Die amerikanische Snap-on Inc., einer der größten Werkstattausrüster der Welt und unter anderem Muttergesellschaft von Hofmann Werkstatt-Technik, hat Dale F. Elliott zum neuen Präsidenten berufen.
Die Pirelli Deutschland AG setzte im Jahr 2000 666 Millionen Euro um (+ 6,4%) und erhöhte das Ergebnis auf 29,8 Millionen Euro (Vorjahr 21,7 Millionen). Der Absatz an Pkw-Reifen überschritt erstmalig die Marke von zehn Millionen Einheiten und wurde vor allem von Erstausrüstungserfolgen (+ 28%) getragen, das Acht-Prozent-Plus im Ersatzgeschäft führte darüber hinaus zu einem Marktanteilsgewinn von einem halben Prozentpunkt. Der Umsatz bei Motorradreifen der Marken Metzeler und Pirelli stieg auf 100,4 Millionen Euro (+ 5,8%) und das Betriebsergebnis dieser Sparte erhöhte sich auf 6,1 Millionen Euro (+ 9%).
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2001-05-31 00:00:002023-05-16 11:57:16Pirelli Deutschland steigert Pkw- und Motorradreifenabsatz
Reifenhersteller Continental und die Moscow Tyre Plant haben dieser Tage eine Absichtserklärung unterzeichnet, nach der eine schrittweise Übernahme der Mehrheit an der russischen Reifenfabrik durch den Hannoveraner Konzern vorgesehen ist. Continental will über einen dreijährigen Zeitraum insgesamt 43 Millionen US-Dollar investieren, um die Produktion der russischen Reifenfabrik zu modernisieren und zunächst den lokalen russischen Markt mit Pkw- und Llkw-Reifen der Konzernmarken Continental, Gislaved und Barum zu beliefern..
Um das Vertrauen in die Marke Firestone wieder aufzubauen, hat Bridgestone/Firestone seine Produktgarantie in USA erweitert, die nunmehr für 97 (bisher 53) Produktlinien und damit nahezu die gesamte Modellpalette gelten soll. Bei jedweden Produktionsfehlern werden demnach die Pneus getauscht, wenn das Kaufdatum nicht mehr als drei oder die Herstellung nicht länger als vier Jahre zurückliegt bzw. das Profil schon unter zwei Millimeter abgefahren ist.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2001-05-30 00:00:002023-05-16 11:57:24Garantieänderungen bei Bridgestone/Firestone USA
Untersuchungen in den US-amerikanischen Bridgestone/Firestone-Werken haben laut Konzernchef Yochiro Kaizaki keine gravierenden Fehler im Produktionsprozess zu Tage gefördert. Allerdings räumte er eine „erhöhte Wahrscheinlichkeit von Reifen geringerer Sicherheit“ ein. In Bezug auf die Unfälle sei es seiner Meinung nach aber selbst für Experten äußerst schwierig zu beurteilen, ob letztendlich die Reifenkonstruktion an sich, der Fertigungsprozess, die Fahrweise oder das Fahrzeug als Ursache in Frage komme.
„Wenn man uns aber fragt, ob die Reifen defekt waren, dann können wir dies guten Gewissens verneinen“, so Kaizaki. Gleichzeitig gibt es allerdings Hinweise darauf, dass Bridgestone/Firestone versucht, sich mit einigen der Beteiligten außergerichtlich zu einigen..
Ford will das Internet nutzen, um seine Rolle bei der Rückrufaktion über das Web zu publizieren. Dazu werden Banner auf rund 200 Websites geschaltet, die zu einer Seite führen, wo unter anderem beispielsweise die betroffenen Reifengrößen gelistet werden oder Bereifungsalternativen vorgestellt werden..
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2001-05-30 00:00:002023-05-16 11:57:27Der Rückruf im Web – aus der Sicht von Ford
Der Reifen kann immer weniger als isoliertes Bauteil am Fahrzeug gesehen werden, sondern ist integrierter Bestandteil eines komplizierten Geflechtes bzw. eines Systems. Vor allem die Fortschritte in der Elektronik sind umwälzend und haben gravierende Einflüsse auf die Arbeit der Reifeningenieure.
