Erneute Gewinnwarnung bei Ford

Der weltweit zweitgrößte Autohersteller Ford hat für das vierte Quartal eine Gewinnwarnung herausgegeben und erwartet Verluste in Höhe von 900 Mio. US-Dollar. Das wäre der dritte Quartalsverlust in Folge.

Die Rückrufe von Firestone-Reifen dürften den Autogiganten insgesamt ca. drei Milliarden Dollar gekostet haben. Die Ankündigung hat den Aktienkurs von Ford um 3,8 Prozent fallen lassen.

Hayes Lemmerz flüchtet in Nordamerika unter Chapter 11-Konkursverfahren [6.12.01]

Bereits im Oktober hatte die NEUE REIFENZEITUNG von den dramatischen Schwierigkeiten berichtet, in denen sich der weltgrößte Räderhersteller Hayes Lemmerz befindet und war schon von der Wahrscheinlichkeit eines Konkurses ausgegangen. Nun ist es Wirklichkeit: Der Vorstand hat für seine amerikanischen direkten und indirekten Tochtergesellschaften sowie für seine mexikanische Tochtergesellschaft einen Antrag auf Umstrukturierung gemäß Chapter 11 des amerikanischen Konkursrechts gestellt, weil der Konzern seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann und von seinen hohen Schulden nahezu erdrückt wird. Die europäischen Aktivitäten im Allgemeinen und die deutschen Aktivitäten im Besonderen sind, jedenfalls zunächst, vom Konkursverfahren nicht betroffen.

Druck auf Goodyear erhöht sich

Nach Analystenmeinung könnte Goodyear zunehmend unter Druck geraten, wenn Umsatz und Gewinn des Reifenherstellers bei gleichzeitig steigender Zinslast weiter rückläufige Tendenzen zeigen. Schon jetzt sei zu befürchten, dass Standard and Poors das Kredit-Rating des Unternehmens nach unten korrigiere, während es in den USA trotz niedrigstem Zinsstand seit 40 Jahren von derzeit zwei Prozent für Unternehmen ohnehin immer schwieriger werde über Kredite an frisches Kapital zu kommen..

Hilfe aus Japan für BFAH

Der Bridgestone-Konzern hat seine Erwartungen zum Geschäftsergebnis 2001 den aktuellen Entwicklungen angepasst: Der Umsatz werde statt 18 Milliarden US-Dollar lediglich 17,5 Mrd. erreichen, der Nettogewinn erhöht sich jedoch von erwarteten 84,7 Mio. US-$ auf 150 Mio.

Die US-Tochter wird wegen einmaliger Belastungen in 2001 Verluste in Höhe von gut 1,6 Mrd. US-$ aufweisen, die japanische Muttergesellschaft wird ihre im Rahmen einer Umstrukturierung zum 1. Dezember gegründeten Bridgestone/Firestone Americas Holding (BFAH) im nächsten Jahr mit einer Kapitalspritze in Höhe von 1,3 Mrd.

US-$ entlasten. Bereits in 2002 will der Konzern in Nordamerika wieder profitabel sein. Analysten erwarten auch tatsächlich, dass die Marke Firestone in Nordamerika kräftig wiederbelebt und die Marke Bridgestone zusätzlich Marktanteile gewinnen wird.

Neuer Van-Reifen von Yokohama kommt im nächsten Frühjahr

Im Rahmen der Motorshow Essen stellt Yokohama einen Van-Reifen vor, der so neu ist, dass noch nicht einmal sein Name feststeht. „Wir haben Van-Reifen in 14 Zoll in unserer Modellrange, aber im Bereich der 15 und 16 Zöller, wo derzeit die Post abgeht, müssen wir im Moment noch passen“, erklärt Johannes Spitzenpfeil, European Marketing Coordinator bei Yokohama. Ab dem zweiten Quartal 2002 soll der neue Reifen im Markt eingeführt werden.

Zwar ziert auch ein 26-Zöller den Essener Messestand des japanischen Reifenherstellers, doch der ist lediglich als Blickfänger gedacht. An eine Serienfertigung dieses Reifens sei – wie Spitzenpfeil die NEUE REIFENZEITUNG wissen ließ – nicht gedacht..

Reifensicherheitskampagne gestartet

In den Vereinigten Staaten wird von den Verkehrsbehörden eine neue Kampagne zum Thema Reifensicherheit gestartet. Es wird darauf hingewiesen, dass die Autohersteller bis zu 66 US-Dollar aufwenden müssten, würden sie bereits heute Luftdruck-Kontrollsysteme in Neufahrzeugen verbauen (wie ab November 2003 obligatorisch)..

Im Vorwärtsgang: Hankook

Bei der Essen-Motor-Show feierte nicht nur Hankooks neuer „Ventus K104+Silica“ Weltpremiere, mit dem Messeauftritt wollen die Koreaner, die zum ersten Mal mit eigenem Stand bei der Tuningshow vertreten sind, auch die Zielsetzung des Unternehmens unterstreichen, bis 2007 weltweit in der Oberliga der „Global Big Five“ der Reifenhersteller mitzuspielen. Und so betont denn auch Dietmar Olbrich, Direktor Vertrieb und Marketing bei der Hankook Deutschland GmbH, dass man in der jüngsten Vergangenheit gut im Markt – vor allem auch in der Erstausrüstung (Renault, Ford/Volkswagen, Volvo) – vorangekommen sei. Nach der Einweihung des neuen Distributionszentrums in Rotterdam plane man darüber hinaus nach wie vor mittelfristig ein europäisches Werk für Hankook-Reifen.

Nordamerika-Geschäft von Goodyear wird zentralisiert

Goodyear gibt seinem Reifengeschäft in Nordamerika eine zentralistischere Struktur und schließt in diesem Zusammenhang acht regionale Verkaufsbüros, wodurch ca. 45 Arbeitsplätze entfallen..

Zum Abschied von Fritz Reupert

Im Rahmen einer Feierstunde ist Fritz Reupert (61) am 30. November in den, wie es so schön formuliert heißt, passiven Teil der Altersteilzeit verabschiedet worden. Reupert hat in den anderthalb Jahrzehnten seines Wirkens für den deutschen Reifenkonzern entscheidenden Anteil daran, dass Continental erstens überhaupt noch im Geschäft mit Landwirtschaftsreifen und zweitens zudem sogar erfolgreich ist.

Abgefahrene Reifen in den USA

Nach einer Untersuchung der Nationalen Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) haben neun Prozent aller Pkw auf amerikanischen Straßen wenigstens einen abgefahrenen Reifen montiert, ein Drittel aller Leicht-Lkw bzw. SUV fahren mit zu geringem Luftdruck. Ebenfalls erschreckend: An jeder zehnten Tankstelle funktioniert die Anlage zur Kontrolle und Regulierung des Luftdruckes nicht.