Apollo fährt im indischen Handel zweigleisig

Der größte indische Reifenhersteller Apollo Tyres, der für einen Jahresumsatz von ca. 1,2 Milliarden US-Dollar und aktuell auf Rang 17 der globalen Branchenliste steht, hat jetzt eine strategische Entscheidung zum Einzelhandelsgeschäft in dem asiatischen Subkontinent veröffentlicht. Bezüglich des Pkw-Reifengeschäftes habe sich Apollo sowohl eine Luxusautomarke (BMW) als auch Massenhersteller (Maruti und Fiat) als Vorbilder genommen, schreibt „The Economic Times“, und differenziert zwischen Pkw- und Nutzfahrzeug-Outlets, die landesweit Verbreitung finden sollen.

Während Apollo Radial World (ARW) das Pkw-Segment abdeckt, ist Apollo Trust (AT) auf Nutzfahrzeuge fokussiert. Der erste ARW-Shop ist am Standort Patiala bereits eröffnet, zehn weitere sollen noch in diesem Geschäftsjahr folgen. Von den AT-Niederlassungen sind gar hundert geplant.

Als Vorbild dienen die 200 Betriebe in Afrika unter dem Namen „Dunlop Zone“, die Apollo mit der Akquisition des dortigen Reifenherstellers Dunlop Tyres International zugefallen waren. Innerhalb der nächsten zwei Jahre möchte Apollo das Konzept auch in Europa anwenden..

„Gustav“ gnädig, Aktienkurse profitieren

Der Hurrikan „Gustav“ hat an der amerikanischen Südostküste nicht wie befürchtet gewütet. Vor drei Jahren hatte der Wirbelsturm „Katrina“ für erhebliche Einbußen bei Reifenherstellern gesorgt: weil Fabriken direkt betroffen waren, weil die Ölförderung im Golf von Mexiko stark eingeschränkt war, vor allem aber weil Zulieferer (so für Synthesekautschuk) ausgefallen waren. Derlei Unglück blieb diesmal aus, so dass die Aktienkurse der beiden US-Unternehmen Goodyear und Cooper gleich einmal einen Hüpfer nach oben machen konnten.

Volkswagen in Portugal: Natürlich auf BFGoodrich

Volkswagen wird mit drei Race Touareg 2 am zweiten Lauf der Dakar-Series vom 10. bis 14. September 2008 in Portugal teilnehmen.

Am Start in Lissabon treten die Teams Carlos Sainz und Beifahrer Michel Périn, Giniel de Villiers und Co-Pilot Dirk von Zitzewitz sowie Dieter Depping und Timo Gottschalk an. Die Marathon-Rallye über knapp 1.600 Kilometer gilt als Generalprobe für die Rallye Dakar 2009 und ist der letzte direkte Vergleich mit Hauptkonkurrent Mitsubishi.

Den ersten Lauf der neuen Dakar-Serie durch Ungarn und Rumänien hatte VW im April gewonnen. Die Dakar wird im Januar 2009 erstmals in Südamerika ausgetragen, nachdem die legendäre Wüstenrallye durch Afrika in diesem Jahr wegen Terrorwarnungen kurz vor dem Start abgesagt worden war. Als Ersatz hatten die Organisatoren die neue Dakar-Serie ins Leben gerufen.

Bremsbelaggeschäft der Morse-Gruppe wird von Bosch übernommen

Bosch plant den Erwerb des Bremsbelaggeschäftes der US-amerikanischen Morse Automotive Corporation mit Sitz in Chicago, die Scheiben- und Trommelbremsbeläge sowie Bremssättel vorwiegend für den nordamerikanischen Markt entwickelt, fertigt bzw. vertreibt und in diesem Geschäftsfeld mit ihren 1.640 Mitarbeitern 2007 einen Umsatz von 157 Millionen US-Dollar (rund 115 Millionen Euro) erzielen konnte.

Morse wird alle über die Bremsbeläge hinausgehenden Aktivitäten – beispielsweise das Geschäft mit Bremssätteln – fortführen. Über den Kaufpreis für das Bremsbelaggeschäft der Gruppe wurde Stillschweigen vereinbart. „Das Geschäft mit Bremsenerzeugnissen ist für uns ein strategisches Wachstumsgebiet, und Bremsbeläge sehen wir hierbei als Schlüsselprodukt an“, so Robert Hanser, Vorsitzender des Bereichsvorstands des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Aftermarket.

