Einträge von Detlef Vogt

SMC auf der „Reifen“: Sich den Problemen stellen

Dass ihn ein Testergebnis, bei dem ein Rad des malaysisch-chinesischen Herstellers BSA gebrochen ist, mitgenommen hat, leugnet SMC-Geschäftsführer Rolf Bene gar nicht. Aber man habe die Probleme gemeinsam genau analysiert und daraufhin ein Produktions- und Qualitätsmanagementsystem geschaffen, das dafür Sorge tragen soll, dass so etwas nicht wieder vorkommt, erklärt er im Rahmen der Essener Reifenmesse.

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CMS in Essen: In neue Dimensionen

Vom türkischen Firmenstandort Izmir ist der Mitgesellschafter und primär für Verkauf und Marketing verantwortliche Berat Ösen nach Essen auf den Messestand der CMS Automotive geeilt und kann gleich von einer Ausweitung der Produktionsanlagen berichten. Bereits in diesem Jahr sei ein Volumen von 4,2 Millionen Einheiten erreichbar, womit sich CMS hinter den „Big Four“ (Borbet, Ronal, Hayes Lemmerz und ATS) in Europa klar auf Rang 5 vorarbeiten würde. Mangelnde zur Verfügung stehende Fertigungsvolumina haben dazu geführt, dass „Private Labels“ (so AEZ und Wolfrace) nicht mehr hergestellt werden.

Goodyear ernennt neuen Südafrika Geschäftsführer

Jarro Kaplan, Goodyear Tires Präsident verantwortlich für Osteuropa, Afrika und den Mittleren Osten, hat mit Derek De Villiers einen seiner engsten Mitarbeiter zum neuen Geschäftsführer der Goodyear Tyre and Rubber Holdings (Pty) Ltd. in Südafrika ernannt. Sein Vorgängen geht in den Ruhestand.

Auf dem Autec-Messestand: Jetzt mit vier Quellen

Aus China bezieht (übrigens bereits seit 1998) auch die Firma Autec ihre Produkte, vornehmlich vom dortigen Marktführer Liufeng, wie Autec-Gesellschafter Dr. Heinz Berger auf der Reifenmesse berichtete, aber nicht mehr ausschließlich. Mittlerweile habe man im Reich der Mitte sogar vier Lieferanten, und die seien allesamt sehr zuverlässig und würden qualitativ sehr gut arbeiten, bricht er eine Lanze für den Fertigungsstandort China.

Bridgestone erhält Investoren-Award in Polen

Bridgestone Poland ist zum zweiten Mal in Folge von der Tageszeitung Rzeczpospolita zum „Besten Investor in Polen“ gewählt worden. Der Preis wurde kürzlich durch Polens Finanzminister an Hiroyoshi Takigawa überreicht, den Präsidenten von Bridgestone Poland Sp z o.o.

Die polnische Tageszeitung ist bekannt für ihre Rankings herausragender in- und ausländischer Unternehmen und Investoren. Bridgestone Poland hatte im Jahr 2000 in Poznan eine Pkw-Reifenfertigung in Betrieb genommen, in der heute bis zu 20.000 Einheiten täglich gefertigt werden, jährlich also bis zu sieben Millionen Reifen.

Bridgestone hat bisher rund 330 Millionen Euro in diese Fabrik investiert. Erst kürzlich hatte der japanische Konzern angekündigt, in Polen auch eine Lkw-Reifenproduktion aufzubauen, Investitionsvolumen: 200 Millionen Euro..

Reifenmesse: Magma – ein neuer Name

Lange „herumgeheimnist“ wird nicht, wer oder was die neue (Alu-)Rädermarke „Magma“ ist und wer dahinter steht: Magma ist „by Kronprinz“, die Kronprinz GmbH mit den Geschäftsführern Dr. Alfred Fischbacher und Hans-Heiner Büchel wiederum ein Bestandteil der Mefro-Gruppe. Dass an dem Namen Kronprinz festgehalten wird ist nachvollziehbar, schließlich steht der für etwa hundert Jahre Erfahrung im Rädergeschäft.

