Bridgestone baut jetzt auch in China Lkw- und Busreifen
Bridgestone/Japan hat für 23 Millionen Euro 60 Prozent des Kapitals von Shenyang Santai Tire Co. übernommen. Shenyang Santai Tire hat eine Produktionskapazität von 200.
Bridgestone/Japan hat für 23 Millionen Euro 60 Prozent des Kapitals von Shenyang Santai Tire Co. übernommen. Shenyang Santai Tire hat eine Produktionskapazität von 200.
Mitte Mai präsentierte Goodyear die neuen Reifen DT812, IT520 und IT530. Neben der (Fach-) Presse hatten auch zahlreiche Händler den Weg zu der Veranstaltung gefunden. Nach allgemeiner Definition ist der DT812 dem AS- und sind die beiden anderen Großpneus dem Industriereifen-Segment zuzuordnen.
Das Kürzel IT weist die beiden neuen Goodyear-Reifen also als „Industrie-Radialreifen“ für spezielle agrarische Anforderungen aus. Mit dem Kürzel DT wird Goodyear dem teilweise im Markt anzutreffenden diffusen Bezeichnungswirrwarr mit einer klaren Linie begegnen. Das für die Amerikaner wichtigste neue Produkt ist aber der DT812, der bei praktischen Tests (Pflügen, Straßenfahrt, Traktionsmessung, Darstellung der Laufruhe) seinen Technologiesprung gegenüber den Vorgängermodellen aus eigenem Hause unter Beweis stellen konnte und geeignet sein dürfte, in die Phalanx der Marktführerreifen einzubrechen.
Der DT812 ist laut Goodyear ein schlauchloser Niederquerschnittsreifen in Radialbauweise speziell für die neue Generation von PS-starken und schnellen Traktoren, der sowohl im Feld als auch auf der Straße mehr Komfort und Leistung biete. Er ist bei Höchstlast für Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h ausgelegt und will darüber hinaus bei Feldarbeiten mit seiner Manövrierbarkeit überzeugen. Das neue Produkt paßt auf die meisten der modernen kompakten Traktoren und hat eine Eigenschaft, die für anspruchsvolle Landwirte immer bedeutsamer wird: Dank einer prägnanten Seitenwandgestaltung soll der Reifen auch gut aussehen! Der DT812 wird zunächst in der 70er Serie angeboten, und mehr zu der Technik, die in ihm steckt, erfahren Sie im Juni bei uns.
1987 hatten die Italiener gegen Bridgestone die Schlacht um Firestone und damit die Chance, sich zu einem Global Player entwickeln zu können, verloren. Trotzig kauften sie bereits sechs Wochen später den Reifenhersteller Armstrong und taten so, als passe dieser genau in die Pirelli-Strategie. Das Joint-venture Goodyear/SRI-Dunlop beantworten die Italiener nunmehr wiederum auf ihre Art, allerdings bereits eine Woche später.
War Armstrong noch gekauft worden, um eine Produktionsbasis für Nordamerika zu haben, in welcher auch und vor allem Pirelli-Reifen produziert werden sollten, war der Erwerb doch Zeichen einer Expansionsstrategie, einer Vorwärtsentwicklung, so ist die strategische Allianz mit Cooper heute zumindest Ausdruck für beides: Angriff und Verteidigung zugleich. Cooper ist neben Goodyear der einzig verbliebene US-Reifenhersteller von Rang. Mit einem Umsatz von deutlich unterhalb zwei Milliarden US-Dollar ist es den Amerikanern stets gelungen, herausragende Gewinne erwirtschaften zu können.
Cooper war lange Zeit der mit Abstand am besten verdienende Reifenhersteller der Welt, mit einem Operating Profit von deutlich über zehn Prozent. Bis zum heutigen Tage verstehen es die Manager aus Findley/Ohio blendend, herausragende Gewinne zu erwirtschaften. Die Cooper-Fabriken sind vermutlich nicht die modernsten der Welt, aber in relativ kleinen Unternehmen wird sparsam mit Geld umgegangen, die Investitionen werden dort vorgenommen, wo sie am wichtigsten sind.
Cooper versteht es, eine Vielzahl von Reifen, einmal die Marke Cooper, aber dann auch eine ganze Reihe von private-brands (Markenrechte bei Cooper) und house-brands (Markenrechte beim Händler) zu produzieren. Der richtige Partner für Pirelli also? Unter anderem damit beschäftigt sich die NEUE REIFENZEITUNG im März..
Die Goodyear-Jahreskonferenz 1998 hätte sein können wie ansonsten auch, im schon traditionellen Rahmen. So war es auch! Und doch war es ein bißchen anders. Wie wunderbar hätte es zum Motto „Auf dem Weg zur # 1“ werden können, wenn die Sache – so schien es ja lange Zeit – in trockenen Tüchern gewesen wäre: Die Übernahme des Reifenherstellers Dunlop.
Entschuldigung, die Rede ist natürlich von einem Joint-venture mit Sumitomo Rubber Industries (SRI), einer Gesellschaft unter dem Dach der großen Sumitomo-Gruppe, die Reifen der Marke Dunlop produziert und damit weltweit etwas mehr als vier Milliarden US-Dollar umsetzt und auf Platz fünf der Rangliste der größten Rleifenhersteller angesiedelt ist. 3 (Goodyear) + 5 = 1! So haben wir doch stets gerechnet. Das wäre sie dann gewesen: die Spitze.
