Weitere Krisenzuspitzung bei Goodyear in Nordamerika

Nachdem Standard + Poor’s im Januar 2002 Goodyear-Anleihen bereits auf „Junk-Status“ – Müll-Status – herabstuften, folgte an diesem Wochenende nun Moody’s Investor Service ebenfalls mit einer Rückstufung auf Junk-Status. Goodyear hat nach wie vor riesige ungelöste Probleme auf dem Heimatmarkt USA und sieht sich einer schwachen Nachfrage ausgesetzt. Es wird auch nicht mehr damit gerechnet, dass sich die bisher ziemlich enttäuschenden Ergebnisse in diesem Jahr noch verbessern werden.

In neueren Stellungnahmen meinen Analysten z.B., der nordamerikanische Markt habe einen Rückgang von vermutlich zuletzt 5 Prozent zu verzeichnen gehabt, der auch Goodyear voll getroffen habe.

Allerdings sehen die Analysten auch so etwas wie Licht am Ende des Tunnels, weil Goodyear, so jedenfalls die Vermutung, die bis dahin heftig bekämpften höhere Abgabepreise im US-Ersatzmarkt habe durchsetzen können. Die Talsohle könne damit ggf. jetzt durchschritten sein.

Michelin im Motorsport: „Für Performance und Dauerhaltbarkeit.“

Bei der diesjährigen Ausgabe der klassischen „24 Stunden von Le Mans“ peilt Michelin den fünften Sieg in Folge und den elften insgesamt an. Gérard Aussage – Leiter der Langstreckenaktivitäten des französischen Reifenherstellers – erklärte jetzt vor der Presse, welche besonderen Herausforderungen der Saisonhöhepunkt mit sich bringt und antwortete auf die Frage, ob Michelin auch wieder die so genannten „Joker“-Reifen dabei habe, dies: Ja. Dabei handelt es sich Experimentalreifen, die noch nie unter Rennbedingungen eingesetzt wurden.

Die bieten wir manchmal jenen Teams an, die ohnehin nicht mehr um den Sieg kämpfen. So können wir neue Daten gewinnen, von denen später alle unsere Partner profitieren. Sollte er einen Wettbewerbsvorteil bringen, dann setzen wir ihn unter Umständen sogar sofort ein.

Wie zum Beispiel 1995: Damals probierten wir einen neuen Regenreifen an einem weit zurückgefallenen Venturi aus – plötzlich drehte er mit Abstand die schnellsten Rennrunden. Also entschieden wir uns, diesen ,Joker‘ auch beim McLaren F1 GTR von Dalmas, Letho und Sekiya aufzuziehen. Er übernahm daraufhin die Führung und gewann das Rennen.

Vorschau 7. Lauf, Rallye Akropolis (GR), 14.-16. Juni 2002

Die Rallye-Weltmeisterschaft gastiert beim siebten von 14 Läufen im Land der Götter. In Griechenland erwartet die Teams der sieben Hersteller die wohl härteste Fahrbahnoberfläche im Kalender – grobe Schotterstrecken, übersät mit scharfkantigen Steinen und geprägt von teilweise hohe Außentemperaturen. Fahrzeugen und Reifen steht somit eine Marterstrecke bevor, die traditionell die höchsten Ausfallquoten aller WM-Läufe bewirkt.

Pirelli und Partner Ford und Subaru dürfen sich trotz der extremen Bedingungen auf die Rallye Akropolis freuen: In den vergangenen neun Jahren zählte die Veranstaltung bislang acht Mal als vollwertiger Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft – Subaru und Ford teilten sich dabei ausnahmslos alle Siege. Fünf Mal vertrauten die Gewinner der vergangenen acht Jahre auf Pirelli. Ford-Werkspilot Colin McRae siegte seit 1996 vier Mal in Griechenland – darunter auch in den Jahren 2000 und 2001.

Japanische Reifenindustrie beklagt Exportrückgänge

Japans Reifenexporte sind im Januar (-35 %), Februar (-22%) und März (-20%) geschrumpft. Den Rückgang hat Bridgestone am stärksten verspürt, denn dieser Konzern steht allein für rund 80 Prozent aller Reifenexporte. Beobachter und Analysten gehen dennoch davon aus, dass Bridgestone das in diesem Jahr ehrgeizig angestrebte Ziel dennoch erreichen wird.

