Deutsche Autobauer sind im Ausland zu Hause

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Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) hat in seinem Jahresbericht „Auto 2003“ Gutes wie auch Schlechtes zu vermelden. Ohne den stetig wachsenden Export deutscher Autos, der zum „eigentlichen Stabilitätsgaranten für die deutsche Automobilindustrie“ wurde, so VDA-Präsident Dr. Bernd Gottschalk anlässlich der Präsentation des Berichts in Frankfurt, hätte die Branche arg zu leiden.

Allerdings könne man den Export, der in den vergangenen zehn Jahren von 50 auf 70 Prozent der Produktion in Deutschland stieg, „nicht beliebig wie einen Wasserhahn aufdrehen“. Vielmehr sei mittlerweile die Grenze der Exportausweitung erreicht, teilweise seien diese Märkte bereits rückläufig, so Gottschalk. Dass für die deutsche Automobilindustrie Auslandsmärkte zu Heimatmärkten wurden, müsse laut Gottschalk als Signal an Politik und Gewerkschaften verstanden werden, den Rahmenbedingungen des heimischen Marktes wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Mannheimer Reifenhandel abgebrannt

Sogar durchs Fernsehen ging der Großbrand beim Mannheimer Reifenhändler Keskin. Die Rauchentwicklung war so stark, dass sie weit über die Mannheim-Ludwigshafener Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen wurde. Der Sachschaden – in der abgebrannten Halle waren außer Reifen auch Aluminiumfelgen gelagert – wird nach ersten Schätzungen auf über zwei Millionen Euro taxiert, es gab zwei Leichtverletzte.

www.reifencheck.de verweist nun auf DVR-Webseiten

Noch bis vor kurzem landeten Internet-User nach Eingabe der Adresse www.reifencheck.de nicht auf der offiziellen Website der ReifenCheck-Aktion, sondern bei der Dunlop-Präsenz im World Wide Web (siehe unsere Meldung vom 13.

6.). „Bereits im Jahr 1999 hat Dunlop die Rechte an den Website-Adressen www.

reifencheck.de und www.reifen-check.

de erworben“, erklärt Dunlop-Geschäftsführer Christian Stein gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG. „Jetzt, vier Jahre später, kam es unter anderem in der Zeitschrift ‚Test‘ der Stiftung Warentest im Zusammenhang mit der Berichterstattung zum Start der diesjährigen Aktion zu der Veröffentlichung der falschen Adresse www.reifencheck.

de. Richtig hätte es heißen müssen www.reifencheck2003.

de“, so Stein weiter. Der Reifenhersteller habe dem DVR (Deutscher Verkehrssicherheitsrat) als Initiator der Aktion „nach Bekanntwerden dieses Fehlers unmittelbar das Angebot gemacht“, die Domain www.reifencheck.

de direkt auf die Adresse www.reifencheck2003.de umzuleiten.

Ein Vorschlag, dem nach Steins Aussagen von Seiten des DVR zugestimmt wurde, weshalb inzwischen die Schaltung dieser Umleitung veranlasst worden sei. Zurzeit führt die Eingabe der Adresse www.reifencheck.

de bzw. www.reifen-check.

de direkt zur Homepage des DVR. Erstaunlicherweise hat der DVR auf den eigenen Seiten jedoch einen aktuellen Hinweis auf die noch bis Ende Juni laufende ReifenCheck-Aktion 2003 bzw. die Webadresse www.

reifencheck2003.de recht gut versteckt..

Gibara und der Abstieg der Goodyear Tire & Rubber Co.

Das Timing hätte nicht „besser“ sein können: Die Steelworkers‘ Union hat vor dem Headquarter des Goodyear-Konzerns gestern demonstriert, weil das Management einerseits harte Einschnitte verlange, aber andererseits nicht das geringste Entgegenkommen hinsichtlich Arbeitsplatzsicherungen bisher gezeigt habe. Die Gewerkschafter befürchten offenbar die Schließung amerikanischer Fabriken und Verlagerung von Produktionskapazitäten in Billiglohnländer. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt bringt die örtliche Tageszeitung umfangreiche Berichte über das Wirken des zum Monatsende nun endgültig in den Ruhestand ziehenden letzten Goodyear-Chef Sam Gibara und bezichtigt ihn „aggressiver Bilanzierungsmethoden“ mittels derer er Boni in Millionenhöhe einstrich für Leistungen, die keine gewesen seien.