„Durch den Erwerb des Bremsbelaggeschäfts von Morse steigen wir in die Fertigung ein und bauen zudem unsere Position im nordamerikanischen Aftermarket gezielt aus“, ergänzt er. Bosch plant, im Zuge der Übernahme, die unter dem Vorbehalt kartellbehördlicher Genehmigungen steht, bestehende Kundenverträge von Morse zu übernehmen. Die von der Morse-Gruppe erworbenen Unternehmensteile sollen in den Bosch-Geschäftsbereich Automotive Aftermarket integriert werden, der im Geschäftsjahr 2007 mit rund 5.

000 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 3,5 Milliarden Euro erzielte und zu dessen Schwerpunkten die Bereitstellung, der Verkauf und Vertrieb von Kfz-Teilen, Kfz-Werkstattausrüstungen sowie das Werkstattkonzept Bosch Car Service zählen. Im Zuge der Integration der Morse-Aktivitäten will das Unternehmen einen neuen Produktbereich unter dem Namen Braking Systems (Bremssysteme) aufbauen..

Höhere Michelin-Reifenpreise in Europa

Aufgrund der – wie es heißt – weiter steigenden Rohmaterial-, Energie- und Transportkosten hat Michelin die Reifenpreise in Europa angehoben bzw. wird dies noch tun. Unternehmensangaben zufolge gelten für EM-Reifen bereits seit dem 1.

Juli und für Landwirtschaftsreifen seit dem 1. August höhere Preise – zum 1. Oktober dieses Jahres sollen dann auch noch Pkw-, Llkw-, Lkw- und Busreifen teurer werden.

Zehnprozentiges Minus bei den Neuzulassungen im August

Laut der offiziellen Statistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) sind im August dieses Jahres knapp 214.400 fabrikneuen Pkw in Deutschland zugelassen worden, was einem Rückgang um 10,4 Prozent gegenüber dem ohnehin bereits schwachen Vorjahresmonat entspricht. Nichtsdestotrotz sind bezogen auf die ersten acht Monate 2008 mit gut 2,1 Millionen Autos dennoch rund 1,7 Prozent mehr Fahrzeuge neu auf bundesdeutsche Straßen gekommen, wobei sich dem KBA zufolge im August der Trend zu kleinen und sparsamen Fahrzeugen fortgesetzt habe.

Das Mini-Segment legte demnach weiter zu (plus 18,7 Prozent), während die Zulassungen in der Kompaktklasse um 10,4 Prozent und diejenigen von Geländewagen sogar um 20,3 Prozent zurückgingen. Insgesamt wurden im August dieses Jahres etwas mehr als 258.300 Kraftfahrzeuge neu in den Verkehr gebracht – 9,5 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres.

Bezogen auf die ersten acht Monate sieht aber auch hier die Bilanz besser aus, denn mit bislang rund 2,5 Millionen Kraftfahrzeugen waren es 1,9 Prozent mehr als von Januar bis August 2007. Mit Blick auf das kumulierte Vorjahresergebnis liegen denn auch sämtliche Fahrzeugsegmente mehr oder weniger deutlich im Plus. Am besten lief es in diesem Jahr bis dato bei den land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen, wo die knapp 27.

300 in der KBA-Statistik geführten Einheiten einem Zuwachs um 11,9 Prozent entsprechen. Das andere Ende des Spektrums markiert das Marktsegment Krafträder, aus dem es demgegenüber kaum Bewegung zu vermelden gibt: Die annähernd 152.900 in der Zeit zwischen Anfang Januar und Ende August dieses Jahres neu zugelassenen Maschinen entsprechen einem mageren Zuwachs von gerade einmal 0,4 Prozent.

