffen hat, der wird über kurz oder lang keine Zukunft in dieser Branche mehr haben. Alles Jammern hilft da nichts. Angesichts schwindender Roherträge und zahlreicher neuer Distributionskanäle für Reifen ist der Fachhandel statt dessen mehr noch als bisher gezwungen, sein Angebot an Dienstleistungen zu diversifizieren bzw.

erweitern, neue Geschäftsfelder zu erschließen, um Ertragseinbußen zu kompensieren. Ein Beispiel hierfür ist der Autoservice, bei dem die Rohertragsquoten im Schnitt zwischen 40 und 50 Prozent liegen. Viele Branchenvertreter haben dies längst erkannt und ihr Dienstleistungsspektrum entsprechend erweitert.

Es geht daher kaum noch um das „Ob“, sondern vielmehr um das „Wie“. Die Qualitäts- und Angebotsunterschiede von Betrieben, die sich im Bereich Autoservice engagieren, sind beträchtlich – reichen vom einfachen „Schrauber“, der in Fast-Fit-Manier die „klassischen“ Elemente Auspuff, Bremsen, Stoßdämpfer abdeckt bis zum Kfz-Meisterbetrieb, der das volle Werkstattprogramm, inklusive AU und TÜV-HU, anbietet. In der NEUEN REIFENZEITUNG Heft 1/2001 soll der aktuelle Stand der Dinge in Sachen Autoservice-Engagement des Reifenfachhandels anhand einiger Beispiele dargestellt werden.

Neuer Chef für Pirelli Deutschland: Dr. Klaus Betka

Nach gerade nur einem Jahr als Vorsitzender der Geschäftsleitung hat Dr. Paolo Masera (59) die Pirelli-Reifenwerke schon wieder verlassen, um eine neue Führungsaufgabe für Pirelli in Brasilien zu übernehmen. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Geschäftsführer Produktion, Dr.

Klaus Betka (55), ernannt. Dr. Betka dürfte dabei als Interims-Lösung für etwa zwei, maximal drei Jahre zu sehen sein, denn er hat bereits im Vorjahr eine Vereinbarung für den vorzeitigen Ruhestand abgeschlossen.

Kerkorian stößt DaimlerChrysler-Aktien ab

Kirk Kerkorian, größter DaimlerChrysler-Aktionär, hat sich von rund der Hälfte seiner Wertpapiere des deutschamerikanischen Unternehmens getrennt. Aber auch der Verkauf der rund 16 Millionen Aktien soll nichts an seinen Plänen bezüglich der Milliardenklage gegen DaimlerChrysler ändern..

Runderneuerungsmarkt in den USA bleibt in Bewegung

Nachdem sich Michelin im letzten Jahr bei einer Reihe großer Runderneuerer einkaufte und den großen Konkurrenten Bandag zu Abwehrmaßnahmen zwang, nun auch vormalige Franchisenehmer zu kaufen, hört man nun von Erfolgen von Goodyear mit dem Treadco-System. Das Runderneuerungsgeschäft von Oliver (Muttergesellschaft seit letztem Jahr Cooper) leidet unter diesem scharfen Wettbewerb..