Einträge von Detlef Vogt

Michelin beliefert Opel wieder mit Reifen

Reifenhersteller Michelin wird ab dem kommenden Jahr wieder Reifen für die Autos der europäischen GM-Tochtergesellschaften Opel, Vauxhall und Saab liefern. Damit legen beide Konzern einen seit 2002 schwelenden Streit bei. Bereits in diesem Jahr sollen die Lieferungen in kleinem Umfang beginnen, wie die Frankfurter Allgemeine schreibt.

In 2008 dann solle wieder ein großes Volumen erreicht werden, dann nämlich läuft der neue Opel Vectra vom Band. Die Reifen werden vorwiegend aus Bad Kreuznach kommen. Im Sommer 2002 hatte sich Edouard Michelin mit dem GM-Vorsitzenden Rick Wagoner über die Preise zerstritten.

Man habe grundsätzlich unterschiedliche Geschäftsinteressen verfolgt, hieß es. Michelin wollte seine Reifen als Hochleistungsprodukt zu entsprechenden Preise etablieren, GM hingegen blickte auf die geringsten Kosten und forderte stets Nachlässe..

Erweiterte Kapazitäten gefährden Preise nicht

In der von Bridgestone offensichtlich geplanten neuen Reifenfabrik in Polen sollen jährlich rund fünf Millionen Pkw-Reifen gefertigt werden. Wie die Deutsche Bank vorrechnet, seien während der vergangenen 18 Monate Kapazitätserweiterungen in Osteuropa von rund 30 Millionen Einheiten angekündigt worden, die ab 2007/2008 bereit stehen. Darunter Bridgestone mit Fabriken in Polen und Ungarn (5 Mio.

), Michelin in Polen (3-5 Mio.), Pirelli in Rumänien (2 Mio.) und Hankook in Ungarn (10 Mio.

). Mit Blick auf den wachsenden europäischen Pkw-Reifenmarkt, der derzeit bei 380 Millionen Einheiten liege, und die jährlich um 2,3 Prozent oder zehn Millionen Einheiten steigende Nachfrage seien diese Kapazitätserweiterungen nicht dazu geeignet, Überkapazitäten zu erzeugen. Folglich erwarte die Bank auch mittelfristig keinen Preiskrieg.

Unspektakulärer Verband – Brisante Diskussion

Keine Vorstandswahlen, keine kontroversen Diskussionspunkte – der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) befindet sich derzeit in ruhigem Fahrwasser, und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle in Bonn haben die 20. Ordentliche Mitgliederversammlung gewohnt professionell vorbereitet und denn auch über die Bühne gebracht. Dennoch vermochte es ein Tagesordnungspunkt, die Zuhörer (bedauerlicherweise mit einem sehr eindeutigen Übergewicht von Industrievertretern und einer – erneut – enttäuschenden „Zurückhaltung“ aus dem deutschen Fachhandel) im höchsten Maße zu interessieren: Eine hochkarätig besetzte Runde diskutierte die Frage, ob der Produktionsstandort Deutschland noch eine Zukunft hat.

Bandag unterzeichnet Vertrag mit Reifen Wondraschek

Bandag hat auf der Reifenmesse die Gründung einer strategischen Partnerschaft mit Reifen Wondraschek, einem der bekanntesten Reifenunternehmen Österreichs, bekannt gegeben. „Die Partnerschaftsvereinbarung mit diesem in Linz ansässigen Reifenspezialisten stärkt die Marktdurchdringung von Bandag in dieser Region und bringt die Reifenprodukte und Dienste des Unternehmens näher an den dort bestehenden und potenziellen Kundenstamm“, so Bandag anlässlich der Vertragsunterzeichnung auf der Messe.

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Matador steigert Gewinn und Umsatz deutlich

Der slowakische Reifenhersteller Matador hat sich seit der Reifenmesse 1994, auf der man in Essen erstmals wieder unter dem neuen alten Namen ausstellte, stark entwickelt. Hatte man damals noch einen drei mal drei Meter großen Stand, so ist er in diesem Jahr bereits 200 m² groß. Dass dies so ist, gründet nicht auf Zufall.

