ISO 16949-Zertifizierungen für drei Goodyear-Einrichtungen

Mit Fulda/Deutschland, Amiens/Frankreich und dem Technical Centre in Luxemburg sind drei Einrichtungen des Goodyear-Konzerns als erste nach den technischen Spezifikationen der neuen weltweiten ISO-Norm 16949 zertifiziert worden. Es wird allgemein erwartet, dass sich diese Norm als Standard in der Fahrzeug- und Zulieferindustrie etablieren wird..

Zwischenbilanz Reifenplatz

Die NEUE REIFENZEITUNG setzt sich in regelmäßigen Abständen mit spezifischen Entwicklungen, Strömungen, Tendenzen, Maßnahmen und Entscheidungen auf Seiten des Reifenfachhandels auseinander. In diesem Artikel wird einmal ein Blick auf die „andere Seite des Tresens“ geworfen. Hiermit ist die Alltagsrealität des bundesdeutschen Reifenfachhandels gemeint, wie sie sich tagtäglich tausendfach in konkreten Beratungs- und Kaufsituationen, vollzieht.

Einen unverstellten Einblick in diese lebensweltliche Realität soll die seit Mai 1998 laufende, im regelmäßigen Turnus erscheinende Reifenplatz-Reihe vermitteln. Es ist an der Zeit, eine erste Bilanz der bisherigen Erfahrungen zu ziehen. Zu diesem Zweck sollen im Folgenden unsere Beratungs-Erfahrungen anhand einer eigens zu diesem Zweck entwickelten (provisorischen!) Typologie in systematisierter, geordneter Form vorgestellt werden.

Dabei wird jeder Beratungstyp in seinen wesentlichen Merkmalen zunächst kurz charakterisiert und daraufhin anhand von Beispielen belegt bzw. illustriert. Dass diese Form der inhaltlichen Zuspitzung kein naturgetreues Abbild der Realität liefern kann, dass im „wahren Leben“ i.

d.R. eher Mischtypen bzw.

Typengemische vorkommen, sollte dabei immer mit berücksichtigt werden. Sechs Beratungstypologien werden vorgestellt: * Typ A: Der Kunde als „Störenfried“ * Typ B: Der Kunde ist Luft für mich * Typ C: Der Kunde muss doch wissen, was er will! * Typ D: Nicht Fisch nicht Fleisch – Die lustlose „Fast-Food-Beratung“ * Typ E: Freundlichkeit, aber ohne „Hintergedanken“ * Typ F: Kommunikation + Kompetenz – Der Idealtyp Mehr zu den einzelnen Kategorien und einige Beispiele lesen Sie in der Juni-Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG..

Unter Dach und Fach: Der Land Rover-Verkauf

Der Land Rover-Verkauf von BMW an Ford, an dem zwischenzeitlich noch Zweifel aufgekommen waren, ist perfekt. Der deutsche Automobilhersteller hat sich damit einverstanden erklärt, dass Ford ein Drittel des vereinbarten Kaufpreises von drei Milliarden Euro nicht vor dem 2005 an BMW zahlen wird..

Zweite Reifenfabrik für Marangoni Tyre

Mit einem Investitionsvolumen von rund 200 Millionen US-Dollar will die Marangoni S.p.A.

TM 600 von Pirelli in Rom präsentiert

Das erste Produkt, das die Trelleborg Wheel Systems (TWS) eineinhalb Jahre nach der Gründung des Joint Venture zwischen Pirelli und Trelleborg auf den Markt bringt, ist der neue Standard-Reifen Pirelli „TM 600“. Erstmalig vorgestellt wurde der Reifen allerdings bereits im vergangenen Herbst auf der Agritechnica in Hannover. Zur Markteinführung der ersten 14 Größen Anfang Juli hatte TWS sowohl die internationale Fachpresse als auch sämtliche Erstausrüstungskunden (z.

B. Case, John Deere, Deutz-Fahr, Steyr, Same, New Holland etc.) sowie die Vertreter des Großhandels nach Rom eingeladen.

Ihnen wurde sowohl das neue Produkt als auch die strategischen Ziele des Unternehmens TWS präsentiert. Der neue Reifen ist das erste Resultat eines zusätzlichen, bis zum Jahr 2001 terminierten und 30 Millionen DM umfassenden Investitionsprogramms in die vor den Toren Roms – in Villa Adriana – ansässige Produktionsstätte mit angeschlossenem Forschungs- und Entwicklungszentrum. Im September diesen Jahres soll mit dem „TM 900“, der zunächst in den Größen 710/70 R42 sowie 650/85 R38 erscheinen wird, die zweite Neuentwicklung folgen.

TWS – so wurde in der Präsentation von Geschäftsführer Maurizio Vischi deutlich – verfolgt mit diesem Programm insbesondere zwei Zielsetzungen: Zum einen will man Marktführer in allen Segmenten bleiben, andererseits noch weiter in einem heiß umkämpften Markt wachsen. Das Unternehmen sieht seine spezifische Stärke darin, dass man sich ausschließlich der Land- und Forstwirtschaft widmet und den Kunden zwei komplementäre Produktserien anbieten kann, die zusammen die gesamten Markterfordernisse abdecken sollen. Pirelli übernimmt in diesem Joint Venture den Part des Radialreifen-Spezialisten für sämtliche Traktorentypen.

