Reifenplatz Bremerhaven

Wieder einmal haben wir uns für unsere „Reifenplatz“-Serie auf den Weg gemacht, um den Beratungsqualitäten der Verkäufer im Reifenfachhandel auf den Zahn zu fühlen – diesmal stand die Seestadt Bremerhaven auf dem Programm. Als Besonderheit fiel die Vor-Ort-Recherche dabei mit der bundesweiten ReifenCheck-Aktion zusammen, während der Autofahrer bei vielen Prüfstellen ihre Pneus kostenlos vom Fachmann überprüfen lassen können. Zumindest theoretisch – denn nicht alle Reifenfachhandelsbetriebe machen bei der Aktion mit.

Insofern hat es uns natürlich besonders interessiert, wie sich die diesbezügliche Situation in Bremerhaven darstellt. Sechs Betriebe im Test und kein einziger hat einen vollständigen ReifenCheck durchgeführt – so könnte nüchtern betrachtet eines der Ergebnisse lauten. Einschränkend muss man jedoch berücksichtigen, dass zwei Reifenhändler immerhin willens waren einen solchen durchzuführen.

Dass bei dem einen dafür ein Termin nötig gewesen wäre und bei dem anderen nichts gemessen wurde, weil die Reifen bei unserem Testwagen selbst für einen Laien erkennbar den Aufwand gar nicht mehr lohnen, ist gleichfalls in die Betrachtung mit einzubeziehen. Viel trauriger ist allerdings, dass die anderen Betriebe an der Aktion offenbar gar nicht teilnahmen oder zumindest nichts davon zu wissen schienen..

E-Commerce hat sich im Reifenbusiness etabliert

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Bei der Kombination der beiden Stichwörter E-Commerce und Reifen denken viele spontan wohl an die Delticom AG in Hannover, die über immer neue Umsatzsteigerungen im Internet-Handel mit den schwarzen runden Gummis zu berichten weiß. Offensichtlich beflügelt von solcherlei Erfolgsmeldungen sprießen immer mehr E-Commerce-Plattformen wie Pilze aus dem Boden. Allerdings haben nicht unbedingt alle diesen Namen wirklich verdient, denn so mancher Betreiber meint mit einer zum Online-Shop in seiner simpelsten Form aufgebohrten Homepage quasi „so nebenbei und im Vorübergehen“ das ganz große Geschäft machen zu können.

Erfolgversprechender sind da schon die Konzepte der eher professionell arbeitenden Online-Anbieter – vor allem im so genannten Business to Business-Geschäft. Wenngleich sich nach dem Höhepunkt des Internet-/New Economy-Booms vor wenigen Jahren nicht nur in der Reifenbranche Ernüchterung breit gemacht hat, was die Möglichkeiten des „neuen Mediums“ World Wide Web angeht.

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Vulkaniseur/Reifenmechaniker – ein Beruf mit Zukunft?

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Schon Anfang 2001 hatte der Arbeitskreis „Neues Berufsbild“ des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) den Entwurf einer neuen Verordnung vorgelegt, welche zukünftig die Berufsausbildung im Vulkaniseur- und Reifenmechaniker-Handwerk regeln und damit die Ausbildungsbereitschaft sowie das Interesse an diesem Beruf erhöhen soll.

TWS will Marktführer bei Landwirtschaftsreifen werden

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Trelleborg hatte vor rund zwei Jahren Pirellis 40-prozentigen Anteil am vormals gemeinsamen Unternehmen Trelleborg Wheel Systems (TWS), das AS-Reifen produziert, übernommen. Mit den beiden Marken Pirelli und Trelleborg verfolgt TWS nun das Ziel, Marktführer im Landwirtschaftsreifensegment zu werden. Teil dieser Strategie ist es, vor allem den Bekanntheitsgrad der Marke Trelleborg zu erhöhen, die bislang eigentlich eher als Synonym für die Diagonalreifen in der TWS-Produktpalette stand, während mit der Marke Pirelli das Radialsegment bei den Traktoren bedient wird.

