„Oxxynova“ zur Reifenverstärkung

Degussa-Hüls hat zum 1. Januar 2001 die Dimethylterephthalat-Aktivitäten (DMT) in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert. Unter dem Namen Oxxynova nahm in Marl zuerst eine Vertriebsgesellschaft ihren Betrieb auf.

Die komplette DMT-Produktion mit Anlagen in Lülsdorf und Steyerberg wird zum 1. April ebenfalls in die Oxxynova GmbH & Co KG überführt, Oxxynova wird dann 250 Menschen beschäftigen. DMT wird zur Herstellung von Polyestern eingesetzt, das Anwendungsgebiet umfasst u.

a. Industriefasern für die Verstärkung von Autoreifen. Mit einer Gesamtkapazität von 480.

Überarbeiteter BRV-Internetauftritt

Noch mehr Informationen will der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) mit seinem aktualisierte Internetauftritt Händlern und Verbrauchern anbieten.

Regierung von Tansania erlässt Reifen-Importverbot

Da Geschäftemacher angeblich mit billigen, qualitativ schlechten oder – verbotener Weise – gar mit gebrauchten Reifen das verbreitete Unwissen um diese Produkte in Tansania ausgenutzt haben, hat die dortige Regierung zu einem drastischen Mittel gegriffen und ein Reifen-Importverbot erlassen. Außerdem soll dadurch wohl der einzige Reifenhersteller im Lande, General Tyre (EA), gestärkt werden, der bislang große Schwierigkeiten hatte, seine jährliche Produktion von etwa 330.000 Reifen auf dem Heimatmarkt abzusetzen.

Gewinneinbruch bei Vredestein

Der Vredestein-Gewinn des Jahres 2000 ist auf gerade mal 200.000 Euro (nach 10,4 Millionen in 1999) gefallen. Hohe Rohstoffpreise und der enttäuschende Winterreifenabsatz werden als Hauptursachen genannt.

Aufgabe der Lkw-Reifen-Produktion in Herstal?

Der belgische Produktionsstandort Herstal ist eines der traditionsreichsten Werke des Continental-Konzerns (Wiege der Marke Uniroyal) und auf Lkw-Reifen spezialisiert. Jetzt droht dieser Teil der Produktion verloren zu gehen, Continental hat neue Lkw-Reifen-Kapazitäten am Billiglohnstandort Slowakei (Matador-Jointventure) geschaffen. Von den derzeit 777 Mitarbeitern würden nur ca.

Arktisches Extremabenteuer der besonderen Art – „Fulda Challenge“

Sie tragen alle rote Jacken und rote Mützen mit dem Emblem des Reifenherstellers Fulda. Die 16 meist jungen Leute sind Teilnehmer der „Fulda Challenge“. Dieser sportliche Wettstreit wurde erstmals Ende Februar im Nordwesten Kanadas ausgetragen.

Das Hundeschlittenrennen war dabei nur eine der verschiedenen Disziplinen, die es zu absolvieren galt. Wer zum Siegerteam gehört, bekommt einen Goldklumpen im Wert von 5.000 Kanada-Dollar.

Gut 2.500 Kilometer legten die Teilnehmer in den zehn Tagen mit dem Wagen zurück. Die Tour führte quer durch den Nordwesten Kanadas.

Mit ihren Jeeps starteten die Teilnehmer in Whitehorse am Yukon River, kamen in die alte Goldgräberstadt Dawson City, fuhren den Dempster Highway hinauf und überquerten den Polarkreis. Mal mussten die Teilnehmer abends bei Dunkelheit eine 20 Meter hohe Eiswand hochklettern, mal einen Skislalom bewältigen oder mit dem Motorschlitten durch verschneite Wälder und über zugefrorene Flüsse rasen. Ausgearbeitet und geplant hat Fulda die Tour gemeinsam mit der Rallyefahrerin Jutta Kleinschmidt, dem Rennfahrer Hans-Joachim Stuck, dem Ski-Olympiasieger Markus Wasmeier und dem Bergsteiger Olaf Reinstadler, die die Tour auch begleiteten.

