Preiserhöhungen erfolgen in kritischer Zeit

Zweifelsohne sind die in diesen Tagen angekündigten Preiserhöhungen – unter anderem von Bridgestone, Conti, Michelin und Goodyear – angesichts anhaltender Rohstoffverteuerungen (beispielsweise Kautschuk, Rohöl, Gummiruße) erforderlich und gerechtfertigt. Ob sich allerdings angesichts der angespannten Blockadesituationen in England, Frankreich und Belgien Preiserhöhungen im ohnehin schon durch den hohen Ölpreis gebeutelten Transportgewerbe auch durchsetzen lassen, bleibt abzuwarten..

Bridgestone erwirbt von Kumho Reifenfabrik in China

Bridgestone hat sich "mit deutlicher Mehrheit" an der chinesischen Tianjin Kumho Tire Co Ltd. beteiligt, die nun in Tianjin Bridgestone Tire Co. Ltd.

umbenannt werden wird. In der Fabrik werden Pkw-Radialreifen sowie kleine Lkw-Reifen hergestellt. Die Produktionskapazität liegt nach Firmenangaben bei 3,5 Millionen Stück.

Gibara erläuterte Goodyear-Strategie

Goodyear-Chef Gibara sprach diese Woche auf der Dealer-Conference in Las Vegas vor 4.500 Reifenfachleuten von der Notwendigkeit der Konsolidierung nach vorangegangener Expansion im Vorjahr. Gibara umwarb die teils unzufriedene Händlerschaft, auch im Zeitalter des Internet sei eine persönliche Beziehung wichtig.

Zulieferer hoffen auf Produktionsverbund Nissan/Renault

Das Nissan-Werk in Barcelona ist nur unzureichend ausgelastet und drängt sich förmlich für eine gemeinsame Produktion bauähnlicher Renault-Modelle auf, wie Ex-Michelin-Manager Carlos Ghosn – heute für die Integration Nissans bei Renault zuständig – anlässlich der Detroit Motor Show erklärte. Automobilzulieferer hoffen, von der neuen Konstellation zu profitieren, hatte doch Ghosn eine deutliche Reduktion ihrer Anzahl angekündigt. Beispielsweise hat Hayes Lemmerz bei Aluminiumrädern (fast) Exklusivstatus bei Nissan Europa und gewinnt aktuell sprunghaft Anteile bei Renault hinzu.

Deutsche Autos sehr erfolgreich in USA

17,4 Millionen Autos wurden im abgelaufen Jahr in den USA verkauft, das sind 9,1 Prozent mehr als 1998. Audi-Fahrzeuge legten übers Jahr um 39 % auf 65.959 Fahrzeuge zu, Porsche verbesserte sich um 21 % auf 17.

243 Wagen. Mercedes konnte mit 189.437 Fahrzeugen ein Plus von 11,3 % erreichen.

Technic nimmt Produktion wieder auf

Nachdem man Ende letzten Jahres einen Vergleichsantrag stellen musste, will der britische Runderneuerer Technic nun seine Produktion wieder aufnehmen. Die neue Führung des Unternnehmens – Phil Blood und Lucia Farmer (Witwe von Tony Farmer, der zusammen mit Blood einst Technic gegründet hatte) – legte den Neustart auf den 1. März 2000.

Dies wäre Tony Farmers 48. Geburtstag gewesen..

Altreifen gesammelt von Mercedes

Die Mercedes-Benz-Organisation hat 1999 508.000 Altreifen gemäß MeRSy (Mercedes Recycling System) gesammelt und der Weiterverwertung zugeführt..

Pirelli kauft Kabelgeschäft von BICC General

Mit dem Kauf der so bezeichneten "Energy Cable Activities" von BICC General zu einem Preis von für 216 Millionen US-Dollar erreicht Pirelli nunmehr einen Jahresumsatz von etwa 3,4 Milliarden Euro und baut die weltweite Marktführerschaft aus. Alcatel mit einem Umsatz von etwa zwei Milliarden Euro und Sumitomo mit einem Umsatz von etwa einer Milliarde Euro sind die nachfolgenden Wettbewerber in diesem Geschäft..

„Gemeinsam Zukunft gestalten“ – Pirelli Händlerforum in Hamburg

Unter dem Motto "Gemeinsam Zukunft gestalten" fand Ende März vor den Toren Hamburgs eines der in insgesamt sechs bundesdeutschen Städten durchgeführten Pirelli Händlerforen statt. Wie Pirelli ihre "Zukunft gestalten" will, wurde im folgenden anhand einer Reihe von Vorträgen deutlich. So vermittelte Dr.

Paolo Masera, seit Jahresbeginn Geschäftsführer der Pirelli Reifenwerke und für das weltweite Erstausrüstungsgeschäft des italienischen Reifenherstellers zuständig, den Reifenhändlern einen Überblick über die Pirelli-Erstausrüstungsaktivitäten: Seit 1996 hat Pirelli 254 Homologationen erreicht – allein 169 davon in Geschwindigkeitsklassen oberhalb "V". Im vergangenen Jahr wurden innerhalb Europas fast zehn Millionen Reifen in die Erstausrüstung geliefert. Mit sechs, sieben Fabrikaten decken die Italiener nach eigenen Angaben 95 Prozent des Erstausrüstungsgeschäfts und immerhin noch 60 Prozent des Ersatzmarktes ab.

Man sieht sich mit zwölf Prozent Marktanteil in Europa bei den Ultra-High-Performance-Reifen auf Rang drei hinter Marktführer Michelin und Continental. Produktionsvorstand Dr. Klaus Betka sprach hingegen über das neue Herstellungsverfahren MIRS, ("Modular Integrated Robotized System"), während Roland Steindorf, Geschäftsführer der Sales Marketing Company, über Möglichkeiten und Chancen des "E-Commerce", also des Verkaufes übers Internet sprach.

Denn die Italiener wollen im Rahmen des so genannten "e-Pirelli-Projects" in sämtlichen Konzernbereichen bis zum Jahre 2002 rund zwei Milliarden DM in Internetanwendungen und neue Technik investieren. Mehr zu dazu in Heft 4/2000 der NEUE REIFENZEITUNG..

Arbeitsplatzabbau bei Cooper-Avon

Cooper-Avon will in Europa 80 Mitarbeiter entlassen. Betroffen sein von diesen Stellenkürzungen werden dem Vernehmen nach die Zentrale in Melksham/Großbritannien, aber auch die Vertretungen in der Schweiz, Frankreich und Deutschland. Begründet wird die „Maßnahme zur Kostensenkung und Sicherung der verbleibenden mehr als 900 Arbeitsplätze“ mit dem hohen Pfundkurs und den gestiegenen Reifenimporten aus Fernost.