Bei Gajah Tunggal

“GT Radial”? Das Kürzel GT steht für Gajah Tunggal, einen Reifenhersteller aus Indonesien. Nun haben schon viele Marken aus Fernost versucht, im deutschen Markt Fuß zu fassen. Zumeist mit mäßigem Erfolg.

Dass es jedoch der Marke GT Radial gelungen ist, kann als Verdienst des Großhändlers Reifen Gundlach (Raubach) gewertet werden. Der Aufstieg von einem kleineren Grossisten zu einem Partner selbst großer Reifenhersteller hat auch die von Gundlach seit Jahren in Deutschland exklusiv vertriebene Indonesien-Marke nach vorne gespült. Ohne gute Produkte ist langfristig aber kein Markterfolg möglich, also heißt es, sich beim Produzenten direkt umzusehen.

Report: 24 Stunden von Le Mans 2002

Mit einem weiteren Dreifachsieg trug sich Audi gemeinsam mit den Fahrern Frank Biela (D), Tom Kristensen (DK) und Emanuele Pirro (I) sowie Reifenhersteller Michelin zum dritten Mal in Folge in die Siegerliste des berühmtesten Langstreckenrennens der Welt ein, den 24 Stunden von Le Mans. Von Rennbeginn an dominierte der Autohersteller aus Ingolstadt die 70. Auflage des Klassikers und ließ der Konkurrenz nicht einmal den Hauch einer Chance.

Hinter dem siegreichen Trio belegten mit Christian Pescatori (I), Rinaldo Capello (I) und dem Formel 1-Grand Prix-Sieger Johnny Herbert (GB) sowie Marco Werner (D), Michael Krumm (D) und Philipp Peter (A) zwei weitere Audi- und Michelin-Besatzungen das Siegerpodest. Auch in den kleineren Klassen „LMP 675“ und „LM-GT“ blieben Partner des französischen Reifenherstellers erfolgreich, obwohl nicht weniger als sechs verschiedene Pneu-Marken bei den diesjährigen „24 Stunden von Le Mans“ an den Start gegangen waren. Insgesamt durfte Michelin in diesem Jahr den fünften Gesamtsieg in Folge sowie den elften Le-Mans-Erfolg der Firmengeschichte überhaupt feiern.

Hayes Lemmerz verkauft Schenk

Im August 2000 erst hatte Hayes Lemmerz im Rahmen seiner strategischen Diversifikationspolitik die Aluminium- und Magnesium-Gießerei Schenk (Maulbronn) übernommen, die überwiegend Produkte für die Automobilindustrie fertigt und ca. 300 Mitarbeiter beschäftigt. Jetzt wurde Schenk an die Metallwerke Kloß (MWK, Renningen) weiter veräußert.

Rallye Griechenland: 7. Lauf zur Rallye-WM

Eine extrem harte Rallye Griechenland endete für Michelin mit einem versöhnlichen Ergebnis: Peugeot-Pilot Marcus Grönholm eroberte mit Rang zwei nicht nur erneut eine Podiumsplatzierung, sondern baute seine Führung in der Fahrer-WM auf 14 Punkte aus. Auch in der Marken-Weltmeisterschaft liegt Michelin als Partner des Peugeot-Werksteams weiterhin an der Spitze. Mit Grönholms Teamkollegen Harri Rovanperä auf Rang vier holte ein weiterer Pilot auf den französischen Reifen WM-Zähler.

SmarTire bei DaimlerChrysler

Das Reifendruck-Kontrollsystem SmarTire wurde von DaimlerChrysler für eine Konzeptstudie Jeep Grand Cherokee Concierge ausgewählt. Der Concierge wurde auf einem Symposium in Stuttgart gezeigt und soll für – nach heutigem technischem Stand – maximale Sicherheit und Verbraucherannehmlichkeit stehen..

Schwache Börsenwoche für Reifenaktien

In der Vorwoche fielen die Aktien der Reifenhersteller Toyo (-9%), Sumitomo Rubber Industries (-8%), Yokohama (-7%), Goodyear (-7%) und Continental (-7%).

Einzelrad-Presenter für den Handel

Um einzelne Leichtmetallräder bei der Produktpräsentation im Handel besonders hervorheben zu können, hat die AEZ-Leichmetallräder GmbH einen so genannten Einzelrad-Presenter kreiert, der inklusive einem Dispenser für DIN A6-Broschüren geliefert wird. Eine einfache Montage, eine auffallende Optik sowie der Neigungswinkel des Einzelrad-Displays sollen es dem Handelspartner vor Ort erleichtern, spezielle Designs attraktiv und überzeugend vorzustellen..

24-Zoll-Rad zur Automechanika angekündigt

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Die auf den Geländewagenzubehörbereich spezialisierte Excentric GmbH (Bremen) hat ihre Produktpalette aktuell mit Exklusivrädern des Herstellers ATP erweitert. Und das in Form der beiden „Benzis“ und „Inox“ genannten Modellen auch gleich mit zwei Neuheiten für den Sommer 2002, die nach Aussagen der Bremer in diversen Varianten in 17 und 18 Zoll verfügbar sind. Größenmäßig kräftig nachlegen will Excentric zur Automechanika: Dann nämlich soll ein 24-Zoll-Rad speziell für die Luxusklasse der Geländewagen (Porsche Cayenne, Mercedes ML, VW Tuareg, BMW X5) vorgestellt werden.

