Wir würden zwar gerne in einer Ausgabe die Bilanzen aller relevanten Reifenhersteller vorstellen, um einen besseren Überblick geben zu können, wer die Gewinner und Verlierer des Jahres 2002 im Reifengeschäft sind. Leider richtet sich die Reifenindustrie nicht nach diesem Wunsch. Immerhin: Die ersten Ergebnisse liegen vor, daran werden wir alle anderen Hersteller in den nächsten beiden Ausgaben zu messen haben.
Der Rädermarkt verändert sein Gesicht. Stahlfelgen verlieren Anteile, ihre Daseinsberechtigung werden sie behalten. Aluminiumfelgen auf Autos haben im Allgemeinen den Nimbus des Außergewöhnlichen verloren, doch das besondere Aluminiumrad ist nach wie vor ein modisches Accessoire.
Der Grund: Die Schere zwischen (preisgünstigen) „Allerweltsrädern“ und technisch höchst anspruchsvollen Räderdesigns wird sich nicht schließen. Die Herausforderungen bleiben: Räder größer dimensionieren und doch nicht schwerer konstruieren, die Modetrends des Jahres kreieren, technologische Herausforderungen wie Hochglanz oder „Null-Fehler-Produktion“ – all das wird die Branche in Bewegung halten. Spiegelbilder dieser Entwicklungen werden die Ausgaben März und April der NEUE REIFENZEITUNG sein.
Unter dem Namen „macs 40“ hat die Gutmann Messtechnik GmbH ein speziell für die Diagnose und Codierung von Reifendrucküberwachungssystemen konzipiertes Gerät entwickelt. Es soll die Fehlerdiagnose unterschiedlicher direkt messender und ABS-basierender Systeme beherrschen und darüber hinaus außerdem noch die bei Systemen mit einer zentralen Empfängerantenne (Schrader) notwendigen Kodierungen durchführen können. Damit will das Unternehmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit freier Werkstätten und des Reifenhandels gegenüber Markenwerkstätten beitragen.
Denn die Investition vergleichsweise teure markenspezifische Werkstatttester oder Mehrmarkentestgeräte, die bislang für solche Aufgaben nötig waren, rechnet sich für den Reifenhandel in aller Regel nicht. In unserer nächsten Ausgabe wollen wir das Gerät ausführlich vorstellen.
Der Runderneuerungsmarkt Pkw-Reifen schrumpft und ist im Bereich Sommer zur Bedeutungslosigkeit verkümmert, im Bereich M+S führen die Runderneuerten Rückzugsgefechte. Ganz anders die Situation im Nutzfahrzeugbereich, obwohl auch hier ein krisenhaftes Szenario verzeichnet werden muss. Die Neureifenpreise geraten wegen eines Überangebotes dermaßen unter Druck, dass sich die Schere zu den Preisen für Runderneuerte immer weniger spreizt.
https://staging.reifenpresse.de/wp-content/uploads/2013/07/22602_2750.jpg206150Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2003-02-14 00:00:002023-05-16 12:34:33Runderneuerungsmarkt wird neu sortiert
Die 87. Detroit Motor Show ist die größte Automobilausstellung in den USA. Neben den „Big Three“ sind alle japanischen Hersteller sowie die meisten asiatischen und natürlich auch die europäischen Automobilhersteller vertreten.
Dabei reicht die Skala vom Mini bis hin zum schon einem Lastkraftwagen ähnelnden Pick-up. Auch in diesem Jahr gab es wieder in ausreichendem Umfang Neuigkeiten zu bestaunen, mit deren Hilfe die Hersteller Marktanteile gewinnen wollen. Und mit einem Besucher der Motor Show, dem Chef von Bridgestone Deutschland Günter F.
https://staging.reifenpresse.de/wp-content/uploads/2013/07/22603_2749.jpg112150Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2003-02-14 00:00:002023-05-16 12:34:33Detroit Motor Show
Personalanpassungen waren zwar angekündigt, aber diese Nachricht schlug dann doch wie eine Bombe ein: Reifenhersteller Goodyear schickt mehr als 700 Angestellte heim, davon allein 350 am Stammsitz in Akron/Ohio. In Presseaussendungen ist von einem „restructuring“ die Rede sowie davon, man habe so „die Bemühungen verstärkt, das Unternehmen noch weiter voranzubringen.“ Goodyear krankt auf dem Heimatmarkt seit 1999 und bis heute ist keine Besserung feststellbar.
Im Gegenteil, die schwache Ertragslage führte in hohe Verluste in Nordamerika. 2002 sollte die Wende bringen, doch die Pläne sind voll und ganz verfehlt worden.
