Cooper-Avon in Großbritannien ausgezeichnet

Die britische Tochtergesellschaft des US-Reifenherstellers Cooper hat eine prestigeträchtige Auszeichnung erhalten: Cooper-Avon Tyres Ltd. (Melksham) wurde unter 50 Unternehmen, die wiederum aus einer Liste von 900 Firmen mit industriellen Aktivitäten in Großbritannien herausgefiltert worden waren, von der Zeitschrift „The Engineer“ an Position 19 gesetzt als besonders leistungsfähig..

Bayer ordnet Chemieaktivitäten neu

Die Bayer AG plant, den größten Teil des Geschäftsbereiches Chemical und einige Geschäftsfelder aus dem Bereich Polymere auszugliedern und in eine neue Firma „NewCo“ einzubringen, die dann bis Anfang 2005 an die Börse gebracht werden soll. Den Vorstandsvorsitz bei NewCo – der Name wird als vorläufig bezeichnet – wird Dr. Axel Claus Heitmann (44) übernehmen.

NewCo wird einen Umsatz von 5,6 Milliarden Euro haben und 20.000 Beschäftigte. Von den derzeit etwa 5.

Britische Messe AutoExCel macht weiter

Nach einer längeren Untersuchung ist jetzt die Entscheidung gefallen, die AutoExCel, eine Messe für den britischen Automobilnachrüstmarkt, weiterhin durchführen zu wollen, so die Organisatoren „London Eventco“. Die Messe findet im neuen Messekomplex der Londoner Docklands vom 24. bis zum 24.

Goodyear stattet neuen Ford F-150 aus

Ford setzt seine Hoffnungen auf die neue Version seines Ford F-150 4×4, der im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll. Das Fahrzeug ist derzeit bereits das beliebteste seiner Klasse in den Vereinigten Staaten; der Nachfolger soll mit dem Slogan vermarktet werden „Built Ford Tough“. Der neue F-150 umfasst breitere Reifen als bisher, die Goodyear mit seinem Wrangler AT/S in die Erstausrüstung an Ford liefert.

Der Reifen wird der erste Goodyear Llkw-Reifen in 18 Zoll (LT 275/65 R 18) sein. Der gleiche Reifen will von Ford ebenfalls am neuen Harley Davidson-Pickup sowie am F-250 Super Duty verbaut..

Straßenzugelassener Drag-Reifen von Dunlop

Auf der SEMA-Show, die derzeit in Las Vegas stattfindet, hat Dunlop einen neuen Wettkampfreifen für Dragster enthüllt, der straßenzugelassen ist und auf das kompakte Dragster-Segment abzielt. Mit dem neuen Reifen können Enthusiasten zum Rennkurs fahren, ohne vorher die Reifen wechseln zu müssen. Der Name ist Programm: Inferno.

Auf der Seitenwand des Reifens sind Flammen abgebildet; das laufrichtungsgebundene Profildesign mit geschwungenen Rillen soll die Vorwärtsperformance des Fahrzeugs optimieren. Die Mischung des Inferno basiert auf den Dunlop Drag-Rennslicks; das Profil, die Karkasse sowie die Backform sind per Computer entworfen worden. Der Reifen soll ab kommendem Frühjahr in der Größe 205/50 R 15 verfügbar sein.

Ebenfalls auf der SEMA-Show hat Dunlop den neuen SP Super Sport Race-Reifen angekündigt, der mit Z-Index Autocross-Enthusiasten und Supersportfans ansprechen soll, denen ein straßen- und renntauglicher Reifen wichtig ist. Der Super Sport Race wird zunächst in acht Größen mit Querschnittsverhältnissen von 30 bis 40 und in 17 und 18 Zoll verfügbar sein. Zu den potenziellen Fahrzeugen, für die Dunlop den neuen Reifen entwickelt hat, gehören unter anderem Audi TT, Porsche 996 oder Mercedes SLK.

Sema-Show 2003: Wertschätzung der besonderen Art

Die USA bilden den größten Einzelmarkt der Welt, aber sie bringen auch dem deutschen Markt – und auch der NEUE REIFENZEITUNG – Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegen. Trotz allen Zeitdrucks ist es gelungen, die großen Reifenbosse zu exklusiven Interviews mit der NEUE REIFENZEITUNG gewinnen zu können. Was Goodyear-Chef Keegan, Francesco Gori, Chef von Pirelli Tyres, Manfred Wennemer und Martien de Louw vom Continental-Konzern, Cooper-Chef Dattilo, Jean Michel Guillon, verantwortlich für MAST (Michelin America Small Tires), und John Lampe, Chef Bridgestone Firestone Americas, zu sagen hatten, können die Abonnenten der NEUE REIFENZEITUNG in voller Länge in Kürze nachlesen.

The winner is: Michelin

25510 3770

Schneller als gedacht ist der Michelin-Konzern in den letzten drei Jahren auf dem nordamerikanischen Markt vorangekommen. Dabei wurden die Franzosen durch das Firestone-Desaster begünstigt und sie profitierten auch von der anhaltend schlechten Verfassung des Goodyear-Konzerns, der auch heute noch mehr mit sich selbst beschäftigt ist als ihm lieb sein kann. Im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG stellte Jean Michel Guillon (verantwortlich für MAST – Michelin America Small Tires) während eines Gesprächs mit dieser Zeitschrift in Las Vegas jedoch unmissverständlich klar, dass Michelin keinen Wettbewerber abschreibt oder auch nur unterschätzt.