Brock Car Fashion verlängert Partnerschaft mit Mario Münch

Der Motorsport findet i immer mehr Beachtung und Interesse in der Bevölkerung und den Medien. Neben der Formel 1 können fast alle bestehenden Rennserien einen Zuwachs an Fans verzeichnen. Brock Car Fashion hat diesen Trend erkannt und verlängert die bisher so erfolgreiche Partnerschaft mit dem Rennfahrer Mario Münch in der Renault Clio Speed Trophy 2002.

Mario Münch fährt dieses Jahr in seinem 285 PS starken Renault Clio 3,0 V6 um die begehrte Trophäe mit. Seine Karriere startete Münch, wie so viele Rennfahrer, im Kartsport. In den folgenden Jahren machte Mario in verschiedenen Serien und seinen zahlreichen Erfolge auf sich aufmerksam.

Großaufträge für Fahrzeug-Stabilitätssysteme für TRW

TRW Automotive hat für dieses Jahr schon Aufträge für Fahrzeug-Stabilitätssysteme (Vehicle Stability Control – kurz VSC) im Gesamtwert von mehr als einer Milliarde Euro erhalten. Das VSC kommt in diesem Jahr bei vier europäischen Plattformen und bei der ganzen Sparte an Sport Utility Vehicles (SUVs) von General Motors in Nordamerika zum Einsatz..

Neue Preisliste von Oelke Schmitt Industriereifen

Zum 1. Juli veröffentlicht die auf Gabelstapler- und Baggerreifen spezialisierte Oelke Schmitt Industriereifen GmbH ihre neue Preisliste für den Reifenfachhandel. Neben den bereits bekannten Marangoni-Industriereifen „Eltor 3“ und „Jumbo“ finden sich darin auch einige Neuheiten wie beispielsweise der Superelasticreifen „Eltor 4“ oder der Industrieluftreifen Marangoni „SW“.

Neues Reifenfreigabe-System von Toyo

Um den Service für ihre Handelspartner zu verbessern, ließ die Toyo Reifen GmbH ein neues Unbedenklichkeits-/Freigabeprogramm erstellen. Nach der Erprobungsphase steht dieses System nun dem Handel unter www.toyo.

de (Rubrik Handel – Technik – Freigaben) zur Verfügung. Das Programm ermöglicht es den teilnehmenden Händlern Luftdruckberechnungen und Unbedenklichkeitsbescheinigungen für Toyo-Reifen – ohne Wartezeiten – online zu erstellen und abzurufen. Die Handelspartner können die Bescheinigungen selbst ausdrucken, wobei jede Bescheinigung gleichzeitig bei der Toyo Reifen GmbH abgespeichert wird.

Bridgestone verdreifacht Südafrika-Investitionen

Auf jetzt 15 Millionen US-$ will Bridgestone/Firestone in Südafrika, wo das Unternehmen an zwei Standorten Reifen produziert, die bereits geplanten Investitionen verdreifachen. Damit sollen sowohl der heimische Marktanteil als auch die Exporte erhöht werden. Der Reifenhersteller erwartet ferner, seine Erstausrüstungspräsenz bei den heimischen Automobilproduzenten Ford, General Motors, Toyota und BMW steigern zu können.

Beru-Ergebnis vom Diesel-Boom beflügelt

Auf der Bilanzpressekonferenz am 26. Juni in Stuttgart wird die Beru AG kräftige Steigerungsraten bei Umsatz (+ 9,6%) und Gewinn (+28,0% auf 42,4 Mio. Euro) bekannt geben.

Die sprunghafte Verbesserung des Geschäftsergebnisses wird vor allem auf hohe Wachstumsraten in der Dieselkaltstarttechnologie und bei Reifendruck-Kontrollsystemen zurückgeführt. Bei einem Gesamt-Gruppenumsatz von 303,1 Mio. Euro spielen die Reifendruck-Kontrollsysteme mit 10,7 Mio.