Radialer Forstreifen von Nokian in neuer Größe

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Innerhalb der Geschäftseinheit „Heavy Tyres“ des finnischen Reifenherstellers Nokian Tyres spielen Forstreifen eine besondere Rolle, ist das Unternehmen doch in diesem Subsegment klar international dominierend. Und während Nokian bei Pkw- und Lkw-Reifen gänzlich auf Erstausrüstungsengagement verzichtet, sind „Heavy Tyres“ auch bei den Fahrzeugherstellern montierte Produkte. Gerade bei Forstreifen vertrauen OE-Kunden in starkem Maße auf Nokian und werden Reifen wie der „Forest Rider“ in enger Abstimmung zwischen Zulieferer und Fahrzeughersteller entwickelt.

Vom Radialreifen „Forest Rider“ waren bislang die Größen 600/55 R26.5 165 A8/172 A2 und 710/45 R26.5 168 A8/175 A2 erhältlich.

Mit der Erweiterung um die Größe 650/45 R24.5 161 A8/168 A2 macht der Reifenhersteller diesen Typ trotz seiner voluminösen Dimensionierung auch für relativ kleine Forstmaschinen zugänglich und vereint damit Komfortansprüche mit großen Lasten.

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TecDoc-Neuheiten auf der Automechanika

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Unter dem Motto TecDoc 2.0 wird auf der diesjährigen Automechanika in Frankfurt vom erstmals die neue Programmversion des „Web Catalog“ präsentiert, die dem Anwender eine noch benutzerfreundlichere Katalogoberfläche verheißt und über die er entscheidende Mausklicks und somit Zeit sparen dürfte. Ganz neu ist dabei die Möglichkeit, sich für die treffsichere Kalkulation in der Werkstatt Marktpreisinformationen anzeigen zu lassen.

Seit der vergangenen Messe schon bei rund hundert Teilehändlern im Einsatz ist der „klassische“ TecDoc „Web Shop“ für den Teilehandel: das Komplettpaket aus Katalog und Kaufabwicklung mit Logo und Hausfarben des Handelskunden. Nun werden auch höchst individualisierte „Web Shop“-Lösungen gezeigt, wie sie bereits bei internationalen Großkunden verwendet werden: individuelles Design inklusive Verfügbarkeitsabfrage online durch Anbindung an das hauseigene Warenwirtschaftssystem. Nach dem erfolgreichen Relaunch von TecDoc „Print“ können sich Teilehersteller von der effizienten Erstellung von Papierkatalogen aus standardisierten Artikeldaten überzeugen.

In Spa sind harte F1-Reifen gefragt

Am kommenden Wochenende macht der Formel-1-Tross Station in Spa Francorchamps zum ING Belgien Grand Prix, dem 13. Rennen der Saison. Der Kontrast zum Stadtkurs von Valencia, wo das letzte Rennen stattgefunden hatte, könnte größer kaum sein: nicht nur in Bezug auf die Landschaft, sondern auch in Bezug auf die Reifen.

Kamen in Valencia die beiden weichsten der insgesamt zur Verfügung stehenden vier Lauffächenmischungsvarianten zur Verfügung, so werden in Belgien die beiden härtesten „medium“ und „hart“ von Bridgestone zum Einsatz gebracht. Damit findet gegenüber dem Vorjahr ein Wechsel statt, hatte sich der Alleinausrüster da doch noch für die Alternativen „medium“ und „soft“ entschieden. Weil auf diesem Hochgeschwindigkeitskurs enge Kurven zum extremen Herunterbremsen zwingen, gilt Spa auch aus Sicht von Reifenherstellern als besonders anspruchsvoll.

Reifenabsatz in Europa schwach, leichte Erholung in Nordamerika

Den Reifenabsatz im europäischen und nordamerikanischen Ersatzgeschäft beschreibt die Deutsche Bank als nach wie vor eher schwach, wenngleich Analysten des Finanzinstitutes für den Juli erste leichte Erholungstendenzen in Nordamerika registriert haben. Während sie für den dortigen Markt in Sachen Pkw-Reifen im Juli mehr oder weniger kaum einen größeren Ausschlag nach oben oder unten und somit also einen bezogen auf den Vorjahresmonat stabilen Absatz beobachtet haben, sollen im gleichen Monat etwa drei Prozent mehr Lkw-Reifen verkauft worden sein als im Juli 2007. Dem mit sieben bzw.