Doch die Geschäfte laufen für den Michelin-Konzern nun mal ausgezeichnet in Nordamerika. Die Marken Michelin, BFGoodrich und Uniroyal („Flag Brands“) sind klar positioniert und alle Marketingmaßnahmen nahezu optimal aufeinander abgestimmt. Michelin ist klarer Marktführer, hat die höchsten Preise und die Marken werden – so u.

a. von J.D.

Power – am besten bewertet. Die weiteren Aussichten bleiben verheißungsvoll. Mehr dazu im nächsten Heft der NEUE REIFENZEITUNG.

John Lampe: „Family-Channel war unsere Rettung“

25511 3769

John Lampe, CEO von Bridgestone Firestone Americas und als erster Ausländer Mitglied im Vorstand der japanischen Muttergesellschaft Bridgestone, genießt unter den Reifenbossen Amerikas fraglos das höchste Ansehen. Selbst ein mehr oder weniger erzwungener Reifenrückruf und die damit verbundenen Kosten von weit mehr als einer Milliarde US-Dollar vermochten das Unternehmen nicht dauerhaft in die Knie zu zwingen. Nach einem Milliardenverlust 1999 konnte der amerikanische Teilkonzern bereits im letzten Jahr wieder einen Gewinn von knapp 90 Millionen Dollar erwirtschaften.

Und der Aufwärtstrend hält an. „Wir sind natürlich noch weit entfernt von dem, was ein Geschäft mit einem Umsatz von acht Milliarden Dollar erzielen müsste“, sagte Lampe in einem Interview mit der NEUE REIFENZEITUNG gestern in Las Vegas. Lampe spricht nicht in Kategorien von gestern und heute, sondern vor dem Reifenrückruf und nach dem Reifenrückruf und er erläutert im Gespräch mit dieser Zeitschrift, das in voller Länge in der Ausgabe 12/2003 wiedergegeben wird, alle Erholungsmaßnahmen und Änderungen.

Es bleibt aber dabei, dass alle „Core Products“ ausschließlich dem so bezeichneten „Family-Channel“ exklusiv zur Vermarktung überlassen bleiben. Zum „Family-Channel“ gehören neben der eigenen Handelskette die unabhängigen Reifenhändler.

.

Conti-Reifen USA: „Bis Ende 2005 wird break-even erreicht“

25512 3768

General Tire ist für den Continental-Konzern bis jetzt keine Erfolgsgeschichte gewesen. Auch in diesem Jahr wird der Verlust wieder bei 100 Millionen Euro oder sogar höher liegen. Das soll nun anders werden.

Conti-Chef Wennemer und der für Conti-Reifen USA verantwortliche Chef Martien de Louw haben sich festgelegt: Zum Ende des letzten Quartals 2005 ist der Break-even-Point erreicht. Wennemer setzt dabei große Hoffnungen auf den erst vor einigen Monaten zum Konzern gekommenen Vorstandskollegen de Louw, der seinerseits auf neu einzuführende Produkte, den Ausbau der kostengünstigeren Produktionsstätte in Mexiko und auf eine Mehr-Marken-Strategie, getragen von den Marken Continental und General, setzt. Im Ersatzmarkt zielt Continental besonders auf die Autohäuser und hofft dabei auf einen Nachlaufeffekt aus der Erstausrüstung, die massiv verstärkt worden ist.

Ausdrücklich bekräftigte Wennemer, man werde auch mit Nutzfahrzeugreifen im amerikanischen Markt bleiben; zudem sei dieser Bereich stets profitabel gewesen. Mehr zum Thema lesen Sie in der Ausgabe 12/2003 der NEUE REIFENZEITUNG.

.

Tom Dattilo: „Der Kunde ist König“

25513 3767

Der US-Reifenhersteller Cooper ist ein Phänomen. Über die letzten zehn Jahre hinweg ist es ihm gelungen, die – relativ – besten Gewinne mit einem Operating Profit von meist sogar deutlich mehr als 10 Prozent zu erwirtschaften. Doch der derzeit schwierige amerikanische Markt und gestiegene Rohstoffpreise haben sich auch auf den Operating Profit ausgewirkt.

Aber: In diesem Jahr hat Cooper insbesondere in den letzten Monaten wieder deutlich zulegen können. Den Erfolg erzielt Cooper im Handel, denn das Unternehmen betreibt nur das Ersatzgeschäft und hat auch keine eigene Handelskette. Cooper-Chef Tom Dattilo erläuterte im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG während der Sema-Show in Las Vegas die Schlüssel zum Erfolg: „Wir behandeln unsere Kunden ordentlich, der Kunde ist König, wir geben ihm die besten Produkte und bleiben mit Produkt- und Markenstrategien konsistent.

“ Dattilo bekräftigte nochmals, Cooper werde im kommenden Jahr zwischen 4,5 bis 5 Millionen Reifen mehr verkaufen. So viel sei jetzt schon zu sagen. Während Wettbewerber wie Goodyear und Continental ein Werk schließen bzw.

Produktionskapazitäten aus dem Markt nehmen, hat Cooper lediglich das eine Problem, die zusätzlichen Mengen auch produzieren zu können. Das vollständige Interview erscheint in Heft 12/2003 der NEUE REIFENZEITUNG.

.