Neues Testverfahren für Gummimischungen

Wie der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) meldet, sollen Berechnungen mittels einer neuen Theorie von Dr. Bo Persson vom Institut für Festkörperforschung des Forschungszentrums Jülich zukünftig helfen, die Testdauer zur Erprobung neuer Gummimischungen von Reifen deutlich zu verringern. „Alles was ich für meine Berechnungen brauche, sind Informationen, wie elastisch eine kleine Gummiprobe ist und wie gut sie Stöße abfängt“, wird Persson vom ARCD zitiert.

Eine große Rolle bei allen theoretischen Betrachtungen würden vor allem die Kontaktfläche zwischen Gummi und Asphalt sowie die auf das Material wirkenden Kräfte spielen, wobei in bisherige Modelle bislang nur deren Mittelwerte an der Oberfläche einbezogen worden seien. Jetzt soll aber die Einbeziehung aller Längenskalen – vom Zentimeter bis hinunter auf die atomare Ebene – den großen Fortschritt bringen. Es brauche nun kein ganzer Testreifen mehr produziert werden, um zutreffende Aussagen darüber zu treffen, welche Elastizität und Dämpfung die Mischung für eine optimale Haftung auf rauer Oberfläche haben müsse, denn der Vergleich zwischen Theorie und Praxis hätte bereits eine sehr gute Übereinstimmung gezeigt.

VRG will die Satzung am Wochenende ändern

Dass mit Reifen Krupp aus Schifferstadt (Umsatz zwischen 35 bis 40 Millionen Euro; größter Vermarkter von Motorradreifen in Deutschland, möglicherweise gar in Europa) der mit großem Abstand umsatzstärkste Gesellschafter zum 31.12.2002 die Zugehörigkeit als Gesellschafter zur VRG aufgekündigt hat, hatte die Neue Reifenzeitung-Online bereits vor Monaten gemeldet.

Offensichtlich gibt es unterschiedliche Auffassungen innerhalb der recht heterogenen Gruppe. Größere Gesellschafter neigen der Ansicht zu, dass ihnen die Kooperation nicht genug bieten kann für das, was sie an Gewicht in die Kooperation einbringen, statt dessen die kleineren aber – so die Sichtweise – überproportional von den größeren Gesellschaftern profitieren. Die bisherige Gleichbehandlung aller VRG-Gesellschafter könnte sich ihrem Ende zuneigen, denn eine für das kommende Wochenende (an dem die Jahreshauptversammlung abgehalten wird) zur Abstimmung gestellte Satzungsänderung verspricht den Gesellschaftern erstens zwar jetzt eine in den Statuten festzuschreibende prozentuale Ausschüttung von bisher offiziell 60 auf dann 80 Prozent des VRG-Gewinns, wobei allerdings auch bisher schon in den zurückliegenden Jahren ohnehin besagte 80 Prozent zur Ausschüttung gelangten, doch ist zweitens die vorgeschlagene weitere Satzungsänderung von einiger Brisanz.

Es soll nämlich – sofern der Antrag angenommen wird – die bisher praktizierte gleichmäßige Ausschüttung (gemessen am Einkaufsvolumen) geändert werden. Sofern der Antrag angenommen wird, hätte die Geschäftsführung praktisch uneingeschränkt freie Hand, vom bisherigen Modus und Gleichheitsgrundsatz abzurücken und könnte eine Ausschüttung im Grunde nach freiem Belieben vorzunehmen. Zur Satzungsänderung ist allerdings die Zustimmung von 75 Prozent aller stimmberechtigten Gesellschafter zwingend vorgeschrieben.

Ob sich eine solche Mehrheit findet, können Beobachter nicht einschätzen. Zur erneuten Wahl in den Beitrat sollen dem Vernehmen nach die bisherigen Beiräte Ferdinand Woerlen jr. und Herbert Krupp nicht mehr zur Verfügung stehen.

Bezüglich der geplanten Verabschiedung des langjährigen Geschäftsführers Klaus Heymann, der die Kooperation als Pflegefall übernahm, sie vor dem Absturz rettete und beachtenswerte Gewinne zu erwirtschaften wusste, ist ein Dementi eines Dementis erforderlich. Die NRZ hatte online Anfang Mai gemeldet, die VRG habe sich mit Heymann auf ein vorzeitiges Ausscheiden per Mitte April verständigt. Sofort wurde berichtigt, die Zusammenarbeit werde offiziell doch erst Ende Juni im Rahmen der Gesellschafterversammlung beendet, so dass Heymann dort auch offiziell verabschiedet werde.

Dazu kommt es nun doch nicht. Die VRG-Geschäftsführung und die Beiräte ermöglichen Heymann keine offizielle Verabschiedung von allen VRG-Gesellschaftern und sie haben ihn wissen lassen, auf der Jahreshauptversammlung nicht mehr erwünscht zu sein. Auf Nachfrage bestätigte Heymann, man habe ihm aber eine Verabschiedung „in netter Runde“ durch Geschäftsführung und Beiräte angeboten, wovon er aber keinen Gebrauch machen werde.

Die bereits vor Monaten zur Jahreshauptversammlung eingeladene Redaktion der Neue Reifenzeitung wurde letzte Woche durch Theo Pecher telefonisch wieder ausgeladen. Man wolle dieses Mal unter sich sein, zumal man viele Formalitäten und Interna zu regeln habe. Ausdrücklich bot sich der VRG-Geschäftsführer allerdings auch für die Zukunft als Ansprechpartner an.