US-Behörden überprüfen Reifenstandards

Im Zuge der Rückrufaktion von Firestone Off-Road-Reifen arbeiten die US-Bundesbehörden nun an härteren Genehmigungskriterien für dieses Reifensegment. Sie sollen künftig nach denselben Kriterien wie Pkw-Reifen getestet werden. Die fehlerhaften Firestone-Reifen waren bereits nach eben diesen Kriterien getestet worden.

„Profiler“ und „Touring“ von BFGoodrich

Hierzulande ist der Name BFGoodrich bislang vor allem unter Off-Road-Fahrern ein fester Begriff. So wurden im vergangenen Jahr eignen angaben zufolge zirka 140.000 Stück der Geländewagen-Pneus auf dem deutschen Markt abgesetzt.

Die Zahl der in Deutschland vermarkteten BFGoodrich-Reifen, soll sich nach Vorstellungen des Konzerns in naher Zukunft allerdings signifikant erhöhen. Denn: Mit der Präsentation der neuen und umfassenden Produktpaletten Profiler und Touring will BFGoodrich den Beginn einer umfangreichen Produktoffensive im Pkw-Bereich signalisieren. Die neuen Pneus sollen exakt jene Zielgruppen-Lücke füllen, die von den übrigen Konzernmarken bislang nicht abgedeckt wurde.

Während sich die Premiummarke, Michelin an die erfolgreiche, marken- und traditionsbewusste Klientel wendet, die Marke Kleber hingegen in erster Linie den bürgerlichen, fürsorglichen „Familienvater“ ansprechen soll und die Economypodukte Riken sowie Kormoran vor allem den preisbewussten Käufer ins Visier genommen haben, sollen die neuen BFGoodrich Pneus den jungen, „markenbewussten Autofan“ ansprechen. Damit wäre die Segmentabdeckung innerhalb von Michelins Mehr-Marken-Strategie komplett; der auch in Zukunft eigenständige Auftritt der Marke BFGoodrich im Markt soll potenziellen Kannibalisierungseffekten – insbesondere zu Lasten der Premiummarke – vorbeugen. Das Profiler-Programm reicht von 65er bis hin zu 35er Querschnitten und umfasst Größen zwischen 195/65 R15 und 265/35 ZR18.

Rückruf laut Masatoshi Ono kein Firestone-Schuldeingeständnis

Masatoshi Ono, Chief Executive von Bridgestone/Firestone USA, hat gegenüber Anwälten betont, dass man den Reifenrückruf lediglich aus Sicherheitsgründen durchgeführt habe und dies nicht bedeute, die in Frage kommenden Reifen wiesen tatsächlich Mängel auf. Auch sein öffentlich geäußertes Bedauern über die Vorfälle möchte er nicht als Schuldeingeständnis verstanden wissen..

Neuer Antriebsachsen-Reifen von Goodyear

In den USA hat Goodyear nunmehr einen zweiten Reifen seiner Wingfoot-Produktlinie eingeführt, der besonders Kunden im preissensitiven Segment ansprechen soll. Der Wingfoot DTR ist ein Reifen radialer Bauweise für die Antriebsachse, der zunächst in der Größe 295/75 R22.5 angeboten wird.

Drei weitere Dimensionen – 11R22.5, 11R24.5 and 285/75 R24.

Ausbau des EU-Distributionszentrums der Goodyear-Gruppe

Nach der Übernahme der europäischen Reifen-Aktivitäten von Dunlop wird das europäische Distributionszentrum in Philippsburg weiter ausgebaut. Zur offiziellen Grundsteinlegung am Freitag dieser Woche kommen die Geschäftsführer Hoffmann (Gummiwerke Fulda), Kaplan (Deutsche Goodyear) und Schäfer (Dunlop GmbH) nach Philippsburg, um gemeinsam ein klares Zeichen für den Standort Deutschland zu setzen..

Mehr Ärger in den USA für Bridgestone?

Bridgestone steht anscheinend noch mehr Ärger ins Haus. Berichten der Business Week zufolge sind der US-amerikanischen National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) inzwischen rund ein Dutzend Fälle von Mängeln an der Seitenwand von Potenza RE040-Reifen auf dem Audi S4 gemeldet worden. Bei Audi sieht man allerdings keinen Grund zur Beunruhigung, und auch die NHTSA plant keine weitere Untersuchungen in dieser Richtung.

Bridgestone und TotalFina

Das größte gummiverarbeitende Unternehmen weltweit, die Bridgestone Corp., und Paulstra, Teil der Automotive-Tochtergesellschaft Hutchinson des französischen Mineralölkonzerns TotalFina, haben eine strategische Allianz geschlossen, um die Automobilindustrie mit schwingungsdämpfenden Komponenten versorgen zu können, die in den weltweiten Fabriken beider Firmen hergestellt werden..

Chef von South Pacific Tyres geht von Bord

John Gurrieri, seit fünf Jahren Chief Executive Officer von South Pacific Tyres, verlässt das Unternehmen nach 29 Jahren Betriebszugehörigkeit zum 29. Februar 2000, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden. South Pacific Tyres – an der Gesellschaft hält Goodyear 50 Prozent – gehört zum Pacific Dunlop-Konzern.

EUROC vor dem Aus?

Nach der Rennserie STW droht nun auch der neuen European Roadster Challenge (EUROC) das Aus. Da die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft offensichtlich in diesem Jahr mit Erfolg reanimiert wird, haben sich für die EUROC vorgesehene prominente Fahrer in letzter Minute anders orientiert. Wer die Teams im Tourenwagensport mit Reifen ausrüstet – im Gespräch ist auch eine Exklusivvergabe (auto motor und sport meldete bereits Dunlop) – , ist auch noch nicht endgültig geklärt.

Reifen Schneider insolvent

Bei Reifen Schneider (Mülheim-Kärlich) hat am 29.12. der Insolvenzverwalter das Zepter übernommen.

Es ist davon auszugehen, dass Schneider vor allem durch das Konkursverfahren bei Runderneuerungslieferant Technic (Großbritannien) und die daraus resultierende Werksschließung mit in den Strudel gerissen wurde. Schneider hatte in besten Zeiten ca. eine halbe Million Technic-Reifen pro Jahr vermarktet.