Goodyear stärkt Kelly wieder

Nachdem Goodyear in den USA Kelly vernachlässigt hatte und in einigen Märkten sogar gänzlich zurückgezogen hatte, soll die Marke, die bereits seit 1935 zum Goodyear-Konzern gehört, jetzt wieder gestärkt werden. Kelly soll sogar in einigen Größen wieder auf amerikanischen Autos in der Erstausrüstung montiert werden und im Ersatzgeschäft ausschließlich über unabhängige Reifenhändler vermarktet werden. Dies dürfte ein Dämpfer für die Marke Fulda sein, die Ambitionen hatte, unter dem Slogan „German High Technology“ stärker im US-Markt Fuß zu fassen.

Reifensicherheitsstandards in den USA verschärft

Ab dem 1. Juni 2007 müssen sich Reifenhersteller, die ihre Produkte auf dem amerikanischen Markt verkaufen wollen, neuen Reifensicherheitsstandards unterwerfen. Am Anfang der Woche veröffentlichte die Bush-Regierung die erstmals seit 1967 geänderten Regeln für die vorgeschriebenen Reifentests – der Gesetzgeber hat allerdings die ursprünglich noch höheren Standards wieder teilweise verworfen, die nach der Firestone-Rückrufaktion in 2000 und 2001 gefordert worden waren.

Schlichtung zwischen Goodyear und USWA bleibt unsicher

Im Tarifstreit zwischen der amerikanischen Stahlarbeitergewerkschaft United Steelworkers of America (USWA) und dem Reifenhersteller Goodyear Tire & Rubber scheint eine einvernehmliche Lösung noch immer nicht in Sicht, obwohl die Verhandlungen am Freitag abgeschlossen werden sollen. Nachdem die Gewerkschaft im vergangenen Monat einen Vorschlag der Goodyear, die nach zwei verlustreichen Jahren in Nordamerika mit einem Sparprogramm den Turnaround schaffen will, abgelehnt hatte, kam am Sonnabend nun ein Gegenangebot der Stahlarbeitergewerkschaft auf den Tisch. Das Angebot, das offiziell in Akron noch niemand kommentieren wollte, sieht einerseits die Sicherung von Arbeitsplätzen sowie die Schaffung einer verbesserten Gesundheitsvorsorge vor.

Andererseits sollen mit dem neuen Angebot Schritte eingeleitet werden, um „unnötige und teure Schichten“ der bezahlten Mitarbeiterschaft des Unternehmens abzubauen, so ein Beobachter arno.borchers@reifenpresse.de.

sport auto testete Hochleistungsreifen

Die Zeitschrift „sport auto“ hat fünf Hochleistungsreifen der Größen 225/40 ZR 18 (vorne) und 285/30 ZR 18 auf einem Porsche 911 getestet. Das Yokohama-Modell „A 048“ und der Michelin Pilot Sport Cup erhielten das Prädikat „besonders empfehlenswert“, der Dunlop SP Super Sport Race und der Pirelli P Zero Corsa werden „empfehlenswert“ bewertet, der Kumho V70A ist das Schlusslicht mit einem „bedingt empfehlenswert“. Die Leichtmetallfelgen stammten von Mille Miglia (8,5×18/10×18), als Referenzreifen, um die Unterschiede zwischen Straßen- und reinen Sportreifen zu dokumentieren, diente der Continental SportContact.

ASA mit neuem Auftritt

Der Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen e.V. (ASA) hat sich ein neues Erscheinungsbild verpasst.

Qualität, Innovation und Sicherheit sind die drei Standards, die in der Außenkommunikation und Imagewerbung im Mittelpunkt stehen sollen; eine entsprechende Imagebroschüre und Anzeigenkampagne wurden bereits aufgelegt. ASA vertritt die Interessen von 90 Unternehmen aus dem Bereich Werkstattausrüstung..

Infineon sieht sich als Weltmarktführer bei Reifendruck-Sensoren

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Infineon Technologies hat den angestrebten Kauf des norwegischen Anbieters von Sensoren zur Messung des Reifendrucks und der -temperatur SensoNor jetzt perfekt gemacht und sieht sich damit auf diesem Gebiet als Weltmarktführer. Man habe langfristige Vereinbarungen mit führenden Automobilherstellern.

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