Als die Traditionsfirma Ellerbrock im Jahre 2002 den Außendienst neu strukturierte und sich von dem ja durchaus bewährten Vertrieb über freie Handelsvertreter abwandte, da sah dies vordergründig so aus, als würde man auf das Erreichen der Altersgrenze treuer Repräsentanten des Unternehmens reagieren. Tatsächlich versteht Geschäftsführer Klaus Zimmermann die Neuordnung des Vertriebs nicht als Reaktion, sondern als aktive Neuorganisation, man wolle straffere, effektivere Strukturen schaffen. Es gibt Märkte, in denen ganz klar die Marke Ellerbrock dominiert (so im deutschsprachigen Raum), die Muttergesellschaft Marangoni aber durchaus gute und eingefahrene Händlerkontakte unterhält.
Umgekehrt gilt dies gleichermaßen. So profitiert Ellerbrock vom nach wie vor hohen Image der „German Engineering“ in Märkten, die eigentlich besser zu Marangoni Tread passen. Andernorts wiederum sind beide gut positioniert und stehen auch recht offen im Wettbewerb.
Freilich darf es nicht sein, dass sich beide einander im Kampf um den Kunden unterbieten. Das ist Wettbewerb, wie er von der Marangoni-Gruppe nicht gewünscht wird und wie er auch nicht zum Nutzen beider ist.Nach einem Jahrzehnt der Partnerschaft wird es vielmehr Zeit, die Synergien der Gruppe noch viel stärker zu nutzen als in der Vergangenheit.
Die gewachsenen Strukturen sollen gepflegt und nur dort sukzessive und in aller Behutsamkeit auf die jeweilige Schwestermarke „umgepolt” werden, wo dies dem Konzernwohl nutzt. Ellerbrock verschweigt daher auch längst nicht mehr (wie manchmal in der Vergangenheit geradezu etwas verschämt), ein Mitglied der Marangoni-Gruppe zu sein, sondern vertritt dies offensiv.
Die BERU Aktiengesellschaft (Ludwigsburg) hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres (1. April bis 31. Dezember 2002) den Konzernumsatz geringfügig von 213,8 auf 214,3 Mio.
Euro gesteigert. Der Gewinn nach Steuern fiel mit 26,9 (29,5) Mio. Euro niedriger aus als im Vorjahr.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 34,1 (37,5) Mio. Euro. Bei der EBIT-Marge erzielte BERU 15,9% (17,5%).
Den Umsatz mit elektronischen Reifendruck-Kontrollsystemen (TSS) konnte BERU um 81,1% auf 13,4 (7,4) Mio. Euro steigern..
https://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svg00Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2003-02-14 00:00:002023-05-16 12:34:30Reifendruck-Kontrollsysteme kommen dem BERU-Ergebnis zugute
Die Continental AG hat am 21. Januar mit der Vertragsunterzeichnung ihr Engagement als offizieller Partner des 2006 FIFA World Cup besiegelt. Der Vertrag wurde von Joseph S.
Blatter, Präsident der FIFA, und Manfred Wennemer, Vorstandsvorsitzender der Continental AG, im Beisein von Franz Beckenbauer als Präsident des Organisationskomitees des 2006 FIFA World Cup sowie weiterer Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik im Technologiezentrum Hannover-Stöcken unterzeichnet. Nur 15 Sponsoringpakete werden auf globaler Basis vergeben, zwei weitere Unternehmen gehören diesem erlauchten Kreis der deutschen Wirtschaft noch an (adidas und Telekom).Wennemer betonte, dass Continental damit das Engagement in einem Sport dokumentiere, der Millionen von Menschen verbinde und begeistere.
Fußball sei in Europa und spätestens seit dem letzten Fußball-Weltturnier in Japan und Südkorea auch weltweit die aufmerksamkeitsstärkste Sportart. Er zeigte sich überzeugt, dass die FIFA WM Deutschland 2006 das herausragende Sportereignis dieses Jahrzehnts in Deutschland werde. Das Engagement als offizieller Partner der FIFA biete Continental eine einzigartige Marketingplattform in allen internationalen Märkten.
https://staging.reifenpresse.de/wp-content/uploads/2013/07/22607_2744.jpg136150Christian Marxhttps://reifenpresse.de/wp-content/uploads/2025/09/Reifenpresse-Logo-2025_NEU.svgChristian Marx2003-02-14 00:00:002023-05-16 12:34:33Continental ein Hauptsponsor der Fußball-WM 2006