Laut nachgedacht wird bei TWS zudem darüber, eine weitere Marke ins Portfolio aufzunehmen. Ob darunter eine neu zu kreierende Marke zu verstehen ist oder konkrete Akquisitionen im Landwirtschaftreifensegment geplant sind, ließ TWS-Präsident Maurizio Vischi auf konkrete Nachfrage im Rahmen eines Pressegesprächs vor Ort im TWS-Werk in Tivoli/Italien jedoch offen.

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Runderneuerung – ein Fall für die Behörden

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Die Vorlage der beiden ECE-Regelungen erfolgte vor mittlerweile gut einem halben Jahrzehnt: ECE 108 beschäftigt sich mit der Runderneuerung von Pkw-, ECE 109 von Lkw-Reifen. Viele deutsche Runderneuerungsbetriebe sind rege und haben das Verfahren längst abgeschlossen, das ihnen die Produktion gemäß dieser Regelungen bescheinigt. Europaweit sind es über 200 Betriebe (von ca.

700 total), die im Wettbewerb stehen mit Marktteilnehmern, die immer noch zögern, sich dem Procedere zu unterziehen. Auch das Kraftfahrt-Bundesamt ist rege, denn diese Behörde ist für die Genehmigungen in Deutschland zuständig und hat sogar schon ausländische Runderneuerer zertifiziert. Noch aber sind wir in Europa von Waffengleichheit weit entfernt und tummeln sich neben seriösen Runderneuerern die so genannten „schwarzen Schafe“.

Warmbehandlung von Leichtmetallfelgen

Manche Räder werden zur Verbesserung ihrer mechanischen Eigenschaften einer so genannten Wärmebehandlung unterzogen, bei anderen Aluminiumrädern entfällt dieser Verfahrensschritt. Die großen Erstausrüster wissen, dass ihre Kunden bei bestimmten Rädern auf dem auch „Heat Treatment“ genannten Verfahren bestehen. Dass die Technologie der Wärmebehandlung – bestehend aus Lösungsglühen, Abschrecken und abschließendem Aushärten – durchaus Spezialisten-Know-how erfordert, wird in der nächsten Ausgabe der Neue Reifenzeitung offensichtlich.

Stahlarbeiter planen Kundgebungen in Goodyear-Werken

Nun werden die Tarifverträge für die drei Kelly-Springfield-Werke in den USA ebenfalls auf täglicher Basis verlängert, wie dies bereits seit Wochen der Fall ist in den anderen elf vom Tarifkonflikt zwischen Goodyear Tire & Rubber und der amerikanischen Stahlarbeitergewerkschaft betroffenen Werken. Nachdem Ende Juni die offiziellen Tarifverhandlungen ohne Ergebnis abgebrochen wurden, sei kein neuer Gesprächstermin vereinbart worden, heißt es aus Akron, obwohl informelle Unterredungen stattfänden. Die Gewerkschaft USWA (United Steelworkers of America) plant allerdings für Mitte Juli Kundgebungen in den betroffenen Werken.

Michelin will stärkeres Engagement in China

Ein Artikel in der Asia Times zitiert Eric Jugier, Vorsitzender von Michelin (China) Investment Co. Ltd., der sagt, China sei immer noch „das ideale Investment-Ziel der weltweiten Hersteller“.

Fit4Fleet nimmt Irland stärker ins Visier

Das in Großbritannien ansässige und zu General Motors gehörende Netz unabhängiger Reifenhändler Fit4Fleet hat eine Ausdehnung seiner Aktivitäten in der Republik Irland bekannt gegeben. Zum Fit4Fleet-Netz gehören bereits 60 Zentren in Irland. Die irischen Fit4Fleet-Aktivitäten sollen von Barry Eccles gesteuert werden, der umfangreiche Flottenerfahrungen besitzt.

Junge verklagt Dunlop Tyres in Großbritannien

Der 14-jährige Brite Scott Harvey hat jetzt Dunlop Tyres sowie ein Familienmitglied verklagt, nachdem er sich bei einem Autounfall, der auf einen Reifenplatzer zurückging, schwer verletzte. Dem Jungen, der während des Unfalls nicht angeschnallt war, mussten sogar zwei Finger seiner rechten Hand abgenommen werden. Dunlop Tyres wollten die Klage zunächst nicht kommentieren, sie sei aber in der Rechtsabteilung des Unternehmens in Bearbeitung.