Es wird in Systemeinheiten gedacht bis hin zur Integration des Reifens in das „Antriebssystem“ eines Autos. Zwischen den beiden Eckpunkten Rad-Reifen-System und Antriebssystem gibt es ein weites Feld, das die Fahrzeughersteller und die in diesem Bereich tätigen Zulieferer sukzessive erschließen. Die direkten „Nachbarn“ des Reifens sind Module wie Bremse, Stoßdämpfer, Radaufhängung, die Achse.
„Rund um den Reifen“ ist das Fahrwerk. Die Hersteller der Einzelteile haben in der Vergangenheit weitgehend ihre Entwicklungen vorangetrieben, ohne die anderen Hersteller benachbarter „Fahrwerk-Bausteine“ zu konsultieren. Ihre gemeinsame Klammer waren die Auftraggeber in der Automobilindustrie, die bestimmte Vorgaben machten, so dass die Einzelteile zueinander „passten“.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2001-05-30 00:00:002023-05-16 11:57:29Der Reifen als Teil eines Systems
In Großbritannien haben Michelin und der Zementhersteller Blue Circle Industries (BCI) ein Gemeinschaftsunternehmen zur Altreifenverwertung gegründet. Im Rahmen des Sapphire Energy Recovery genannten Projektes sollen jährlich bis zu 200.000 Tonnen ausgesienter Pkw- und Lkw-Reifen in den BCI-Zementöfen verfeuert werden.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2001-05-30 00:00:002023-05-16 11:57:30Jointventure von Michelin und Blue Circle
1979 zwang Joan Claybrook, damals im Auftrag der Sicherheitsbehörde NHTSA, Firestone zu einem riesigen Reifenrückruf. In diesem Jahr war sie an vorderster Front, nunmehr als President des Verbraucherschutzvereins Public Citizens, wieder maßgeblich beteiligt als es darum ging, öffentlichen Druck gegen Firestone aufzubauen, der letztlich zu einem freiwilligen Reifenrückruf, dem größten der Reifengeschichte, führte. Und nun knöpft sich die Dame Goodyear vor und verlangt, der Hersteller solle alle unter Beschuss geratenen Load Range E-Reifen unverzüglich zurückrufen.
Diese Reifen spielen eine Rolle in 30 untersuchten Unfällen mit 15 Toten. Goodyear indessen bestreitet weiter jeden Produktionsfehler und weist darauf hin, dass die Anzahl der Unfälle relativ zu sehen sei zu immerhin 27 Millionen seit 1991 gebauten Reifen der angegriffenen Art. Die Verbraucherschützer verweisen auf einen vor zwei Jahren vorgenommenen Reifenrückruf, der vorbildlich von Goodyear gehandhabt worden sei.
Obwohl es noch zu keinem einzigen Unfall gekommen war, rief Goodyear damals sofort 600.000 Reifen zurück. Während Verbraucherschutz-Organisationen befürchten, Goodyear sträube sich wegen der immensen Kosten, die sich auf viele hundert Millionen Dollar belaufen würden und den Firestone-Rückruf mit seinem geradezu desaströsen Umfang noch in den Schatten stellen würden, gegen einen Rückruf, stellt der Hersteller es anders dar.
Vor zwei Jahren habe es einen Defekt am Produkt gegeben und Goodyear habe mit schneller Reaktion bewiesen, wie sorgfältig man den Schutz von Verbrauchern betreibe. Dieses Mal aber lägen die Gründe für vorzeitige Ausfälle einiger Reifen nicht im Verantwortungsbereich des Herstellers. Der Streit ist noch nicht vorbei, die Wortwahl ist schärfer geworden.
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Detlef Vogthttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgDetlef Vogt2001-05-30 00:00:002023-05-16 11:57:34Joan Claybrook fährt nun schweres Geschütz gegen Goodyear auf
Kämpft die Muttergesellschaft Pacific Dunlop Ltd. schon mit der Krise, so hat es nun auch die Tochtergesellschaft South Pacific Tyres, die mit Goodyear seit vielen Jahren schon ein 50:50-Jointventure unterhält, voll erwischt. Der Reifenhersteller entlässt 495 von 1.
865 Belegschaftsmitgliedern der Fabrik in Melbourne und stellt die Lkw-Reifenproduktion ein. Man sei zu klein für die weitere Entwicklung und Produktion von Lkw-Reifen und werde den Bedarf zu 100 Prozent aus Importen decken..