Halten von Goodyear-Aktien wird geraten

Deutsche und amerikanische Banken und Börsenspezialisten raten, Goodyear-Aktien jetzt zu halten. Damit sind frühere Empfehlungen (Kauf, Buy, Strong Buy) zurückgenommen worden. Die Aktie notierte am 30.

Juni 2000 bei 21 US-Dollar. Der Höchststand der letzten zwölf Monate lag bei 59,12 US- Dollar und der Tiefststand bei 20,38 US- Dollar..

Reifenmesse mit weniger Besuchern

Nach Aussage des geschäftsführenden Vorstandsmitglieds des BRV Peter Hülzer wurden in diesem Jahr insgesamt knapp 15.000 Messebesucher der „REIFEN 2000“ in Essen registriert. Das sind ca.

1.100 weniger als noch vor zwei Jahren. Der BRV macht für den Besucherrückgang insbesondere die Terminverschiebung um einen Monat, den Urlaubsbeginn in einigen Bundesländern sowie die anhaltende Hitzeperiode während der Messetage verantwortlich.

Fällungskieselsäuren werden teurer

Die Degussa-Hüls AG (Frankfurt am Main) erhöht die Preise für Fällungskieselsäuren und Silikate zum 15. Juni 2000 um fünf Prozent wegen Kostensteigerungen im Energiebereich. Kieselsäuren sind ein bedeutender Bestandteil des rollwiderstandsreduzierten ‘Grünen Reifens‘.

Energy – Jetzt oder nie

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Wer an Lkw-Reifen denkt, landet gedanklich unweigerlich sofort bei Michelin. In wohl keiner Produktgruppe ist der Imagevorsprung der Franzosen so groß wie hier. Spontan entschieden sich in einer europaweit durchgeführten Befragung 80 von 100 Transportunternehmen für die Marke Michelin, sofern der Preis rein gar keine Rolle spielen würde.

Am nächsten dran, aber dennoch mit großem Abstand die Marke Goodyear. Michelins Geschäftsbereich Nutzfahrzeugreifen Europa erreicht einen Umsatz von etwa 2,5 Milliarden Euro. 16.

500 Mitarbeiter stellen jährlich 10,5 Millionen Lkw-Reifen in 450 verschiedenen Dimensionen europaweit her. Michelin dürfte einziger Reifenhersteller sein, der in allen fünf europäischen Kernmärkten, also Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien produziert, dazu nach den Akquisitionen in Osteuropa auch in Polen (Stomil) und Ungarn (Taurus). Und nicht nur Neureifen.

In allen Ländern, in denen Lkw-Neureifen produziert werden, gibt es auch Runderneuerungswerke. Wirtschaftlichkeit und damit auch der Erfolg hängen im Lkw-Reifengeschäft in hohem Grade von der Runderneuerungsfähigkeit ab. Denn zu den besten Kosten pro Kilometer kann man nur gelangen, wenn erstens der Reifen möglichst lange hält, zweitens die Profile bei Bedarf nachgeschnitten werden, drittens die Runderneuerungsfähigkeit der Karkasse nicht nur theoretisch gegeben ist, sondern wenn diese Karkasse auch noch nach einer Laufleistung über mehrere hunderttausend Kilometer anstandslos hält.

Zwar fallen nur rund drei Prozent der Gesamtkosten für Reifen an, aber Reifen im Allgemeinen und „Energy“-Reifen im Besonderen haben aber auf die Treibstoffkosten einen sehr hohen Einfluss, und so bietet es sich an, die Betrachtung der Reifenkosten auf die Treibstoffkosten bzw. die möglichen Einsparungen zu erweitern. So werden seit Mai 2000 in Frankreich mehr „grüne“ (nunmehr der Referenzreifen für die Langstrecke) als „schwarze“ Lkw-Reifen abgesetzt.

Auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge – so ist zu vermuten – sollen wohl auch wieder mit „Energy“-Reifen neue Akzente gesetzt werden. Mehr dazu in Heft 8/2000 der NEUE REIFENZEITUNG. i

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Klage gegen Concorde-Reifenlieferant?

Eine auf Flugzeugunfälle spezialisierte Anwaltskanzlei aus Kalifornien sieht Möglichkeiten, den Reifenlieferanten Goodyear in Ohio nach US-Recht in Anspruch nehmen zu können und hat, meldet die Financial Times Deutschland, Kontakt mit Hinterbliebenen der Flugzeugkatastrophe genommen. Goodyear ist exklusiver Reifenlieferant für die Concorde-Flugzeuge von Air France seit 1995, und folglich war die bei Paris verunglückte Maschine ebenfalls mit Goodyear-Reifen ausgerüstet. Ob die Reifen in einen ursächlichen Zusammenhang mit dem Crash zu bringen sind, steht noch nicht fest.