Sondern das Unternehmen hat vor annähernd zehn Jahren seine deutsche Vertriebsgesellschaft unter der Führung von Dr. Miroslav Rosina in Düsseldorf gegründet und konnte seither den deutschen Markt zum wichtigsten für das Unternehmen entwickeln.

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Toyo Tires mit Bodenhaftung

Toyo Tires stellte auf der Reifenmesse in Essen in Halle 3 nicht nur neue Produkte vor, sondern mit „Pleasure Comes With Performance“ auch einen neuen Slogan und Markenauftritt. Mit dieser neuen Kampagne will sich der japanische Reifenhersteller als spezialisierter Nischenanbieter für High-Performance-Reifen positionieren. Das aktualisierte Firmenlogo komplettiert den runderneuerten Markenauftritt.

Team wird sich verändern

Die Kooperation Top Service Team hat einen neuen Beirat: Als Vorsitzender fungiert jetzt Jürgen Kuhn (Reifen Feneberg, bislang Beiratsmitglied), sein Stellvertreter ist Gerhard Ludwig (rieger + ludwig, bislang Vorsitzender des Beirats), als Mitglieder bestätigt wurden Peter Lüdorf (gummi berger) und Hermann Lorenz (Reifen Lorenz), neu sind Rolf Ehrhardt (Reifen + Autoservice Ehrhardt) und Uwe Lehmann (RTC/Reifen Team Center). Christian Stiebling (Reifen Stiebling, bislang Stellvertreter des Vorsitzenden) ist aus dem Gremium ausgeschieden, Eberhard Reiff hatte seinen Posten bereits zuvor im Rahmen seiner Kündigung aus der Kooperation aufgegeben..

point S bleibt point S

Bezüglich der Namensrechte hatte es in den letzten Monaten einige Unruhe um die Kooperation point S gegeben. Es war sogar angedacht worden, eine Zusammenarbeit mit einer Werkstattkette zu suchen, deren Markenname eine gewisse Bekanntheit hat, hätte es bei den Verhandlungen um diese Rechte mit den französischen Kollegen keine Einigung gegeben. Doch das sei lediglich eine Option gewesen, die letztendlich mehrheitlich abgelehnt worden war und ohnehin nicht zum Tragen kommen konnte, weil man sich einigte und die Namensrechte für mehrere Jahre habe sichern können, so Marketingleiter Christian Rudy auf der Reifenmesse im Gespräch mit dieser Zeitschrift.

Die Michelin-Kultur bestimmt den Messeauftritt

Das Unternehmen bewege sich im Spannungsfeld von Leistung und Verantwortung (den eigenen Mitarbeitern wie der Gesesellschaft gegenüber), erklärt Dr. Klaus Neb aus der Geschäftsführung der deutschen Michelin Reifenwerke KGaA (Karlsruhe) den Messeauftritt in Essen. Allgegenwärtig – auch angesichts des hundertsten Geburtstages der Deutschland-Präsenz in diesem Jahr – sind alte Werbeplakate auf dem Messestand, Ausdruck der permanenten Besinnung auf die Wurzeln des Unternehmens, Ausdruck der Michelin-Kultur.

Entwickelt sich Hankook vom Jäger zum Gejagten?

Der Hersteller Hankook Tire arbeitet seit Jahren an der Erfüllung einer Vision. Das südkoreanische Unternehmen will in die Liga der ersten fünf Reifenhersteller aufsteigen. Erst jüngst machte Hankook wieder auf vielerlei Art von sich reden: In Ungarn werden derzeit 500 Millionen Euro in die Errichtung einer neuen Pkw-Reifenfabrik investiert; neuerdings liefert der Hersteller auch für den Volkswagen Golf ans Band; das Entwicklungszentrum in Hannover sowie die deutsche Vertriebsgesellschaft werden personell weiter aufgestockt; und demnächst kommt der erste Runflatreifen auf den Markt.