Wobei – der Auftritt auf der Reifenmesse unterstreicht dies eindrucksvoll – es hier so gar nicht um ein Verharren in Traditionen geht, sondern um einen höchst modernen Auftritt, der von langer Hand vorbereitet ist. Es handele sich gewissermaßen um eine besondere Form einer „2-Marken-Strategie“, erklärt Gottfried Schwaner, Kronprinz sei die Botschaft an den Handel, Magma an den Endverbraucher.

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Mehr Reifensicherheit – bruchsichere Ventilverlängerung „air-flexx“

Nachdem die Glauch GmbH (Viersen) im vergangenen Jahr die Ergebnisse einer gemeinsam mit der Dekra durchgeführten Untersuchung von Reifenventilen und Reifenventilverlängerungen bei Lkw und Omnibussen vorgestellt hatte, mündeten die Lehren aus diesem Projekt nunmehr in das Angebot eines konkreten Produktes. Da bei der Untersuchung festgestellt wurde, dass insbesondere an zwillingsbereiften Achsen die Reifenventile des jeweils inneren Rades nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zugänglich waren bzw. viele der für solche Zwecke eigentlich vorgesehenen Ventilverlängerungen Beschädigungen aufwiesen, sann man auf Abhilfe.

Spurverbreiterungen und Douglas-Wheels-Räder für ATVs bei Mefo

Beim Besuch am REIFEN-Messestand der Mefo Sport GmbH fiel dem Beobachter eines sofort auf: ATV-Räder des Labels Douglas Wheels. „Die haben wir seit kurzem im Programm“, erklärt Detlef Samonil, Vertriebs- und Marketingleiter Deutschland/Österreich bei dem in Röthlein beheimateten Unternehmen, auf konkrete Nachfrage. Seinen Worten zufolge ist zumindest bei Mefo kein Abflauen des ATV-Booms zu spüren.

„Speziell im Segment der ATV-Räder haben wir in diesem Jahr bereits mehr verkauft als im ganzen zurückliegenden Geschäftsjahr“, so Samonil. Allerdings sei spürbar, dass sich der ATV-Markt „neu sortiert“. Gemeint damit ist, dass die so genannten Baumarkt-Quads anders als noch in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr eine so wichtige Rolle im Markt spielen, sondern eindeutig ein Trend zu qualitativ höherwertigen Quads zu beobachten sei.

Angesichts dessen ist es kein Wunder, dass die Röthleiner ihr Portfolio mit dem Angebot von Spurverbreiterungen für ATVs (All Terrain Vehicles) konsequent weiter ausbauen. „In etwa vier Wochen sollten auch die TÜV-Gutachten dafür vorliegen“, verspricht Samonil im Messegespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG. „Damit sind wir einer der ersten Markt“, meint er.

Hämmerling will Eigenmarke einführen

Die deutsche Hämmerling-Gruppe stellte auf der diesjährigen Reifenmesse erstmals die neuen Runderneuerungsmarken Sämm und Mäxx aus. Sämm ist dabei die Marke für die Kaltrunderneuerung, während Mäxx die Heißrunderneuerten sind. Im Falle Hämmerlings heißt dies: von Wulst zu Wulst und nicht von Schulter zu Schulter, wie von vielen in der Branche praktiziert.

Ralf Hämmerling habe auch während der Reifenmesse vielerlei Anfragen zur Heißrunderneuerung registriert, die bei Hämmerling seit Ende des vergangenen Jahres betrieben wird. Das Verfahren, das jüngst einen deutlichen Auftrieb gewinnt, galt lange Zeit als beinahe ausgestorben, so Hämmerling, erfahre nun aber seine Wiederauferstehung. Der Grund hierfür sei denkbar einfach: Der Kunde sucht nach einer günstigen Alternative zum Neureifen, und diesem Vergleich könnten Kaltrunderneuerte nur bedingt standhalten.

Bisher hätten oft die hohen Anfangsinvestitionen für Formen, etc. sowie die geringe Flexibilität gegen das Heißerneuerungsverfahren gesprochen. Die Kosten für die Heißrunderneuerung lägen bis zu zehn Prozent über denen für eine entsprechende Kaltrunderneuerung.