Weitere Absetzbewegungen in der Viborg-Gruppe

Die noch relativ jungen Geschäftsbereichsleiter Scharwenka und Rudolph, der für das Pkw-Flottengeschäft verantwortliche Key Account-Manager Rath sowie der EM-Spezialist Lemke haben die Viborg-Gruppe verlassen bzw. werden das Unternehmen verlassen. Aus Kreisen der Industrie ist weiter zu hören, dass immer noch ungewöhnlich viele Bewerbungen von wechselwilligen Viborg-Leuten vorliegen, die für sich bei Viborg keine Zukunft mehr sehen.

Über den Verlauf des Geschäftsjahres 2000 liegen unterschiedliche Aussagen vor. Viborg verlangt von so bezeichneten strategischen Partnern erstens die besten Marktpreise überhaupt und zweitens ein Overhead von zehn Prozent zusätzlich. Strategische Partner sind derzeit wohl Michelin, Pirelli und auch Dunlop.

Ob diese die von Viborg verlangten Konditionen erfüllen, kann nicht beurteilt werden. Es gilt jedenfalls nicht als unwahrscheinlich. Einige Hersteller sollen auch bereits klar erkannt haben, dass die Viborg-Gruppe ihre Versprechungen und mit ihr getroffene Absprachen nur schwer wird einhalten können, obwohl viele Läger seit längerer Zeit geradezu überquellen.

Ein ausführlicher Bericht über die Viborg-Gruppe wird im Januar-Heft der NEUE REIFENZEITUNG erscheinen. Das Management selbst war bisher zu einem Gespräch mit der Redaktion nicht bereit. Statt dessen wurden Mitarbeiter massiv angegriffen, die im Verdacht standen, Informationen für einen früheren Artikel („Dänen lügen nicht“) geliefert zu haben.

Klage gegen DaimlerChrysler mit wenig Aussicht auf Erfolg

Wie ein DaimlerChrysler-Sprecher verlauten ließ, halte man die von der Tracinda Corporation als drittgrößtem Aktionär des deutsch-amerikanischen Autobauers angestrengte Milliardenklage, wegen bewusster Irreführung der US-Börsenaufsicht sowie der Chrysler-Aktionäre für „völlig unbegründet“. Auch Analysten räumen der Klage nur geringe Aussichten auf Erfolg ein. Obwohl der DaimlerChrysler-Hauptaktionär Deutsche Bank sich demonstrativ hinter die Konzernführung stellte, gab der Aktienkurs des Autobauers am Vortag jedoch deutlich nach und lag am Ende bei 45,85 Euro.

Gewinnwarnung von Vredestein

Im Gegensatz zu früheren Prognosen wird Vredestein in diesem Jahr einen weitaus geringeren Nettogewinn und einen schwächeren Cash-Flow als 1999 ausweisen. Ein Abrutschen in die Verlustzone hofft der Vredestein-Vorstand jedoch vermeiden zu können..

Sicherheitskampagne der RMA

Mit einer nun gestarteten Kampagne will die Rubber Manufacturers Association (RMA) mit Unterstützung der American Automobile Association (AAA) das Wissen und das Sicherheitsbewusstsein US-amerikanischer Verbraucher rund um das Thema Reifen verbessern. Das scheint auch bitter nötig, denn bei einer RMA-Umfrage gaben nur vier Prozent der Befragten an, regelmäßig den Zustand ihrer Reifen zu überprüfen. Lediglich 28 Prozent wussten, dass eine solche Überprüfung zu empfehlen ist, und nur 22 kannten die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe.

Tigar-Reifen

Wir haben bereits über den Reifenhersteller Sava berichtet und stellten mit Matador einen weiteren reifenproduzierenden Vertreter des ehemaligen Osteuropa vor. In der April-Ausgabe wird ein Hersteller präsentiert, der vor Jahren bereits einmal eine recht gute Basis in Deutschland hatte, aufgrund der Unruhen und der Auflösung des ehemaligen Jugoslawien aber ins Abseits gedrängt war: Tigar. Und wer den Bericht aufmerksam liest, der wird die Stelle finden, an der klar wird, welcher große Reifenhersteller hier bereits im Hintergrund die Fäden zieht und „dem Tiger“ die Krallen schärft! Auch im Mai werden wir unsere Serie von Berichten über Reifenhersteller aus dieser Region fortsetzen: nun kommt die rumänische Reifenbranche zum Zuge.

Pirelli „MT 480 Super Cross“

Laut Gunter Steinbach, Produktdesigner bei Pirelli, will der Reifenhersteller auf der INTERMOT in München seinen neuen Moto Cross-Reifen „MT 480“ vorstellen, der den Beinamen „Super C.“ (Super Cross) tragen soll. Als Wettbewerbsreifen für harte und glatte Böden, wie man sie von den amerikanischen Super Cross Läufen gewohnt ist, soll dieses neue Produkt im Lieferprogramm plaziert werden.

Conti engagiert sich in der Slowakischen Republik

Die Continental AG gründet mit der Matador a.s. Puchov (Slowakische Republik) ein Gemeinschaftsunternehmen zur Herstellung von Radial-Lkw-Reifen mit Sitz in Puchov.

Von Januar 1999 bis zum 2. Halbjahr 2001 soll die Jahresproduktion von heute 0,4 – 0,5 Mio. auf 1,5 Mio.

Stück ausgebaut werden. Matador a.s.

(Puchov) beschäftigt z.Z. rund 3.

600 Menschen und erwirtschaftete 1997 einen Umsatz von 512 Mio. DM (Gewinn: 9,7 Mio. DM).

An dem Joint-venture erwirbt Conti die Mehrheit und entsprechend den Beteiligungsverhältnissen beziehen beide Partner Lkw-Reifen aus dem Werk Puchov. Sein finanzielles Engagement bezifferte das hannoversche Unternehmen auf einen dreistelligen Millionen-Betrag..

Wechsel in der Führungsebene bei Fulda

Nach mehr als sechsjähriger Leitung der Produktion hat der 55-jährige John P. Jentgen die Geschäftsführungsebene der Gummiwerke Fulda zum 1. November verlassen.

Seine neue, erweiterte Verantwortung liegt als Director Manufacturing Luxembourg Complex in der Leitung aller vier in Luxemburg ansässigen Produktionsstätten für Reifen, Draht, Cord und Formen. Für ihn kommt Robert Schmit und übernimmt Jentgens Funktionen als Produktionsdirektor bei Fulda..

Reifenmarkt Europa: Erdrutschartige Marktanteilsverschiebungen?

Er könne bereits jetzt erdrutschartige Verschiebungen von Marktanteilen in Europa voraussagen, meinte Dr. Kessel auf der Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung der MMP-Fabrik in Timisoara. Für Kessel ist ausgemacht, dass Bridgestone/Firestone im Gefolge des Reifenrückrufes in Amerika auch in Europa Erstausrüstungsaufträge verlieren und Continental einer der großen Nutznießer sein werde.

Dafür gebe es klare Signale. Ob dieses neuerlich Signal ausreicht, dem Kurs der Continental-Aktie Beine machen zu können, bleibt abzuwarten..

Anteilserhöhung an der Australian Cable Co. durch Pirelli

Pirelli will den Anteil, den das Unternehmen über die Pirelli Cables Australia Ltd. an der Australian Cable Co. hält, von bislang 51 % erhöhen und hat verkaufswilligen Aktionären 52,7 europäische Cents pro Aktie geboten.