Ursprünglich sollte das, was es offiziell weder gibt noch gab, zwei Tage vor der Jahrestagung auf internationalen Pressekonferenzen u.a. in Frankfurt und London bekannt gemacht werden.
Doch dann ein Rückschlag, die Sache wurde in allerletzter Minute noch einmal verschoben; meint die amerikanische Seite. Die Sache ist aufgehoben, das hoffen etliche Belegschaftsmitglieder der Dunlop-Seite. Dennoch: Vielleicht tut sich ja noch was.
Wenn nicht noch vor Weihnachten, dann doch vielleicht in den frühen Januartagen des neuen Jahres. Unabhängig davon hat sich die Deutsche Goodyear auf ihrer Jahreskonferenz in Köln recht angriffslustig gezeigt. Wie die Manager das Unternehmen voranbringen wollen zeigt unser Bericht in der Dezember-Ausgabe.
Das Semperit-Werk in Traiskirchen sei fester Bestandteil der Strategie bei der Einführung eines neuen Produktionsverfahrens. Dies bekräftigte Mitte Dezember in einer Aufsichtsratssitzung der Semperit Reifen Ges.m.
b.H. in Traiskirchen Dr.
Hans-Joachim Nikolin, Vorsitzender des Semperit-Aufsichtsrats und Mitglied des Vorstands der Continental AG. Danach wird das hannoversche Unternehmen zunächst drei europäische Großregionen aus jeweils einem MMP-Werk versorgen. Das Werk Traiskirchen soll die Versorgung der süd- und osteuropäischen Märkte übernehmen.
Eine Entscheidung für einen zweiten MMP-Standort für Westeuropa steht kurz bevor. Für die Region Nordeuropa wird noch nach einem geeigneten Standort gesucht. Die Planung für das Jahr 2000 sieht für die Standard-Fertigung 1,5 Millionen Personenwagen-Reifen vor; für die MMP-Linien sind eine Million Stück geplant.
Die Gesamtzahl wird also wie ursprünglich geplant bei 2,5 Millionen Stück bleiben. Allerdings ist die Fertigungstiefe bei MMP-Reifen geringer als bei Reifen der Standard-Produktion. Das wird zu einer Reduzierung der Mitarbeiterzahl führen, die auch durch die höhere Produktionsplanung von 825.
000 Nutzfahrzeugreifen im Jahr 2000 nicht ausgeglichen werden kann. Das MMP-Verfahren gliedert die Herstellung eines Reifens in Module, wodurch eine kostengünstigere Fertigung kleinerer Stückzahlen und darüber hinaus eine schnellere Reaktion auf die Bedürfnisse des Marktes möglich sein soll. MMP ist also primär als schnelle Reaktion auf Entwicklungen in Ersatzmärkten zugeschnitten und dürfte nur in Ausnahmefällen für die Erstausrüstung in Frage kommen.
Pirelli hat das „Terresstrial Optical Networking Systems“ an Cisco verkauft und bekommt dafür Cisco-Aktien im Wert von 2,15 Milliarden US-Dollar. Cisco will außerdem für weitere 100 Millionen US-Dollar einen zehnprozentigen Anteil an Pirellis „Submarine Optical Transmission Systems“ erwerben. Mit dem noch relativ jungen Photronic-Geschäft hatte Pirelli einen Umsatz von 395 Millionen Euro erzielt.
In den ersten neun Monaten des Jahres 1999 hat der Konzern 6,7 Milliarden Euro umgesetzt und einen EBIT von 385 Millionen Euro erwirtschaften können. Die Division Pkw-Reifen ist weiter stärkster Umsatzträger. Bei den Systemprojekten klingelt Zukunftsmusik.
Man muss die Zeitachse beachten, weil viele Entwicklungen von durchgreifender Markteinführung noch Jahre entfernt sind. Continental sei, so Dr. Kessel, „auf dem Weg zum Total Chassis Management.
“ Offenbar will der Konzern sich damit gegenüber der Börse von den Reifenkonkurrenten, deren Performance z. Zt. schwach ist, abkoppeln.
Der europäische Fast Fit-Markt wird in den kommenden fünf Jahr jährlich um mehr als vier Prozent auf mehr als elf Milliarden Euro wachsen, so lautet eine Prognose von Datamonitor. Insbesondere der Markteintritt der Hersteller Ford (Kwik-Fit) und Fiat (Midas) wird zu verschärftem Wettbewerb führen, meinen die Analysten..
Das Goodyear-Luftschiff „Spirit of Akron“ ist wegen Computerproblemen am 28. Oktober in den USA abgestürzt. Aufgrund der relativ geringen Sinkgeschwindigkeit wurden Besatzungsmitglieder nur leicht verletzt, Menschen am Boden kamen nicht zu Schaden.
Die Gerüchte verdichten sich, dass Michelin zur Formel 1-Saison im Jahr 2001 wieder in das Renngeschehen der „Königsklasse“ eingreifen will. Vermutlich wird dann von der übernächsten Saison an das Team Williams/BMW auf Michelin-Pneus fahren. Und soweit auto motor und sport in der Ausgabe 23/1999 mitzuteilen weiss, soll die endgültige Entscheidung der Franzosen über eine Rückkehr in den F1-Rennzirkus allerdings erst im Dezember fallen.
Mutmaßungen, neben den Franzosen würde auch Goodyear mit diesem Gedanken spielen, entbehren nach Recherchen der NEUE REIFENZEITUNG jedoch jedweder Grundlage. Schließlich haben die Amerikaner gerade erst den Rückzug aus zwei Rennsport-Serien in den USA bekannt gegeben..