In Tuktoyaktuk war dann alles zu Ende – auch der amerikanische Kontinent. Im Tausend-Einwohner-Städtchen mit seinen bunten Holzhäusern leben fast nur Eskimos – eine geeignete Kulisse für das Iglu-Wettbauen. Die Bewohner von Tuk amüsierten sich über die emsigen Europäer, die für einige Stunden das Dorf eroberten und bei 40 Grad minus und strahlendem Sonnenschein Schneebrocken zu windschiefen Iglus aufschichteten.

Am Ende lagen die beiden Deutschen in der Gesamtwertung zwar weit hinter den unschlagbaren Österreichern – doch wen schert es? Im Endeffekt dürfte die Teilnahme an diesem Event allemal wichtiger gewesen sein. Für die Fulda Challenge 2002, die wiederum in Nordwestkanada stattfinden wird, kann man sich unter www.fulda-challenge.

com. oder direkt bei Bergold Promotions (E-Mail: bergold@t-online.de)bewerben.

Die Bewerber sollten einigermaßen sportlich sein, einen Führerschein besitzen und sich auf Englisch verständigen können. Mindestalter ist 18 Jahre. Im Herbst werden die nächsten Challenge-Teilnehmer in einem sportlichen Wettkampf ermittelt.

Osteuropa-Expansion Tennecos

Um den OE-Stoßdämpferbedarf europäischer Fahrzeughersteller zu befriedigen, hat Tenneco Automotive eine Produktionsstätte in Gliwice im Südwesten Polens übernommen. Mit rund 20 Millionen US-Dollar werden die Gesamtinvestitionen in das neue Werk angegeben, die unter anderem für Sanierungsarbeiten und die Anschaffung modernen Equipments ausgegeben werden sollen. Die Entscheidung für den polnischen Standort wurde laut Richard Sloan, Geschäftsführer von Tenneco Automotive Europe, vor allem von den dortigen geringen Lohn- und Betriebskosten sowie von speziellen staatlichen Anreizen für Investoren in die Region um Katowice begünstigt.

Weitere W.d.K.-Kündigung

Die Bridgestone/Firestone GmbH in Bad Homburg hat ihre Mitgliedschaft im Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (W.d.K.

) zum Jahresende 2001 gekündigt. Das Sekretariat des W.d.

K. hat den Eingang der Bridgestone-Kündigung bestätigt. Eine Begründung sei im Kündigungsschreiben nicht gegeben worden.

Bridgestone-Geschäftsführer G. Unterhauser ist erst am Freitag wieder erreichbar..

Großbritanniens Runderneuerer gehen in die Offensive

Mitglieder des britischen Runderneuererverbandes RMA (Retread Manufacturers Association) haben ein so genanntes „Marketing & Communications Committee“ gegründet, mithilfe dessen man die Umweltvorteile runderneuerter Reifen auf der Insel promoten möchte. Hintergrund: Die Produktion runderneuerter Pkw-Reifen ist in Großbritannien von 7,2 Millionen Einheiten im Jahr 1995 auf erwartete 1,5 Millionen in 2001 gesunken – Lkw-Reifen liegen demgegenüber nach wie vor stabil bei etwa einer Million Runderneuerter jährlich..

Neues Bremsen-Jointventure

Sumitomo Electric Industries, die Denso Corporation, Aisin Seiki und Toyota wollen durch ein Jointventure ihre Kräfte im Bremsenbereich bündeln. Aisin Seiko ist mit 40 Prozent der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen größter Partner, alle anderen Beteiligten halten jeweils 20 Prozent. Ziel sei die gemeinsame Entwicklung von Produkten für den ABS- und ESP-Markt sowie von regenerativen Bremssystemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge.